Archiv vom Oktober, 2011

 

Erstellt am 25. Oktober 2011 von

Als Leitungsteam unserer Gemeinde lesen wir seit einigen Monaten das Buch „Organisch leiten – Wie natürliche Leitung uns selbst, Gemeinden und die Welt verändert“ von Neil Cole. Zu Beginn unserer Treffen nehmen wir uns etwa eine Stunde Zeit und unterhalten uns über diese herausfordernde Lektüre. Neulich waren wir bei Kapitel 14, „Inkarnatorisch leiten – Christus lebt in uns“. Eine Frage auf S. 261 hat mich dabei besonders gepackt: „Wann wird Christus das Einzige sein, was Sie brauchen?“

Das schätze ich so an den Denkern und Visionären, die sich mit dem Status Quo von Kirche nicht zufrieden geben, sondern fragen, wie christliche Gemeinden die ursprüngliche Kraft neu erleben und ausstrahlen können: dass sie nicht einfach Traditionen in Frage stellen, sondern mutig und radikal auf das Zentrum hinweisen, Jesus Christus.

Übrigens soll noch in diesem Jahr ein weiteres Buch in der Edition Novavox erscheinen: Die deutsche Ausgabe von Alan Hirschs „The Forgotten Ways – Reactivating the missional Church“ ist in Vorbereitung.

Link zu novavox – Netzwerk für missionale Gemeindeinnovation

Erstellt am 19. Oktober 2011 von

Erstmals in der Geschichte der Ausrichtung des Friedensnobelpreises haben drei Vorkämpferinnen für die Frauen- und Menschenrechte gemeinsam den diesjährigen Friedensnobelpreis erhalten. Eine davon, Leymah Gbowee, hat an einer mennonitischen Universität, der Eastern Mennonite University (EMU) in Harrisonburg studiert. (Hier ist auch Neufeld-Autor Howard Zehr Professor.) Sie teilt sich den Preis mit der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf und Frauenrechtlerin Tawakkul Karman aus dem Jemen.

Gbowee, die einen Master in Konfliktbearbeitung an der EMU erlangt hat, erhielt den Nobelpreis für ihre Friedensbemühungen in Liberia. Im Verlauf des zweiten liberianischen Bürgerkrieges gründete sie die Organisation Women of Liberia Mass Action for Peace, diese Friedensorganisation hatte maßgeblichen Einfluss auf die Beendigung des Bürgerkrieges 2003. Sie hat sich in ihrem Land und auf der ganzen Welt für Menschen- und Frauenrechte eingesetzt. Nur 12 andere Frauen haben den Friedensnobelpreis in seiner 110-jährigen Geschichte gewonnen. Leymah Gbowee ist auch die Hauptfigur des Dokumentarfilms „Pray the Devil Back to Hell“, in dem die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung in Liberia erzählt wird.

Auf der Frankfurter Buchmesse wurden soeben auch die deutschen Rechte für Gbowees Buch verkauft.

Quellen: mennonews.de, Wolfgang Krauss

 

 

Erstellt am 18. Oktober 2011 von

Durch seinen unbeirrbaren Einsatz, den konsequent gewaltlosen Weg und eine herausragende Leitungsbegabung hat Martin Luther King jr. entscheidend dazu beigetragen, die Welt zu verändern: Vor wenigen Tagen wurde das riesengroße Denkmal in Washington eingeweiht.

In den sechziger Jahren sprach Magda Trocmé bei riesigen Versammlungen an der Seite des Friedensnobelpreisträgers. Magda und André Trocmé, das reformierte Pfarrerehepaar in Le Chambon, trugen entscheidend dazu bei, Tausende Menschen zu retten, als deutsche Truppen Frankreich besetzten. Beide wurden als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet.

Nach dem Krieg reisten sie nach Indien, Hiroshima und eben auch in die USA, um sich weiterhin engagiert für Frieden und Versöhnung einzusetzen. Später, 1981, wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Universität Haverford, Pennsylvania verliehen – im Namen aller Einwohner von Le Chambon und der benachbarten Ortschaften. (Gemeinsam mit ihr wurde auch Rosa Parks geehrt, die sich 1955 geweigert hatte, ihren Platz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen und die damit die amerikanische Bürgerrechtsbewegung voranbrachte.)

Kürzlich erschien im Neufeld Verlag die inspirierende und herausfordernde Biografie über diese mutigen Retter, die bisher kaum bekannt waren und von Historikern längst in einer Reihe mit Gandhi, Martin Luther King gesehen werden.

