Archiv vom Dezember, 2013

 

Erstellt am 20. Dezember 2013 von

Es ist kein Geheimnis: Psychische Erkrankungen betreffen immer mehr Menschen. Doch die Hilflosigkeit von Angehörigen oder Freunden ist dadurch nicht geringer.

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift ChrisCare enthält einen Beitrag unserer Autorin Rosemarie Dingeldey unter der Überschrift „Rollstuhl für die Seele?“. In ihrem Buch Es war, als würde ich fallen … Leben mit einer psychischen Erkrankung beschreibt sie offen, wie es sich anfühlt, wenn die Seele Alarm schlägt. Sie macht Betroffenen und Angehörigen Mut, psychische Krankheiten anzunehmen und sich selbst verstehen zu lernen.

 

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Ebenfalls in der Zeitschrift ChrisCare wurde dieses Buch bereits vor einiger Zeit rezensiert. Bettina Gundlach schreibt:

 „… Ich habe mir gleich mehrere Textstellen dick und fett markiert und weiß schon einige ,kranke‘ und ,gesunde‘ Menschen, denen ich die Lektüre dieses Buches sehr ans Herz lege – ein Muss für alle, die mit psychisch kranken Menschen zusammenleben oder sie begleiten – im Beruf, in der Gemeinde oder im privaten Umfeld!“

Am Montag, 20. Januar 2014 um 19.30 Uhr ist Rosemarie Dingeldey dann wieder im Fernsehen zu erleben, nämlich auf Bibel-TV.

 

Erstellt am 19. Dezember 2013 von

Es war eins der ersten Bücher, die im Neufeld Verlag erschienen sind: Kenneth E. Bailey, Der ganz andere Vater – Die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn aus nahöstlicher Perspektive in Szene gesetzt.

Zugegeben, der Untertitel ist uns etwas lang geraten – ich schätze, wir wollten halt möglichst viel darin unterbringen …! Es ist nämlich in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Buch: Es enthält einen spannend zu lesenden Bibelkommentar zu Lukas 15. Ein Theaterstück. Und dazwischen arabische Kalligrafien, die der Autor selbst angefertigt hat und die noch einmal ganz eindrücklich den Inhalt der einzelnen Abschnitte zum Ausdruck bringen.

Frieder Boller, Bienenberg-Leiter und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland, hat Baileys Buch im Newsletter des ComPax-Instituts für Konflikttransformation Bienenberg vorgestellt.

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Er ist ja sprichwörtlich geworden, „der verlorene Sohn“, und seine Geschichte gehört zu den bekanntesten biblischen Erzählungen. Dass es hier um einen schweren Familienkonflikt mit höchst gestörten bzw. zerbrochenen Beziehungen geht – und um die Wiederherstellung dieser Beziehungen, liegt auf der Hand.

Traditionell interpretiert kommt der reuige Sünder zu seinem barmherzigen Vater und seinem missgünstigen Bruder, nachdem er alles verjubelt hatte und bei den Schweinen gelandet war. Was wirklich in der Geschichte steckt, ist viel mehr und viel tiefgründiger und erschließt sich einem überraschend neu, wenn man den Forschungen und Einsichten des amerikanischen Neutestamentlers Kenneth Bailey folgt. Er verbrachte mehr als 60 Jahre im Nahen Osten, lernte die bäuerliche arabische Kultur kennen, die der Kultur zur Zeit Jesu sehr nahe ist. Er schöpfte höchst kenntnisreich aus einer, im Westen weithin unbekannten, fast zweitausendjährigen Übersetzungsgeschichte und neutestamentlichen Literatur der östlichen Christenheit und ihrer Theologen.

Biblische Texte auf dem Hintergrund des so gewonnenen kulturellen Verständnisses zu lesen, beschert einem neue Einsichten in das, was Jesus mit diesem (und anderen) Gleichnissen gesagt hat, auch wenn man meint, diese Geschichte schon von Kindheit an in- und auswendig zu kennen.

Plötzlich entdeckt man nicht nur „unmögliche Söhne“, sondern auch einen „unmöglichen Vater“. Ein Sohn, der seinen Vater beschämt, indem er ihn für tot erklärt. Der andere beschämt seine Familie, weil er seine Rolle als Ältester und Mediator nicht wahrnimmt. Der Jüngere verliert sein Gesicht völlig bei den Schweinen, doch wird er von seinem verachteten Vater bedingungslos und umgehend rehabilitiert. Ein Vater, der Scham und Schuld mit Liebe und Zuwendung heilt und sich dabei selbst dem Gespött der Sippe und der Lächerlichkeit preisgibt, weil er sich in ihren Augen bloßstellt, wie er dem Sohn mit offenen Armen entgegen rennt. Sein Ansehen und seine Ehre als Patriarch setzt er aufs Spiel, denn die Menschen um ihn herum halten das, was er tut, für ein unwürdiges, schändliches und beschämendes Verhalten, weil er keinen seiner Söhne bloßstellt vor den Menschen, sondern sich schützend vor sie stellt.

