Kategorie: Christliche Bücher

 

Erstellt am 1. September 2015 von

Wir gewöhnen uns nur langsam an die Bilder der vielen Menschen, die auf der Flucht sind. Für Familie Trocmé war das eine Zeitlang Alltag – André und Magda halfen während des Zweiten Weltkriegs engagiert mit, verfolgten Menschen Zuflucht zu bieten. Und setzten dabei viel aufs Spiel.

Hanna Schott erzählt das rasante und filmreife Leben der beiden in ihrer Biografie Von Liebe und Widerstand. Der Mut dieses Paares rettete Tausende …

 

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Ein engagiertes Team um Marc Villiger und Tom Sommer präsentiert nun einen 70-minütigen Film „gegen das Vergessen und Schweigen“, in dem die Geschichte von Le Chambon erzählt wird: Am 21., 22. und 24. September wird in Kinos in Basel, Zürich und Bern der Dokumentar-Film „Helden, die keine sein wollten“ gezeigt („Héros malgré eux“; „Heroes – Saving Jewish Lives from the Nazis“).

Hier kann man sich Tickets vorbestellen. Und hier kann man sich schon mal einen Trailer anschauen.

Aus der Vorankündigung:

Der Zweite Weltkrieg forderte millionenfach Opfer, die Nazi‐Ideologie mit dem Ziel der Auslöschung der jüdischen Bevölkerung war ein Teil des Antriebs für Gewalt, Terror und Unterdrückung. Auch in Frankreich wurden durch die deutschen Besatzer und ihre französischen Kollaborateure jüdische Menschen aktiv gesucht, ein Klima der Angst und Einschüchterung entstand. Jüdische und aus anderen Gründen Verfolgte waren auf der Flucht und suchten Unterschlupf.

Das Plateau du Vivarais‐Lignon, nördlich der Cevennen und rund 1.000 m hoch gelegen, ist seit Jahrhunderten ein Rückzugsgebiet für Verfolgte gewesen – damals waren es Hugenotten. Etwas von ihrem „Spirit“ scheint in dieser Region noch immer vorhanden zu sein: Hier wurden im Weltkrieg Verfolgte auf ihrer Flucht begleitet – bis hin zur Schweizer Grenze, oder auf Bauernhöfen versteckt, und man war vielfältig erfinderisch, gewaltlosen Widerstand zu leisten. „Geistige Rädelsführer“ war v.a. ein Pfarrerehepaar mit Migrationshintergrund. Auch deren Tochter, zur damaligen Zeit noch ein Kind, erzählt im Film von heiteren und dramatischen Momenten.

Ein Satz von Pfarrer André Trocmé bei einer denkwürdigen Begegnung mit Vertretern des Vichy‐Regimes sollte zum Programm werden: „Wir wissen nicht, was ein Jude ist. Wir kennen nur Menschen“.

 

Erstellt am 4. August 2015 von

Es ist die packende Lebensgeschichte eines Menschen, der auf der Suche war – nach Antworten auf Fragen, die uns alle betreffen: Im Frühjahr erschien im Neufeld Verlag das Buch Meine Flucht nach Hause von Josef Ben-Eliezer (1929-2013).

Als Jude in Frankfurt am Main geboren, flieht Josef Nacht mit seiner Familie vor dem Holocaust nach Polen und landet schließlich im sibirischen Arbeitslager. Hunger und Not sind tägliche Begleiter. Gemeinsam mit seiner Schwester gelingt dem 13-Jährigen die Reise nach Teheran. Von dort aus gelangen sie 1943 nach Palästina. Josef nennt sich nun Ben-Eliezer und kämpft als Soldat für die Unabhängigkeit Israels …

 

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AUFATMEN-Redaktionsleiter Ulrich Eggers meint:

„Josef Ben-Eliezers extrem weit gespannte Lebensreise vereint wie unter einem Brennglas vieles, was das letzte Jahrhundert so extrem machte. Ein beeindruckendes Zeugnis über einen Weg zu Gott. Mit Antworten, die auch in die aktuelle weltpolitische Situation sprechen.“

 

Hier gibt es weitere Stimmen zum Buch.

