Archiv vom Juli, 2014

 

Erstellt am 31. Juli 2014 von

Hier geht’s zu Folge 4!

Heute geht es weiter mit unserer kleinen Serie mit Auszügen aus dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe aus der Feder des schwedischen Autors Anders-Petter Sjödin.

 

"Eins der besten Bücher ..."

 

 

Kapitel 6: Die Kraft der Gedanken und Worte

In jeder Minute sausen Millionen elektrischer und chemischer Botschaften auf unsichtbaren Wegen durch die winterlichen Straßen unseres Gehirns. Der Garten unseres Denkens kann sorgsam gepflegt sein wie ein englischer Rosengarten oder vernachlässigt wie ein stinkender Müllhaufen, der den Ratten dient.

Alles beginnt mit einem Gedanken: Hitlers Rassenlehre, Händels Messias, die Berliner Mauer, die Sixtinische Kapelle, die auf Plattheit und auch Aggression aufbauenden Doku-Soaps im Fernsehen ebenso wie Mutter Teresas Vision. Alles, Böses und Gutes, beginnt mit einem Gedanken.

Das Denken beeinflusst unser ganzes Sein, selbst auf rein physischer Ebene. Der wissenschaftliche Begriff Neuroplastizität bezieht sich auf rein physische Veränderungen der Hirnstruktur und Form, durch neue Gedanken und Erfahrungen. Manche Forscher bezeichnen die Plastizität des Gehirns als eine der außergewöhnlichsten Entdeckungen der letzten 2000 Jahre. Sogar Hoffnung, Glaube und Liebe können die Form des Gehirns beeinflussen.

Das Denken entscheidet darüber, ob wir Erfolg haben oder scheitern. Der Autofabrikant Henry Ford hat gesagt: »Unabhängig davon, ob du glaubst, dass du etwas kannst oder nicht, wirst du recht bekommen«. Ingemar Stenmark ist der wohl bekannteste alpine Skifahrer der Sportgeschichte, mit insgesamt 86 Weltcupsiegen und zwei olympischen Goldmedaillen. Stenmark hätte wohl in jeder Sportart der Beste werden können. In einem Interview offenbarte er dann allerdings seine Achillesferse: Stenmark hat eine Wasserphobie. Er, dem alles zu gelingen schien, fürchtete sich vor ganz gewöhnlichem H2O.

Ich selber habe zwei diametral entgegengesetzte Stimmen in meinem Inneren. Mein Vater war positiv eingestellt und glaubte, dass alles möglich war, und meine Mutter war ängstlich, fürchtete sich davor, krank zu werden, und konzentrierte sich oft auf ihre Begrenzungen.

Aus reinem Überlebensinstinkt zog es mich zu meinem Vater hin, damit ich dem lähmenden Gefühl der Hoffnungslosigkeit entgegenwirken konnte. Meine Mutter war eine Künstlerin, eine fantastische Köchin und eine unglaubliche Ästhetin. Sie wurde ungefähr zu der Zeit geboren, als die Frauen in Schweden das Stimmrecht erhielten. Wäre sie heutzutage aufgewachsen und hätte sie an sich selbst geglaubt, dann hätte sie in puncto Einrichtung Martin Timell, Ernst Kirchsteiger und alle anderen an die Wand gespielt. Cornelia Poletto und Tim Mälzer hätten bei einem Kochduell alt ausgesehen. Aber aus irgendeinem Grund glaubte sie nicht an sich selbst. Das Denken begrenzte sie.

Weil ich auf Papas Stimme gehört hatte, konnte ich als 15- und 16-Jähriger alleine durch ganz Europa reisen, mit 17 Jahren nach Nepal trampen und den Mount Everest bis auf 6500 Meter Höhe besteigen. Während einige meiner Freunde allerhöchstens die 60 Kilometer nach Sundsvall fuhren, um bei IKEA einzukaufen, oder vielleicht sogar die Hauptstadt besuchten, habe ich in rund 30 Ländern Abenteuer erlebt wie Indiana Jones. Hätte ich auf meine Mutter gehört, dann wäre nichts von all dem geschehen.

 

(Dieser Auszug entstammt dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe von Anders-Petter Sjödin, Neufeld Verlag, Schwarzenfeld 2012, Seite 122f.)

