Archiv vom August, 2017

 

Erstellt am 31. August 2017 von

Dr. John Paul Lederach, geb. 1955, ist Professor für internationale Friedensarbeit an der Universität Notre Dame, Indiana, und zählt zu den weltweit renommiertesten Fachleuten. Er engagiert sich als Berater höchster Regierungsvertreter und nationaler Oppositionsbewegungen in vom Krieg erschütterten Ländern wie Nicaragua, Nordirland oder Kolumbien.

Lederach ist Autor von über 20 Büchern, übersetzt in zwölf Sprachen. Auf deutsch ist sein Buch Vom Konflikt zur Versöhnung: Kühn träumen – pragmatisch handeln erhältlich, von Bill und Lynne Hybels wärmstens empfohlen.

 

 

Auch wenn es aus der Ferne wie ein weiteres Sachbuch zu einem Thema aussieht, dem man lieber aus dem Weg geht – Lederachs Ausführungen sind von Erfahrung getränkt und einem weltweiten Horizont geprägt.

Und so könnte es sich durchaus lohnen, mal hinzuhören, was er zum Thema Terrorismus meint:

 

Als unsere Welt am 11. September 2001 verändert wurde, hatte ich Kolumbien und Guatemala bereist und wollte in die Vereini­gen Staaten zurückkehren, doch ich hing auf dem Flughafen fest und kam nicht mehr weiter. Nachdem ich endlich eine Woche später als geplant zu Hause ankam, erlebte ich mit, wie das Herz Amerikas auseinandergerissen wurde, und die Bilder ließen mir selbst im Schlaf keine Ruhe. Die nachfolgenden Gedanken schrieb ich nieder, während ich auf verschiedenen Flughäfen darauf war­tete, nach Hause reisen zu können. …

Obwohl sich die Welt verändert hat, seit ich diese Gedanken 2001 auf­schrieb, glaube ich, dass die nachfolgend aufgeführten Schritte nach wie vor das Gerüst bieten für eine kreative Reaktion auf die weltweiten Konflikte.

 

Die erste und wichtigste Frage, die wir uns stellen sollten, ist ziemlich einfach, wenn auch nicht leicht zu beantworten. Wie kommt es, dass Menschen ein solches Ausmaß von Zorn, Hass und Frustration erreichen? Meiner Erfahrung nach ist die Erklä­rung, sie seien von einem perversen Führer einer Gehirnwäsche unterzogen worden, der eine Art von Zaubermacht über sie ausübt, eine realitätsferne Vereinfachung und wird uns unaus­weichlich zu sehr starrsinnigen Reaktionen verleiten.

Ein solcher Zorn, der Generationen umfasst und eng mit der Identität zusammenhängt, baut sich über Jahre hinweg durch eine Verbindung aus historischen Ereignissen, einem tiefen Gefühl der Bedrohung für die eigene Identität und direkten Erfahrungen anhaltender Ausgrenzung auf. Dies zu verstehen ist sehr wichtig, denn – wie ich noch öfter betonen werde – unsere Reaktion auf unmittelbare Ereignisse hat sehr, sehr viel damit zu tun, ob wir den Boden, den Samen und die Nährstoffe für zukünftige Kreisläufe der Rache und Gewalt bereiten. Oder ob wir dazu beitragen, Veränderung zu bewirken.

Wir sollten vor allem eins und nur eins als strategischen Wegweiser unserer Reaktion beachten: Nicht das tun, was die Gegenpartei von uns erwartet. Sie erwartet von uns, dass wir zum Angriff übergehen, der Riese gegen den Schwachen, die Vielen gegen die Wenigen. Das hilft ihnen, den Mythos zu fes­tigen, den sie unter allen Umständen aufrecht erhalten wollen: Dass sie bedroht werden, ein irrationales und wahnsinniges System bekämpfen, von dem sie nie ernst genommen werden und dessen Bestreben es ist, sie und ihr Volk zu vernichten. Wir müssen diesen Mythos zerstören, nicht das Volk.

