3.12.2009: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Erstellt am 27. November 2009 von

Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. (Und ja, es macht wirklich Sinn, nicht vom „Behindertentag“ oder dem „Tag der Behinderten“ zu reden, weil unsere Identität als Menschen nicht in erster Linie von unseren Begabungen oder Begrenzungen abhängt, sondern zutiefst darin begründet liegt, dass wir Gottes geliebte Töchter und Söhne sind.)

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenktag, der das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern soll. Sehr spannend in diesem Zusammenhang ist die neue UN-Konvention: Im Dezember 2006 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Schlüsselbegriffe sind Würde, Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung, Empowerment, Chancengleichheit und Barrierefreiheit.

Mit der Behindertenrechtskonvention wird Behinderung nicht länger primär unter medizinischen oder sozialen Blickwinkeln betrachtet, sondern Behinderung ist als Menschenrechtsthema anerkannt worden. Behinderte Menschen gelten somit als Träger unveräußerlicher Menschenrechte. (Dass es solch ein Statement heutzutage überhaupt braucht, ist doch dramatisch, oder?). Damit verbunden ist ein vielfältiger Perspektivenwechsel. Inzwischen ist diese Konvention auch von der Bundesrepublik Deutschland sowie den einzelnen Bundesländern unterzeichnet worden.

>>> Unser Wandkalender „A little Extra 2010“

A little Extra 2010Im September 2009 erschien erstmals der Wandkalender „A little extra 2010“. Fotografin Conny Wenk hat wunderbare Mutmach-Bilder von außergewöhnlichen Kindern und Jugendlichen zusammengestellt, die über ein Chromosom mehr verfügen als die meisten Menschen. Sie haben Down-Syndrom, und das bedeutet häufig zu allererst: mehr Lebensfreude, mehr Leichtigkeit, mehr Unbekümmertheit, mehr Liebe und mehr Glück …


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.