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Erstellt am 30. Juli 2014 von

Die Erziehung der Kinder gehört in den Verantwortungsbereich der Eltern, findet Neufeld-Autor Dr. Holm Schneider. In seinem Gastbeitrag für unseren Blog nimmt der Professor für Kinderheilkunde am Universitätsklinikum Erlangen verwundert Stellung zur aktuellen Diskussion um das Betreuungsgeld:

 

In vielen Medien war am Wochenende von einer Studie der Uni Dortmund die Rede, die erwiesen habe, dass das Betreuungsgeld insbesondere Eltern mit Migrationshintergrund und aus „bildungsfernen“ Schichten dazu verleite, ihre Kinder nicht in die Kinderkrippe zu schicken. Neues Pulver also für die aktuelle Verfassungsklage der Stadt Hamburg gegen das als „Herdprämie“ geschmähte Betreuungsgeld? Nicht zu lesen war, dass die Studie aus dem Jahr 2013 stammt – aus der Zeit vor Einführung des Betreuungsgeldes. Im Rahmen dieser Studie wurde perspektivisch nach den Wünschen von Eltern gefragt, wenn sie denn die Wahl hätten.

Natürlich ist das Betreuungsgeld für Eltern mit geringem Einkommen attraktiver als für Wohlhabende. Das heißt jedoch nicht, dass solche Eltern ihren Kindern Krippenbetreuung verwehren würden, nur um selber den eher symbolischen Betrag von bisher 100 € zu kassieren. Man geniert sich nicht, ihnen genau das zu unterstellen. Nein, die allermeisten Mütter und Väter – auch nichtdeutsche Eltern ohne Abitur – sind durchaus in der Lage, ihre ein- und zweijährigen Kinder selbst zu erziehen, und viele wollen das auch. Manche wehren sich bewusst gegen die vielfältigen Versuche politischer Akteure, die Erziehung von Kindern aus der Elternhand zu nehmen: ob bei Gendervorgaben, einer bestimmten Form des Sexualkundeunterrichts oder der Verordnung von Ganztageseinrichtungen ab dem ersten Lebensjahr.

Nicht weniger schlimm an der aktuellen Diskussion ist, dass die eigentlichen Bedürfnisse der Kinder völlig unbeachtet bleiben.Da wird mit dem alten Peer-Steinbrück-Zitat von einer „bildungspolitischen Katastrophe“ das Selbstvertrauen junger Eltern untergraben, die gerade in ihre Elternrolle hineinwachsen, und Carola Reimann, stellvertretende SPD-Vorsitzende, behauptet munter, das Betreuungsgeld führe dazu, „dass Kindern Entwicklungschancen vorenthalten“ würden.

Als Kinderarzt und Vater von 6 Kindern ist mir unbegreiflich, wie die gesicherte Erkenntnis, dass Kleinkinder vor allem eine liebevolle und vertraute Bezugsperson brauchen, am besten ihre eigene Mutter, so unter den Tisch fallen kann. Als ehemalige DDR-Bürger nehmen meine Frau und ich verblüfft zur Kenntnis, wie viele Politiker nach 25 Jahren wieder bereit sind, Systemfehler des Sozialismus („Staat vor Familie – jederzeit!“) zu wiederholen. Und als politisch Interessierte fragen wir uns, warum der SPD-Führung nichts Besseres eingefallen ist, als eine angestaubte Studie mit einer anderen Fragestellung für ideologische Stimmungsmache auszuschlachten.

Die Erziehung der Kinder gehört in den Verantwortungsbereich der Eltern. Weder Kinderkrippen noch Kindergärten oder Schulen sind dafür zuständig und sie dürfen auch nicht zuständig gemacht werden. Wo im Elternhaus Werte gelten, manchmal so etwas wie Liebe spürbar ist, wo zur Übernahme von Verantwortung ermutigt und Selbständigkeit gefördert wird, dort gelingt Bildung jenseits tagespolitischer Vorgaben – gern auch in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit externen Bildungseinrichtungen.

Vielleicht braucht es aber tatsächlich akademische Studien, um von Lehrern und Erziehern zu erfahren, wie viele Kinder heute so auffällig sind, dass sie sich kaum in einen Gruppenverband eingliedern lassen, und wie oft deshalb Psychopharmaka verordnet werden. Vielleicht müssen Studien klären, ob dies nicht auch daran liegt, dass keine Ausbildung der kleinen Persönlichkeit im sicheren Familienverband möglich war – um irgendwann wiederzuentdecken, wo Erwachsene Kindern ansprechende und sinnstiftende Lebensentwürfe vorleben: in einer intakten Familie.

