Archiv vom Juni, 2014

 

Erstellt am 30. Juni 2014 von

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Margot Käßmann (Herausgeberin)

Gott will Taten sehen

Christlicher Widerstand gegen Hitler – Ein Lesebuch

Ausgewählt, eingeleitet und kommentiert von Margot Käßmann und Anke Silomon

Gebunden, 479 Seiten, mit 48 Abbildungen

C. H. Beck, München 2013

 

Von Margot Käßmann liegen viele Bücher vor, und man darf gewiss weiterhin mit einer regen publizistischen Tätigkeit der EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017 rechnen.

Das muss allerdings nicht bedeuten, dass die veröffentlichten Bücher weniger gehaltvoll wären – ganz im Gegenteil, Margot Käßmann liefert Wertvolles und Wesentliches. So geht es mir auch mit diesem Buch, das nun schon einige Monate auf meinem Tisch lag.

Nach wie vor und inzwischen seit Jahrzehnten bewegt mich das „Dritte Reich“ sehr: Wie konnte es dazu kommen, dass Menschen zu derart unmenschlichem Verhalten bereit waren? Was für eine grausame Dynamik war damals entstanden, dass Millionen Deutsche offenbar den „gesunden Menschenverstand“ ausblendeten und sich dermaßen vereinnahmen ließen von Ideen, die man nur als menschenverachtend bezeichnen kann?

Und warum sind zumindest die Christen und Kirchen nicht geschlossen und mutig und eindeutig aufgestanden, um dem Bösen (ich glaube, so kann man das durchaus nennen) Einhalt zu gebieten? Rolf Hochhuths Drama Der Stellvertreter habe ich gleich zwei mal gelesen und erschüttert aus der Hand gelegt. Das Schicksal Jochen Kleppers und seiner Familie hat mich nachhaltig bewegt (und so ist im Neufeld Verlag eine Klepper-Biografie von Markus Baum erschienen). Und auch Hanna Schotts Biografie von André und Magda Trocmé, einem Pfarrerehepaar, das in Frankreich im Zentrum eines Widerstandsnestes agierte und entscheidend dazu beitrug, Tausende vor dem Zugriff der Nazis und ihrer willigen Helfershelfer zu bewahren, gehört in diesen Kontext. Letzten Sommer las ich Götz Alys Studie Die Belasteten – „Euthanasie“ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte; aber dazu an dieser Stelle später mehr.

Klar, diese Fragen werden wohl bleiben, und so fiel dieses „Lesebuch“ bei mir auf fruchtbaren Boden. „Ein Buch zum Lesen und Erinnern, damit wir uns heute fragen, wo unsere Widerstandskraft gefordert ist“, beschreibt Margot Käßmann das Anliegen dieses Werkes.

Und diese Wirkung entfaltet das Buch tatsächlich. Chronologisch sortiert und jeweils mit einer kurzen Einführung in den jeweiligen Zeitabschnitt versehen, stellen die Historikerin Anke Silomon und Margot Käßmann hier mutige Frauen und Männer vor. Von vielen hatte ich bereits gehört; es sind aber eben auch Menschen dabei, deren Engagement noch nicht so bekannt ist.

Knapp gehaltene Kurzbiografien werden meist ergänzt durch Originalzeugnisse – Briefe, Tagebücher etc. Und die sind bewegend. Mir ist neu bewusst geworden, dass die meisten dieser mutigen Zeitzeugen kaum vierzig Jahre alt wurden. Dass es viel mehr Menschen gab, die einen klaren Blick für das Unrecht hatten und viel riskierten, um sich für das Recht einzusetzen. Und dass es leider mindestens genau so viele Denunzianten gab. Wie oft heißt es am Ende einer Vita: „xy wurde von einer Nachbarin denunziert …“

Natürlich, Dietrich Bonhoeffer, der Kreisauer Kreis, Jochen Klepper, Reinhold Schneider oder auch Ehepaar Trocmé sind in diesem Lesebuch vertreten. Was mich besonders bewegt hat:

  • Die ausführliche Einführung von Margot Käßmann, im Bewusstsein einer großen ökumenischen Weite und immerhin mit dem Hinweis auf die konsequente Kriegsdienstverweigerung etwa der Zeugen Jehovas (mir ist von keinem Mennoniten bekannt, der verweigert hätte – dabei wurde das Wort aus Apostelgeschichte 5,29 „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“, das diesem Buch vorangestellt ist, in der Geschichte der Täuferbewegung von Anfang durchaus radikal mit Leben gefüllt …), auch wenn sie sich bei der Auswahl der Lebenszeugnisse auf die Basis der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen beschränkt hat.
  • Das Zeugnis etwa von Edith Stein – wie viele andere hat sie von der Möglichkeit, sich persönlich in Sicherheit zu bringen, keinen Gebrauch gemacht.
  • Der mutige Pfarrer Paul Robert Schneider.
  • Frauen wie Marion Yorck von Wartenburg (überhaupt haben die Herausgeberinnen zurecht darauf geachtet, dass mit diesem Buch auch Frauen entdeckt werden).
  • Die Predigt des katholischen Bischofs von Münster Clemens August von Galens gegen die Euthanasie (die übrigens bei Hitlers Regime deutlich Wirkung zeigte, wie Götz Aly in seinem oben erwähnten Buch beschreibt).
  • Das Wirken des Gefängnispfarrers Harald Poelchau.
  • Alfred Delps ernüchternde Schilderung der Verfahren vor dem Volksgerichtshof.
  • Kurt Gersteins erschütternder Bericht aus dem Zentrum der Todesmaschinerie (Gerstein ist ja auch eine der Hauptfiguren in Rolf Hochhuths Drama).
  • Der Vortrag Martin Niemöllers vom Juli 1946, der am Ende des Buches fast vollständig abgedruckt ist und in dem er über persönliche Verantwortung spricht, angesichts einer Haltung: „Das geht mich nichts an!“.

Es bleibt erschütternd, was damals geschah. Und es bleibt die absolut berechtigte Mahnung, mit offenen Augen und wachem Herzen durchs Leben zu gehen und mutig zu handeln, wo es notwendig ist.

Danke an die Herausgeberinnen für dieses Buch, das erzählt und dokumentiert und eben auch inspiriert, verantwortlich im Heute zu leben. Die Frauen und Männer, deren Lebenszeugnisse nun in dieser Art Geschichte des christlichen Widerstands noch einmal vor uns liegen, ließen sich von ihrem Glauben leiten, waren geprägt von einer klaren Vorstellung, was Verantwortung vor Gott heißt. Sie können uns anspornen, uns nicht einlullen zu lassen von Wohlstand und Konsum, Zeitvertreib und Unterhaltung. Denn Not gibt es auch heute mehr als genug.

Erstellt am 24. Juni 2014 von

Neulich sagte mir jemand, in den Medien werde immer häufiger über Menschen mit Down-Syndrom berichtet. Wenn das so ist, dann ist das natürlich erfreulich – denn die Lobby für außergewöhnliche Menschen (mit oder ohne Down-Syndrom) ist leider hierzulande nicht allzugroß und kann noch ordentlich Unterstützung vertragen.

Immer wieder merken wir, dass dafür persönliche Begegnungen ganz entscheidend sind: Wenn wir einander wirklich als Menschen begegnen, sieht vieles auf einmal ganz anders aus. Und dann wird vieles möglich, was uns vorher undenkbar schien.

Auf dieses Moment geht übrigens Jean Vanier in seinem Büchlein Ich und Du: dem anderen als Mensch begegnen ein.

 

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Vanier, der ja vor 50 Jahren die Arche-Gemeinschaften gegründet hat, in denen Menschen mit und ohne geistige Behinderung zusammen leben, weiß, wovon er spricht, wenn er meint: „Wenn wir einander wirklich begegnen, befähigt uns das, einander zu verstehen. Und dann kann es zu Heilung und zum Frieden kommen.“

Natürlich können Filme keine persönliche Begegnung ersetzen – aber dennoch können bewegte Bilder unsere Bilder im Kopf durchaus verändern.