Im Mai wurde im Radioprogramm von ERF Medien in vier Folgen aus dem Buch Meine Flucht nach Hause von Josef Ben-Eliezer vorgelesen. Im August ist dieser spannende Lebensrückblick nun das „Buch der Woche“ bei ERF Medien Südtirol.

Los geht’s am 10./11./12. August (1. Teil), am 17./18./19. August (2. Teil), am 24./25./26. August (3. Teil) und am 31. August, 1./2. September (4. und letzter Teil).

Erstellt am 30. Juli 2015 von

Kennen Sie Kerstin Hack? Wir sind uns in den letzten Jahren immer mal begegnet (viel zu selten) – Kerstin hat den Verlag Down to Earth gegründet, ist Referentin, Autorin, Schiffseignerin (!) … und geht offenbar besonders darin auf, andere Menschen zu begleiten und zu inspirieren.

Heute will ich gerne aus einem Newsletter von Kerstin Hack zitieren:

Einen Menschen lieben heißt, ihn so sehen, wie Gott ihn gemeint hat. – Fjodor M. Dostojewski

Viele Menschen beziehen dieses wunderschöne Zitat auf andere Menschen. Sie wünschen sich, ihre Mitmenschen so zu sehen, wie Gott sie sich gedacht hat. Das ist wunderbar.

Wäre es nicht ein Traum, wenn du dich selbst auch so sehen könntest? So, wie Gott dich gedacht hat. Wäre es nicht wunderbar, wenn du verstehen könntest, was ihn bewegte, als er dich schuf? Wir sind nicht alle gleich – du bringst etwas anderes von Gott zum Ausdruck, als ich es tue.

Wer sich sehen kann, wie Gott ihn gemeint hat, wird sich lieben. Denn Gott hat uns voller Liebe geschaffen und gemeint. Viele wissen im Kopf, dass Gott sie liebt. Aber haben es im Herzen nicht wirklich erfasst. Ich bin tief überzeugt davon, dass es möglich ist, Gott näher und tiefer zu erleben.

 

Weil diese Zeilen ganz wunderbar zu unserem Verlagsmotto passen („Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!“), freue ich mich besonders darüber. Tatsächlich hat Kerstin Hack einen Online-Kurs IDA – In deinen Armen: Gottes Vaterliebe erfahren entwickelt, der genau dabei helfen will:

2 x pro Woche erhältst du eine Mail mit

  • Inspiration dazu, wie du dein Herz öffnen, Blockaden entfernen und Gott erfahren kannst
  • Tipps und Anregungen für ganz praktische Schritte
  • weiterführende Buch-, Video- und Internet-Tipps

Kurz: Ein reiches Buffet voller Schätze, die deine Seele nähren und stärken können.

 

Danke, Kerstin, für die Inspiration, die Du verströmst!

Erstellt am 29. Juli 2015 von

Ich bin ja ein vergesslicher Mensch, aber ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich 2007 ein einziges Buchmanuskript mit in den Urlaub genommen habe: Ein Fantasy-Buch namens Die weiße Möwe. Aus der Feder von Dr. Lena Klassen.  Dabei bin ich eigentlich gar kein ausgesprochener Fantasy-Fan, treibe mich in Buchhandlungen selten vor genau diesen Regalen herum …

Doch dann hat mich die Lektüre dermaßen gepackt, dass wir Die weiße Möwe 2008 herausgegeben haben. Nicht nur ich bin begeistert: Auf Amazon haben 13 von 15 Rezensenten diesem Buch glatt 5 Sterne verpasst …

Es folgten Band 2 und 3 der Rinland-Trilogie, Der Erbe des Riesen und Der Thron des Riesenkaisers.