 

Holm Schneider

Erstellt am 28. Juli 2014 von

Katimavic ist ein Wort aus der Sprache der Inuit und bedeutet „Ort der Begegnung“.

Vom 4. bis 7. September 2014 laden evangelische und katholische Frauen und Männer aus Süddeutschland zum „Katimavic“ ins Kloster Roggenburg ein. Diese ökumenischen Begegnungstage bringen Menschen mit Behinderung und Menschen, die anderweitig ihre Grenzen haben, zusammen.

Jean Vanier rief 1972 in Paris das erste Katimavic ins Leben. Er wollte damit die Arche-Bewegung bekannt machen. Seit 1987 gibt es Katimavics in Süddeutschland.

 

Eingeladen sind alle, die mit uns entdecken wollen, dass wir, behindert oder nicht, uns gegenseitig viel zu sagen haben. Kinder und Senioren, Jugendliche und Erwachsene, Männer und Frauen, Leute aus Polen, Schottland oder Deutschland – rund 120 Personen von überall her. Denn Katimavic kennt keine Grenzen!

 

Diese Einladung passt sehr gut zu unserem Anliegen als Verlag!

Der offizielle Anmeldeschluss ist zwar schon vorbei, aber offenbar gibt es noch einige wenige freie Plätze. Hier gibt es nähere Informationen.

Erstellt am 25. Juli 2014 von

Der Mutterleib ist kein „erlebnisleerer“ Raum, meint die Journalistin Nicola Menke in ihrem Artikel, der u. a. in der Augsburger Allgemeinen erschienen ist.

So träumen Ungeborene bereits. Etwa ab dem 7. Monat sind bei ihnen während der Schlafphasen eine lebhafte Hirntätigkeit und schnelle Augenbewegungen – bekannt als REM (Rapid Eye Movement) – zu verzeichnen. Als wahrscheinlich gilt, dass sie, wie auch nach der Geburt, im Traum Erfahrungen verarbeiten, die sie im Wachzustand gemacht haben; sei es Musik oder sanftes Klopfen de s Vaters gegen Mamas Bauch .

Wir haben schon vor der Geburt Emotionen und zeigen das ab dem 4. Schwangerschaftsmonat auch, sei es über Mimik und Gestik oder durch „verräterische“ Bewegungen.

Dem Gynäkologen René van de Carr zu Folge ist „der Mutterleib das erste Klassenzimmer“. Der Amerikaner, der vor 30 Jahren mit Studien und Versuchen im Bereich der Pränatal-Entwicklung begann, meint damit, dass man Ungeborene aufgrund ihrer Lernfähigkeit gezielt fördern kann. Dies soll durch ein Föten-Training mit Musik, Sprachreizen und Lichtimpulsen möglich sein.

Der Mensch ist bereits vor der Geburt zur Interaktion fähig. Am eindrücklichsten zeigt sich das anhand von Zwillingsföten. Beobachtet man sie per Ultraschall, wie das unter anderem die italienische Ärztin und Psychoanalytikerin Alessandra Piontelli getan hat, sieht man, dass sie in regem Kontakt stehen und schon pränatal eine Beziehung aufbauen. (Quelle: Weißer Friede, Nürnberg.)

Am morgigen Samstag, 26. Juli 2014 findet in Nürnberg ab 10.30 Uhr ein „Fest für das Leben“ statt. Vor der Lorenzkirche demonstrieren Vertreter verschiedener Lebensrechtsorganisationen, die sich unter dem Namen „Weißer Friede“ zusammengetan haben, dann für das Recht auf Leben, darunter u. a. Ärzte für das Leben, Christdemokraten für das Leben oder die Aktion Lebensrecht für Alle.

Erstellt am 24. Juli 2014 von

Bundestag ist wie Heilsarmee – nur ein bisschen anders. Zumindest gilt das so für Frank Heinrich.

Er ist der erste Heilsarmeeoffizier, der als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag einzog. Dort engagiert sich der gelernte Sozialarbeiter und Theologe genauso, wie er sich zuvor für die Menschen am Rand der Gesellschaft eingesetzt hat. Ganz im Sinn der Heilsarmee: die Liebe greifbar und spürbar leben.