 

Die vollständigen Ausführungen Lederachs finden Sie im Anhang seines Buches.

 

Erstellt am 25. August 2017 von

„Familien mit einem behinderten Angehörigen sind immer wieder auch vor unterschiedliche rechtliche Fragen gestellt“, schreibt Johannes Hindenburg von Impuls21 e.V. in einer aktuellen Mitteilung.

Der rührige wie sympathische Verein aus Velbert lädt daher zu zwei Vorträgen am Samstag, 23. September nach Wuppertal ein:

Zunächst geht es um Pflegegrade und die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises. In einem zweiten Vortrag stellt Notar Dr. Andreas Sailer dann das Thema Behindertentestament vor.

Beginn ist um 9.00 Uhr, Veranstaltungsort ist das Pfarrzentrum St. Marien, St. Martins-Weg 1, 42281 Wuppertal.

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten gibt es hier.

Erstellt am 17. August 2017 von

Am 10. Dezember jährt sich der Tod des Dichters und Schriftstellers Jochen Klepper (1903-1942) zum 75. Mal.

Für mich hat die Beschäftigung mit Jochen Klepper geradezu neue Welten eröffnet: Literatur, Kultur und Glaube – das passt zusammen.

 

 

 

Klepper-Biograf Markus Baum ist im November/Dezember zu Lesungen, Vorträgen und Mitsingveranstaltungen unterwegs:

 

Samstag, 4.11., Karpacz/Riesengebirge Tagung des Vereins Fluchtburg
Sonntag, 5.11., Klepper-Gottesdienst in der EmK Zittau
Dienstag 7.11., Abends im Raum Dresden-Chemnitz – noch frei!
Mittwoch, 8.11., Lesung in Würzburg
Donnerstag, 9.11. – noch frei!
Freitag, 10.11., Schweinfurt
Samstag, 11.11., in Franken – noch frei!
Sonntag, 12.11., Klepper-Gottesdienst in Uffenheim
Freitag, 23.11., im Großraum Berlin – noch frei!
Samstag, 2.12., Lesung in Melzow/Mark (Großraum Berlin) – drum herum noch frei!

 

Wenn Sie als Buchhändler, als Kirchengemeinde oder Bildungswerk an einer Veranstaltung mit Markus Baum interessiert sind – sprechen Sie uns an!

Erstellt am 16. August 2017 von

Begegnungen zum Staunen im Advent – so lautet der Titel des Büchleins mit 24 inspirierenden kurzen Texten von Sabine Langenbach, das im letzten Herbst erschien und so erfolgreich seinen Weg machte, dass wir noch in der Woche vor dem ersten Advent wagemutig nachgedruckt (und kräftig weiter verkauft) haben …

 

 

Schon 2016 war Sabine Langenbach mit einer Jazz-Combo unterwegs – Max Jalaly (Bass), Andreas Theil (Keyboard), Jens Gerlach (Drums) und Sabine Langenbach (Gesang) haben verjazzte Advents- und Weihnachtslieder sowie Texte und Geschichten präsentiert und viele Zuhörer begeistert (Foto: B. Manthey).

 

 

Sie sind auch im Advent 2017 unterwegs, mindestens ein Termin ist noch frei:

Dienstag, 28. November: Lüdenscheid (geschlossene Gesellschaft)

Donnerstag, 30. November: Menden, Theater am Ziegelbrand (Veranstalter: Buchhandlung Daub)

Freitag, 1. Dezember, 19.00 Uhr: Neuenrade, Villa am Wall

Samstag, 2. Dezember, 11.00 Uhr: Meinerzhagen-Valbert, Brunch im Haus Nordhelle

Samstag, 2. Dezember: Hagen, Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum

Donnerstag, 14. Dezember, 19.00 Uhr: Gevelsberg, Autohaus Gebrüder Nolte (in Zusammenarbeit mit der Stadt Gevelsberg)

Freitag, 15. Dezember: noch frei!