 

Die weiße Möwe

 

Lena Klassen spielt dermaßen mit Worten, dass man in manchen Sätzen getrost versinken mag. Wer die eine oder andere Geschichte aus der Bibel kennt (vor allem, was in der Bibel zu den großen Fragen unseres Lebens zu lesen ist), der wird in diesen Büchern manches Vertraute in überraschender Form entdecken.

Und was meinen andere Leser dazu?

„Die Story ist absolut filmreif, nie vorhersehbar, super interessante Charaktere, nie langatmig und unglaublich spannend bis zur letzten Seite.
Mit der Rinland-Saga befördert sich Lena Klassen in die Reihe der großen christlichen Fantasy-Autoren.“

 

Im Paket gibt es die drei Bände zum günstigen Setpreis. Und nun gibt es erst seit kurzem alle auch als E-Book. Für unverschämte 4,99 EUR …

Für unseren Sommer-Urlaub nehme ich mir die drei Bände dieses Jahr jedenfalls nochmal bequem als E-Books mit …

Erstellt am 23. Juli 2015 von

In diesem Jahr sind vermehrt Bücher über Matthias Claudius erschienen – am 21. Januar war es 200 Jahre her, dass dieser bekannte deutsche Dichter und Journalist starb. Am 15. August steht nun sein 275. Geburtstag bevor …

Von den Massen, die am Ende der legendären Herbert-Grönemeyer-Konzerte in tiefster Rührung „Der Mond ist aufgegangen“ singen, werden wohl die wenigsten wissen, wer der Verfasser jenes Gute-Nacht-Liedes ist (das auch wir seit Jahren unseren Kindern am Bett singen). In jedem Fall hat Matthias Claudius vielfältige Spuren hinterlassen.

Einer von denen, die Claudius besonders gerne lesen und zitieren, ist Daniel Zindel. Und so ist es wohl nur naheliegend, dass der Protagonist Reinhold in Zindels Buch Gestillt – Nachtgespräche mit David sich Briefe mit dem biblischen König David schreibt, der wiederum in himmlischen Gefilden in regem Austausch steht mit „Asmus“ (Matthias Claudius‘ Pseudonym), mit Paulus und mit E.

 

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Der Familienvater von drei Kindern – Reinhold ist Marketingplaner mit Führungsverantwortung – erzählt David von seinem Arbeitsalltag, aber auch von seinen eskalierenden Eheproblemen. David seinerseits gibt Reinhold Einblick in sein bewegtes Leben damals auf Erden und öffnet zudem einen Spalt breit die Himmelstüre.

Immer wieder kreist der Briefwechsel um die innersten Bedürfnisse. Durch die Nachtgespräche verändert sich Reinholds Familienleben; der junge Karrierist lernt von David, dass Macht, Reichtum oder Sex ihn nicht wirklich stillen können: David zeigt Reinhold einen weit besseren Weg.

 

„Mit diesem irdisch-himmlischen Briefwechsel ist Daniel Zindel … ein großartiger Wurf gelungen. Er beschreibt entwaffnend, gewandt und mit einer Prise Humor tragisch-komische Alltagssituationen eines Mannes, der teilweise gefährlich nah am Abgrund taumelt.“

schrieb Autor Thomas Härry in der Zeitschrift AUFATMEN.

Wo immer ich in letzter Zeit bei Buchvorstellungen aus diesem Buch vorgelesen habe, hatte ich nicht genug Exemplare davon dabei …

Erstellt am 21. Juli 2015 von

Jetzt gibt’s was auf die Ohren:

Seit gestern strahlt der christliche Sender Radio Horeb in 14 Teilen den Roman Erben des Schweigens von Sabine Dittrich in seiner Sendereihe „Erzählung“ aus. Montags bis Freitags kann man sich die Lesung jeweils ab 11.15 Uhr anhören.

Die zweite Auflage des ausgezeichneten Romans ist bereits in Vorbereitung …

 

Erben des Schweigens

 

Erstellt am 17. Juli 2015 von

Herzlichen Dank an alle, die sich bei der Verlosung von fünf signierten Exemplaren des neuen Romans von Sabine Dittrich beteiligt haben!

