Kategorie: Christliche Bücher

 

Erstellt am 26. Mai 2015 von

In der Ostthüringer Zeitung erschien vergangene Woche ein Porträt meines Freundes, des Neufeld-Autors und Blog-Kolumnisten Uwe Heimowski (auf dem Bild mit seiner Frau Christine) – das wir hier gerne wiedergeben:

 

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Geraer Uwe Heimowski hat ein großes Herz für Randgruppen

Gesichter im Geraer Stadtrat: Menschen brauchen Chancen. Das hat Uwe Heimowski auch am eigenen Leib erfahren. Durch den Glauben gestärkt, möchte er sich als Pastor und Stadtrat für andere einsetzen.

Gera. Uwe Heimowski ist in Gera ein bekanntes Gesicht. Als Pastor der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde und seit vergangenem Jahr auch als Mitglied des Geraer Stadtrates. In regelmäßigen Abständen stellt er sich selbst die Frage, ob diese beiden Aufgaben zusammenpassen. Und beantwortet sie bisher stets mit „Ja, denn es geht mir bei all meinem Tun immer um Menschen!“ Und wie könne man an besseren Rahmenbedingungen für Menschen mitarbeiten, wenn nicht als Ansprechpartner einer christlichen Gemeinde und als Stadtrat!?

Der 50-Jährige strippt sein Leben auf wie eine Kette. Eine Lebensstation öffnete den Weg für eine andere, jede hat mit ihrer vorigen zu tun. Das Jahr 1986 war der Grundstein für den Menschen, der Heimowski heute ist. Ein junger, alkohol- und spielsüchtiger Mann fand nach einem einschneidenden Erlebnis zum Glauben und ins Leben zurück. Viele Monate Therapie folgten und schließlich die Entscheidung, etwas aus dem eigenen Leben zu machen. Heimowski ließ sich zum Erzieher ausbilden, absolvierte seinen Zivildienst bei der Heilsarmee unter anderem im Bereich Obdachlosenberatung, studierte Theologie in Hamburg, Basel und Halle und hängte eine Zusatzausbildung zu Religionslehre an. Der Aufbau einer Gruppe für suchtkranke Jugendliche im Jugendheim Bad Köstritz 1999 „war dann wie eine Berufung“.

 

Suchtkranken und Obdachlosen verbunden

Damals sei er in Kontakt zur evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Gera gekommen. „Und seit damals liegen mir Randgruppen wie Suchtkranke und Obdachlose am Herzen“, meint er. Auch zu Flüchtlingen hat er eine ganz persönliche Verbindung, denn seine Mutter flüchtete einst aus Litauen nach Deutschland. „Gera bedeutet seitdem für uns ein großes Willkommen“, sagt er. Seine Haltung, sich in die Gesellschaft einzumischen und für andere Menschen da zu sein, verortet er also stets in seiner ganz persönlichen Geschichte.

Glaube sei etwas, was er gern teile, sagt er – und man glaubt es ihm sofort. Seine Predigten, Worte zum Sonntag in der Ostthüringer Zeitung, seine Beiträge in Zeitschriften und nicht zuletzt seine zahlreichen Bücher sprechen eine deutliche Sprache. Auch in diesem Jahr sollen noch zwei Bücher und ein Adventskalender folgen. Das Schreiben ist für Uwe Heimowski dabei nicht etwas für Mußestunden, eher tägliches Handwerkszeug und die Möglichkeit, Themen weiter zu spinnen. Für die erste Publikation schrieb er sein Leben mit der Suchtkrankheit auf. Mittlerweile geht es oft um Mutmach-Geschichten und spannende Biografien.

 

Das Gefühl anderen helfen zu können

Ausgleich zum vollgestopften Terminkalender sucht er eher beim unverzichtbaren Saunagang und natürlich bei seiner Frau Christine und den fünf gemeinsamen Kindern. „Die Familie darf bei allem nicht zu kurz kommen“, findet Heimowski, der mit der Schweizerin seit 1995 verheiratet ist. Sie trage glücklicherweise seine Entscheidung mit, sich politischmehr zu engagieren und im Stadtrat für die Menschen Gutes zu tun.