Frank Heinrich verfolgt dieses Ziel noch immer, nur an anderer Stelle. Jetzt heißt es für ihn Koalition statt Kleiderkammer, Parlament statt Predigt, Sitzungen statt Suppenküche.

Gemeinsam mit seinem Freund und Weggefährten Uwe Heimowski (Neufeld-Autor fast der ersten Stunde) hat Frank Heinrich das Buch Mission: Verantwortung – Von der Heilsarmee in den Bundestag veröffentlicht.

Hier ein kleines Gespräch der beiden über dieses Projekt:

 

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Frank, warum hast du eigentlich dieses Buch geschrieben?

Weil ich die Frage aus dem Untertitel – warum bist du von der Heilsarmee in den Bundestag gewechselt? – fast wöchentlich gestellt bekam und immer noch bekomme. Mit diesem Buch kann ich die Vorgeschichte und den Zusammenhang deutlich machen: Mein Einsatz für Menschenrechte, der mich erst zur Heilsarmee und dann in den Bundestag geführt hat. Es ist ein und dieselbe Berufung an zwei verschiedenen Orten.

Außerdem treffe ich sehr viele Menschen, es gibt immer wieder Gespräche. Mit dem Buch kann ich ihnen ein Stück meiner Geschichte mitgeben und sie damit ermutigen.

Was sind die Hauptinhalte, worum geht es in deinem Buch?

Ich möchte Leuten Mut machen, sich mit allem, was sie haben und können, in der Gesellschaft zu engagieren. Sei es in der Kirchgemeinde, einem Sportverein oder in der Politik. Die Heilsarmee will immer bei den Menschen sein, nicht bei sich selber. Dafür werbe ich, indem ich beispielhaft meine Geschichte erzähle: Reisen hinter den Eisernen Vorhang mit meinem Vater, die zwölf Jahre in Chemnitz, die konkrete Arbeit im Bundestag. Wechselseitige Berührungsängste zwischen Kirche und Politik abzubauen, ist ein zweites Motiv.

Welche Erfahrungen hast du bisher mit „Mission: Verantwortung“ gemacht, gab es Rückmeldungen?

Ja, es gab eine Reihe von Presseberichten und Rezensionen in verschiedenen Zeitschriften, die durchgehend sehr wohlwollend geschrieben waren. Und dann gibt es viele persönliche Feedbacks: Jemand sagte, ich habe ihm ein neues Fenster geöffnet, Vorurteile abgebaut und Verständnis für die Politik erzeugt. Häufig höre ich das Wort „glaubwürdig“ – ein großes Kompliment und eine große Verantwortung für mein Wirken als Politiker zugleich.

Du hast bisher zwei Bücher geschrieben: „Lieben, was das Zeug hält“ und „Mission: Verantwortung“. Große Begriffe. Kommt da immer noch der Prediger durch, der eine Botschaft zu verkündigen hat?

(Lacht) Im ersten Buch ganz bestimmt. Das Thema Liebe für Menschen, die eigentlich gar nicht liebenswert sind, oder besser gesagt: die nicht so aussehen, habe ich jahrelang in meinem eigenen Leben durchbuchstabiert. Meine Erfahrungen und Einsichten wollte ich an andere weitergeben.

Beim zweiten würde ich mich freuen, wenn es den einen oder anderen motiviert, sich einzumischen. Wenn meine Geschichte eine Ermutigung dazu ist, super! Aber als Predigt, oder gar Moralpredigt, ist es nicht gemeint.

 

Frank Heinrichs Bücher kann man überall kaufen oder bestellen, wo es Bücher gibt.

Beide sind auch als E-Book erhältlich – direkt im E-Book-Shop des Neufeld Verlages, aber auch bei allen gängingen Anbietern:

 

 

Erstellt am 23. Juli 2014 von

Wenn ich morgens ins Büro komme, fällt mein Blick … auf den Wandkalender A little extra von Conny Wenk. Die strahlenden Gesichter, urigen Schnappschüsse und charmant in Szene gesetzten Kinder und Jugendlichen mit Down-Syndrom samt ihren glücklichen Familien zaubern einem fast automatisch ein Lächeln ins Gesicht. Ich kann es immer noch nicht richtig fassen, was die Bilder mit einem machen!

