Archiv vom Oktober, 2012

 

Erstellt am 31. Oktober 2012 von

 

Am Sonntag, 11. November 2012 bin ich um 11.00 Uhr zu Gast bei der Matinée in der Mennonitengemeinde Regensburg-Burgweinting (keine Angst, das wird keine verkappte Faschingsveranstaltung!).

Wilhelm Unger, Pastor der Gemeinde, hat in der Einladung formuliert:

David Neufeld liest Kurioses, Lustiges, Spannendes und Entspannendes. Wie Bücher laufen lernen, inspirierende Begegnungen mit Autoren und warum Bücher auch heute noch ein Schatz sind.

Bücher vorzustellen, macht mir tatsächlich immer große Freude (könnte ich stundenlang machen, und nun habe ich die Qual der Wahl, mich zu beschränken!). Und natürlich freue ich mich, mal wieder dort zu sein, wo wir einige Jahre unseres Lebens verbracht haben.

Erstellt am 31. Oktober 2012 von

Am 11. November 2012 wird weltweit der Christen gedacht, die aufgrund ihres Glaubens mit zum Teil erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert sind. Dabei fällt mir auch jener April-Tag in Malatya ein:

Den 18. April 2007 werde ich wohl nie vergessen. Mein Schwager Necati Aydin, der deutsche Christ Tilmann Geske sowie Ugur Yüksel werden in ihrem Büro in der türkischen Stadt Malatya von fünf jungen Männern überfallen, brutal gefoltert und schließlich ermordet. Der ausdrückliche Grund: sie sind Christen, die ihren Glauben in der Türkei offen teilen. Später geben die Täter zu Protokoll, dass sie an diesem Tag auch mich hatten töten wollen …

O-Ton Wolfgang Häde, Jahrgang 1958, verheiratet mit der Türkin Janet. In seinem bewegenden Buch Mein Schwager – ein Märtyrer: Die Geschichte des türkischen Christen Necati Aydin (in der 2. Auflage lieferbar) schildert Wolfgang Häde den Lebensweg seines Schwagers und auch die Geschehnisse jenes 18. April. Aydin starb im Alter von knapp 35 Jahren für seinen Glauben an Jesus Christus.

In Deutschland engagiert sich zum Beispiel die Organisation Open Doors dafür, dass die vielen weltweit verfolgten Christen nicht vergessen werden – und gibt fruchtbare Impulse weiter, wie der Glaube jener Menschen uns hier inspirieren und herausfordern kann. Schließlich war die Existenz als befremdliche Minderheit zu Beginn der Christenheit eher der Normalfall …

 

 

Erstellt am 30. Oktober 2012 von

Wer den sympathischen „Schweizer Franken“ Christoph Schmitter endlich mal live erleben will, hat demnächst die Gelegenheit: Am Mittwoch, 7. November 2012 stellt er sein Buch Neunmalweise – LebensMuster zum Nachmachen und Selberglauben in der renommierten Würzburger Stephans-Buchhandlung vor. Der Abend – das wird garantiert unterhaltsam und inspirierend, außerdem kann man sich sein persönliches Buchexemplar gleich vom Autor signieren lassen und haufenweise Weihnachtsgeschenke einkaufen! – beginnt um 19.30 Uhr, Karten gibt es im Vorverkauf für 5 Euro in der Buchhandlung. Der Erlös des Abends geht an lighthouse würzburg e.V. Viel Vergnügen!

Infos und Bilder „zum Aufwärmen“ gibt’s auf neunmalweise.de oder auf Facebook; 5-Sterne-Rezensionen zu dem Buch kann man sich hier ansehen …

Erstellt am 30. Oktober 2012 von

 

In unserem Dienstleistungsverlag Edition Wortschatz ist kürzlich ein theologisches Fachbuch erschienen: Unter dem Titel Missionale Hermeneutik – Biblische Texte kontextuell und relevant lesen geht der Autor Dr. Peter F. Penner der Frage nach, inwieweit eine missionale Hermeneutik notwendig ist, um biblischen Texten gerecht zu werden und sie zu verstehen. Diese Habilitationsschrift wurde im Februar 2012 von der Theologischen Fakultät der Karoli Gaspar Reformatus Egyetem in Ungarn angenommen.

