Archiv vom Oktober, 2009

 

Erstellt am 27. Oktober 2009 von

Nicht nur auf politischer Ebene gab es diesen Oktober entscheidende Weichenstellungen. Mit der Wahl der Landesbischöfin Margot Käßmann zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat auch die Kirche ein positives Signal zur Gleichstellung von Mann und Frau gegeben.

Zwei Frauen an der Spitze

Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt für weitere vier Jahre Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Margot Käßmann wird als Ratsvorsitzende der EKD mindestens zwei Jahre länger als Merkel den Vorsitz innehaben. Am 28. Oktober wurde die 51-jährige Landesbischöfin mit großer Mehrheit während der EKD-Synode in Ulm gewählt.

Mit Käßmann steht zum ersten Mal eine Frau an der Spitze der EKD. Die Wahl des EKD-Rates entwickelte sich zu einem echten Wahl-Marathon. Über 16 Stunden wurde, mit einigen Unterbrechungen, über die nächsten sechs Jahre der evangelischen Christen in Deutschland beraten und gewählt. Gleichzeitig wurde der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Huber gebührend verabschiedet. Huber hatte das Amt ebenfalls sechs Jahre inne und stellte sich aus Altersgründen nicht zur Wiederwahl zur Verfügung.

Welche Schwerpunkte möchte die neue EKD-Ratsvorsitzende Käßmann setzen?

In einem Interview wünscht sich Margot Käßmann eine kreative Vielfalt und wirbt dafür, dass die Kirche sowohl neue Kommunikationswege wie das Internet nutzt und gleichzeitig aber auch den traditionellen Wegen in den Ortsgemeinden treu bleibt, um die Menschen zu erreichen. Einen weiteren Schwerpunkt möchte die neue Ratsvorsitzende der EKD auch bei den Gemeinden generell legen. „Ich möchte die Bindekraft der Ortsgemeinden stärken“, berichtet Käßmann im Interview.

Eine Frau an der Spitze der Evangelischen Kirche von Deutschland? Was ist Ihre Meinung zu dem Thema? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare hier auf der Seite des Neufeld-Verlags.

Erstellt am 21. Oktober 2009 von

Eine christliche Sicht auf Energiefragen – ist das überhaupt möglich und sinnvoll? Ja, sagt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK). In einer Studie hat der SEK Leitgedanken für ein zukunftsfähiges Energiesystem formuliert. Hauptthese der SEK: Die „2000-Watt-Gesellschaft“.

Christliche Sicht schlägt Senkung des Energieverbrauchs um zwei Drittel vor

Die christliche Sicht zum Thema Energiepolitik der SEK sieht im ersten Moment dramatisch aus. Um zwei Drittel sollte jeder unserer Nachbarn in der Schweiz seinen jährlichen Energieverbrauch senken und sich somit an der „2000-Watt-Gesellschaft“ beteiligen. „Unsere Welt verbraucht jede Stunde ungefähr eine Million Tonnen Erdöl und weitere fossile Energien, spuckt Schadstoffe in die Atmosphäre, die unser Klima verändern, und lässt die Hälfte ihrer Bevölkerung in unmenschlichen Lebensbedingungen vegetieren“, schreibt Bertrand Piccard in seiner 180-seitigen Studie „Energieethik“.

Ziel der Studie ist ein verantwortungsvollerer Umgang mit den vorhandenen Rohstoffen der Erde und die Aufforderung zu einem ethischeren Handeln. Auch der Ethikbeauftragte der SEK unterstreicht die Aussage der Studie: „Energiepolitik muss sich an Grundwerten messen lassen, die zu verantwortungsbewussten Entscheidungen führen. Als Werte werden genannt: Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Freiheit (Entscheidungsfreiheit auch künftiger Generationen), Beteiligung und Frieden.“

Christliche Sicht auf Energiefragen soll für Nachhaltigkeit sorgen

Eine christliche Sicht kann natürlich nicht die Energieprobleme der Weltbevölkerung lösen und die Schweiz ist im Vergleich zu den großen Industrienationen wie den USA, China oder Indien eine recht kleine Nation, aber dennoch ermutigt das Beispiel der Nachbarn im Süden, dass die christliche Sicht auch in unser energiepolitisches Denken in Deutschland einfließen kann. Vielleicht auch unterstützt durch den Regierungswechsel.