Auch wenn er den zeitlichen Umfang der Stadtratstätigkeit – mit Posten im Ausschuss für Soziales und Gesundheit, im Aufsichtsrat der Geraer Heimbetriebsgesellschaft und im Beirat des Jobcenters – etwas unterschätzt habe, mache ihm die Arbeit viel Spaß. „Das Gefühl, dass man etwas bewegen und vorwärtsbringen kann, ist das Schönste“, findet er, wünscht sich davon im Geraer Stadtrat aber noch mehr. Die momentane Situation der Stadt wertet er als Chance, die Belange Geras einmal neu zu sortieren. Die Debatten, die dafür geführt werden, findet er wichtig.

Zwischen seinem Christsein und dem politischen Gestaltungswillen habe es die größte Schnittmenge mit der CDU gegeben, deshalb sei er der Partei 2012 beigetreten und sitze nun für sie im Stadtrat. Bei der CDU aufgehoben, fühle er sich auch beim aktuell intensiv diskutierten Thema Flüchtlinge. Asyl sei ein nicht verhandelbares Grundrecht, trotzdem müsse man das Thema Zuwanderung und Asylrechtsverweigerung diskutieren dürfen, meint er. Das habe nichts damit zu tun, dass man mit allen Menschen, die in der Stadt ankämen, menschenwürdig umgehen müsse. Wie die Stadtverwaltung es bisher geschafft habe, die Flüchtlinge zu betreuen und zu integrieren, findet er toll.

Sein persönlicher politischer Standpunkt habe mit dem Leben der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde G26, in der er als Pastor tätig sei, nichts zu tun, betont er „Unser Gemeindeleben ist bunt und lebendig. 100 bis 150 Menschen besuchen die Gottesdienste, darunter viele junge Familien“, freut er sich, dass seine Gemeinde den Grundsatz lebt, Kirche müsse offen für alle Menschen sein.

 Christine Schimmel

Erstellt am 20. Mai 2015 von

Es ist eine der Herausforderungen unseres Lebens, den Menschen, der so ganz anders ist, zu verstehen. Ihn anzunehmen. Ihn willkommen zu heißen. Es fordert mich wirklich regelrecht heraus, jemanden anzunehmen, der eben nicht so tickt wie ich. Und zugleich ist es wohl ein Lernfeld, das unser Leben tatsächlich enorm bereichern kann – wenn wir entdecken, dass unsere Unterschiedlichkeit und Vielfalt ein Schatz sind.

Auf dem Weg dahin kann ich ein Seminarwochenende mit unseren Autoren Ute und Frank Paul empfehlen. Die beiden haben ja lange Zeit in Argentinien gelebt, wisssen also, was es heißt, fremd zu sein. In ihren Büchern Die Rückkehr der Zikade – Vom Leben am anderen Ende der Welt sowie Begleiten statt Erobern Missionare als Gäste im nordargentinischen Chaco erzählen sie davon.

 

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Vom 16. bis 18. Oktober 2015 findet in Reichelsheim im Odenwald ein Seminarwochenende “Die Fremden verstehen – Kulturelle Vielfalt als Lernfeld und Segen” statt:

Ein Seminarwochende für alle Jesus-Nachfolger, die sich fragen, wie das Zusammenleben- und arbeiten von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen fruchtbar gelingen kann.

Wie wird es bereichernd und ergänzend? Wie können sich unsere Begegnungen am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Uni, in der Nachbarschaft und in unseren Gemeinden von „fremd“ zu „vertraut“ wandeln? Wie können wir (Vor-)Urteile erkennen und überwinden? Welche Verstehenshilfen und Herausforderungen finden wir in der Bibel?

Diese Tagung beinhaltet Impulse, Gesprächsrunden, Bibelarbeit und interaktive Elemente zum Thema „Kultur“, auch Feiern und vielsprachiges Singen wird nicht zu kurz kommen.

 

Dieses Angebot richtet sich an Menschen, die an transkultureller Gemeindearbeit, Sozialarbeit, Nachbarschaft interessiert sind; die für ihr berufliches Umfeld Fortbildung zum Thema suchen, sowie an Menschen, die ihre transkulturelle Kompetenz erweitern möchten.

Weitere Infos, auch zur Anmeldung, gibt es hier.

Erstellt am 19. Mai 2015 von

Missionale Theologie – Evangelikale auf dem Weg zur Weltverantwortung, so lautet der Titel des neuen Buches von Dr. Roland Hardmeier. Es ist das dritte Buch in einer Reihe zum Thema „Missional“, die Hardmeier hiermit abschließt. (Siehe auch unser Blogeintrag vom 19. März 2015.)

