Archiv vom April, 2014

 

Erstellt am 30. April 2014 von

Wenn am Samstag, 10. Mai 2014 die Luftballons aufsteigen und das „Inklusionslied“ gesungen wird, weiß jeder in Ettlingen, dass es nicht nur ein großes Netzwerk Ettlingen gibt, sondern dass Inklusion „keinen stehn lässt, sie nimmt uns mit“, wie es im Refrain des Liedes heißt. Gefeiert wird der Aktionstag „Inklusion“ von 10.00 bis 15.00 Uhr im Stadtgarten Ettlingen.

Das Netzwerk Ettlingen will nicht nur auf Straßen und Plätzen Barrieren abbauen, sondern auch und gerade in den Köpfen und Herzen der Menschen. Und wo geht das leichter als beim gemeinsamen Feiern? Das musikalische Frühlingsfest besteht aus vielen attraktiven Mitmachaktionen, auf der Bühne sowie an den Ständen der Netzwerkpartner.

Das Netzwerk Ettlingen wird getragen von zahlreichen Institutionen, Ämtern und Initiativen wie etwa der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe gGmbH (an deren Stand findet man dann auch einen Auszug aus dem Angebot des Neufeld Verlages).

Wir wünschen viel Vergnügen und inspirierende Begegnungen!

Erstellt am 29. April 2014 von

Die christliche Initiative für Barrierefreiheit und Inklusion „EDENerdig“, die wir als Verlag unterstützen, ruft Christen und Gemeinden dazu auf, am 5. Mai 2014 fünf Minuten für Inklusion zu beten. Bereits seit 1992 ist der 5. Mai der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

 

Logo EDENerdig

 

„Stellen Sie sich vor, Sie wollen in eine Kirche – und kommen nicht rein! Für viele Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist das Alltag“, erklärt Markus Schenderlein, Initiator von EDENerdig und selbst querschnittsgelähmt. „Auch bei christlichen Freizeit- und Seminarangeboten wird es für Menschen mit Handicap schwierig“, ergänzt seine Frau Nicole, „denn die meisten Gästehäuser sind nicht barrierefrei.“

Christen sollten Vorreiter in Sachen Nächstenliebe sein, denn Jesus Christus sei die „Inklusion in Person“. „Nur wenn er unsere innere Haltung verändert, werden wir als Christen bereit, auch äußere Barrieren abzubauen“, so die Initiatoren. „Darum bitten wir: Nehmen Sie sich am 5. Mai fünf Minuten Zeit und beten Sie für Inklusion unter Christen.“

Wer mehr tun möchte, kann die Jubiläumsaktion von „Aktion Mensch“ in Anspruch nehmen. Die Organisation bietet Förderungen bis zu 5000 Euro für Aktionen rund um den 5. Mai sowie kostenloses Info- und Aktionsmaterial. „Kirchengemeinden und christliche Gruppen sollten bei diesen Aktionen als Erste zur Stelle sein“, wünschen sich Markus und Nicole Schenderlein von EDENerdig.

Erstellt am 18. April 2014 von

Den 18. April 2007 werde ich wohl nie vergessen. Mein Schwager Necati Aydin, der deutsche Christ Tilmann Geske sowie Ugur Yüksel werden in ihrem Büro in der türkischen Stadt Malatya von fünf jungen Männern überfallen, brutal gefoltert und schließlich ermordet. Der ausdrückliche Grund: sie sind Christen, die ihren Glauben in der Türkei offen teilen. Später geben die Täter zu Protokoll, dass sie an diesem Tag auch mich hatten töten wollen …

 

Mein Schwager - ein Märtyrer

 

O-Ton Wolfgang Häde, Jahrgang 1958, verheiratet mit der Türkin Janet.

Heute, am Karfreitag, ist diese Tat genau sieben Jahre her. Christen denken heute besonders an das Leiden und Sterben von Jesus Christus.