Mit der Edition Wortschatz unterstützen wir Autoren, Institutionen oder Firmen bei der Produktion und Veröffentlichung von Dissertationen oder Lyrik, Festschriften oder Handbüchern, Jahrbüchern oder Erinnerungen. Was immer gebraucht wird!

Erstellt am 30. Oktober 2012 von

Am vergangenen Sonntag waren wir mit einem Büchertisch beim Erntedank- und Missionsfest des Verbandes deutscher Mennonitengemeinden in Sinsheim vertreten – und haben dort ein kleines Gewinnspiel veranstaltet.

Gestern Abend nun hat unser Alexander Glücksfee gespielt und die Gewinner gezogen. Alle fünf erhalten je ein Exemplar von Hanna Schotts spannender Biografie Von Liebe und Widerstand – Das Leben von Magda & André Trocmé. Und das sind sie:

Tobias Fellmann

Brigitte Bucher

Magdalene Aberle

Anne W. Miller

Klara Aberle

Viel Freude beim Lesen! Und herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben!

Erstellt am 23. Oktober 2012 von

Am 10. Dezember jährt sich der Tod des Dichters und Schriftstellers Jochen Klepper zum 70. Mal. Die Klepper-Biografie aus der Feder von Markus Baum hat seit Erscheinen im Sommer 2011 viel Anerkennung gefunden und ist für Klepper-Kenner ebenso spannend wie für Leserinnen und Leser, die sich bisher kaum mit dem Lebensweg dieses lutherischen Christen beschäftigt haben. Für mich persönlich ist mit der Veröffentlichung dieser Biografie ein Traum in Erfüllung gegangen – und ich schätze z. B. die Liedtexte Kleppers sehr, die eine ungemein tröstende Wirkung entfalten.

Ab morgen beginnt eine „kleine Vortrags- und Lesereise“ von Markus Baum, im Hauptberuf Rundfunkredakteur, und natürlich empfehlen wir die hier aufgeführten Veranstaltungen ausdrücklich:

 

Mittwoch, 24.10.;19.00 h; 35630 Kölschhausen; Friedrich-Winter-Gemeindehaus; Thema: Von Jochen Klepper hören, mit Jochen Klepper singen

Montag, 29.10.; 20.00 Uhr; 35578 Wetzlar, CVJM-Haus Frankfurter Straße; Thema: Jochen Klepper – kein Held, aber ein Gerechter?

Freitag, 9.11.: 19.30 Uhr; 89518 Heidenheim; Nacht der Kirchen; Apis; Thema: Jochen Klepper – 1. Liebe und Anfeindung; 2. Leiden an der Kirche, Dichten für die Kirche; 3. Kein Held, aber ein Gerechter?

Samstag, 10.11.: 19.30 Uhr, 89150 Laichingen; EmK; Thema: Jochen Klepper – kein Held, aber ein Gerechter?

Sonntag, 11.11.: 10.00 Uhr, 70771 Echterdingen, EmK; literarischer Gottesdienst, Thema: Von Jochen Klepper hören, mit Jochen Klepper singen

Sonntag, 11.11.: 19.30 Uhr, 72768 Reutlingen, Apis; Thema: Von Jochen Klepper hören – mit Jochen Klepper singen

Montag, 12.11.: 10.30 Uhr, 71554 Unterweissach, Ev. Missionsschule: Hymnologie-Vorlesung, Thema: Jochen Klepper als Liederdichter

Montag, 12.11.: 19.30 Uhr, 73728 Esslingen, EmK, Friedenskirche; Thema: Von Jochen Klepper hören, mit Jochen Klepper singen