Deswegen weisen wir Sie heute gerne auf zwei Filme über Tobias Wolf und Simon Federer hin – zwei junge Männer mit Down-Syndrom, die Prof. Dr. Holm Schneider in seinem Buch „Was soll aus diesem Kind bloß werden?“ 7 Lebensläufe von Menschen mit Down-Syndrom vorstellt:

 

Sehen Sie hier einen Filmbeitrag des MDR über Tobias Wolf, „Deutschlands ersten Lehrer mit Down-Syndrom“.

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Und hier können Sie sich einen Film des Schweizer Fernsehens über Simon Federer anschauen, der im Laufe von zehn Jahren entstanden ist.

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Holm Schneiders Buch wird übrigens – und auch das ist wiederum sehr erfreulich – mit großem Interesse wahrgenommen …

 

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Erstellt am 17. Juni 2014 von

Ich habe noch kaum Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom getroffen, die nicht aus tiefster Überzeugung sagen würden: „Gut, dass es dich gibt!“ Dennoch scheint es in unserer Gesellschaft eine Sichtweise zu geben, dass es besser wäre, Kinder mit Down-Syndrom kämen gar nicht erst auf die Welt.

Für den 16. Juli 2014 plant der CDL-Landesverband Baden-Württemberg eine friedliche Kundgebung in Konstanz: Nach 2012 und 2013 soll nun zum dritten Mal vor dem Gebäude der Firma Lifecodexx gegen deren „PraenaTest“ (einen vorgeburtlichen Bluttest auf Trisomie) demonstriert werden.

„Es darf nicht in Vergessenheit geraten, dass hier mit modernster Technik ein zudem noch mit hohem finanziellen Profit verbundener Feldzug gegen Menschen mit Down-Syndrom geführt wird. Es ist kaum eine schlimmere Diskriminierung denkbar als die, einer Bevölkerungsgruppe mit einem vorgeburtlichen Gentest, der auf Selektion gerichtet ist, ihr Lebensrecht abzusprechen“,

so der Rechtsanwalt Josef Dichgans, Vorsitzender des CDL-Landesverbands.

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU, gegründet 1985 von Mitgliedern der Unionsparteien, die den Lebensschutz in Deutschland durch politisches Handeln und Bewusstseinsbildung verstärken wollen. Die Mitglieder der CDL setzen sich vor allem für das hilflose und ungeborene Leben ein und engagieren sich für ein kinderfreundliches gesellschaftliches Klima.

Hubert Hüppe, bis Dezember 2013 Behindertenbeauftragter der Bundesregierung, ist seit 1986 stellvertretender Bundesvorsitzender der Christdemokraten für das Leben.

„Menschen mit Down-Syndrom verdienen die gleiche Achtung und haben das gleiche Lebensrecht wie alle anderen Menschen. Sie sind genauso liebenswert und wertvoll und bereichern ihre Familien und unsere ganze Gesellschaft. Eine vorgeburtliche Diagnostik, die allein darauf abzielt, die Geburt dieser Menschen durch Abtreibung zu verhindern, ist deshalb skandalös“,

so Dichgans in der Einladung zur Kundgebung.

Die Veranstalter wünschen sich besonders die Teilnahme von Menschen mit Down-Syndrom – Dichgans: „Es gibt nichts Gewinnenderes als die persönliche Begegnung mit ihnen.“ Und so sind Familien mit Kindern und Jugendichen mit Down-Syndrom in besonderer Weise eingeladen, der Öffentlichkeit an diesem Tag zu zeigen: „Gut, dass es uns gibt!“

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 16. Juli 2014 um 15.30 Uhr vor dem Anwesen der Firma Lifecodexx in Konstanz, Jakob-Stadler-Platz 7, statt (Kontakt zum CDL-Landesverband: lv-bw@cdl-online.de).