In seinem bewegenden Buch Mein Schwager – ein Märtyrer: Die Geschichte des türkischen Christen Necati Aydin (in der 2. Auflage, Übersetzungen sind inzwischen in den USA und in Norwegen erschienen) schildert Wolfgang Häde den Lebensweg seines Schwagers und auch die Geschehnisse jenes 18. April. Aydin starb im Alter von knapp 35 Jahren für seinen Glauben an Jesus Christus.

Persönlich betroffen und dennoch sachlich, schildert Wolfgang Häde den Lebensweg seines Schwagers. An seiner Geschichte wird beispielhaft der Alltag von Christen und Gemeinden in der Türkei deutlich.

Erstellt am 16. April 2014 von

Der Einsatz von drahtlosen Kommunikationstechnologien kann Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen helfen, dem Unterricht leichter zu folgen und so bessere schulische Ergebnisse zu erzielen. Dies hat eine im Journal of Pediatrics veröffentlichte wissenschaftliche Studie gezeigt.

Autismus-Spektrum-Störung (ASS) ist eine neurologische Krankheit, zu deren Verhaltenssymptomen eine beeinträchtigte soziale Interaktion und Kommunikationsschwierigkeiten zählen. Kinder mit ASS haben zudem oft Probleme bei der Verarbeitung von Klang und Sprache, was ihre sozialen Schwierigkeiten verstärken kann.

Drahtlose Kommunikationssysteme, wie sie in der Studie zum Einsatz kamen, übertragen Sprache über Mikrofone auf kleine, diskrete Empfänger, die hinter dem Ohr getragen werden. So werden die Worte direkt auf die Ohren des Trägers übertragen. Dieser Ansatz wurde bereits genutzt, um das Hörverständnis von Kindern mit Schallempfindungsschwerhörigkeit, bei zentraler Schwerhörigkeit und bei auditorischer Neuropathie zu verbessern.

Die Studie „Der Einsatz von Hörlösungen zur Verbesserung des Wahrnehmungsdefizits bei Kindern mit Autismus“ beschäftigt sich mit dem dauerhaften Einsatz drahtloser Hörtechnologien für Kinder mit ASS im Schulunterricht.

„Die Kinder profitieren von den drahtlosen Systemen insbesondere beim Hören in Lärm, in der Kommunikation und beim Lernen“, sagt Gary Rance, Associate Professor an der Fakultät für Audiologie & Sprachpathologie der Universität Melbourne. „Die Kinder konnten den Lehrer, der das drahtlose Mikrofon trug, besser verstehen, effektiver mit ihren Schulkameraden kommunizieren und waren allgemein engagierter im Klassenumfeld als diejenigen, die keine drahtlosen Hörtechnologien nutzten. Die meisten Kinder wollten ihre Geräte nach dem Studienabschluss weiter nutzen.“

Die Studie wurde mit 20 Kindern mit ASS im Alter zwischen acht und 15 Jahren – zehn Grundschüler und zehn Schüler von weiterführenden Schulen – durchgeführt.

Quelle: Pressemitteilung der Phonak AG

Erstellt am 14. April 2014 von

Plough, „Der Pflug“, heißt eine Zeitschrift, die von der Bruderhof-Gemeinschaft herausgegeben wird und die mich schon seit Jahren begleitet. Der Bruderhof ist eine christliche Gemeinschaftsbewegung der reformatorischen Tradition, die 1920 in Deutschland gegründet wurde.

Wir sind herzlich mit ihnen verbunden und haben Markus Baums Biografie des Bruderhof-Gründers Eberhard Arnold in der Neuauflage vor einem Jahr gemeinsam neu herausgegeben.