Dienstag, 13.11.: 19.30 Uhr; 70806 Kornwestheim, Apis, Ev. Johannesgemeindehaus; Thema: Von Jochen Klepper hören, mit Jochen Klepper singen 

Mittwoch, 14.11.: 15.00 Uhr; 74564 Crailsheim-Rossfeld, Martinshaus; Distrikts-Konfirmandengruppe, Thema: Jung und bedroht – Jochen Klepper und Renate Stein

Mittwoch, 14.11.: 19.30 Uhr; 74564 Crailsheim-Rossfeld, Martinshaus; Thema: Jochen Klepper – sein bewegtes Leben, sein Werk

Mittwoch, 5.12.; 19.30 Uhr; 31812 Bad Pyrmont; Thema: Von Jochen Klepper hören, mit Jochen Klepper singen

Donnerstag, 13.12.: 16.30 Uhr; 53113 Bonn, Ev. Gemeindeforum: Ökum. Seniorenkreis KLUPP 91; Thema: Jochen Klepper – Herold und Hüter des Evangeliums

 

Erstellt am 16. Oktober 2012 von

„Das gibt wieder einen Hydrozephalus“, sagte mein Frauenarzt, als ich mit dem zweiten Kind schwanger war. Auf gut deutsch: Wasserkopf. Unsere beiden Söhne Jacob und Cornelius haben das C.R.A.S.H.-Syndrom: Irgendein winziges Teil eines Gens verursacht eine mangelnde Verbindung zwischen beiden Hirnhälften, verzögerte geistige Entwicklung, eingeschlagene Daumen, mehr oder weniger stark ausgeprägte Spastik und einen Wasserkopf. Ganz nebenbei habe ich auch noch Multiple Sklerose. Mein Neurologe rät mir lediglich, mich zu schonen. Wie das funktionieren soll, weiß der Himmel. Ich kann nur hoffen, dass wenigstens der es weiß.

Dieses Buch bringt Sie zum Lachen und treibt Ihnen die Tränen in den Augen: Sabine Zinkernagel erzählt in ihrem Buch Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse – Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern aus ihrem nie langweiligen Leben mit zwei außergewöhnlichen Söhnen – ehrlich und manchmal verzweifelt, immer wieder überraschend und stets augenzwinkernd. Jacob und Cornelius sind eben zwei echte Originale, einzigartig, und sorgen für so manche Überraschung. Wie es im Leben halt so ist: Wenn man nicht nur ihre Schwächen – die „Löcher“ – wahrnimmt, sondern den Blick auch auf die Stärken – den „Käse“ – richtet, gibt’s eine Menge zu entdecken!

Von den außergewöhnlichen Stärken ihrer Söhne, von Türschlossknackern, Sprachjongleuren und großen Musikern erzählt sie lebendig, witzig und ehrlich. In kurzen Geschichten, die auch jeweils für sich gelesen werden können, beschreibt sie Höhen und Tiefen ihres Familienlebens, Schwieriges und Ermutigendes. Und sie schildert ihr ganz persönliches Ringen um neues Vertrauen in Gott.

Es war übrigens Jacobs Idee, dass von jedem verkauften Buch ein Euro an seine Schule, die Förderschule „Am Grünen Grund“ in Bad Belzig, geht: dort wird nämlich gerade eifrig gesammelt für den Bau eines Sport-/Mehrzweckraums, am liebsten aber eine Sporthalle. Machen Sie mit?

Erstellt am 9. Oktober 2012 von

 

Ein spannendes und inspirierendes Beispiel, wie Buchhandlungen nicht nur ein literarisch-kulturell geschätztes Angebot schaffen und leidenschaftlich Lesen fördern, sondern auch erfolgreich Bücher verkaufen (und zwar durchaus die, die den Buchhändlern selbst richtig gut gefallen), kann man diese Woche in der Online-Ausgabe des Börsenblatts lesen. Unter der Überschrift: „Wie machen Sie Ihre eigenen ,Bestseller’, Herr Dombrowsky?“ plaudert der engagierte Regensburger Buchhändler Ulrich Dombrowsky aus dem Nähkästchen. Herzlichen Glückwunsch nach Regensburg. Geht doch!