Der erste Band Kirche ist Mission – auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Missionsverständnis (2009; derzeit nur direkt bei IGW sowie als E-Book erhältlich) wurde mit dem Großen George-W.-Peters-Preis für missiologische Arbeiten ausgezeichnet. Diesem folgte 2012 der zweite Band Geliebte Welt – Auf dem Weg zu einem neuen missionarischen Paradigma. Mit dem dritten Band liegt erstmals eine umfassende Darstellung der Missionalen Theologie – aus evangelikaler Sicht – vor.

 

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Wir haben dem Autor ein paar Fragen gestellt:

 
Herzlichen Glückwunsch, Herr Hardmeier, zum Erscheinen Ihres aktuellen Buches Missionale Theologie – Evangelikale auf dem Weg zur Weltverantwortung! Was würden Sie sagen: An welcher Stelle auf besagtem Weg befindet sich die evangelikale Bewegung derzeit?

Die Evangelikalen haben einen weiten Weg zurückgelegt von dezidierter Weltverneinung zu aktiver Weltgestaltung. Das halte ich für bemerkenswert. Beim Schreiben des Buches war es mir eine Freude, diesen Weg geschichtlich und theologisch nachzuzeichnen.

 

Und was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „missional“? Ist das schlicht ein moderner Begriff für das, was wir früher „missionarisch“ nannten?

Zum Teil decken sich die Begriffe. Der Begriff „missional“ steht zusätzlich zum bekannten „missionarisch“ für eine ganzheitliche Denkweise. Früher war die Mission der Kirche vor allem die Verkündigung. In der missionalen Theologie wird sie weitergedacht, sie umfasst Wort und Tat, oder anders gesagt: Verkündigung und das Wahrnehmen sozialer Verantwortung.

 

In den vorliegenden nun drei Bänden, in denen Sie sich mit dem ganzen Thema Mission und Missionale Theologie beschäftigen, geht es um ein „ganzheitliches Missionsverständnis“, um einen Paradigmenwechsel. Warum herrscht denn aus Ihrer Sicht überhaupt Veränderungsbedarf?

Weil sich die Welt verändert hat. Bei uns im Westen ist die Kirche nicht mehr im Zentrum der Gesellschaft, sondern nur noch ein „Anbieter“ unter anderen. Die Postmoderne mit ihrer radikalen Pluralität stellt uns vor die Herausforderung, das Evangelium so zu kommunizieren, dass es verstanden wird. Wir sind uns mehr denn je bewusst, dass wir in einer leidenden Welt leben.
Das sind einige der Gründe, warum wir Mission neu denken und althergebrachte Denk- und Verhaltungsmuster hinterfragen müssen. Schon der Apostel Paulus musste, als er das Evangelium mit seinen jüdischen Wurzeln in die Welt der Griechen und Römer trug, neue Wege gehen, damit es von den Zuhörern verstanden werden und im neuen Umfeld heimisch werden konnte.

 

Richten sich Ihre Bücher vor allem an (werdende) Theologen, oder können auch Leserinnen und Leser, die sich ehrenamtlich z. B. im Kirchenvorstand oder in der Gemeindeleitung engagieren, praktischen Nutzen daraus ziehen?

Mein erstes Zielpublikum sind Theologen, Pastoren und Missionare. Aber jede an der Aufgabe der Kirche interessierte Person kann Nutzen daraus ziehen. Die Sprache ist einfach gehalten und theologische Fachbegriffe werden erklärt, so dass der Inhalt sich einem auch ohne theologische Vorbildung gut erschließt.

 

Können Sie noch mal kurz den Unterschied zwischen den drei Büchern deutlich machen?

Kirche ist Mission befasst sich vor allem mit der Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels im missionarischen Denken.

Geliebte Welt vertieft die theologische Grundlegung des neuen, missionalen Paradigmas. Beide Bücher zusammen liefern eine solide biblische Begründung für ein ganzheitliches Missionsverständnis.

Missionale Theologie schließlich zeichnet die Entstehung dieser neuen Denkweise geschichtlich nach, so dass manches, was in den ersten beiden Büchern theologisch begründet wird, ein Gesicht bekommt und dadurch fassbarer wird.