Im Zusammenhang mit der Einführung des „PraenaTest“ im Sommer 2012 hatte das Deutsche Down-Syndrom InfoCenter in einer Stellungnahme deutlich gemacht:

Es muss bei möglichst allen ankommen, wie das Leben mit Down-Syndrom heute tatsächlich ist, u. a. bei der Ärzteschaft, dem Beratungspersonal und bei Jugendlichen, die sich in Zukunft Nachwuchs wünschen. Ärztinnen und Ärzte können sich an etablierte Organisationen und Elterninitiativen wenden. Denn Familien haben umfangreiches fachliches und lebenspraktisches Wissen über Trisomie 21. Ihre Erfahrungen bewähren sich oft in schwerwiegenden Entscheidungssituationen.

Eben auf ihr Erleben beruft sich der amerikanische Kinderarzt und Genetiker Brian Skotko in drei zusammenhängenden Studien (2011). Die große Mehrheit der Menschen mit Trisomie 21:

  • ist mit ihrem Leben zufrieden,
  • findet sich und das eigene Aussehen in Ordnung,
  • liebt die eigenen Eltern und Geschwister,
  • meint, leicht Freunde zu finden,
  • ist hilfsbereit und glaubt, anderen Menschen zur Seite stehen zu können.
Erstellt am 13. Juni 2014 von

Das Werk des amerikanischen mennonitischen Theologen John Howard Yoder (1927-1997) scheint immer stärker wahrgenommen zu werden. In der englischsprachigen Welt gehören seine Bücher bereits zu den wichtigsten des 20. Jahrhunderts. Jim Wallis schreibt: „John Yoder inspirierte eine ganze Generation von Christen, dem Weg Jesu in soziale Aktion und Friedensarbeit zu folgen.“

 

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In diesem Frühjahr ist die Dissertation von Joel Micha Driedger erschienen: Der gewaltfreie Messias – Einführung in Theologie und Ethik von John H. Yoder (EB-Verlag, Berlin). Der Verlag beschreibt das Buch wie folgt:

 

Für den nordamerikanischen Theologen John H. Yoder sind Kreuz und Auferstehung Jesu Christi politische Zeichen der anbrechenden Gottesherrschaft und begründen eine radikale Friedensethik.
In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts avancierte Yoder zu einem führenden Vertreter des christlichen Pazifismus in der Ökumene. Als Schüler Karl Barths lehrte er jahrzehntelang an der katholischen University of Notre Dame (Indiana).

Dieses Buch analysiert John H. Yoders erkenntnistheoretische Grundlagen, seine theologischen Begründungsmuster, ethische Konsequenzen und politische Perspektiven.

 

Driedger, Jahrgang 1983, ist seit April Pastor der Berliner Mennoniten-Gemeinde. Nach einem Freiwilligendienst in Brasilien studierte er Evangelische Theologie in Tübingen, Straßburg und Marburg und arbeitete als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen an der Universität Hamburg.

Im Neufeld Verlag sind die beiden Yoder-Titel Die Politik des Leibes Christi. Als Gemeinde zeichenhaft leben sowie Die Politik Jesu (auch als E-Book erhältlich) erschienen.

In den letzten Jahren findet (erneut) eine verstärkte Auseinandersetzung um sexuelles Fehlverhalten Yoders statt.

Erstellt am 12. Juni 2014 von

Christine bringt unsere Zweitjüngste ins Bett. Nach dem Gute-Nacht-Kuss beten sie miteinander. Savina beginnt: „Danke, Herr, dass Mama noch so gute Küsse hat, obwohl sie schon so alt ist.“

Tja, klare Ansage. Für eine Zehnjährige ist die 46-Jährige einfach schon uralt – aber immerhin: Die Küsse schmecken noch.

Als Christine es mir abends erzählt, schütteln wir uns vor Lachen. Und wir geben uns einen langen Kuss. Ja, Mama hat gute Küsse, das kann ich nur bestätigen.