Eberhard Arnold (1883–1935) gehört zu den großen Gestalten der Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts. Ohne Berührungsängste pflegte der Zeitgenosse und Gesprächspartner von Karl Barth, Martin Buber und Leonhard Ragaz den lebendigen Austausch mit der Jugendbewegung wie mit der christlichen Studentenarbeit, mit der Evangelischen Allianz wie mit dem religiösen Sozialismus. Er hielt evangelistische Vorträge, setzte sich publizierend mit der Gedankenwelt seiner Zeit auseinander – und er rang leidenschaftlich darum, Jesus kompromisslos zu folgen.

Ich merke schon, ich komme ins Schwärmen … Denn eigentlich wollte ich nur einen „Gastbeitrag“ ankündigen:

Carmen Ben-Eliezer (17) lebt auf einem Bruderhof in England und hat kürzlich in einem Beitrag für den Plough über ihren ganz besonderen jüngeren Bruder geschrieben. Danke, dass wir den Artikel hier auf deutsch wiedergeben dürfen!

 

 

Ben gewinnt das Eselrennen

„Ich habe eine Goldmedaille gewonnen!“, posaunte Ben über den Mittagstisch.

„Wirklich? Wofür denn?“, fragte ich ihn. Alle Augen waren nun auf Ben gerichtet. Ein schelmisches Grinsen spielte um Augen und Mund, als er die gespannten Zuhörer durch seine Brille anblickte.

„Für … mein … Eselrennen!“ rief er laut aus. Unsere Familie brach in fröhliches Gelächter aus. Wir alle wussten genauso gut wie Ben, dass bei einem Eselrennen immer der letzte gewinnt.

„Toll, wir gratulieren dir!“, und wir alle schüttelten ihm die Hand über den Tisch hinweg.

Ben war 2002 als sechstes und letztes Kind meiner Eltern geboren worden. Bei der Geburt zeigte sich, dass er Down-Syndrom hat. Mit seiner Ankunft veränderte sich alles in unserer Familie. Zum Guten.

Ich liebe Ben. Ich nutze jede Gelegenheit, um mit ihm zusammen zu sein. Er ist mein Bruder, Freund und Lehrer. Er hat mir einige Lektionen zum Thema Lebensqualität erteilt. Hier ist ein kleiner Einblick in den Alltag mit Ben:

„Bleibt in Bewegung! Wenn ihr nicht fliegen könnt, lauft! Wenn ihr nicht laufen könnt, geht! Wenn ihr nicht gehen könnt, kriecht! Aber bleibt …“ Eine dröhnende, laute Stimme riss mich aus meinem Traum. Ich schlug die Bettdecke zurück, setzte mich auf die Bettkante und hörte genauer hin. Dann stürmte ich ins Wohnzimmer. Als ich die Tür öffnete, sah ich Ben, mit dem Rücken zu mir, vor dem CD-Spieler stehen und eine leere CD-Hülle fest in den Händen, auf der der Titel zu lesen war: „Reden von Dr. Martin Luther King“. Für Ben gibt es keinen Stillstand, auch wenn das dem Rest der Familie die Ruhe raubt; das Leben ohne Ben wäre schrecklich langweilig.

Nach dem Frühstück beginnt das Theater. Ben zieht sich Muttis Mantel an und verwandelt sich damit in den Heiligen Georg. Mit einem hölzernen Kochlöffel stürzt er sich in den Kampf mit dem Drachen – mein Bruder Mike, der noch im Bett liegt, sucht schnellstens unter seiner Bettdecke Schutz. Mike schnaubt betäubend laut unter diesem Angriff.

An diesem Morgen will unsere Familie auf einen gemeinsamen Spaziergang gehen. „Ben, zieh Schuhe und Jacke an“, versuche ich ihn anzuspornen. Dann werde ich ungeduldig und sage ihm, dass er sich nun beeilen muss. Drei Minuten später sitzt er immer noch ohne Schuhe und Jacke auf dem Boden, und schreit einfach zurück. Wieder einmal muss ich einsehen: Je mehr ich ihn zwingen will, umso länger wird es dauern. Geduld löst das Problem. Wozu all die Eile?