 

Wenn jemand nur die Zeit für ein Buch aufbringen kann – welches der drei sollte er dann lesen?

Da würde ich Kirche ist Mission empfehlen: Es ist der ideale Einstiegstext. Und wem es gefallen hat, der findet dann vielleicht auch die Zeit, sich an die Folgebände zu wagen.

Erstellt am 19. Mai 2015 von

Der britische Autor Simon Parke hat John Bunyans Klassiker Die Pilgerreise mit Randis Reise ein modernes Gesicht verliehen. Heute folgt nun die vierte und letzte Folge von Auszügen zum Kennenlernen.

Eine Leserin meinte:

“Randis Reise” ist faszinierend. Man verfolgt mit Spannung Randi und die Gestalten, denen sie begegnet, und wird von so manch erstaunlicher Wendung überrascht. Dieses Buch ist jedoch nicht nur ein Lesebuch, das eine spannende Pilgerreise erzählt. Es ist viel mehr.
Gleich beim ersten Lesen war mir klar, dass dieses Buch so viele unterschwellige Hinweise, verborgene Wahrheiten und Entdeckungen über mich selbst enthält, dass ich es wieder und wieder lesen muss. Ich befinde mich also gerade beim zweiten Durchlauf …

 

Hier geht es zu Folge 1 bzw. Folge 2 und Folge 3!

 

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Weiter geht es mit dem Kapitel Die zwölfte Station (ab Seite 106):

 

Als sie die Kuppe des ersten Hügels erreichte, schaute sie hinunter auf den Himmel oder etwas, das ihm sehr ähnlich war. Dort lag eine funkelnde Stadt, in der das Leben tobte. Sie hatte kaum zwei Schritte auf diese Stadt zu gemacht, als sie eintauchte in eine Menschenmenge, die sie wie eine große Welle in die Stadtmitte spülte. Sie fand sich neben einer jungen Frau wieder.
»Ist das der Himmel?«, fragte PILGERIN.
»Kann man so sagen«, erwiderte die junge Frau.
»Wieso ›kann man so sagen‹? Ist es der Himmel oder nicht?«
»Das ist SAN FEZBUCOS. Bleib auf dem Laufenden!«
»Oh, ich verstehe!«, erwiderte PILGERIN hastig.
Sie wollte nicht als jemand gelten, der nicht auf dem Laufenden war.
»Und dein Name?«, fragte PILGERIN ihre neue Gefährtin.
»ABLENKA.«
»Hübscher Name, und du bist genau die Person, nach der ich gesucht habe. Ich heiße PILGERIN.«
»PILGERIN?«
»Ja.«
»Grauenhaft!«
»Wirklich?«, fragte PILGERIN.
»Absolut.«
Wie ein schwacher Kapitän auf einem sinkenden Schiff entschloss sich PILGERIN zu einer schnellen Aufgabe ihrer Identität.
»Das ist natürlich nicht mein richtiger Name.«
»Nicht?«
»Auf keinen Fall! Mein richtiger Name ist Randi.«
»Schon besser.«
»Ich habe nur einen Scherz gemacht, als ich PILGERIN sagte.«
»Du bist ein komischer Kauz.«
»Ein lächerlicher Name.«
»Das stimmt allerdings!«
Erleichtert, diese peinliche Situation überwunden zu haben, wünschte sich PILGERIN jetzt, alles über ihr neues Zuhause zu erfahren.
»Also, erzähle mir, was ist so himmlisch an SAN FEZBUCOS?«
»Hier sind wir alle gleich und mit jedem und allem vernetzt!«