 

 

Erstellt am 9. Oktober 2012 von

 

Ich freue mich, dass unser Freund und Autor Uwe Heimowski sich künftig monatlich an dieser Stelle zu Wort melden wird. Tatsächlich sind wir schon lange verbunden, lernten uns Anfang der 1990er Jahre kennen, im Redaktionsteam der Jugendzeitschrift PUNKT (heute: dran). Das dritte Buch im Neufeld Verlag (Brunos Dankeschön – Geschichten von der Reeperbahn) stammte 2005 aus seiner Feder (dem eine ganze Reihe weiterer Bücher folgten), und wer beginnt, sich mit den Artikeln und Büchern von Uwe Heimowski zu beschäftigen, merkt schnell: Der kann erzählen! Und er hat was erlebt. Und was zu sagen.

Jeden zweiten Dienstag im Monat gibt es an dieser Stelle also Heimowskis Mutmacher – Gedanken aus dem kleinen und großen Alltag. Heute geht’s los – und zwar mit einer kurzen Vorstellung. Damit Ihr wisst, wer da eigentlich schreibt. Herzlich willkommen, lieber Uwe!

Schreiben, reden, telefonieren, recherchieren – die Tätigkeiten an sich unterscheiden sich nicht groß. Und doch sind es verschiedene Welten: die Arbeit als Pastor und die Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag. Das ist eine ungewöhnliche Kombination, sicher. Aber sie entspringt und entspricht meinem Lebensweg, der auch eher ungewöhnlich ist. Und inhaltlich gibt es viele Parallelen.

Ein kurzer Rückblick: 1986 fand ich zum Glauben. Es folgte eine Therapie wegen einer Suchterkrankung. Dann eine Erzieherausbildung. Sozialarbeit für die Heilsarmee auf der Reeperbahn. Leitung einer AIDS-Beratungsstelle. Studium der evangelischen Theologie in Hamburg, Basel, Leipzig und Halle/Saale. Was sollte nun folgen? Mein Herz schlug für die Sozialarbeit. In einem ehemaligen Jugendwerkhof in Bad Köstritz, der von der Diakonie übernommen worden war, wurde ein Erziehungsleiter gesucht. Aufgabenschwerpunkt: Mitarbeiterschulung, pädagogische Verantwortung und der Aufbau einer Therapiegruppe für minderjährige Suchtkranke. Besonderes letzteres reizte mich aufgrund meiner eigenen Geschichte, und so zogen wir 1999 nach Ostthüringen. Nun suchten wir eine Gemeinde. Für uns, mich, meine Frau und unsere beiden Kinder, und für die Jugendlichen aus der Reha-Gruppe, denn zum Konzept gehörte (und gehört bis heute) der wöchentliche Gottesdienstbesuch. In der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Gera wurden wir herzlich aufgenommen und fanden bald eine Heimat.

Dass ich zwei Jahre später die Anfrage bekommen würde, Pastor Franz Beutel nachzufolgen, der in den Ruhestand ging, hätte ich da niemals in Erwägung gezogen. Doch dann kam es so. Wir sahen Gottes Ruf in dieser Anfrage, ich gab meine Stelle als Erziehungsleiter auf, blieb aber in der Leitung der Reha-WG. Und so strickten wir ein Halbtagskonzept mit der Gemeinde. Wir definierten meine Aufgaben sehr klar. Für den Verwaltungsbereich stellten wir eine Sekretärin im Mini-Job ein.

Das setzte mich frei für pastorale Tätigkeiten. Mein Schwerpunkt neben Verkündigung und Seelsorge lag vor allem darin, eine neue Vision für die Gemeinde zu entwickeln. „Offen sein für Menschen in der Stadt“ – das war meine Vorgabe. Und so entstanden im Laufe der Jahre eine Menge neue Konzepte. Die Form der Gottesdienste änderte sich, kulturelle und soziale Projekte wurden begonnen, schließlich wurde ein Anbau nötig.