Erstellt am 19. Oktober 2009 von

Der Pastor und Theologe Dr. Roland Hardmeier erhält für sein Buch „Kirche ist Mission – Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Missionsverständnis“ den Peters-Preis 2009 des Arbeitskreises für evangelikale Missiologie (AfeM). In seinem im Frühjahr 2009 im Neufeld Verlag (Schwarzenfeld) erschienenen Buch beschreibt Hardmeier den gegenwärtigen Wandel evangelikaler Missionstheologie hin zur Ganzheitlichkeit des Evangeliums und der Transformation der Welt. Diese radikale Anstiftung bedeute, dass die Kirche sich neu auf ihre missionarische Aufgabe besinne und zugleich ihre soziale Verantwortung wahrnehme – und so zur Heilung der Welt beitrage.

Der Autor liefert in seinem Buch eine umfassende biblische Begründung für ein transformatorisches Missionsverständnis. Durch die Aufarbeitung der missiologischen Entwicklungen in der Zwei-Drittel-Welt, die konsequente Einbeziehung des Alten Testaments und den Blick auf Jesus als Mensch und Prophet vermittelt Roland Hardmeier eine für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts relevante Sicht von Kirche und Mission. „Ihre umfassende missiologische Darstellung hat überzeugt“, so der Vorsitzende des AfeM, Prof. Dr. Klaus W. Müller, in seiner Begründung. Der G.-W.-Peters-Preis ist mit 500 Euro dotiert und wird im Rahmen der AfeM Jahrestagung am 8. Januar 2010 in Monbachtal/Bad Liebenzell überreicht.

Der Namensgeber des Preises, der mennonitische Missiologe George William Peters (1907–1989), war Gründer und langjähriger Rektor der Akademie für Weltmission in Korntal bei Stuttgart. Dr. Roland Hardmeier studierte Biblische Theologie an der Akademie für Weltmission in Korntal und Missiologie an der Universität von Südafrika. Er ist Pastor im Bund der Freien Evangelischen Gemeinden der Schweiz und Dozent bei IGW International.

Kirche ist Mission
Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen
Missionsverständnis
Edition IGW, Band 2

Download:

Erstellt am 14. Oktober 2009 von

Christliche Meditation kann eine Oase der Ruhe in Ihrem Leben sein! Sie glauben das nicht? Dann lesen Sie diesen Beitrag und lassen Sie sich vom Gegenteil überzeugen. Vielleicht können Sie am Ende des Beitrags erkennen, wie christliche Meditation auch Ihnen helfen kann.

Christliche Meditation – Mehr Entspannung und Erholung durch Christus

Die christliche Meditation ist nicht neu. Das Leben vieler Menschen ist heute viel zu schnelllebig und ruhelos. Die Zeit für das Wesentliche fehlt, alles dreht sich scheinbar immer schnell um einen selbst. Dann kann christliche Meditation helfen, zur Ruhe zu kommen und durchzuatmen.

Was bedeutet meditieren überhaupt? Meditieren ist eine Art „frei werden“. Es ist eine Art Ruhephase von der Rastlosigkeit, vom Jagen und Hetzen. Beim Meditieren geht es darum, innezuhalten, zur Besinnung zu kommen und Zeit für Stille zu spüren. Für die christliche Meditation kommt noch der entscheidende Aspekt des Spürens der Gegenwart Gottes hinzu.

Christliche Meditation schon vor mehr als tausend Jahren

Die christliche Meditation hat nichts mit neumodischen Tendenzen zu tun. Schon vom heiligen Benedikt, der 547 verstarb, wird berichtet, dass er sich nach Schwierigkeiten und Turbulenzen an einen einsamen und stillen Ort zurückzog, um „unter den Augen Gottes“ zu sich selbst zu kommen. Im Buch Bist du es, Gott? „ von Wolfgang J. Bittner geht es darum nicht den inneren Fragen nach Denken und Gebet auszuweichen, sondern sich ihnen zu stellen. Eine Übersicht der Bücher im Neufeld-Verlag über christliche Meditation finden Sie in unserem Online-Shop.