»Wow!«, sagte PILGERIN zum ersten Mal in ihrem Leben. Wow? Wo kam das denn her? Warum versuchte sie unter allen Umständen, wieder ganz jung zu sein? »Ja, ich verstehe, dass das dem Himmel ziemlich nahe kommt!«
»Also, ich rede mit dir«, erklärte ABLENKA, »absolute Aufmerksamkeit und so, aber ich schreibe auch gleichzeitig einer Freundin eine SMS, twittere meinen 476 Anhängern, wo ich mich gerade aufhalte, überprüfe meine Facebook-Seite, sehe mir einen Film an und versuche, zusammen mit ein paar Freunden ein Haus zu mieten – alles gleichzeitig auf diesem kleinen Ding!«
ABLENKA schwenkte ein kleines Gerät. PILGERIN staunte über smarte Einfachheit und war begeistert, zu dieser wirklich großen Gruppe von Menschen zu gehören.
»Vernetzt sein ist alles«, erklärte ABLENKA.
»Das stimmt, und du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gut es tut, wieder vernetzt zu sein.«
»Wie bitte?«
»Ich sagte, es tut gut, wieder vernetzt zu sein.«
»Warte eine Sekunde, Pauline –«
»– Randi.«
»Randi, ja. Ich bekomme gerade eine Antwort auf meinen Tweet –«
»Oh, ich verstehe –«
»– und wir kommen jetzt an eine gute Szene in dem Film.«
»Oh, richtig.«
»Ahh! Toll!«
»Gute Nachrichten?«
»Möglicherweise eine Wohnung zur Miete! Ich muss telefonieren.«
»Natürlich.«
»Übrigens 538 Facebook-Freunde.«
»Wirklich?«
»Das war eine Lüge. 539! Ein neuer. Wer das wohl sein mag? Mal sehen.«
»Was ist mit dem Film?«

»Darauf komme ich gleich zurück.«
Und das war das Letzte, was PILGERIN von ABLENKA zu sehen bekam, denn jetzt wogte eine andere Menge auf sie zu. Ohne es zu merken, war PILGERIN auf einer Bühne gelandet, auf der ein Mädchen im Teenageralter stand, überwältigt vor Glück.
»Ich habe gerade die ›Star Show‹ gewonnen!«, rief sie hysterisch. »Oh mein Gott! Ich habe gerade die ›Star Show‹ gewonnen!«
Die Menge jubelte ebenfalls hysterisch – das schien eine Voraussetzung zu sein, wenn man hier sein wollte –, gleichzeitig blitzten Kameras auf und Mikrofone wurden ihr vor die Nase gehalten.
»Oh, gratuliere!«, sagte PILGERIN, die sich von der Hysterie anstecken ließ. »Das ist ja fantastisch!«
»Es war eine Reise«, erklärte die junge Frau atemlos. »Aber was für ein Abend! Was. Für. Ein. Abend!«
PILGERIN fand diese Bemerkung etwas seltsam, da die Sonne immer noch hoch am Himmel stand. Sie hatte das Gefühl, dass die Gewinnerin nur etwas nachplapperte. Diese Worte klangen irgendwie abgedroschen.
»Ich habe den Regen überstanden«, berichtete sie gerührt. Die Menschenmenge wurde durch in aller Eile errichtete Barrieren zurückgehalten. »Ich wollte es auf meine Weise tun, ich selbst sein, und das ist mir auch gelungen. Mein Publikum wollte mein wirkliches Ich sehen; sie bekamen mein wirkliches Ich zu sehen und haben mich zur Siegerin gekürt.«
Wie auf ein Stichwort noch mehr hysterisches Geschrei.
»Das ist, nun, was soll ich sagen? Es ist eine Reise. Ich möchte allen meinen Fans danken!«
Wieder hysterisches Kreischen, manche Zuschauer fielen auch in Ohnmacht, und PILGERIN konnte nicht anders, sie freute sich über diese offensichtliche Freude.
»Das ist wirklich toll«, sagte PILGERIN, die ihre Interviewerin zu sein schien. »Äh, entschuldige, ich kenne deinen Namen gar nicht.«
»NAIVA«, erwiderte die junge Frau. »Nenn mich NAIVA.«

 

Erstellt am 13. Mai 2015 von

Zugegeben, wenn ich mir neue Bücher kaufe, orientiere ich mich kaum an Bestsellerlisten. Wir alle wissen: Nur die Tatsache, dass ein Buch häufig gekauft wurde, muss leider gar nichts mit seiner Qualität zu tun haben …

Trotzdem ist es natürlich interessant, mal einen Blick auf jene Listen zu werfen: Was hat andere Leserinnen und Leser besonders interessiert? Welche Bücher erreichten letztlich am meisten Menschen? Und manchmal steckt auf den Bestsellerlisten auch tatsächlich ein Buch, das zu entdecken sich lohnt …

Hier sind also unsere zehn meistverkauften Titel von Januar bis März 2015:

 

 