Später mir fallen die Worte aus den Sprüchen Salomos ein:

„Erfreue dich an deiner Frau, die du als junger Mann geheiratet hast. Bewundere ihre Schönheit und Anmut! Berausche dich immer wieder … an der Liebe, die sie dir schenkt!“ (Sprüche 5,18b.19).

Liebe braucht Zärtlichkeit. Die Nähe zwischen Tochter und Mutter.

Und eben diese ganz andere Zärtlichkeit zwischen Mann und Frau. Diese kleinen Momente: ein Kuss, eine Geste, eine Berührung. Sie sind häufig das Geheimnis einer Anziehung und Erotik, die nicht einfach schnell entflammt und dann ebenso schnell vergeht, sondern die mit den Jahren wächst. Liebe braucht viel Zeit zum Reifen. Auch körperliche Liebe. Sie ist ein Geschenk Gottes. Kuss für Kuss – hoffentlich auch noch mit Achtzig.

 Uwe Heimowski

Erstellt am 10. Juni 2014 von

Die Geschichte von Prinz Seltsam ist das erste Kinderbuch aus dem Neufeld Verlag – und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Titeln unseres Verlages. In leuchtenden Farben wird hier ausgemalt, dass es ganz normal ist, verschieden zu sein.

Wer etwas Besonderes sucht, findet in diesem Buch eine berührende Geschichte, die Verständnis weckt für Kinder mit Behinderung. In Elternhäusern, in Kindergärten und Grundschulen, im Kindergottesdienst und auf Veranstaltungen wurde Prinz Seltsam längst von vielen ins Herz geschlossen.

Seit wenigen Tagen gibt es den beliebten Bestseller auch in einer kleinen, handlichen Ausgabe, im Format 12 x 12 cm!

 

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Die Mini-Ausgabe der Geschichte von Prinz Seltsam ist das ideale Produkt für:

  • Mamas, die ein günstiges Mitbringsel mit außergewöhnlichem Inhalt suchen;
  • Pfarrer, die einen Familiengottesdienst zum Thema Inklusion vorbereiten und allen Familien ein inhaltsreiches Andenken mitgeben möchten;
  • Kindergärten oder Schulen, die ein besonderes Kind aufnehmen und die Mitschüler und Eltern schon mal drauf einstimmen wollen;
  • Sommerfeste, Jubiläen, Tage der offenen Tür – um charmant für Vielfalt zu werben;

Und genau – für die, die gleich einen Stapel davon benötigen, gibt es günstige Mengenpreise (ab 10 Exemplaren je 2,20 EUR).

 

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P. S. Kennen Sie übrigens schon den zweiten Band unseres besonderen Prinzen? Was alles möglich ist, wenn jeder tut, was er am besten kann, erzählen Silke Schnee und Heike Sistig in der spannenden Geschichte Prinz Seltsam und die Schulpiraten

Erstellt am 6. Juni 2014 von

Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom haben einiges an originellem Verhalten „im Angebot“:

  • charmantes Ausweichen, wenn Mitarbeit gefordert ist, bis hin zu „null Bock“ auf Anstrengung;
  • „taub stellen“ oder warten, dass jemand die Sache für einen erledigt;
  • Verweigerung, gepaart mit dem klassischen „um den Finger wickeln“.

Wie gehen wir damit um? Was können wir nachhaltig und guten Gewissens tun? Oftmals wissen weder Eltern noch Erzieher, Pädagogen oder Therapeuten, warum ihre positiven Erziehungsziele und Fördermaßnahmen nicht zur Umsetzung kommen und die Kinder genau das Gegenteil dessen tun, was für ihre Entwicklung und das soziale Miteinander wünschenswert wäre.

Sabine Berndt, Ergo- und Verhaltenstherapeutin aus Hamburg, hat Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom und schafft es immer wieder, das schwierige Thema „Verhalten bei Kindern mit Down-Syndrom“ spannend und lösungsorientiert darzustellen. Mit Hilfe von Videoaufnahmen, die in ihrer Praxis entstanden sind, wird schnell sichtbar, dass wir tatsächlich mehr von Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom fordern dürfen und dass ihr Verhalten klare Gründe hat.