Erstellt am 12. Oktober 2009 von

Der christliche Glaube mag für viele Menschen ein frommes Gedankenspiel sein, doch welche Kraft in ihm steckt, das zeigte sich im Oktober vor 20 Jahren. Über 70.000 Menschen demonstrierten friedlich gegen das SED-Regime in der DDR. Angefangen hatte alles mit den Friedensgebeten des Pfarrers Christian Führer in der Leipziger Nicolaikirche. Welche Kraft hat der christliche Glaube also auch heute noch?

Christliche Glaube bewegte in der DDR immer mehr Menschen

Dass der christliche Glaube auch in einem atheistischen Land wie der Deutschen Demokratischen Republik nicht komplett unterdrückt werden konnte, zeigt das Beispiel des heute 66-jährigen Pastors Christian Führer. Bereits in den frühen 80er-Jahren trug er seinen christlichen Glauben in der Kirche öffentlich zur Schau, als er begann, jeden Montag um Punkt 17 Uhr zu Friedensgebeten einzuladen. Zwar durfte Führer in „seinem“ Gotteshaus seinen christlichen Glauben praktizieren, doch war die christliche Religion in der DDR nicht gerne gesehen.

In den ersten Wochen versammelten sich rund 100 bis 150 Menschen in der Leipziger Nicolaikirche. „Viele trugen selbstgebatikte Klamotten und sahen ziemlich alternativ aus“, erinnert sich Pastor Führer. Auch eine Musikgruppe mit dem Namen „Wutanfall“ durfte in der Kirche öffentlich auftreten. „Das waren einfach Individualisten, die sich gegen das SED-Regime mit ihren Mitteln zur Wehr setzten“, erzählt der Theologe weiter.

Christliche Glaube leitet die friedliche Revolution mit ein

Ob nun der christliche Glaube alleine die friedliche Revolution einleitete, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch lässt sich mit Sicherheit sagen, dass Christian Führer mit seinen Friedensgebeten und den daraus resultierenden friedlichen Demonstrationen die friedliche Revolution einleitete und das alleine durch seinen christlichen Glauben und einem gewaltlosen Vorbild in Jesus. Der christliche Glaube ist auch Bestandteil in allen unseren Büchern. Schauen Sie im Online-Shop nach und bestellen Sie noch heute.

Erstellt am 5. Oktober 2009 von

Nicht nur aus christlicher Sicht ist Die Arche des Berliner Pfarrers Bernd Siggelkow ein großartiges Projekt. 1995 gründete der Theologe das Hilfswerk, das nicht nur aus christlicher Sicht, sondern auch aus gesellschaftlich-sozialer Sicht ein voller Erfolg ist.

Aus christlicher Sicht den Kindern helfen

Die christliche Sicht von Pastor Bernd Siggelkow kommt nicht von ungefähr. Siggelkow wuchs selbst ohne Mutter in Hamburg auf und kam mit einem Predigerseminar der Heilsarmee nach Berlin-Hellersdorf. 1995 begann alles mit einer Kinderstunde, für die Siggelkow und seine Mitstreiter von Spielplatz zu Spielplatz zogen und die Kinder persönlich einluden.

Inzwischen ist Siggelkow selbst Vater von sechs Kindern und durch die wöchentlichen Kinderpartys hat sich „Die Arche“ nicht nur aus christlicher Sicht einen guten Namen gemacht. Heute betreibt das Hilfswerk eine Grundschule, sowie Kindertagesstätten in Berlin, Hamburg, München und Potsdam. Darüber hinaus setzt „Die Arche“ Streetworker in sozial schwachen Gegenden ein, um insbesondere bei sexuellem Missbrauch sowie familiären und schulischen Problemen Hilfestellung geben zu können.

Dank christlicher Sicht viele Auszeichnungen

Allein aus christlicher Sicht lässt sich so ein Projekt natürlich nicht stemmen. Die Finanzierung erfolgt dennoch fast vollständig über Spenden. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen unterstützten das Hilfswerk. Bernd Siggelkow bekam unter anderem das Bundesverdienstkreuz und den KIND-Award 2008 in der Kategorie National. „Die Arche“ wurde darüber hinaus auch 2005 mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte geehrt. Damit ist „Die Arche“ nicht nur aus christlicher Sicht ein voller Erfolg.

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.