1. Adam Hamilton, 24 Stunden – Der Tag, der die Welt veränderte (erschienen 2014, 2. Auflage 2015)

 

2. Holm Schneider, Ein Baby im Bauch (erschienen 2015)

 

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3. Adam Hamilton, 24 Stunden – Impulse für 40 Tage (erschienen 2014, 2. Auflage 2015)

4. Silke Schnee/Heike Sistig, Die Geschichte von Prinz Seltsam – Mini-Ausgabe (erschienen 2014, 2. Auflage 2015)

5. Josef Ben-Eliezer, Meine Flucht nach Hause (erschienen 2015)

 

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6. Silke Schnee/Heike Sistig, Die Geschichte von Prinz Seltsam (erschienen 2011, 4. Auflage 2015)

7. Ute Paul, Die Rückkehr der Zikade – Vom Leben am anderen Ende der Welt (erschienen 2015)

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8. Conny Wenk, Außergewöhnlich (erschienen 2013, 2. Auflage 2015 in Vorbereitung)

9. Holm Schneider, “Was soll aus diesem Kind bloß werden?” 7 Lebensläufe von Menschen mit Down-Syndrom (2. Auflage 2014)

 

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10. Silke Schnee/Heike Sistig, Prinz Seltsam und die Schulpiraten (erschienen 2013)

 

Erstellt am 12. Mai 2015 von

… und wenn ja, wie viele? So lautet der witzige Titel eines ziemlich erfolgreichen Buches des Philosophen Richard David Precht. Vielleicht war das Buch deshalb so gefragt, weil uns genau das ziemlich beschäftigt: unsere Identität. Wer wir sind. Wer wir werden.

Ich weiß noch, wie ich erstmal schlucken musste, als mir jemand empfahl, einen Auszug aus Psalm 139, Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin, zu meditieren. Ich – wunderbar gemacht? Das ist gar nicht mal so einfach, aufzuschreiben, was an mir „wunderbar gemacht“ ist …

„Wer bin ich?“ ist auch der Titel eines bekannten Textes, den Dietrich Bonhoeffer verfasste und der einige Zeit als Poster in meinem Büro hing. Bonhoeffer greift – damals Gefangener in Tegel – darin auf, dass die Menschen um ihn herum ihn offenbar ganz anders wahrnehmen, als er selbst sich sieht. Vielleicht brauchen wir diese Erinnerung manchmal?

„Wer bin ich?“ steht jedenfalls auch als Überschrift über einem Gedicht, das ich öfter zitiere, wenn ich vor Publikum Bücher aus dem Neufeld Verlag vorstelle.

Es stammt von Roland Walter, der sich als einen „König der Lebensfreude“ bezeichnet und den ich auch so erlebt habe, als ich ihm einmal persönlich begegnen durfte. Roland ist von Geburt an spastisch gelähmt, ist im Rollstuhl unterwegs (und er ist wirklich unterwegs und kommt sicher mehr herum als ich!) und beschäftigt mehrere Assistenten, damit er selbständig leben kann. In dem Buch König Roland – Im Rollstuhl durchs Universum erzählt er seine Lebensgeschichte; er inszeniert, er choreographiert und ist überhaupt ein Energiebündel mit vielen kreativen Ideen. Hier also kommt sein Gedicht:

 

Wer bin ich?

Die Menschen nennen mich behindert,
und sie haben recht, das bin ich auch.
Gott nennt mich seine gute Schöpfung,
und er hat recht, das bin ich auch.

Die Menschen nennen mein Leben kostspielig,
und sie haben recht, das ist es auch.
Gott sagt, mein Leben ist wertvoll,
und er hat recht, das ist es auch.

Die Menschen nennen mich unproduktiv,
und sie haben recht, das bin ich auch.
Gott sagt, ich bin ein Brückenbauer
zwischen Behinderten und Nichtbehinderten,
und er hat recht, das bin ich auch.

Die Menschen nennen mein Aussehen abstoßend,
und sie haben recht, das ist es auch.
Gott sagt, mein Lachen ist schön,
und er hat recht, das ist es auch.

 

Ich mag diese Zeilen – und seit kurzem gibt es Roland Walters Gedicht nun auch als Poster im DIN A3-Format. Allerdings (erstmal) nur hier im Shop …

 

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Erstellt am 11. Mai 2015 von

Als ich Ende Februar mit unserem Büchertisch beim Kongress christlicher Führungskräfte in Hamburg dabei war, bin ich Armin Ruser begegnet, der dort seine Firma AHA! Videos präsentierte – ein paar Tische weiter. Ihn zu treffen, gehörte für mich zu den Highlights in Hamburg!