 

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Vor wenigen Tagen ist jetzt die 2015er Ausgabe des Kalenders A little extra erschienen. Ich kann alle verstehen, die auf diese charmanten Impulse von der Wand nicht mehr verzichten wollen! Die einzelnen Monatsblätter für 2015 kann man sich hier anschauen.

Sie merken schon: Wir sind einfach begeistert von diesen Bildern! Das Gute ist: Die Fotografin und Herausgeberin Conny Wenk verlost noch bis Donnerstag Abend, 20.00 Uhr fünf Exemplare davon. Jetzt schnell auf ihrer Facebook-Seite den entsprechenden Beitrag zum Kalender 2015 kommentieren und mitmachen …

Und wenn Sie glauben, Ihre Chancen auf einen Gewinn sind nicht allzu groß – natürlich kann man den Kalender jederzeit direkt hier bestellen.

Sie können sich natürlich auch mit befreundeten Familien zusammen tun und eine Sammelbestellung aufgeben (schon ab 5 Stück gibt’s günstige Mengenpreise).

Wenn Sie lieber beim Buchhändler Ihres Vertrauens bestellen: jeder Buchhändler sollte den Kalender ganz unkompliziert bei seinem Großhändler oder direkt bei uns im Verlag bzw. bei unseren Logistikpartnern ordern können.

Erstellt am 15. Juli 2014 von

Kürzlich druckten mehrere Zeitungen ein Porträt über George Boateng, den Dritten im Bunde der drei Boateng-Brüder Jérôme und Kevin-Prince.

George ist der älteste der drei, und während seine Brüder als Fußballer Karriere machten und Jerome nun sogar den Weltmeister-Titel aus Brasilien mit nach Hause tragen darf, beschreitet er einen Weg als Rapper. Sein Debütalbum ist offenbar gerade in Arbeit – unter dem Künstlernamen Trisomie soll es im Herbst erscheinen.

Familien, in denen das Wort „Trisomie“ häufiger mal verwendet wird, werden da natürlich hellhörig. Und tatsächlich: Dieses George Boateng hat offenbar einen Sohn mit Down-Syndrom: Jamal (6). Der hat ihn anscheinend inspiriert:

„Ich mach ja die Musik nicht, um zu zeigen, was für ein cooler Kerl ich bin, sondern damit die Leute auch mal anfangen nachzudenken – etwa über das Schicksal und die Herausforderungen im Leben.“

Wir sind gespannt und wünschen Familie Boateng auf ihrem Weg alles Gute!

Erstellt am 14. Juli 2014 von

Ein Ehe-Wochenende der besonderen Art gibt es vom 15. bis 17.8.2014 wieder im Hotel Scesaplana in Graubünden/Schweiz: Dazu laden nämlich Daniel Zindel & Käthi Zindel-Weber ein, Autoren des Buches Lieben, leiten, leben – Das Ehebuch für Führungskräfte.

Mit „Führungskräften“ sind nun nicht nur Konzernmanager und Professorinnen gemeint, sondern jede Art von Konstellation, wo mindestens ein Partner ein gewisses Maß an beruflicher Verantwortung trägt. Denn diese Verantwortung bringt auch für eine Ehe ein gewisses Maß an extra-Druck mit sich.

Zindel-Webers wissen, wovon sie reden: Daniel Zindel ist Pfarrer, war einige Jahre im Gemeindedienst und leitet die Stiftung Gott hilft mit einigen hundert Mitarbeitenden im Schweizer Kanton Graubünden. Seine Frau Käthi Zindel-Weber leitet eine Erziehungs- und Lebensberatungsstelle unter dem Dach dieser Stiftung.

Gemeinsam haben sie ein ehrliches und inspirierendes Buch verfasst, das sich an Paare wendet, die Verantwortung tragen – nicht nur im Topmanagement:

  • für Pfarrer und Pastoren
  • für Familienfrauen, die gerade den Anruf bekommen haben: „Schatz, es wird später; fangt doch mit dem Essen schon mal an!“;
  • für Geschäftsleute, die sich soeben mit schlechtem Gewissen vom Abendessen abgemeldet haben.

Mich fasziniert bei Zindels immer wieder die Mischung aus praktischen Impulsen und tiefen Inspirationen; verbunden mit der steten Einladung, Gott mit ins Boot zu nehmen.

