Archiv vom November, 2016

 

Erstellt am 22. November 2016 von

Es war eine anstrengende Woche. Am Samstagabend liege ich entspannt in der heißen Badewanne. Duft erfüllt den Raum. Wie ich das genießen kann. Plötzlich geht die Badezimmertür auf. Unsere Sechsjährige schiebt sich hinein. Die Hände hinter dem Rücken versteckt, ihr frechstes Grinsen im Gesicht. Langsam kommt sie zur Wanne, fixiert mich – und schwupps, übergießt sie mich mit kaltem Wasser. Wir prusten beide: ich vor Schreck, sie vor Schadenfreude. So ein Schlingel.

„Also Livia“, empöre ich mich in gespieltem Ernst, „das darfst du aber nicht machen, den Papa so erschrecken.“

Sie zuckt mit den Schultern, winkt ab und meint leichthin: „Ach Papa, das steht aber nicht in der Bibel geschrieben, dass man so was nicht darf.“

Habe ich Schlingel gesagt? Schlitzohr trifft es wohl noch besser. Sie verfügt über eine messerscharfe Dialektik, die junge Dame, und weiß, wie man als Pastorentochter erfolgreich gegenüber dem Vater argumentiert.

Zum Glück hat sie recht. Die Bibel ist nämlich kein Buch für Spaßbremsen und Gott ist ganz bestimmt kein Spielverderber. „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“ lesen wir in Philipper 4,4. Wenn das keine Ansage für einen fröhlichen Tag ist.

Da kann man den einen oder anderen Kaltwasserschauer schon mal vertragen.

Uwe Heimowski

 

Seit dem 1. Oktober 2016 ist Uwe Heimowski Beauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz in Berlin. (Siehe auch unser Blogeintrag dazu.)

Erstellt am 21. November 2016 von

Ihren wunderbaren Adventskalender 24 Begegnungen zum Staunen im Advent durften wir aufgrund der großen Nachfrage soeben nachdrucken –

Das Staunen hat im Advent einen besonderen Platz: wenn der erste Schnee fällt, beim Bummel über den Weihnachtsmarkt oder beim Genuss liebevoll selbstgebackener Plätzchen.

Und jeden Tag gibt es eine kleine Adventsüberraschung. In diesem Büchlein erzählt die Autorin von 24 Begegnungen zum Staunen, die einen ganz neuen Blick auf das Leben schenken.

Die 24 Impulstexte mit stimmungsvollen Fotografien inspirieren, die Adventszeit in diesem Jahr ganz anders zu begehen – ohne Stress und Hektik. Und dabei dem zu begegnen, der hinter dem Fest der Feste steht …

 

Mit Texten aus diesem Buch und begleitet von einer Jazz-Combo ist Sabine Langenbach in den kommenden Wochen unterwegs.

 

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Herzliche Empfehlung also zu den folgenden Terminen:

 

Do. 24.11. – 19.00 Uhr Gebrüder Nolte Honda Autoforum Hemer, Iserlohner Str. 85, 58675 Hemer

So. 27.11. – 17 Uhr FeG Lüdenscheid mit Aeterno Bestattungen, Börsenstraße 6, 58507 Lüdenscheid,

Do. 1.12. – Buchvorstellung in der Alpha Buchhandlung Frankfurt, mit Musik von Claudia Lemperle

Fr. 2.12. – 19 Uhr Stadtbücherei Altena mit Buchhandlung Katerlöh, Marktstraße 14-16, 58762 Altena

So. 4.12. – 17 Uhr Aeterno Bestattungen, Kreuzstr 1, 51702 Bergneustadt

So. 11.12. – 16  Uhr Mit ERF Medien: Kaffee und Kuchen – Begegnungen im Advent in der Fuchskaute Willingen/Westerwald

 

 

 

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Die Vorfreude ist groß: Max Jalay (Kontrabass), Sabine Langenbach (Gesang), Andreas Theil (Keyboard) und Jens Gerlach (Drums) (Foto: © Susanne Mewes).

Die ersten Terminanfragen für 2017 und 2018 laufen bereits …

 

Und für Radio-Hörer von ERF Plus gibt es den ganzen Advent über eine besonderes Schmankerl: Jeden Tag liest Sabine Langenbach dann eine ihrer 24 Geschichten vor.

Erstellt am 18. November 2016 von

Neil Cole zu lesen, ist wie an einem Virus zu nippen“, meinte ein Rezensent zu Coles Buch Organisch leiten – Wie natürliche Leitung uns selbst, Gemeinden und die Welt verändert, das im Neufeld Verlag erschienen ist.