Bei einem Cappuccino erzählte er mir von seinem Buchprojekt – und ich freue mich, dass wir ihn dabei unterstützen können, dass dieses kreative und gehaltvolle Buch nun tatsächlich seinen Weg in die Öffentlichkeit findet: Am kommenden Mittwoch präsentiert Armin Ruser auf einer Release Party sein Buch, das soeben in der Edition Wortschatz erschienen ist:

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Armin Ruser

Plan B – Höchste Zeit für Veränderung

In jedem Plan A steckt auch ein Plan B

Ein Buch für Innovatoren, Querdenker, Unternehmer und Menschen, die aus ihrer Komfortzone heraustreten wollen

176 Seiten, Klappenbroschur, Format DIN A5, durchgehend farbig mit zahlreichen Abbildungen

 

Worum geht’s in diesem aufwändig und sehr kreativ gestalteten Buch? Hier der Klappentext:

 

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere: Obwohl wir es eigentlich besser wissen, machen wir oft in unseren gewohnten Bahnen weiter:

  • Wir arbeiten so, wie wir es gewohnt sind, und nicht so, wie es am besten für uns wäre.
  • Wir ziehen Projekte durch, die keinen Sinn mehr machen.
  • Wir halten an Gewohnheiten fest, obwohl sie uns schon lange nicht mehr guttun.
  • Und wenn das Schicksal zuschlägt und es nicht mehr wie geplant weitergeht, dann betrachten wir das als Scheitern und nicht als Chance.

Der Unternehmer und Theologe Armin Ruser weiß, was es bedeutet, wenn im Leben nicht alles nach Plan läuft: Ein Motorradunfall setzte vielen seiner Pläne ein abruptes Ende. Seitdem lebt er Plan B – und das sogar ziemlich erfolgreich.

In einer gelungenen Mischung aus zeitlosen Prinzipien, persönlichen Geschichten und praktischen Tipps für das eigene Denken und Handeln fordert Armin Ruser seine Leser heraus, ihre eigenen Veränderungsmöglichkeiten zu nutzen.

 

Armin Ruser ist Unternehmer, Theologe und Redner. Zu seiner eigenen Lebensgeschichte gehört ein massiver Einschnitt aufgrund eines Motorradunfalls. Das macht ihn auf persönlicher Ebene zu einem Experten im Umgang mit Krisen. Seine Querschnittslähmung war für ihn ein Wendepunkt.

Vor allem in Veränderungssituationen inspiriert und begleitet er heute Führungsteams, Organisationen und Einzelpersonen durch Coaching und Vorträge mit seiner Expertise und seinem positiven Blick nach vorne. Ein Mensch, der etwas zu sagen hat …

Erstellt am 30. April 2015 von

Ab Montag, 4. Mai 2015 ist es im Handel lieferbar, am kommenden Samstag wird es auf dem Christlichen Pädagogentag in Walddorfhäslach vorgestellt: Die Rede ist von dem neuen Buch der Evangelischen Lehrer- und Erziehergemeinschaft in Württemberg e. V., das in der Edition Wortschatz erscheint:

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Traugott Kögler (Hrsg.)

Bildung zwischen Anspruch und Alltag

Ein Mutmachbuch für Pädagogen

124 Seiten, Paperback, Format 12 x 19 cm

Das Buch enthält Beiträge von Arno Backhaus, Harald Binder, Dieter Braun, Marianne Fritsch, Ulrich Giesekus, Maïté Gressel, Traugott Hopp, Traugott Kögler, Gideon Maier, Ute Mayer, Maike Sachs, Heinz Veigel, Martina Walter, Beate Weber und Hartmut Weber sowie ein Vorwort von Paul-Gerhard Roller.

Hier der Kurztext zum Buch:

Wie kann ich mit Begeisterung unterrichten, ohne einen Burnout zu riskieren? Wie kann ich die Stärken der mir anvertrauten Kinder fördern? Und wie gelingt mir ein guter Umgang mit Schwierigkeiten, die der Alltag in Kita und Schule mit sich bringt?