Weitere Informationen zum Ehe-Wochenende in Graubünden gibt es direkt hier.

Im Schweizer Fernsehen erzählten Daniel Zindel und Käthi Zindel-Weber erst kürzlich in der Sendung „Ehe man sich scheidet“ davon, was ihnen selbst im Laufe ihrer Ehe wichtig wurde und geholfen hat, glücklich miteinander zu sein.

In der SRF-Mediathek kann man sich die Sendung noch anschauen. Und das Covermotiv des Buches mit den beiden Fingerabdrücken scheint ziemlich genau zu dem inhaltlichen Ansatz zu passen, den die beiden vertreten …

 

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Erstellt am 11. Juli 2014 von

Hier geht’s zu Folge 3!

Heute geht es weiter mit unserer kleinen Serie mit Auszügen aus dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe aus der Feder des schwedischen Autors Anders-Petter Sjödin.

 

"Eins der besten Bücher ..."

 

(Immer noch) Kapitel 2: Heilige Verwandlung

Afrikanische Transformation

Lassen Sie mich von einigen afrikanischen Freunden erzählen. Anfang der neunziger Jahre reiste ich zusammen mit drei afrikanischen Pfarrern aus Tansania zu einer Konferenz nach Brighton in England. Die Vermieterin, die sich bereit erklärt hatte, Gäste aufzunehmen, stand in ihrer Tür und musterte die Gesichter der drei Afrikaner. Dann sah sie mich an, sagte: »Sorry, wir nehmen keine Afrikaner auf« – und schloss die Tür. Ich dachte, das kann nicht wahr sein. Ich brachte kein einziges Wort raus. Und ich schämte mich. Betson Kikoti durchbrach die Stille: »Das macht nichts, Sjodini, wir finden schon etwas anderes!«

Auf dem Weg ins Zentrum stieg ein betrunkener und lärmender Mann in den Bus. Die anderen Passagiere sahen verstohlen aus den Fenstern des Busses, um seinen Blick nicht erwidern zu müssen. Plötzlich rutschte Kikoti aus seinem Sitz und auf den Boden – um die Schuhe des Mannes zuzubinden. Er hatte gesehen, dass die Schuhbänder an beiden Schuhen des Mannes nicht zugebunden waren. Noch ein Schritt und der Mann wäre auf eines von ihnen getreten und hingefallen. Kikoti sagte kein Wort, er kniete nur auf den Boden und diente dem unbekannten Mann. Ich weiß nicht, ob dieser Mann wirklich mitbekam, was da geschah, aber für den Rest der Reise setzte er sich still und verwundert hin.

Kikoti war erst einmal im Ausland gewesen, zehn Jahre zuvor. Auf einer Chorreise nach Schweden war er nach Byvallen in Hälsingland gekommen. Während eines Fürbittgottesdienstes hatte er unerwartet angefangen zu weinen, berührt von der schönen Atmosphäre in dieser fremden Umgebung. Er hatte sich sanft nach vorne, zur Altarschranke, geführt gefühlt, wie von einer unsichtbaren Kraft. Dort war er auf seine Knie gefallen. Pfarrer Henrik Markgren hatte seine großen Hände auf seinen Kopf gelegt und etwas auf Schwedisch gesagt. Das Einzige, was Kikoti hatte verstehen können, war der Name »Jesus«. Etwas geschah. Kikoti wurde von Gottes Geist erfüllt. Woge auf Woge strömte Gottes Herrlichkeit über ihn und durch ihn hindurch. Er selbst beschreibt das als den Beginn eines neuen Lebens als Jünger Jesu.

Zehn Jahre später ging er erneut auf die Knie, in einem Bus in England, und band die Schuhriemen eines unbekannten, betrunkenen Mannes. In dieser Nacht schliefen wir alle vier in einem kleinen Hotelzimmer. Drei afrikanische Pfarrer in einem kleinen Doppelbett und ich lag auf dem Boden am Fußende des Bettes.

Am nächsten Tag trafen wir neue Gastfamilien, die Afrikaner aufnahmen. Kikotis neue katholische Gastfamilie erzählte ihm bereits am ersten Abend von der größten Sorge in ihrem Leben: John, der Sohn, saß im Gefängnis und verweigerte seiner Familie den Besuch. Jetzt wollten sie, dass Kikoti ihn besuchen sollte.