Kenneth Bailey macht sichtbar, dass diese Geschichte auf unnachahmliche und heilsame Weise illustriert, wie Gott Konflikte aushält und gestörte Beziehungen verwandelt und wieder herstellt, indem er Scham und Schande mit Liebe beantwortet und Menschen ihre Würde gibt bzw. zurückgibt.

Dem spannenden und detailreichen und theologisch fundierten Kommentar zu Lukas 15 fügt Kenneth Bailey im zweiten Teil seines Buches ein dramatisches Theaterstück an, das sich mit einfachen Mitteln aufführen und deutlich machen lässt, wie Gott als liebender Vater uns Menschen sucht und begegnet. Das kann dazu beitragen, verzerrte Gottesbilder und gestörte Beziehungen zu heilen.

Erstellt am 17. Dezember 2013 von

Der Arbeitskreis Down-Syndrom, Bielefeld, ist seit 1. November Partner eines europäischen Forschungsprojektes mit dem Namen POSEiDON (PersOnalized Smart Environments to increase Inclusion of people with DOwn’s syNdrome).  Ziel ist es, die Integration von Menschen mit Down-Syndrom in die Gesellschaft und ihre Selbstständigkeit bei der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen zu unterstützen. Konkret geht es um die Entwicklung eines technischen Assistenzsystems, das Menschen mit Down-Syndrom eine größere Unabhängigkeit ermöglicht. Hier gibt es weitere Informationen zu dem Projekt.

Neben Menschen mit Down-Syndrom sollen auch deren Bezugspersonen (Angehörige, Sozialarbeiter, Heilerziehungspfleger, Lehrer, Arbeitgeber …) und Experten in den Entwicklungsprozess mit einbezogen werden. Im ersten Schritt wurde nun ein Fragebogen für Eltern/Verwandte und Personen, die in einer professionellen Beziehung mit einer Person mit Down-Syndrom stehen, entwickelt.

Bis zum 10. Januar 2014 werden diese Fragebögen gesammelt, ausgewertet und als ersten Input den technischen Entwicklern als richtungsweisend für ihre weitere Arbeit weitergegeben. (Die Angaben bleiben anonym und werden nur für das Projekt vom Berliner Institut für Sozialforschung ausgewertet.)

Natürlich – der Arbeitskreis freut sich über rege Beteiligung!

Erstellt am 16. Dezember 2013 von

Frank Heinrich

 

 

Nein, einen Ministerposten bekleidet er auch in der Großen Koalition nicht. Aber mit Herzblut ist er dennoch dabei – was ihn, der „eigentlich“ Pastor bzw. Heilsarmee-Offizier ist, bewogen hat, sich nun in der Politik zu engagieren, davon erzählt Neufeld-Autor Frank Heinrich in einem Fernsehinterview, das kürzlich im ERF ausgestrahlt wurde und weiterhin in der ERF-Mediathek zu sehen ist.

Erstellt am 16. Dezember 2013 von

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Ab heute im Radio: Der christliche Sender ERF (Radio, Fernsehen, Internet) stellt in seiner halbstündigen Sendereihe „Lesezeichen“, die täglich um 15.00 Uhr und dann als Wiederholung ausgestrahlt wird, heute Conny Wenks Buch Außergewöhnlich vor und liest Ausschnitte daraus vor. In der ERF-Mediathek ist der Beitrag natürlich jetzt schon jederzeit zu hören.

 

 

Erstellt am 11. Dezember 2013 von

Das Buch erscheint Mitte Januar, doch schon morgen gibt es eine Lesung mit dem Autor: Prof. Dr. Holm Schneider stellt am Donnerstag, 12. Dezember um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum St. Xystus, Kolpingweg 16, Erlangen-Büchenbach, sein neues Buch Was soll aus diesem Kind bloß werden? 7 Lebensläufe von Menschen mit Down-Syndrom vor.

 

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Zu dieser Veranstaltung der Kolpingsfamilie sind natürlich alle Interessierten herzlich eingeladen. Mehr Infos zum Buch gibt es hier.