Samstag, 16. Dezember, 17 Uhr: Weihnachtsmarkt im Kloster Untermarchtal

 

Interessierte Veranstalter (Buchhandlungen, Kirchengemeinden, Weihnachtsmärkte, Autohäuser …) melden sich am besten schnell direkt bei Sabine Langenbach.

Erstellt am 11. August 2017 von

Hanna Schotts Biografie von Magda und André Trocmé ist nun auch auf Englisch erhältlich:

 

 

 

Love in a Time of Hate – The Story of Magda and André Trocmé and the Village That Said No to the Nazis lautet der Titel der Übersetzung, die in den USA bei MennoMedia erschienen ist.

 

Die Titelformulierung scheint zeitlos zu sein, setzt aber auch einen wichtigen Kontrapunkt in Zeiten, in denen Präsidenten und Regierungschefs manchmal sehr lautstark und nicht eben im Sinne der Versöhnung und des Friedens von sich reden machen.

Sich dann an das Lebenszeugnis zum Beispiel der Trocmés zu erinnern, tut gut! André Trocmé antwortete einmal auf die Frage, ob in seinem Dorf Juden versteckt würden: „Wir kennen nur Menschen.“ Eben.

Wir freuen uns und gratulieren unserer Autorin Hanna Schott herzlich zu dieser Lizenzausgabe!

 

Die deutsche Originalausgabe der spannenden Biografie (Von Liebe und Widerstand – Magda & André Trocmé: Der Mut dieses Paares rettete Tausende) ist in der vierten Auflage in gedruckter Form sowie als E-Book lieferbar.

Erstellt am 9. August 2017 von

Am Samstag, 9. September 2017, findet in Magdeburg wieder das Sportfest „Down-Sport-in-Magdeburg“ statt.

 

 

Als Verlag sind wir mit einem Infostand dabei, den neuen Wandkalender für 2018 von Conny Wenk und ihr Buch Außergewöhnlich: Geschwisterliebe im Gepäck.

Um 10.00 Uhr steigt dann in der Hermann-Gieseler-Halle (Klaus-Miesner-Platz 3, 39108 Magdeburg) wieder mal ein großes Happening, bei dem nicht in erster Linie der sportliche Ehrgeiz oder Wettkampf im Vordergrund stehen, sondern eher ein ausgelassenes Fest des Lebens. Und das ist inspirierend!

Neben verschiedenen Sportarten können Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom sich auch an der Modenschau, dem Trommelworkshop („Drums-Alive“) sowie dem Bewegungs- und Tanzworkshop beteiligen. Beim Mitmachprogramm können auch Geschwisterkinder mitmachen.

Anmeldeschluss ist bereits kommenden Freitag, 11. August 2017. Auch wer gerne einen bestimmten Workshop belegen möchte, sollte sich aufgrund der begrenzten Anzahl von Plätzen so bald wie möglich anmelden.

Hier kann man sich Impressionen aus den vergangenen Jahren anschauen und auch gleich anmelden, E-Mail down-sport-in-magdeburg@ssb-magdeburg.de, Tel. 03 91/60 73 76 20, Fax 03 91/60 73 76 22.

Wir freuen uns auf viele Begegnungen!

Erstellt am 7. August 2017 von

Am Samstag, 16. September 2017 findet in Berlin wieder ein Marsch für das Leben statt.

Unter dem Motto „Die Schwächsten schützen“ gibt es um 13.00 Uhr eine Kundgebung vor dem Reichstag. Nach dem etwa fünf Kilometer langen Marsch findet zum Abschluss ein ökumenischer Gottesdienst statt. Aus vielen Regionen Deutschlands fahren Sonderbusse nach Berlin.

 

 

Zum Hintergrund der Initiative, die von einer breiten Koalition getragen und auch vom Neufeld Verlag unterstützt wird:

Generell steht der Marsch für das Leben unter dem Motto: Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie! Jeder Mensch ist gleich wertvoll, unabhängig von Eigenschaften und Umständen.