Als wir durchs Dorf schlendern, bleibt er plötzlich stehen und starrt einem Mann auf Krücken entgegen. „Ben, starr‘ den Mann nicht so an – das tut man nicht“, flüstere ich ihm zu. Ben hört gar nicht hin. Er beobachtet, wie der Mann an unserer Mutter vorbeigeht, und sagt dann: „Mama, wir müssen für den Mann beten, dass es ihm besser geht.“ Wenn ich mein Tempo auch ein bisschen runterschrauben würde, vielleicht hätte ich dann auch mehr Mitgefühl.

Wir gehen bis zum Bahnhof. Ben setzt sich auf eine Bank und wartet auf den einfahrenden Zug. Gerade in dem Moment stellt sich eine ziemlich große Dame mit einer auffallenden Frisur genau vor Ben. „Dicke, dumme Dame mit dem Haar auf dem Kopf!“, schreit Ben. Ich zucke vor Peinlichkeit zusammen. Dankbarerweise können die meisten Leute Bens undeutliche Sprache kaum verstehen. Doch die Dame versteht, worum es geht. Wie dem auch sei, Ben vergibt sich nichts, wenn er sagt, was er denkt und fühlt. Eigentlich gewinnt er meistens etwas. Die Dame hat ihm jedenfalls die Sicht frei gegeben.

Wieder zu Hause, geht Ben sofort zum CD-Spieler. „Los, los, Thomas! Thomas, die Nummer eins.“ Wenn es um Bens Lieblings-CD geht, dann geht nichts über die Lieder von „Thomas die Lokomotive“.

„Tanz, Carmen!“, ruft Ben laut, während er wie wild im Wohnzimmer herumhüpft. Plötzlich fühle ich mich ganz frei. Alle Unsicherheit und Anspannung meines Lebens als Teenager löst sich und ich stürze mich in einen wilden Tanz mit ihm.

Das schätze ich am meisten am Zusammensein mit Ben; er lebt im Jetzt und schert sich nicht darum, wie er aussieht, sich benimmt oder spricht. Er nimmt dich bedingungslos an. Er trägt nie eine Maske.

Abends sind wir mit Freunden zu einem festlichen Essen im großen Speisesaal. Als unsere Familie den Raum betritt, ruft unsere Mutter aus: „Oh, seht doch, wie schön das aussieht!“ Sie wird jedoch von einem tiefen Stoßseufzer unterbrochen. Ben steht in echter Verzweiflung neben ihr. Die Tische sind in einer ungewohnten Weise arrangiert und Ben ist seiner üblichen Routine beraubt. „Manche Leute kapieren es nie!“, murmelt er vor sich hin.

Glücklicherweise bedient Lorenz, einer von Bens erwachsenen Freunden, heute im Speisesaal und bringt Ben am Ende des Festmahls sein Lieblingseis. Bens Freudenjauchzer durchbrechen die feine, gedämpfte Atmosphäre des Speisesaals.

Wieder zu Hause, sitze ich am Tisch und versuche meine Algebra-Hausaufgaben zu verstehen. Ben zieht sich einen Stuhl heran, setzt sich neben mich und kramt seine Mathe Hausaufgaben hervor. Er deutet im geöffneten Mathebuch auf die Aufgabe und fragt: „Was ist größer: 201 oder 102?“ Ich gebe Ben meine volle Aufmerksamkeit. Wie kommt es, dass er in diesem Moment so eindeutig die höchste Priorität für mich hat?

Manchmal erscheint mir das Leben wie eine große Olympiade, wo jeder versucht, den anderen auszustechen, um Gold, Silber oder Bronze zu gewinnen. Und das bringt mich zurück zum „Eselrennen“, wo immer die letzte Person gewinnt. Unsere Gesellschaft akzeptiert eine solche Art von Qualifikation im Allgemeinen nicht, und Kinder wie Ben werden normalerweise ausgegrenzt. 90 % der Kinder mit Down-Syndrom, wo es vor der Geburt diagnostiziert wurde, bekommen nicht einmal die Chance, geboren zu werden. Aber ich weiß aus meinem eigenen Erleben, wieviel reicher das Leben sein kann, wenn ich versuche, es so wie Ben zu leben.

