Archiv vom November, 2011

 

Erstellt am 28. November 2011 von

Am Donnerstag geht’s los: Erstmals gibt es online einen kleinen Adventskalender aus dem Neufeld Verlag – mehr dazu erfährt man auf unserer Facebook-Seite.

Erstellt am 28. November 2011 von

So ist der ausführliche Artikel des Journalisten Daniel Frick über die „souverän geschriebene“ Biografie Jochen Kleppers aus der Feder von Markus Baum überschrieben. Nachzulesen in der aktuellen Ausgabe (6/2011, Seite 19) des christlichen Medienmagazins „pro“. Pro erscheint sechsmal jährlich, erreicht nach eigenen Angaben 150.000 Leser und kann kostenlos bestellt werden. Und übrigens: 2012 ist Klepper-Jahr …

Erstellt am 22. November 2011 von

„Kein Mensch ist perfekt“, so lautet treffend die aktuelle Kampagne der Caritas. So selbstverständlich da wohl jeder zustimmt, so unglaublich tief sitzen offenbar dennoch die Vorstellungen davon, wer „behindert“ ist und wer nicht. Dabei merken wir dann gar nicht mehr, wie sehr wir einander behindern. Das frustriert mich!

Als eine Freundin von uns im Zuge ihrer Überlegungen, welche Schule für ihre Tochter mit Down-Syndrom wohl die beste sein könnte, gerade wieder einen Termin mit einer Schulrektorin hatte, kam sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Diese Dame wusste allzu gut Bescheid, was geht und was nicht, kannte sehr genau die Grenzen und das Potenzial der Kleinen – und behandelte unsere Freundin dermaßen respektlos, dass ich an die Decke gehen könnte. Von dem, was ich mir unter „Inklusion“ vorstelle, sind wir da meilenweit entfernt. Ich schätze, es braucht einfach noch jede Menge echter Begegnungen und Erfahrungen, damit sich die Erkenntnis durchsetzt, dass jeder Mensch nun mal ein Unikat ist. Und dass genau das das Leben aller bereichert.

Zum Glück gibt’s an solchen Tagen auch anderes zu berichten: „Muss in jeden Kindergarten, sollte in die Wartezimmer von Arztpraxen“, schreibt die Zeitschrift „Sozialcourage – Das Magazin für soziales Handeln“ soeben in ihrer Empfehlung des wunderbaren Bilderbuches Die Geschichte von Prinz Seltsam – Wie gut, dass jeder anders ist. Sozialcourage (Druckauflage 180.000) wird vom Deutschen Caritasverband in Freiburg herausgegeben und erscheint vierteljährlich. Kindergarten und Wartezimmer – ich finde, da haben sie recht.

Erstellt am 15. November 2011 von

 „Nicht ein einziger Jude, der kam, wurde abgewiesen oder verraten. Doch es dauerte noch Jahrzehnte, bis die Dorfbewohner von dem erzählten, was sie getan hatten – und auch dann taten sie es nur widerstrebend.“ US-Präsident Barack Obama

Historiker stellen die beiden in eine Reihe mit Martin Luther King und Mahatma Gandhi, sehen Parallelen zu Oskar Schindler, der über 1.000 Juden rettete. Diesen Herbst ist im Neufeld Verlag eine spannende Biografie von Magda und André Trocmé erschienen: Ein französisch-russisch-italienisches Paar, das sich in New York kennenlernt und nach Indien reisen will, um Gandhi zu treffen. André Trocmé, der hier an demselben Theologischen Seminar studiert wie später Dietrich Bonhoeffer, ist nebenbei Hauslehrer bei der reichsten Familie der Welt, den Rockefellers. Magda Grilli zieht ihn schon nach den ersten Begegnungen in ihren Bann. Schon das wäre filmreif (und tatsächlich scheint in Hollywood ein Drehbuch zu existieren). Doch es geht weiter – ganz anders, als die beiden es planen, und mit zunehmender Dramatik. Statt in Indien landen sie nämlich in der tiefsten französischen Provinz, André als Pfarrer der reformierten Kirche, Magda als Lehrerin. Als deutsche Truppen Frankreich besetzen, eröffnen sich ihnen jedoch ungeahnte Möglichkeiten, gerade weil sie „am Ende der Welt“ leben.