Ein Gespräch mit der Trocmé-Biografin Hanna Schott in Deutschlandradio Kultur

 

Erstellt am 17. Oktober 2011 von

… liegt nun hinter uns: Insgesamt waren rund 7.400 Aussteller aus 106 Ländern vor Ort, über 3.200 Veranstaltungen zogen rund 283.000 Besucher an.

Wir sind dankbar für viele, viele Begegnungen, neue Kontakte und immer wieder auch Inspiration. Unsere Autorinnen und Autoren persönlich zu treffen, mit denen wir sonst meist „virtuell“ kommunizieren, gehört sicher zu den Highlights der Buchmesse. Aber auch den Austausch mit Kollegen oder die Gespräche mit Geschäftspartnern schätzen wir. Das rote Sofa an unserem Stand – gemeinsam mit PlusMedien und dem BORN-Verlag – war fast durchgehend besetzt: Danke an alle, die uns in Frankfurt besucht haben!

Erstellt am 10. Oktober 2011 von

Dieser Buchtitel kommt vielleicht etwas süffisant daher. Aber er lässt kaum jemanden kalt. Bei näherem Hinsehen zeigt sich sogar, dass dieses Buch eine Menge Fragen aufwirft. Und manche altbekannten Antworten in Frage stellt. Und so ist dieses Buch aus der Feder von Tobias Faix inzwischen bereits in der dritten Auflage und einer unserer Longseller. Einige der kurzen Kapitel hat der Autor gelesen und als Film gepostet.

Hier eine Kostprobe:

http://www.youtube.com/watch?v=mNrLxXpAosU

Lesenswert ist natürlich auch Toby Faix’ Blog.

 

Erstellt am 6. Oktober 2011 von

ERF Medien hat kürzlich ein ausführliches Rundfunk-Interview zur druckfrischen Jochen-Klepper-Biografie ausgestrahlt. Redakteurin Angelika Fries unterhält sich darin mit Markus Baum, Stellvertretender Chefredakteur und Autor dieser außergewöhnlichen Biografie. Hier kann man sich das spannende Gespräch in Etappen anhören:

Radio-Interview mit Markus Baum, Teil 1

Radio-Interview mit Markus Baum, Teil 2

Radio-Interview mit Markus Baum, Teil 3

Radio-Interview mit Markus Baum, Teil 4

 

www.erf.de

 

Erstellt am 4. Oktober 2011 von

Als ich 1990 als Praktikant im Bundes-Verlag anfing, ahnte ich nicht, dass mir mein Chef Ulrich Eggers so ganz nebenbei auch die Türen zu ungeahnten Lesewelten öffnen würde. In den Jahren zuvor hatte es mir an Stoff gefehlt, und nun stürzte ich mich leidenschaftlich und begeistert auf Autoren wie Manfred Hausmann, Willy Kramp, Hansjürgen Weidlich, Hans Leip, Helmut Thielicke, Kurt Ihlenfeld – und Jochen Klepper. Der wurde schnell mein Lieblingsdichter. Als mir Uli Eggers dann zum Abschied acht Jahre später die druckfrische Dissertation von Martin Wecht über Klepper schenkte („Ein christlicher Schriftsteller im jüdischen Schicksal“), fing ich bald an zu träumen: Wenn es irgend wann mal so was wie einen Neufeld Verlag geben sollte, dann bringen wir eine Klepper-Biografie!

Jetzt ist es tatsächlich so weit: „Jochen Klepper“ ist erschienen, und ich bin dem Autor Markus Baum dankbar für seine ausgezeichnete Arbeit. Mein Traum hat sich erfüllt. Aber mehr noch, nach Jahrzehnten liegt nun erstmals eine Biografie vor (Bücher mit Beiträgen rund um den Dichter und sein Werk hat es immer wieder gegeben), die hilft, diesen außergewöhnlichen Menschen, Dichter und Christ kennenzulernen. Dabei schreibt Markus Baum so, dass hier jüngere wie ältere Leser auf ihre Kosten kommen; Freunde des Evangelischen Gesangbuchs (in dem Klepper gut vertreten ist) wie Leser, die sich nicht unbedingt als „Christen“ bezeichnen würden.

Danke, Uli!

http://www.neufeld-verlag.de/de/jochen-klepper.html

www.jochenklepper.de

www.aufatmen.de

http://www.sound7.de/article.php?channel=39&article=8661

 

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.