Kategorie: Christliche Bücher

 

Erstellt am 31. Juli 2014 von

Heute geht es weiter mit unserer kleinen Serie mit Auszügen aus dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe aus der Feder des schwedischen Autors Anders-Petter Sjödin.

 

"Eins der besten Bücher ..."

 

 

Kapitel 6: Die Kraft der Gedanken und Worte

In jeder Minute sausen Millionen elektrischer und chemischer Botschaften auf unsichtbaren Wegen durch die winterlichen Straßen unseres Gehirns. Der Garten unseres Denkens kann sorgsam gepflegt sein wie ein englischer Rosengarten oder vernachlässigt wie ein stinkender Müllhaufen, der den Ratten dient.

Alles beginnt mit einem Gedanken: Hitlers Rassenlehre, Händels Messias, die Berliner Mauer, die Sixtinische Kapelle, die auf Plattheit und auch Aggression aufbauenden Doku-Soaps im Fernsehen ebenso wie Mutter Teresas Vision. Alles, Böses und Gutes, beginnt mit einem Gedanken.

Das Denken beeinflusst unser ganzes Sein, selbst auf rein physischer Ebene. Der wissenschaftliche Begriff Neuroplastizität bezieht sich auf rein physische Veränderungen der Hirnstruktur und Form, durch neue Gedanken und Erfahrungen. Manche Forscher bezeichnen die Plastizität des Gehirns als eine der außergewöhnlichsten Entdeckungen der letzten 2000 Jahre. Sogar Hoffnung, Glaube und Liebe können die Form des Gehirns beeinflussen.

Das Denken entscheidet darüber, ob wir Erfolg haben oder scheitern. Der Autofabrikant Henry Ford hat gesagt: »Unabhängig davon, ob du glaubst, dass du etwas kannst oder nicht, wirst du recht bekommen«. Ingemar Stenmark ist der wohl bekannteste alpine Skifahrer der Sportgeschichte, mit insgesamt 86 Weltcupsiegen und zwei olympischen Goldmedaillen. Stenmark hätte wohl in jeder Sportart der Beste werden können. In einem Interview offenbarte er dann allerdings seine Achillesferse: Stenmark hat eine Wasserphobie. Er, dem alles zu gelingen schien, fürchtete sich vor ganz gewöhnlichem H2O.

Ich selber habe zwei diametral entgegengesetzte Stimmen in meinem Inneren. Mein Vater war positiv eingestellt und glaubte, dass alles möglich war, und meine Mutter war ängstlich, fürchtete sich davor, krank zu werden, und konzentrierte sich oft auf ihre Begrenzungen.

Aus reinem Überlebensinstinkt zog es mich zu meinem Vater hin, damit ich dem lähmenden Gefühl der Hoffnungslosigkeit entgegenwirken konnte. Meine Mutter war eine Künstlerin, eine fantastische Köchin und eine unglaubliche Ästhetin. Sie wurde ungefähr zu der Zeit geboren, als die Frauen in Schweden das Stimmrecht erhielten. Wäre sie heutzutage aufgewachsen und hätte sie an sich selbst geglaubt, dann hätte sie in puncto Einrichtung Martin Timell, Ernst Kirchsteiger und alle anderen an die Wand gespielt. Cornelia Poletto und Tim Mälzer hätten bei einem Kochduell alt ausgesehen. Aber aus irgendeinem Grund glaubte sie nicht an sich selbst. Das Denken begrenzte sie.

Weil ich auf Papas Stimme gehört hatte, konnte ich als 15- und 16-Jähriger alleine durch ganz Europa reisen, mit 17 Jahren nach Nepal trampen und den Mount Everest bis auf 6500 Meter Höhe besteigen. Während einige meiner Freunde allerhöchstens die 60 Kilometer nach Sundsvall fuhren, um bei IKEA einzukaufen, oder vielleicht sogar die Hauptstadt besuchten, habe ich in rund 30 Ländern Abenteuer erlebt wie Indiana Jones. Hätte ich auf meine Mutter gehört, dann wäre nichts von all dem geschehen.

 

(Dieser Auszug entstammt dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe von Anders-Petter Sjödin, Neufeld Verlag, Schwarzenfeld 2012, Seite 122f.)