Die Referentin vermittelt, wie man hilfreich mit schwierigen Situationen und herausforderndem Verhalten umgehen kann. Anhand des LOVT-Konzepts, einem verhaltenstherapeutischen lösungsorientierten Ansatz, werden den Seminar-Teilnehmenden Perspektiven für eine einfühlsame und wertschätzende Erziehungs- und Förderkompetenz eröffnet.

 

Praxisnahe Seminare für Eltern, Fachkräfte und alle Interessierten:

 

Umgang mit widerständigem Verhalten bei Kindern mit Down-Syndrom

Samstag, 21. Juni 2014, 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Klinikum Niederberg, Sitzungssaal 1 und 2, Robert-Koch-Str.2, 42549 Velbert

Kosten: 100 € pro Person

Anmeldung bei Impuls21, Am Karrenberg 40, 42553 Velbert, info@impuls-21.de

 

 

Verhalten von Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom

Samstag, 19. Juli 2014, 9.30 bis 17 Uhr

C.-Pirckheimer-Haus (CPH), Königstr. 64, 90402 Nürnberg

Kosten: 80 € (Nichtmitglieder), 48 € (Mitglieder), 72 € (Paare)

Anmeldung bis Mittwoch, 18. Juni 2014 telefonisch (0 91 23/98 21 21) oder per E-Mail an info@ds-infocenter.de beim Deutschen Down-Syndrom InfoCenter

Erstellt am 5. Juni 2014 von

Argula von Grumbach – Das Leben der bayerischen Reformatorin: Diese neue Biografie stellt Autor Uwe Birnstein gemeinsam mit Dr. Margot Käßmann am Sonntag, 22. Juni 2014 in Nürnberg vor.

Die EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017 wird über „Starke Frauen der Reformation“ sprechen und dann mit Biograf Birnstein über die wortmächtige Argula von Grumbach ins Gespräch kommen.

Dazu gibt es Musik von schola cantorum nürnberg (Leitung: Pia Praetorius) aus der Lebenszeit Argulas.

Ausführliche Informationen zur Veranstaltung mit Margot Käßmann gibt es hier.

 

Sonntag, 22. Juni 2014, 17.00 Uhr in der Kirche St. Egidien, Egidienplatz 37, Nürnberg

Eintritt: 8 € (ermäßigt 5 €)

Karten im Vorverkauf gibt es bei: i-Punkt – Evangelischer Informationsladen, eckstein, Burgstr. 1-3, 90403 Nürnberg, Tel. 0911/2 14 21 40, Fax 2 14 21 54, E-Mail: i-punkt@eckstein-evangelisch.de

 

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„Starke Frauen der Reformation“: Es waren nicht nur Männer, die die Reformation vorangetrieben haben, sondern es gab auch einige (wenige) Frauen wie Katharina Zell und Argula von Grumbach. Es lohnt sich, diese Frauen der Reformationszeit endlich stärker in den Blick zu nehmen.

Für Bayern ist dabei die in Beratzhausen geborene Argula von Grumbach  (1492–1554) bedeutsam. Im Vorfeld des Reichstages besuchte Argula am 30. November 1523 auch die Stadt Nürnberg und nahm an Banketten teil. Hier lernte sie den Pfalzgrafen Johann II. von Simmern kennen, mit dem sie eine Korrespondenz begann (siehe auch www.frauen-und-reformation.de).

Bei der Veranstaltung in der Egidienkirche wird von Frau Käßmann diese bedeutende Frau der Reformationszeit ins Bewusstsein der Gegenwart bringen.