Kikoti war vor Schreck wie gelähmt. Er hatte in Tansania einmal ein Gefängnis besucht und das hatte seinem Namen alle Ehre gemacht: Eisengitter, Lehmfußböden, schwere Gewichte an den Knöcheln und Strafarbeit. Außerdem sprach er nur wenig Englisch. Aber er konnte seiner Gastfamilie diesen Wunsch nicht abschlagen. Außerdem, so dachte er – hatte Jesus nicht gesagt: »Ich war im Gefängnis und ihr habt mich besucht« (Mt 25,36)?

Mit zitternden Knien und stockendem Atem wurde er durch eine Reihe von Schleusen im Stadtgefängnis von Brighton geführt. Schließlich stand er vor Johns Zellentür. »Sie haben 15 Minuten«, sagte der Aufseher zu ihm. In der Tür stand ein groß gewachsener Mann mit langen zerzausten Haaren. Er sah Kikoti herausfordernd an: »Was wollen Sie?«, zischte er. Zaghaft fing Kikoti an zu erklären, dass er bei Johns Eltern wohnte, dass er wusste, dass John in die Sonntagsschule gegangen und in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen war.

Während er sprach, merkte er, dass sowohl seine Autorität als auch seine Liebe zu John zunahmen. Plötzlich fragte John: »Was wollen Sie, was soll ich tun?« Kikoti antwortete: »Ich weiß, dass du weißt, wer Jesus ist. Bete um Vergebung für deine Sünden und lade ihn ein, in dein Herz zu kommen!« Mit einem Rums fiel John auf seine Knie. Damit waren sie ungefähr gleich groß, Kikoti ist nämlich ein Sitzriese. Kikoti tat dasselbe, was der Pfarrer in Hälsingland getan hatte, er legte seine Hände auf Johns Kopf und betete für ihn. Gottes Herrlichkeit und Frieden füllten die karge Gefängniszelle und ein kaputtes Herz.

Pfarrer Betson Kikoti inspiriert heute – und das sage ich ohne Übertreibung – Tausende Menschen in ganz Ostafrika, ein Jesus gemäßes Leben zu führen, das einzige Leben, das lebenswert ist. Kikoti war über den rassistischen Kommentar der Vermieterin nicht verbittert, er wies den betrunkenen Mann im Bus oder John in seiner Zelle nicht zurecht, sondern er ließ das Leben Jesu durch sich hindurchfließen. Ein solches nicht auf Konfrontationskurs gehendes und von Liebe erfülltes Leben weckt die Sehnsucht.

 

(Dieser Auszug entstammt dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe von Anders-Petter Sjödin, Neufeld Verlag, Schwarzenfeld 2012, Seite 44ff.)

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Erstellt am 10. Juli 2014 von

Es ist einfach das Größte. Ein Traum für jeden Fußballer. Ein Endspiel. DAS Endspiel. Am kommenden Sonntag, 13. Juli stehen sich die Finalisten der WM 2014 in Rio de Janeiro gegenüber – Deutschland und Argentinien. Nur alle vier Jahre besteht diese Chance. Die Besten der Besten haben sich in ihren nationalen Clubs, in der Qualifikation, in der Vorrunde und den K.O.-Spielen durchgesetzt. Die Gesundheit hat gehalten, der Trainer hat sie nominiert. Nun geht es um den Titel.

Neunzig Minuten entscheiden. Zwischen World-Cup-Sieg und Verlierer-Shakehands, zwischen Gold und Blech, zwischen Triumph und Tragik.

Neunzig Minuten. Ein Hauch von Zeit in der Weltgeschichte. Für die Fans und die Spieler der größte Moment ihres Lebens.

 

Immer wieder sind es kleine Momente, die die Geschichte wenden. Im Sport – wie in allen anderen Lebensbereichen. Theologisch nennt man das einen Kairos, einen besonderen Zeitpunkt; unterschieden von Chronos, dem Zeitverlauf.

Der Moment, in dem Moses die Zehn Gebote empfing. Ein Kairos, der die Moral- und Rechtsgeschichte der Welt veränderte. Der Augenblick, in welchem Jesus Christus am Kreuz starb – und damit für eine ganze Menschheit die Schuld auf sich nahm. Das Größte für einen Menschen, der diesen Kairos der Vergebung persönlich erlebt.

Uwe Heimowski

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.