Erstellt am 28. Juli 2014 von

Katimavic ist ein Wort aus der Sprache der Inuit und bedeutet „Ort der Begegnung“.

Vom 4. bis 7. September 2014 laden evangelische und katholische Frauen und Männer aus Süddeutschland zum „Katimavic“ ins Kloster Roggenburg ein. Diese ökumenischen Begegnungstage bringen Menschen mit Behinderung und Menschen, die anderweitig ihre Grenzen haben, zusammen.

Jean Vanier rief 1972 in Paris das erste Katimavic ins Leben. Er wollte damit die Arche-Bewegung bekannt machen. Seit 1987 gibt es Katimavics in Süddeutschland.

 

Eingeladen sind alle, die mit uns entdecken wollen, dass wir, behindert oder nicht, uns gegenseitig viel zu sagen haben. Kinder und Senioren, Jugendliche und Erwachsene, Männer und Frauen, Leute aus Polen, Schottland oder Deutschland – rund 120 Personen von überall her. Denn Katimavic kennt keine Grenzen!

 

Diese Einladung passt sehr gut zu unserem Anliegen als Verlag!

Der offizielle Anmeldeschluss ist zwar schon vorbei, aber offenbar gibt es noch einige wenige freie Plätze. Hier gibt es nähere Informationen.

Erstellt am 24. Juli 2014 von

Bundestag ist wie Heilsarmee – nur ein bisschen anders. Zumindest gilt das so für Frank Heinrich.

Er ist der erste Heilsarmeeoffizier, der als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag einzog. Dort engagiert sich der gelernte Sozialarbeiter und Theologe genauso, wie er sich zuvor für die Menschen am Rand der Gesellschaft eingesetzt hat. Ganz im Sinn der Heilsarmee: die Liebe greifbar und spürbar leben.

Frank Heinrich verfolgt dieses Ziel noch immer, nur an anderer Stelle. Jetzt heißt es für ihn Koalition statt Kleiderkammer, Parlament statt Predigt, Sitzungen statt Suppenküche.

Gemeinsam mit seinem Freund und Weggefährten Uwe Heimowski (Neufeld-Autor fast der ersten Stunde) hat Frank Heinrich das Buch Mission: Verantwortung – Von der Heilsarmee in den Bundestag veröffentlicht.

Hier ein kleines Gespräch der beiden über dieses Projekt:

 

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Frank, warum hast du eigentlich dieses Buch geschrieben?

Weil ich die Frage aus dem Untertitel – warum bist du von der Heilsarmee in den Bundestag gewechselt? – fast wöchentlich gestellt bekam und immer noch bekomme. Mit diesem Buch kann ich die Vorgeschichte und den Zusammenhang deutlich machen: Mein Einsatz für Menschenrechte, der mich erst zur Heilsarmee und dann in den Bundestag geführt hat. Es ist ein und dieselbe Berufung an zwei verschiedenen Orten.

Außerdem treffe ich sehr viele Menschen, es gibt immer wieder Gespräche. Mit dem Buch kann ich ihnen ein Stück meiner Geschichte mitgeben und sie damit ermutigen.

Was sind die Hauptinhalte, worum geht es in deinem Buch?

Ich möchte Leuten Mut machen, sich mit allem, was sie haben und können, in der Gesellschaft zu engagieren. Sei es in der Kirchgemeinde, einem Sportverein oder in der Politik. Die Heilsarmee will immer bei den Menschen sein, nicht bei sich selber. Dafür werbe ich, indem ich beispielhaft meine Geschichte erzähle: Reisen hinter den Eisernen Vorhang mit meinem Vater, die zwölf Jahre in Chemnitz, die konkrete Arbeit im Bundestag. Wechselseitige Berührungsängste zwischen Kirche und Politik abzubauen, ist ein zweites Motiv.

Welche Erfahrungen hast du bisher mit „Mission: Verantwortung“ gemacht, gab es Rückmeldungen?