 

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Gestern fand hier die feierliche Ziehung der Gewinner statt: Je ein Exemplar des historischen Romans Im Schatten der Verschwörung geht an:

 

Ulrike Chuchra, Irma Nahs, Gernot Spies, Milena Stoller und Angi Stumpf!

 

Glückwunsch zum Gewinn und viel Freude beim Lesen!

Erstellt am 7. Juli 2015 von

Anlässlich des 80. Todestags von Eberhard Ar­nold (1883-1935) am 22. November erinnert eine Tagung an einen der ungewöhnlichsten evangelischen Theologen des letzten Jahrhunderts:

Er suchte die Praxis der Bergpredigt und fand sie in völliger Gemeinschaft. Er entdeckte in der Bergpre­digt Jesu den Schlüssel zu der Beantwortung aller Fragen des Lebens. Seine Auslegung der Bergpre­digt und seine Überzeugung, dass Nachfolge nur in Gemeinschaft gelebt werden kann, sind heute ebenso provokant, wie sie es in den 1920er Jahren in Deutschland waren.

 

Eberhard Arnold

 

ERF-Journalist Markus Baum hat den Weg Eberhard Arnolds in seiner spannenden Biografie Eberhard Arnold – Ein Leben im Geist der Bergpredigt nachgezeichnet:

Ohne Berührungsängste pflegte der Zeitgenosse und Gesprächspartner von Karl Barth, Martin Buber und Leonhard Ragaz den lebendigen Austausch mit der Jugendbewegung wie mit der christlichen Studentenarbeit, mit der Evangelischen Allianz wie mit dem religiösen Sozialismus.

Er hielt evangelistische Vorträge, setzte sich publizierend mit der Gedankenwelt seiner Zeit auseinander und gründete die Bruderhof-Bewegung, die sich bis heute auf ihn beruft.

Und er rang leidenschaftlich darum, Jesus kompromisslos zu folgen.

 

Vom 20. bis 22. November 2015 lädt die Sannerz-Gemeinschaft nun nach Fulda ein. Die vorgesehenen Beiträge unter der Überschrift „Bergpredigt leben“ klingen sind hochkarätig:

  • „Haben die ersten Christen Jesus verstanden? Gewaltverzicht, Nächstenliebe, Naherwartung“ Prof. Dr. Gerhard Lohfink (dessen Buch Wie hat Jesus Gemeinde gewollt? mir noch als Geheimtipp im Ohr klingt …)
  • „Bergpredigt und Widerstand. Die Bruderhofgemeinschaft von 1933-1937″ Prof. Dr. Thomas Nauerth
  • „Bergpredigt leben in Gemeinschaft“ Lore Weber, Basisgemeinde Wulfshagenerhütten

Weitere Infos, auch zur Anmeldung, gibt es hier.

Erstellt am 6. Juli 2015 von

Für uns im Team ist es natürlich immer spannend, zu beobachten, wie sich unsere mit Herzblut gemachten Bücher am Markt bewähren. Jetzt stehen die Zahlen für das 2. Quartal 2015 fest – hier sind also unsere zehn meistverkauften Titel von April bis Juni 2015:

 

1. Holm Schneider, Ein Baby im Bauch (erschienen 2015, 2. Auflage in Vorbereitung)

 

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2. Sabine Dittrich, Im Schatten der Verschwörung (erschienen 2015)

3. Silke Schnee/Heike Sistig, Die Geschichte von Prinz Seltsam (erschienen 2011, 4. Auflage 2015)

4. Josef Ben-Eliezer, Meine Flucht nach Hause (erschienen 2015)

 

5. Dallas Willard, Jünger wird man unterwegs – Jesus-Nachfolge als Lebensstil (erschienen 2011, 3. Auflage 2015)

 

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6. Hildi Hari-Wäfler, Bibel, Blech und Gottvertrauen – Ein Leben mit der Heilsarmee (erschienen 2012)

 

7. Franziska Dalinger, Vollmilchschokolade und Todesrosen (erschienen 2011, 3. Auflage 2013)

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8. Roland Walter, König Roland – Im Rollstuhl durchs Universum (erschienen 2012)

 

9. Sabine Dittrich, Erben des Schweigens (erschienen 2013, 2. Auflage in Vorbereitung)

 

Erben des Schweigens

 

10. Conny Wenk, Außergewöhnlich (erschienen 2013, 2. Auflage 2015 in Vorbereitung)

Erstellt am 29. Juni 2015 von

Was hat der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow mit der Täuferbewegung zu tun?

