Archiv vom Juni, 2016

 

Erstellt am 21. Juni 2016 von

Was Daniel Zindel, Gesamtleiter der Stiftung Gott hilft in Graubünden/Schweiz und Neufeld-Autor, im Vorwort zum druckfrischen Jahresbericht dieses Sozialwerkes schrieb, finde ich inspirierend – er hat uns erlaubt, einen Auszug daraus hier wiederzugeben:

Unser vergangenes Betriebsjahr stand unter dem Motto „Farben der Dankbarkeit“. Wir versuchten als Mitarbeitende der Stiftung Gott hilft den verschiedenen Facetten der Dankbarkeit auf die Spur zu kommen. Was heißt sie für uns persönlich im privaten Bereich? Gibt es neben dem Individuellen so etwas wie eine kollektive, betriebliche Dankbarkeit?

Im Bewegen dieses Mottos wurde mir eines deutlich: Die Haltung der Dankbarkeit hat wirklich „Stil“. Er führt zu Grazie, Anmut und Schönheit. Dieser Lebensstil ist durch das Vertrauen geprägt: Es hat genug. Bei einem genügsamen Konsum lässt es sich durchaus vergnügt leben. Vielleicht heißt es „vereinfachen“, aber das macht nicht weniger glücklich.

Vereinfachung in unserem Verbrauch entzieht der Gier in uns etwas den Nährboden. Ich singe im Folgenden nicht das Loblied auf die Armut, das nur der anstimmen kann, der sie nie gekannt hat. Armut ist eine Geißel der Menschheit. Ebenso das abgrundtiefe Verlangen nach Geld. Hier ist die Bibel radikal: „Die Wurzel aller Übel ist die Liebe zum Geld“ (1. Timotheus 6,10).

Wo viel Geld ist, da ist der Teufel los. Wo keines da ist, sogar doppelt! Also nicht die Liebe zum Geld, sondern die Dankbarkeit dafür ist die richtige Voraussetzung für den Umgang mit Materiellem. „Handling“ von Geld ist letztlich eine spirituelle Aufgabe. Die dankbare Ver-Antwortung vor Gott macht uns in materiellen Dingen zu verlässlichen Unternehmerinnen und Unternehmern. Dann überschreiten wir nicht rote Linien, um schwarze Zahlen zu schreiben. Im Kleinen und im Großen nicht. Unsere Namen sind nicht in den „Panama-Papers“, sondern im „Buch des Lebens“ eingetragen.

 

Am Samstag, 10. September 2016 findet in Zizers übrigens ein großes Fest statt, wo die Stiftung Gott hilft ihr 100-jähriges Bestehen feiert.

Erstellt am 16. Juni 2016 von

Albanien ist ein kleines Land im Südosten Europas und hat etwa 3 Millionen Einwohner. Durch die besondere geschichtliche Vergangenheit gehört Albanien heute zu den ärmsten Ländern Europas. Dennoch gehören Fröhlichkeit und Geselligkeit, ein kleiner Schwatz auf der Straße, der Parkbank, auf dem Feld oder im Basar zum Leben.

Kranke und behinderte Menschen sind in der Öffentlichkeit allerdings selten sichtbar, sie werden aus Scham versteckt.

Deswegen ist die Medizinische Nothilfe Albanien e.V. (MNA), eine christliche Hilfsorganisation, seit 1991, nach der Öffnung des einst hermetisch abgeschotteten Landes, in Albanien aktiv.

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Mit medizinischen Noteinsätzen hat alles begonnen. Heute haben wir ein Rehabilitationszentrum in Pogradec/Südostalbanien. Dort versorgen und begleiten wir Menschen mit den unterschiedlichsten Krankheiten und Behinderungen. Und wir bilden Albaner zu medizinischen und therapeutischen Fachkräften aus,

schreibt Peter Braun, Psychotherapeut aus Landsberg am Lech und ehrenamtlich im Vorstand der MNA engagiert.

 

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Seit einiger Zeit beschäftigt sich die MNA vor allem mit der unerträglichen Situation von behinderten Kindern in Albanien. Kinder ohne individuelle Fördermöglichkeit – das bedeutet eine Zukunft ohne Perspektiven und keine Chance auf Integration oder gar Gleichstellung.

Bis heute gibt es unseres Wissens in Albanien keine Frühfördereinrichtung, in der fachübergreifend-interdisziplinäre sowie nachhaltige und individuelle Diagnostik mit Therapiemaßnahmen unter einem Dach angeboten wird. Diesem Mangel wollen wir zukünftig begegnen,

so Braun. Zur Verwirklichung eines solchen Pilotprojektes in Albanien sucht die MNA nun Gleichgesinnte, Mitdenker, Unterstützer und Multiplikatoren.

Ein Anliegen, auf das wir sehr gerne hinweisen! Wäre es nicht wunderbar, solch ein Projekt gemeinsam zu ermöglichen?

Mehr Infos gibt es auf der Website der MNA oder in einer digitalen Infobroschüre.

Erstellt am 14. Juni 2016 von

Am Samstag, 2. Juli liest unsere Autorin Sabine Dittrich im Rahmen des Mittelaltertages im Mühlbachquartier in Kempten aus Ihrem Roman Im Schatten der Verschwörung.