Das Ehepaar Trocmé verwandelt ihren kleinen Luftkurort im Gebirge in einen zentralen Ort der französischen Résistance. Tausende jüdische Kinder und Erwachsene werden von ihnen versteckt, mit Nahrung versorgt und teilweise mit falschen Pässen ausgestattet und ausser Landes geschleust. Am Ende zählten die einen 3.000 Menschen, die vor dem sicheren Tod gerettet worden waren. Die anderen sprachen von mehr als 5.000. Magda sprach in den USA vor riesigem Publikum an der Seite von Martin Luther King. Das israelische Holocaustmuseum Yad Vashem zeichnete André und Magda Trocmé und mit ihnen die ganze Region für ihren Mut als „Gerechte unter den Völkern“ aus.

Die Journalistin Hanna Schott erzählt in ihrer Biografie „Von Liebe und Widerstand“ so lebendig, als wären wir dabei. Es ist eine Liebesgeschichte, ein zentrales Stück deutsch-französischer Geschichte und nicht zuletzt die Geschichte einer Zivilcourage, die eine ganze Region ansteckte.

Erstellt am 10. November 2011 von

Ein neu entwickelter Bluttest kann ab der 10. Schwangerschaftswoche anzeigen, ob das heranwachsende Kind Down-Syndrom hat. Wir lehnen diesen Trisomie-21-Frühtest als eine Form von „Selektion“ ab. Pikant: Das Bundesministerium für Forschung hatte den Test finanziell gefördert. „Was halten Sie von dieser Forschungsförderung?“, so lautet eine Umfrage des Portals „Gerechte Gesundheit“. Da kann man sich per Klick dazu äußern …

Erstellt am 8. November 2011 von

So lautet der Titel eines berührenden Buches über ein eingeschränktes und doch erfülltes Leben, das im Frühjahr 2012 im Neufeld Verlag erscheint. Roland Walter kam 1963 mit einer spastischen Lähmung zur Welt. Er ist gelernter Kaufmann und engagiert sich seit Jahren für ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Von Berlin aus ist Roland Walter heute europaweit als Referent unterwegs.

Drei Studentinnen der katholischen Fachhochschule haben nun im Rahmen eines Projektes Menschen mit Behinderungen so fotografiert, dass man ihre Behinderung auf den ersten Blick nicht wahrnimmt. So entstanden u. a. Tanzfotos von Roland Walter auf dem Gendarmenmarkt. Am Montag, 14.11. findet um 18 Uhr in der Immanuelkirchstr. 21 in 10405 Berlin-Prenzlauer Berg die festliche Eröffnung der Fotoausstellung statt. Die wird musikalisch umrahmt von der Gruppe Tralalka, und gegen 19 Uhr ist eine Performance von Roland Walter zu sehen.

 ERF-Fernsehsendung „Hof mit Himmel“ mit Roland Walter

Erstellt am 1. November 2011 von

John Ortberg, Bestsellerautor und Pastor der Menlo Park Presbyterian Church, meint zu dem neuen Paulus-Buch von Kenneth E. Bailey: „Ken Bailey ist pures God. Ich kann mich an keinen Autor erinnern, der eine größere Hilfe gewesen wäre, die Bibel mit Frische und Klarheit zu lehren.“

Dieses Buch gibt’s leider noch nicht auf deutsch. Bei uns ist seine faszinierende Arbeit zu Lukas 15 erschienen, fast schon ein Klassiker: „Der ganz andere Vater – Die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn aus nahöstlicher Perspektive in Szene gesetzt“. Auch Autoren wie Tim Keller („Der verschwenderische Gott“) sind von Ken Bailey inspiriert.

 

 

 

 

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.