Gut, die Täuferbewegung zählt zum „Linken Flügel der Reformation“.  Aber sonst …? Ich kenne Herrn Ramelow nicht. Aber die Täufer sind mir relativ vertraut: Eine Bewegung, die in der Zeit der Reformation entstand, die Bibel mutig neu ernst nehmen wollte und das Establishment in Kirche und Gesellschaft folgenschwer in Frage stellte. „Was würde Jesus tun?“ scheint so eine Art Leitfrage gewesen zu sein.

Wolfgang Krauß, mit dem wir auch als Verlag sehr verbunden sind – unter anderem übersetzte er zwei Bücher von John Howard Yoder -, wies uns kürzlich auf eine Ausstellungseröffnung in Thüringen hin.

Wer sich mit der Reformations- oder Luther-Dekade beschäftigt, kann schon mal ins Staunen kommen: Gab es denn neben Martin Luther (nichts gegen diesen Mann …) nicht auch noch andere Männer und Frauen; gab es hier und da nicht noch weitere Aufbrüche mit ehrenwertem Anliegen?

Margot Käßmann, die EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum, hat selbst engagiert dafür plädiert, zum Beispiel auch die starken Frauen der Reformation zu würdigen. (Im Neufeld Verlag erschien letztes Jahr die Biografie von Argula von Grumbach …) Auf der offiziellen Website habe ich auf Anhieb leider nichts zu diesen Frauen gefunden.

Auch Wolfgang Krauß engagiert sich in Augsburg, aber auch mit einem Horizont, der weit darüber hinaus geht, für eine lebendige Erinnerungskultur – die mehr als nur die ganz prominenten Vertreter der Reformation beinhaltet.

Der Freistaat Thüringen und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) laden nun also zur Eröffnung einer Ausstellung ein, die an die Hinrichtung von sechs Täuferinnen und Täufern am 15. September 1530 beim damaligen Kloster Reinhardsbrunn erinnern soll.

Die Ausstellung trägt den Titel „Gefangen, gelitten, gestorben – Die Täufer in den Widersprüchen der Zeit“. Und zur Eröffnung am Dienstag 7. Juli 2015 (15 Uhr, Thüringer Infozentrum Spiritueller Tourismus Reinhardsbrunn, 99894 Friedrichroda) wird eben auch der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow erwartet.

Wolfgang Krauß schreibt:

Schon zu Beginn des Themenjahres „Reformation und Toleranz“ gab es im Januar 2013 in Waltershausen einen Gedenkgottesdienst und die Enthüllung einer Erinnerungsstele in Reinhardsbrunn. Vor der Kirche St. Blasii in Zella-Mehlis wurde im September 2013 ein Gedenkstein errichtet. Beide Denkmäler werden durch weitere Stationen eines „Pilgerweges der Toleranz“ verbunden.

Die Ausstellung will über die Täuferbewegung in Thüringen informieren, den historischen Kontext erhellen, die theologische und ethische Wirkungsgeschichte erkunden und die Thematik Gewalt und Gewaltlosigkeit bis in die heutige Zeit verfolgen. Zudem gibt sie der Reinhardsbrunner Station des Lutherweges ihr inhaltliches Profil.

 

Wer am nächsten Dienstag also in Reinhardsbrunn dabei ist, kann die Frage vielleicht eher beantworten – was der thüringische Ministerpräsident mit der Täuferbewegung zu tun hat …

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.