Ich selber engagierte mich in verschiedenen sozialen und politischen Gremien in der Stadt (etwa im Jugendhilfeausschuss). Daneben unterrichtete ich an der Berufsakademie in Gera und publizierte Artikel und Bücher. Nach fünf Jahren gab ich die Leitung der Reha-Gruppe ab und arbeitete neben der Gemeindearbeit als freiberuflicher Dozent und Coach.

To make a long story short: als dann ein Freund von mir für den Bundestag kandidierte, half ich in seinem Wahlkampfteam. Wir kannten uns und haben sehr ähnliche Ziele, das passte. Wir entwickelten ein Konzept, schrieben Texte – und er gewann tatsächlich die Wahl. Frank Heinrich ist der erste Heilsarmeeoffizier im Bundestag. Seine Schwerpunkte sind naheliegend: Arbeit und Soziales sowie Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Ich stieg als wissenschaftlicher Mitarbeiter ein.

Inhaltlich liegt das sehr nahe bei dem, was ich bisher auch getan habe: mich für benachteiligte Menschen einsetzen. Das war ein Schwerpunkt bei der Heilsarmee, und es prägt das Profil unserer Gemeinde.

Wie sieht das nun im Alltag aus? Die vielen Tätigkeiten müssen natürlich gut koordiniert werden. Die Aufgaben sind gewachsen. Unsere Familie besteht mittlerweile aus sieben Personen. Meine Frau Christine hat einige Jahre ihren Schwerpunkt auf die Erziehung gelegt. Anders wäre vieles nicht möglich gewesen. Mittlerweile absolviert sie ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium in Diakonik. Da hilft, dass meine beiden Berufe sehr viel selbständiges Arbeiten erfordern. Häufig habe ich Zwölf-Stunden Tage. Aber wann und wo ich arbeite, kann ich selber eintakten. Etwa alle fünf Wochen bin ich für eine Woche in Berlin. Gelegentlich gibt es Termine in Chemnitz, Frank Heinrichs Wahlkreis. Die meiste Zeit kann ich von Gera aus arbeiten. Und so habe ich schon manche Predigt im Zug vorbereitet. Und der eine oder andere „Sprechzettel“ (so nennt man im Bundestag eine thematische Zusammenfassung eines Themas) ist im Gemeindebüro entstanden.

Mir liegt diese Abwechslung sehr. Doch bleibt es eine tägliche Herausforderung, mich dabei nicht zu verzetteln. Zum Glück hat sich das Berliner Team in diesen zwei Jahren sehr gut eingespielt, und unsere Gemeindesekretärin ist die Zuverlässigkeit in Person. Ohne Teamplay wären die beiden Stellen nicht zu verknüpfen.

Inhaltlich lässt sich sehr vieles zwischen den beiden Tätigkeiten verbinden. Das liegt aber natürlich auch daran, dass mein Chef Christ ist. Wir beten auch im Bundestagsbüro miteinander. Und wir beschäftigen uns mit Themen, die für die Gemeinde nicht minder interessant sind: Humanitäre Hilfe in Ostafrika, Unterstützung für verfolgte Christen weltweit und etliches mehr. Wir konnten mit Ertan Cevik einen Baptistenpastor aus der Türkei in den Menschenrechtsausschuss einladen, der über die Situation der Christen berichtete. Viele andere christliche Gruppierungen waren schon in Berlin zu Gast. Besonders stehen wir der zur Evangelischen Allianz gehörenden Micha-Initiative nahe, die sich für die Erreichung der sogenannten Milleniumsziele einsetzt und Christen für Weltverantwortung sensibilisieren möchte. In der Gemeinde hat das Spuren hinterlassen: Wir haben in Gera ein Café eröffnet, das Global 26 (26 ist unsere Hausnummer), in dem fair gehandelte Produkte angeboten werden. Wir unterstützen Projekte in Russland und in Indien.