Menschenrechte gelten für alle – auch für ungeborene Kinder. Abtreibung löst keine Probleme, sondern schafft neue. Wir fordern Schutz und wirksamere Hilfen für Schwangere und Familien in Not.

Mit dem Marsch für das Leben gedenken wir der Kinder, die Tag für Tag in Deutschland noch vor ihrer Geburt getötet werden. Gleichzeitig erinnern wir an die unzähligen Frauen, Mütter, Männer, Väter und Familien, die darunter leiden.

Niemand kann sagen: „Wir haben von nichts gewusst.“ Wir fordern Politik und Gesellschaft auf, das schreiende Unrecht der Abtreibung zu beenden, Tötung durch Selektion zu verhindern und das erneute Aufkommen der Euthanasie zu stoppen.

 

Gerade beim Thema Abtreibung entzünden sich die Gemüter und es wird oftmals heiß diskutiert; mit Sachlichkeit und Toleranz und Verständnis für die Sichtweise Andersdenkender ist es leider oft nicht so weit her. Meinem Eindruck nach engagieren sich viele Lebensschützer aber eben nicht nur gegen Abtreibung, sondern ganz persönlich für das Leben: Sie unterstützen werdende Mütter und Familien in Konfliktsituationen praktisch und hilfreich.

Nähere Informationen rund um den Marsch für das Leben finden sich hier.

Erstellt am 4. August 2017 von

Im Zuge unseres Umzugs aus Ostbayern an die Nordseeküste hat sich auch unser Team verändert.

Im Sekretariat ist nun Anne Windgassen neu dabei, die Buchhaltung hat Silke Bretschneider übernommen. Dr. Thomas Baumann ist weiterhin als Lektor dabei – und arbeitet von seinem südbadischen Zuhause aus mit.

 

Neu an Bord: Silke Bretschneider (links) und Anne Windgassen

 

Willkommen an Bord, Anne und Silke!

Ich freue mich über Euer Engagement und auf das Miteinander, nun in neuer Zusammensetzung!

 

… und noch einmal mit dem Verleger

Erstellt am 1. August 2017 von

Manchmal machen wir es uns einfach: Schublade auf Thema rein, Schublade zu – und fertig. Doch vielen Themen werden wir damit nicht gerecht. Und dem Leben schon gar nicht. Dafür ist es einfach zu kompliziert. Denn im wahren Leben treffen wir echte Menschen, und die sind nun mal nicht einfach oder eindimensional.

Klischees sind ja manchmal spaßig: wir zeichnen die Bayern in knackigen Krach-Lederhosen, wir stellen uns die Norddeutschen vor einem Teller mit wimmelnden Meerestieren vor, wir witzeln über die ach so laaaangsaaaamen Schweizer, spotten über die westfälischen Sturköppe und schmunzeln über die gemiieetlichen Sachsen. Man nimmt sich gegenseitig auf die Schippe, das ist lustig und das ist gut so.

Der Spaß hört dann auf, wenn aus dem Sticheln ein Vorwurf wird, aus dem Klischee ein Vorurteil. Dann sind plötzlich alle Arbeitslosen faul oder alle Reichen gierig, alle Jungen ungezogen, alle Alten von gestern, aus Flüchtlingen werden „Asylbetrüger“ oder „Wirtschaftsflüchtlinge“ oder Schlimmeres.

Dabei hat jeder Mensch eine ganz eigene Geschichte. Und was wissen wir schon darüber, warum ein Mensch zu dem Menschen geworden ist, der er heute ist? Was wissen wir über sein Glück – oder sein Pech? Haben wir mit ihm gelacht – oder mit ihm geweint?

Ein altes Sprichwort der Indianer sagt:

„Urteile nie über einen anderen, bevor du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist.“

Das ist weise. Unsere Schubladen werden keinem Menschen gerecht.

Gott alleine kennt unsere Geschichte. Er begleitet unseren Weg, tagaus, tagein. Ohne Vorurteile, aber mit großem Vertrauen und einem Herzen voller Barmherzigkeit. Jesus sagt uns zu:

„Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“

Uwe Heimowski

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.