 

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Neil Cole ist  international als Redner unterwegs und lebt mit seiner Familie in Kalifornien. Sein Herz schlägt für einfache Kirche ohne große Strukturen und all das, was Institutionen behäbig und unbeweglich macht. Die gute Botschaft von Jesus Christus ist einfach, meint Cole, also sollten Gemeinden es nicht unnötig kompliziert machen.

Wir haben Organisch leiten selbst als Gemeindeleitung gelesen und davon profitiert. Seine Analyse ist nicht immer bequem, aber es tut gut, sich hinterfragen zu lassen.

Im Verlag Gloryworld Medien ist Neil Coles Klassiker Organische Gemeinde erhältlich, und in wenigen Tagen erscheint dort auch ein neues Buch von ihm: Leiten lernen wie Paulus – Hineinwachsen in ein Leben, das Kreise zieht.

 

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Welche Lektionen können wir von Paulus, einem der größten Weltveränderer der Geschichte, lernen? Welche Lebens- und Leiterschule durchlief er, um am Ende sagen zu können: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet …“ (2. Timotheus 4,7)?

 

Ich empfehle gerne die Lektüre der Bücher von Neil Cole, auch weil sie durchtränkt sind von der praktischen Erfahrung des Autors. Er will uns keine Methoden verkaufen, sondern fragt nach Wegen, wie wir heute Menschen einladen können, sich Gott anzuvertrauen. Und da kann ich noch viel lernen …

Erstellt am 3. November 2016 von

Ahoi, kleine und große Lesefest-Fans! Vom 5. bis 20. November 2016 findet das diesjährige Rheinische Lesefest für Kinder und junge Erwachsene – Käpt’n Book statt.

Käpt’n Book ist das größte Lesefestival für Kinder in Deutschland. In diesem Jahr besteht die Veranstaltergemeinschaft aus 25 Städten, Gemeinden und Kreisen. An den Festival-Wochenenden finden in Bonn und der Region thematische Familienfeste mit Lesungen, Theater, Kino und Musik für Klein und Groß statt.

 

Prinz Seltsam und die Schulpiraten

 

Und mittendrin stellen Autorin Silke Schnee und Illustratorin Heike Sistig Die Geschichte von Prinz Seltsam sowie Prinz Seltsam und die Schulpiraten vor!

Hier die Termine im Einzelnen (jeweils mit Links zu Veranstaltungs-Details):

 

6. November, 14.00 Uhr in Bonn

13. November, 11.15 Uhr in Siegburg

18. November, 9.00 Uhr in Meckenheim

18. November, 14.30 Uhr in Bonn

19. November, 14.30 Uhr in Bonn

20. November, 13.30 Uhr in Bonn

 

Wenn das kein Marathon ist! Also: Unbedingt Gelegenheit nutzen und die beiden live erleben!

Erstellt am 3. November 2016 von

Es gibt wenige Zeitschriften, die dermaßen kreativ, überraschend und berührend sind wie das Magazin Ohrenkuss („… da rein, da raus“). Vermutlich liegt es ganz einfach daran, dass es von Menschen mit Down-Syndrom gemacht wird.

Die aktuelle Ausgabe steht unter dem Thema Väter – und die bewegt mich diesmal besonders. Wahrscheinlich, weil ich selbst Vater von zwei DS-Spezialisten sein darf. Danke also an die Ohrenkuss-Mannschaft für dieses kostbare Heft und überhaupt für das Forum, das Ihr gemeinsam schafft!
 

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Till und Dorothee Fiedler, fotografiert für das Ohrenkuss-Heft VÄTER von Martin Langhorst, Köln

 

Das Ohrenkuss-Team ist auch stark bei der Ausstellung TOUCHDOWN beteiligt, einer Ausstellung mit und über Menschen mit Down-Syndrom, die vergangene Woche in der Bundeskunsthalle in Bonn eröffnet wurde.

Die Ausstellung erzählt zum ersten Mal die Geschichte des Down-Syndroms. Menschen mit und ohne Down-Syndrom haben die Ausstellung zusammen geplant und erarbeitet. Und sie machen gemeinsam Führungen durch die Ausstellung.

Die Ausstellung zeigt verschiedene Blick-Winkel auf das Leben von Menschen mit Down-Syndrom. Sie hat keine fertigen Antworten. Stattdessen stellt sie Fragen. Fragen, die mit uns allen zu tun haben. Fragen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Über Vielfalt. Und darüber, wie Menschen mit und ohne Behinderung zusammen ein gutes Leben haben.

Die Ausstellung ist in Zusammen-Arbeit mit dem Forschungs-Projekt TOUCHDOWN 21 entstanden, sie läuft bis zum 12. März 2017.

 

Am 6. November gibt es in der Bundeskunsthalle auch eine Lesung in leichter Sprache und Gebärdensprache mit Silke Schnee und Heike Sistig, den Erfinderinnen der Geschichte von Prinz Seltsam.

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.