Zugleich gilt natürlich, die beiden Stellen auch wieder zu trennen. Menschenrechte sind nicht teilbar. Ein Muslim hat das gleiche Recht auf Unterstützung wie ein Christ. Jemand, der wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert wird, muss auf einen Menschenrechtler zählen können, egal, wie der seine Bibel zu diesem Thema versteht. Eine säkulare Initiative, die sich für Menschenrechte stark macht, muss ich genauso hören und anerkennen wie eine christliche. Ja, manche „christliche“ Initiative muss man sogar zurückweisen, weil sie einseitig und intolerant ist. Da muss man sich dann schon gefallen lassen, dass manch ein Kommentar lautet: „Und du bist Pastor?!“

Auch in der Gemeinde gilt natürlich: Das Evangelium schließt ein politisches und soziales Engagement ein – doch es erschöpft sich nicht darin. Verkündigung ist mehr. Ich muss der Gefahr widerstehen, das zu vermischen. Und noch eins: eine Gemeinde darf für mein Empfinden Menschen nicht parteipolitisch vereinnahmen. Mein Chef ist in der CDU. Ich selber bin parteilos. Christen gibt es in allen Parteien. Und in meiner Gemeinde muss jeder willkommen sein. Auch der politische „Gegner“ ist in Christus mein Bruder. Dieses Gut darf nicht verloren gehen.

Wir danken der Zeitschrift Die Gemeinde (dieser Beitrag erschien in Ausgabe 20/2011) für die freundliche Abdruckgenehmigung!

 

 

Erstellt am 2. Oktober 2012 von

Das Kunst-Event des Jahres 2012 findet in Hannover statt: TV-Schauspielerin Sandra Speichert („Andersrum“, „Mitten im Leben“), Bernhard Steuernthal (Foto), Maler mit internationalem Renommee und Hauptstadt-Atelier, sowie die Berliner Fotografin Franziska Berentin gestalten die hochkarätige Vernissage am Sonntag, 7. Oktober 2012, 14 Uhr, im Ballhof Eins in Hannover. „Im Chaos das Eigene“ lautet der Titel der Veranstaltung, die präsentiert wird vom Down-Syndrom-Verein Hannover und dem Verein „Mittendrin“. Ideell unterstützt wird die Veranstaltung außerdem von Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen und Filmstars wie Armin Rohde, Senta Berger sowie Jutta Speidel, die beste Wünsche für die Aktion gesendet haben. Die findet statt im Rahmen der Aktionstage „Mit-ein-anders“ des Down-Syndrom-Vereins Hannover:

Jetzt geht es um Bildungs- und Gesellschaftspolitik. Niedersachsen hat sich auf den Weg gemacht, Kinder mit und ohne Behinderung sowie Kinder unterschiedlicher Herkunft und Prägung gemeinsam zu bilden. Und das ist gut so.

„Im Chaos das Eigene“ heißt der Titel der Veranstaltung – und das passt auch irgendwie zur Philosophie der Veranstalter, dass Individualität eine gesunde Gesellschaft ausmacht. Bernhard Steuernthal genießt in der Kunstszene einen ausgezeichneten Ruf – und stellt unter anderem auch im Bundeskanzleramt aus.Für die Aktionstage hat er ein Bild gemalt, das im Rahmen der Vernissage versteigert wird. Der Erlös geht an den Down-Syndrom-Verein Hannover. Die Ausstellung wird um Fotos von Franziska Berentin ergänzt. Sie stellen Familien mit Kindern mit Down-Syndrom als diejenigen dar, die sie sind – ganz „normale“ Familien. Die Ausstellung im Foyer des Ballhofs läuft vom 7. bis 21. Oktober 2012. Zur Vernissage am Sonntag, 7. Oktober, 14 Uhr, erwartet die Besucher ein vielfältiges Überraschungsprogramm.

Weitere Informationen gibt es unter www.down-syndrom-hannover.de.

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.