Vielleicht sollten wir alle lieber an einem „Eselrennen“ teilnehmen.

Erstellt am 11. April 2014 von

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Kurz soll er sein. Und verständlich. Beim Lesen etwas auslösen, vielleicht sogar berühren. Oder die Fantasie anregen. Die Rede ist von dem Slogan, der auf den Punkt bringen soll, was uns als Verlag wichtig ist.

Wir betrachten es als sportliche Herausforderung, zu formulieren, was der Neufeld Verlag eigentlich will. Wozu es uns gibt – wo es doch schon Bücher und Verlage wie Sand am Meer zu geben scheint. In den letzten Monaten ist er gereift, und bei unserer Klausur im Lektorat waren wir uns einig: Das trifft es:

 

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

 

Den Neufeld Verlag gibt es nun seit zehn Jahren – und es kommt mir so vor, als hätten wir diese Zeit gebraucht, um zu erkennen, was unser Job in dieser Welt ist. Das, was in unserem Programm längst sichtbar geworden ist, bringen wir nun in wenigen Worten auf den Punkt:

 

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

 

Das ist es, was uns bewegt. Davon träumen wir. Und vor allem: Dafür setzen wir uns ein. Mit ganzem Herzen und all unseren Möglichkeiten.

 

Eine Welt, in der jeder willkommen ist – wir möchten, dass Menschen erleben: „Bei Gott bin ich willkommen. Könnte sein, dass das die wichtigste Entdeckung meines Lebens ist. Es ist kein Zufall, dass ich auf der Welt bin. Sondern Gott freut sich darüber. Und er hat alles dafür getan, dass ich Zugang zu ihm habe, in Beziehung mit dem Schöpfer leben kann.“

 

Eine Welt, in der jeder willkommen ist – Sie wissen, dass wir ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Behinderung haben. Wir werben darum, sich gemeinsam auf Entdeckungsreise zu begeben – denn in Bezug auf unser Menschsein können wir viel voneinander lernen. Wir alle haben Begrenzungen. Manche davon sind sichtbar, andere nicht. Wir sind aufeinander angewiesen, voneinander abhängig. Das ist einigen von uns stärker bewusst, anderen weniger. Und wir alle haben einzigartige Begabungen und Stärken. Keinen von uns gibt es ein zweites Mal. Deswegen ist es auch ganz normal, verschieden zu sein. Ist es nicht gut, dass jeder anders ist?

 

Das meinen wir also, wenn wir Sie auffordern: „Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!“ Machen Sie mit und setzen Sie sich gemeinsam mit uns dafür ein? Das wäre wunderbar!

Erstellt am 11. April 2014 von

Hier sind unsere zehn meistverkauften Artikel im ersten Quartal 2014:

 

1. Hamilton, 24 Stunden – Der Tag, der die Welt veränderte (Platzierung auf der Top-Ten-Gesamtliste 2013: -)

 

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2. Schneider, „Was soll aus diesem Kind bloß werden?“ 7 Lebensläufe von Menschen mit Down-Syndrom (-)

3. Peterson, „Nimm und iss …“ Die Bibel als Lebensmittel (-)

4. Schnee/Sistig, Die Geschichte von Prinz Seltsam (1)

5. Wenk, Außergewöhnlich (3)

6. Zindel, Gestillt – Nachtgespräche mit David (-)

7. Murray, Nackter Glaube (-)

8. Wenk, Mutmach-Block (-)

9. Schnee/Sistig, Prinz Seltsam und die Schulpiraten (7)

10. Huebert, Die Stimme des Königs – Eine dramatische Reise nach Hause (6)

Erstellt am 10. April 2014 von

Dieses Wort taucht hier bei uns im Verlag relativ häufig auf – wenn wir von den letzten zehn Jahren Neufeld Verlag erzählen, dann beschreiben wir unser Wachstum gerne als „organisch“. Scheint nicht das Ungesündeste zu sein …

„Organische Gemeinde“ lautet das Thema, zu dem David Schäfer als Gesprächsgast im Fernsehstudio von BibelTV eingeladen war.