 

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Der Roman spielt in der Zeit der Reformation …

Veranstalter ist die Buchhandlung Didactus in Kempten. Am 2. Juli ist dort den gantzen Tag „Aktionstag“ angesagt, die Lesung beginnt um 16.00 Uhr.

Erstellt am 10. Juni 2016 von

Inclusion Handicap, der Dachverband der Behindertenorganisationen in der Schweiz, hat das „Ja“ vom vergangenen Abstimmungssonntag zur Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG) in der Schweiz mit Sorge zur Kenntnis genommen. Die Präimplantationsdiagnostik (PID) wird künftig nahezu schrankenlos erlaubt sein.

Mit der Zustimmung zum geänderten FMedG wird es erlaubt sein, sämtliche künstlich befruchteten Embryos mittels PID untersuchen zu lassen. Inclusion Handicap findet:

 

Trotz der neuen Möglichkeit muss das Recht auf Nicht-Wissen für werdende Eltern unbedingt gewahrt werden, sie dürfen zu keiner Untersuchung gedrängt werden. Dabei steht auch das medizinische Personal in der Pflicht: Es muss umfassend und transparent über Vor- und Nachteile der PID informieren.

Die Gesellschaft muss weiterhin uneingeschränktes Verständnis und Solidarität aufbringen, wenn Eltern ein Kind mit Behinderungen zur Welt bringen. Die Bedingungen für eine vielfältige Gesellschaft sind zu verbessern. Zu oft sind Eltern auf sich selber gestellt, da die Unterstützung mangelhaft ist.

In der Schweiz leben rund 1,2 Millionen Menschen mit Behinderungen. Inclusion Handicap engagiert sich für eine inklusive Gesellschaft, die ihnen eine vollumfängliche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben garantiert.

Erstellt am 9. Juni 2016 von

Fußball spielen war einfach das Größte. Das kleine 150-Seelen-Dörflein, in dem ich aufgewachsen bin, hatte immerhin einen Bolzplatz. Hier trafen wir uns nach der Schule. Eine Handvoll Jungen (Mädchen spielten damals noch nicht Fußball), kaum genug, um anständige Mannschaften zu bilden. Doch wir waren mit Eifer bei der Sache. Irgendwo musste man den Frust über die schlechten Noten und nervigen Lehrer ja loswerden.

Wir droschen auf das runde Leder ein, immer wieder verfing sich ein Ball im angrenzenden Heckenrosenstrauch. Entsprechend hoch war der Verbrauch an Fußbällen. Und Lederbälle waren teuer. Echt teuer. Entsprechend groß war der Katzenjammer, wenn kein Ball mehr zum Kicken blieb.

Nun war es mal wieder soweit: Alle Bälle zerschossen, der nächste Geburtstag in weiter Ferne. Aber halt, hatte nicht Pauli noch einen Fußball? Alle Augen fixierten den jungen Mann. „Ja, ich habe einen. Aber den hole ich nicht. Weil: Wenn der auch noch kaputt geht, haben wir ja gar keinen Ball mehr. Und womit sollen wir dann spielen?“ Sprach‘s und ging nach Hause.

 

Ich musste später oft an diese vertrackte Logik denken. Sie ist so absurd. Und so alltäglich. Wie oft scheuen wir den Einsatz unserer Zeit, unseres Geldes, unserer Begabungen? Man könnte sie ja später noch brauchen. Und dabei merken wir nicht, dass wir die Gelegenheit verpassen, heute den Tag zu leben, das Leben zu gestalten, aktiv mit dabei zu sein.

Uwe Heimowski

Erstellt am 8. Juni 2016 von

So lautet der Titel eines Buchs, das jetzt in der Edition Wortschatz erschienen ist.

 

 

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Die beiden Wahl-Berlinerinnen Edith Mahlke-Bleck und Doris C. Leisering (Jahrgang 1933 und 1979) haben diesen Band gemeinsam herausgegeben. In 30 Kapiteln erzählen verschiedene Autorinnen und Autoren von Gottes Wegen mit Menschen (so der Untertitel). Sie berichten:

„Gott ist da, immer und überall. Wir sind ihm wichtig, weil er unser Schöpfer ist. Er interessiert sich für unser Leben und möchte, dass es gelingt. Keine Situation unseres Lebens ist ihm zu klein oder zu groß. Gott hat einen guten Plan für unser Leben. Ganz individuell, ganz persönlich.“

 

Früher hätte man so ein Buch „Lebensbilder“ genannt, oder „Zeugnisse“, und ich habe im Laufe meines Lebens schon so manches Buch dieser Art verschlungen. Auch wenn „Zeugnis“ heutzutage etwas seltsam klingt, weil man sofort an Benotungen denkt – sich dankbar in Erinnerung zu rufen, wo wir Zeugen von Gottes Handeln, seiner Bewahrung und seiner Begleitung geworden sind, macht Sinn! Und es macht Mut, neu damit zu rechnen, dass Gott uns persönlich meint.

Danke für dieses Buch!

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.