Die Bildungslandschaft ist vielfältig und oft unübersichtlich. Gefragt ist die fachliche Kompetenz von Pädagoginnen und Pädagogen. Noch mehr gefragt ist aber die pädagogische Persönlichkeit. Ob Lehrer oder Schulleiterin, Erzieherin oder Schulsozialarbeiter – sie brauchen Anerkennung und Ermutigung für ihre wichtige Arbeit. Die Autoren dieses Buches wollen mit praxiserprobten Tipps und geistlichen Impulsen dazu beitragen.

Erstellt am 20. April 2015 von

Ich kann mich an keine andere TV-Sendung mit einer Neufeld-Autorin/einem Neufeld-Autor erinnern, die solch eine starke Resonanz erzeugt hätte:

Morgen, am Dienstag, 21. April 2015 wird um 11 Uhr (und am 22. April um 4.15 Uhr) die Interviewsendung Hautnah – Psychische Krankheiten verstehen noch einmal auf Bibel TV ausgestrahlt.

Aufgrund einer psychischen Erkrankung verlief das Leben von Rosemarie Dingeldey ganz anders, als sie es sich gewünscht hatte. Ärzte, nahe Angehörige und Medikamente halfen ihr, mit einer bipolaren Störung (früher bekannt unter der Bezeichnung manisch-depressive Erkrankung) zu leben. Und der Kontakt zu Gott: Rosemarie Dingeldey weiß, dass er sie in den Tiefen ihres Lebens gehalten hat; auch dann, wenn sie davon nichts spüren konnte.

Rosemarie Dingeldeys autobiografisches Buch Es war, als würde ich fallen … Leben mit einer psychischen Erkrankung ist in der zweiten Auflage lieferbar (und auch als E-Book erhältlich).

 

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„Psychische Krankheiten annehmen und verstehen lernen“ heißt die Sendung, die ursprünglich für die Sendereihe „Hautnah“ produziert wurde. Online kann man sich das Interview weiterhin hier anschauen. Oder Sie hören sich Rosemarie Dingeldey hier im Radio an.

Denn immer mehr Menschen sind von psychischen Erkrankungen betroffen, und viele davon sind zunächst hilflos bis überfordert – von den Angehörigen und dem Umfeld von Freunden etc. ganz zu schweigen.

Rosemarie Dingeldey macht Mut, und weil sie selbst einen schweren Weg gegangen ist, kann sie das auch glaubwürdig tun.

Erstellt am 25. März 2015 von

Dr. Jochen Wagner ist Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Kirchberg. Vor einigen Monaten hat er in der Edition Wortschatz die überarbeitete und erweiterte Ausgabe seines Buches Wie kann ich meine Sexualität positiv gestalten? herausgegeben:

 

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Jochen Wagner

Sex.Liebe.Gott

96 Seiten, Paperback, Format 12 x 19 cm

ISBN 978-3-943362-08-4, Bestell-Nummer 588 822

Edition Wortschatz, Schwarzenfeld

 

Im Klappentext dieses handlichen Büchleins heißt es:

 

Keine Frage: Sex ist etwas sehr Schönes! Sexualität ist ein Geschenk. Aber wie gehe ich verantwortungsvoll mit ihr um? Wie sieht es mit der Liebe aus? Und was meint Gott dazu?

Jochen Wagner hat sich auf die Suche nach den Antworten gemacht und dafür auch die Bibel durchforstet. Außerdem schöpft er aus einem reichen Erfahrungsschatz als Jugendmitarbeiter, Seelsorger und langjähriger Ehemann.

Du findest in diesem Buch keine Auflistung von Geboten und Verboten, sondern wertvolle Anstöße, die dir helfen sollen, dir eine eigene, fundierte Meinung zu bilden.

 

 

Ein Buch für Jugendliche, junge Erwachsene – aber auch für Teens.

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    Bücher und Literatur von christlichen Autoren

    Für den Neufeld Verlag ist es ein besonderes Anliegen, dass unsere Autorinnen und Autoren selbst überzeugte Christen sind und die Dinge aus dieser Perspektive betrachten. Christ sein bedeutet auch, immer wieder über den Tellerrand der eigenen Gemeinde zu schauen. Die Autoren im Neufeld Verlag geben dabei wertvolle Impulse und tragen zum Meinungs- und Gedankenaustausch bei.

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