 

„Enttäuscht von den gängigen Gemeindestrukturen, macht sich David Schäfer auf die Suche nach Alternativen. Für den Theologen und  Jugendpastor ist Gemeinde nicht an Räume oder Gottesdienste gebunden, sondern sie sollte vor allem organisch sein.“

 

Was das bedeutet, erzählt David Schäfer in diesem Gespräch, das ab Montag, 14. April auf BibelTV ausgestrahlt wird.

Er war übrigens Mitherausgeber der edition novavox, die im Neufeld Verlag erscheint. Neben zwei Büchern von Alan Hirsch und Michael Frost kam da auch das Buch Organisch leiten – Wie natürliche Leitung uns selbst, Gemeinden und die Welt verändert aus der Feder von Neil Cole auf den Markt.

„Neil Cole zu lesen, ist wie an einem Virus zu nippen“, meinte Rezensent Christian Döring dazu.

 

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Und David Schäfer schreibt: „Neil Cole fordert den so liebgewordenen Status Quo an vielen Stellen heraus. Er zeigt dabei einen Weg auf, wie wir Führung und Gemeinde weniger hierarchisch-institutionell, sondern vielmehr als gemeinsames Leben verstehen können.“

Erstellt am 9. April 2014 von

Daniel Zindel, mit dem wir seit einigen Jahren eng verbunden sind, schreibt im Dossier der Zeitschrift Lebendig („Magazin für Lebensaspekte und Glauben“, Ausgabe 0213):

 

„Um 12 Uhr (Mitternacht) bin ich zuhause, abgemacht.“ So verabschiedet sich unser Sohn zur Klassenparty. Um halb drei (morgens) erwache ich. Ich höre jemanden schwankend die Treppe hochsteigen. Die WC-Brille wird hochgeklappt. Und dann übergibt sich einer, mehrmals.

Ich bin wütend und enttäuscht. Am meisten schmerzt mich der Vertrauensbruch. Und ich sorge mich: Wenn das so anfängt, wohin führt das noch?! Am meisten ärgert mich, dass man mich für dumm verkaufen will.

Ich steige aus dem Bett. Ich laufe die Treppe hoch: Das lasse ich mir nicht bieten, jetzt gibt’s ein Donnerwetter!

Plötzlich vernehme ich in mir den Impuls: „Sei barmherzig.“ Für einen Moment sammle ich mich vor dem WC.

Dann stehe ich hinter meinem Sohn. Er kniet vor der Schüssel. Ich fahre ihm durch sein schweißnasses Haar und sage ihm: „Schlaf gut. Heute Nacht hast du viel gelernt.“

Jene kreative Intervention, die einer barmherzigen Haltung und nicht meinen Affekten entsprungen ist, hat – wie es sich im Nachgespräch herausstellte – viel bewirkt.

 

Zindel ist Vater von vier erwachsenen Kindern. Er ist Theologe, Leiter der Stiftung Gott hilft in Graubünden und nebenberuflich Eheseelsorger und Autor. Soeben ist sein Buch Gestillt – Nachtgespräche mit David in einer Neuausgabe im Neufeld Verlag erschienen (nachdem wir bereits Geistesgenwärtig führen – Spritualität und Management sowie Lieben, leiten, leben – Das Ehebuch für Führungskräfte herausgegeben haben).