 

„Die Affäre Seehofer“ – so hat Uwe Birnstein Kapitel 3 seiner Biografie überschrieben. Da gab es nämlich einen jungen Mann, der an der Ingolstädter Universität reformatorisches Gedankengut verbreitete. Und eine Frau, die ihre Stimme für ihn erhob, als er daraufhin Schwierigkeiten bekam …

Argula von Grumbach setzte sich couragiert für die Erneuerung der Kirche ein. Leidenschaftlich und beharrlich forderte sie Amtsträger und Akademiker mit der Bibel heraus. Argulas Schriften wurden noch zu ihren Lebzeiten Bestseller. Sie stand mit berühmten Reformatoren in Kontakt, mit Martin Luther etwa traf sie sich.

Argula von Grumbach war eine der wenigen eigenständigen Frauen der Reformation, von denen wir wissen. Mutig agierte sie sogar gegen den Willen ihres Ehemannes, was die ganze Familie zu spüren bekam. Und sie war eine der wichtigsten Figuren der Reformation in Deutschland.

Die leicht lesbare Biografie, eine Einführung in Argulas Leben und Wirken, wird ergänzt durch einen informativen und farbig gestalteten Reiseführer an ihre Wirkungsstätten (Beratzhausen – München – Dietfurt – Lenting – Burggrumbach – Nürnberg – Ingolstadt – Regensburg – Köfering – Coburg – Augsburg – Zeilitzheim – Hausham).

Uwe Birnsteins Argula-Biografie ist auch als E-Book erhältlich.

Erstellt am 4. Juni 2014 von

Er schreibt und schreibt und schreibt … täglich zehn bis zwölf Gedichte: Seit mehreren Jahren unterstützen wir Pfarrer i. R. Dr. David Jaffin bei der Publikation seiner Gedichtbände. Vor wenigen Tagen ist nun der neueste Band erschienen: Listening to Silence.

 

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Erstmals haben wir dieses Buch nicht nur drucktechnisch betreut und den Versand übernommen, sondern dieser neue Gedichtband (der englische Gedichte enthält) ist auch überall im Buchhandel zu bestellen:

 

David Jaffin

Listening to Silence

Poems

424 Seiten, Paperback, Format 13,5 x 20,5 cm

ISBN 978-3-943362-09-1

Shearsman Books, Bristol/Edition Wortschatz, Schwarzenfeld

 

Als David Jaffin kürzlich im Fernsehgottesdienst Stunde des Höchsten (ausgestrahlt bei BibelTV) bei Pfarrer Heiko Bräuning zu Gast war und begann, aus seinem Leben zu plaudern, war die Zuschauerresonanz so groß, dass seine „Autobiografischen Anmerkungen“ kurzerhand wieder aufgelegt werden. Anfang Juli erscheint das Buch neu in der Edition Wortschatz. Mehr dazu also in Kürze!

Erstellt am 3. Juni 2014 von

Es tut sich so einiges beim Thema Inklusion, und das freut uns natürlich!

Am vergangenen Wochenende fand zum Beispiel in Wolfsburg der Kongress „Inklusion und Sprache“ statt. Kongressleiter Dr. Karl Gebauer führte bei seiner Begrüßung aus, dass es bei der Inklusion um die Gleichwürdigkeit aller Menschen und die Anerkennung von Vielfalt in all ihren Facetten in einem nicht selektierenden Bildungssystem gehe. Dafür seien gravierende Paradigmenwechsel in den Rahmenbedingungen und normativen Vorgaben und natürlich in den Köpfen aller Beteiligten notwendig.

Eine entsprechende professionelle Haltung und Beziehungsgestaltung, so hätten viele Kongressbeiträge gezeigt, spiele bei der Umsetzung der Inklusion eine entscheidende Rolle. „Inklusion ist immer nur bruchstückhaft und schrittweise zu realisieren, aber vieles ist auch unter schwierigen (Rahmen-) Bedingungen möglich“, resümierte Prof. Dr. Annedore Prengel vor den über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehnden des Kongresses den derzeitigen Inklusionsprozess. Hier kann man einen ausführlichen Bericht aus Wolfsburg lesen.

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.