 

Erstellt am 10. Dezember 2013 von

Regelmäßige Blog-Leserinnen und -Leser wissen, dass wir an dieser Stelle monatlich einen Gast-Beitrag von Uwe Heimowski bringen – Pastor und Autor aus Gera. Für heute hat er uns einen Weihnachtssegen geschickt:

 

Möge der Engel dir verkünden,

was deine Seele so schnell vergisst:

Der Retter der Welt ist geboren,

und du bist es nicht.

 

Uwe Heimowski

Erstellt am 7. Dezember 2013 von

Am 8. Februar 2014 lädt Impuls 21 zu einem Seminar mit Martina Zilske und Arno Detlefsen vor allem für Eltern und Logopäden ein.

Der Spracherwerb von Kindern mit Down-Syndrom ist in aller Regel mäßig bis schwerwiegend beeinträchtigt. Ein Grund hierfür ist das verkürzte auditive Gedächtnis, das es den Kindern erheblich erschwert, die Sprache allein über das Hören zu erlernen. Ein Weg aus dieser Problematik heraus ist das Frühe Lesen. Da diese Methodik die visuelle Wahrnehmung anspricht, die bei Kindern mit DS nicht gestört ist, ermöglicht sie einen zusätzlichen Weg in die Sprache hinein. Ziel ist also die Förderung der Sprachentwicklung – nicht der Schriftspracherwerb.

Klinikum Niederberg, Sitzungssaal 1,  Robert-Koch-Straße 2, D-42549 Velbert, 11.00 bis 17.00 Uhr, weitere Infos und Anmeldung unter Impuls21 GbR, www.impuls-21.de, info@impuls-21.de (Kinderbetreuung auf Anfrage).

Erstellt am 7. Dezember 2013 von

Am 25. Januar 2014 findet am Klinikum Niederberg in Velbert ein Seminar für Eltern, Erzieher, Lehrer, Therapeuten statt. Die Referentinnen Friederike Escher-Göbel und Martina Zilske möchten Gebärdenskeptiker überzeugen, ausgehend von GuK die gängigen Gebärdensysteme vorstellen, Kriterien für die Auswahl liefern sowie Buchstabengebärden zeigen und ihren Einsatz beschreiben.

Klinikum Niederberg, Sitzungssaal 1,  Robert-Koch-Straße 2, D-42549 Velbert, 13.00 bis 17.00 Uhr, weitere Infos und Anmeldung unter Impuls21 GbR, www.impuls-21.de, info@impuls-21.de

 

Prof. Etta Wilken bietet für Eltern und Fachleute laufend Fortbildungen zum Thema GuK an. Hier gibt es eine Übersicht über aktuelle Termine/Veranstaltungsorte in den kommenden Monaten – von Flensburg bis Innsbruck.

Erstellt am 7. Dezember 2013 von

„Aber das bleibt ja immer Euer Kind, oder?“ Das Loslassen ist für Eltern besonderer Kinder vielleicht noch etwas schwerer. Und dabei genauso wichtig – für beide Seiten!

„Über viele Jahre haben Sie Ihr einzigartiges Kind liebevoll begleitet, einen großen Teil Ihres Lebens in den Dienst Ihrer besonderen Elternschaft gestellt und stehen nun vor der Aufgabe, Ihr Kind in ein selbstständigeres Leben zu entlassen. Einerseits wissen Sie, dass es wichtig ist, ihr inzwischen erwachsen gewordenes Kind loszulassen, und zugleich haben Sie das Bedürfnis, es weiterhin an die Hand zu nehmen und für sein Wohl zu sorgen, ein unlösbar scheinender Konflikt.“

Am Samstag, 25. Januar 2014, stellt Martina Maigler, Gesundheitsberaterin (GGB), Systemischer Coach und Prozessberater, selbst Mutter eines 19-jährigen Sohnes mit Down-Syndrom, im Rahmen eines Seminars das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®) vor – ein wissenschaftlich fundiertes und ressourcenorientiertes Verfahren, das dabei hilft, neue Perspektiven und Haltungen zu entwickeln die Eltern den Umgang mit dieser Herausforderung erleichtern: „Mit vertrauensvoller Gelassenheit öffne ich meine schützende Hand!“

Das Seminar findet von 10.00 bis 16.00 Uhr bei KISS statt (Am Plärrer 15, 90443 Nürnberg). Infos und Anmeldung bis 10. Januar 2014 beim Deutschen Down-Syndrom InfoCenter, Telefon 0 91 23/98 21 21, E-Mail info@ds-infocenter.de.

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.