 

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Und das, was in dem kurzen Text oben durchscheint, schätze ich auch in diesem Buch: Ehrlichkeit. Und Offenheit. Barmherzigkeit. Und die Bereitschaft, sich zu verändern. Neue Wege einzuschlagen. Für Gestillt – Nachtgespräche mit David (die erste Auflage, die noch im stiftungseigenen Scesaplana Verlag erschienen ist, war erfolgreich ausverkauft) hat Daniel Zindel eine kreative Idee umgesetzt:

 

Reinhold, ein junger Marketingplaner mit Führungsverantwortung, hat Probleme beim Einschlafen. Da entdeckt er in nächtlicher Stunde – beim zweiten Bierchen nach einem frustrierenden Arbeitstag – die Möglichkeit, in Briefkontakt mit König David zu treten. Er erzählt von seinem Arbeitsalltag, aber auch von seinen eskalierenden Eheproblemen.

Die Nachtgespräche verändern Reinhold. Er lernt von David, dass weder Macht, Reichtum noch Sex seinen inneren Mangel ausfüllen können – und wie seine tiefsten Bedürfnisse gestillt werden.

 

Als ich dieses Buch hier und da live vorgestellt und dabei die ersten zwei, drei Briefe vorgelesen habe, lachten die Zuhörer gleich herzhaft mit. Und haben freilich sofort erkannt, dass es auch ein ganz bewegendes Buch ist. Es geht um die Beziehung von Reinhold und seiner Frau. Um Erwartungen. Um seine Rolle als Vater. Zindel reflektiert geschickt und unterhaltsam darüber, wie wir mittendrin im stressigen und bewegten Alltag mit Gott in Beziehung sein können. Und darüber, wie wir unserer Seele Gutes tun können.

Ein Freund schrieb mir kürzlich:

 

… dieses Wochenende das Buch gelesen. Gerne gebe ich zu, dass ich es fast nicht aus der Hand legen konnte. Nur die Tiefe der Gedanken hat mich zu Pausen bewogen, um es in mich aufnehmen zu können. Ich bin begeistert! …

 

Herzliche Empfehlung also für diese Frühjahrs-NeuerscheinungGestillt – Nachtgespräche mit David ist auch als E-Book erhältlich.

Erstellt am 8. April 2014 von

„Die denken doch, das ist ein Selbstbedienungsladen – erhöhen sich ihre Diäten, wie sie wollen!“, schimpfte da neulich einer. Nach den Politikern nahm er sich die Beamten vor, die Banker, die Ausbeuter im Allgemeinen und seinen Chef im Besonderen. Die alle bekämen viel zu viel, er selber hingegen viel zu wenig.

O ja, es gibt Ungerechtigkeiten. Wenn ein Mensch trotz 40-Stunden-Woche auf Unterstützung angewiesen ist – das ist schlicht und ergreifend entwürdigend. Oder im globalen Zusammenhang: wenn die Menschen auf der nördlichen Hälfte des Erdballs einfach mal qua Geburt mit Nahrung, Wohnung und Sozialleistungen versorgt sind, während im Süden für viele mit dem ersten Atemzug der tägliche Überlebenskampf beginnt.

Es gibt sie, diese Ungerechtigkeiten. Und doch möchte ich fragen: Wer verdient eigentlich, was er verdient?

Jesus Christus hat dazu ein Gleichnis erzählt: Ein Mann geht auf Reisen. Er vertraut sein Geld seinen Dienern an. Einer erhält fünf Talente, ein anderer zwei, der letzte eines. Nach seiner Rückkehr erfährt er von den ersten beiden, dass sie das Talent eingesetzt und damit gewirtschaftet haben. Beide werden gelobt und erhalten nun mehr Verantwortung. Der Mann mit dem einzigen Talent hingegen hat es vergraben, weil er Angst hatte, etwas falsch zu machen. Er wird getadelt, sein Talent wird ihm genommen.

Die Botschaft ist eindeutig: Nicht, was jemand verdient, ist die eigentliche Frage. Sondern was jemand aus seinen Talenten macht.

Uwe Heimowski

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.