Ja, es gab eine Reihe von Presseberichten und Rezensionen in verschiedenen Zeitschriften, die durchgehend sehr wohlwollend geschrieben waren. Und dann gibt es viele persönliche Feedbacks: Jemand sagte, ich habe ihm ein neues Fenster geöffnet, Vorurteile abgebaut und Verständnis für die Politik erzeugt. Häufig höre ich das Wort „glaubwürdig“ – ein großes Kompliment und eine große Verantwortung für mein Wirken als Politiker zugleich.

Du hast bisher zwei Bücher geschrieben: „Lieben, was das Zeug hält“ und „Mission: Verantwortung“. Große Begriffe. Kommt da immer noch der Prediger durch, der eine Botschaft zu verkündigen hat?

(Lacht) Im ersten Buch ganz bestimmt. Das Thema Liebe für Menschen, die eigentlich gar nicht liebenswert sind, oder besser gesagt: die nicht so aussehen, habe ich jahrelang in meinem eigenen Leben durchbuchstabiert. Meine Erfahrungen und Einsichten wollte ich an andere weitergeben.

Beim zweiten würde ich mich freuen, wenn es den einen oder anderen motiviert, sich einzumischen. Wenn meine Geschichte eine Ermutigung dazu ist, super! Aber als Predigt, oder gar Moralpredigt, ist es nicht gemeint.

 

Frank Heinrichs Bücher kann man überall kaufen oder bestellen, wo es Bücher gibt.

Beide sind auch als E-Book erhältlich – direkt im E-Book-Shop des Neufeld Verlages, aber auch bei allen gängingen Anbietern:

 

 

Erstellt am 14. Juli 2014 von

Ein Ehe-Wochenende der besonderen Art gibt es vom 15. bis 17.8.2014 wieder im Hotel Scesaplana in Graubünden/Schweiz: Dazu laden nämlich Daniel Zindel & Käthi Zindel-Weber ein, Autoren des Buches Lieben, leiten, leben – Das Ehebuch für Führungskräfte.

Mit “Führungskräften” sind nun nicht nur Konzernmanager und Professorinnen gemeint, sondern jede Art von Konstellation, wo mindestens ein Partner ein gewisses Maß an beruflicher Verantwortung trägt. Denn diese Verantwortung bringt auch für eine Ehe ein gewisses Maß an extra-Druck mit sich.

Zindel-Webers wissen, wovon sie reden: Daniel Zindel ist Pfarrer, war einige Jahre im Gemeindedienst und leitet die Stiftung Gott hilft mit einigen hundert Mitarbeitenden im Schweizer Kanton Graubünden. Seine Frau Käthi Zindel-Weber leitet eine Erziehungs- und Lebensberatungsstelle unter dem Dach dieser Stiftung.

Gemeinsam haben sie ein ehrliches und inspirierendes Buch verfasst, das sich an Paare wendet, die Verantwortung tragen – nicht nur im Topmanagement:

  • für Pfarrer und Pastoren
  • für Familienfrauen, die gerade den Anruf bekommen haben: „Schatz, es wird später; fangt doch mit dem Essen schon mal an!“;
  • für Geschäftsleute, die sich soeben mit schlechtem Gewissen vom Abendessen abgemeldet haben.

Mich fasziniert bei Zindels immer wieder die Mischung aus praktischen Impulsen und tiefen Inspirationen; verbunden mit der steten Einladung, Gott mit ins Boot zu nehmen.

Weitere Informationen zum Ehe-Wochenende in Graubünden gibt es direkt hier.

Im Schweizer Fernsehen erzählten Daniel Zindel und Käthi Zindel-Weber erst kürzlich in der Sendung „Ehe man sich scheidet“ davon, was ihnen selbst im Laufe ihrer Ehe wichtig wurde und geholfen hat, glücklich miteinander zu sein.

In der SRF-Mediathek kann man sich die Sendung noch anschauen. Und das Covermotiv des Buches mit den beiden Fingerabdrücken scheint ziemlich genau zu dem inhaltlichen Ansatz zu passen, den die beiden vertreten …

 

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Erstellt am 11. Juli 2014 von

Heute geht es weiter mit unserer kleinen Serie mit Auszügen aus dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe aus der Feder des schwedischen Autors Anders-Petter Sjödin.

 

"Eins der besten Bücher ..."

 

(Immer noch) Kapitel 2: Heilige Verwandlung

Afrikanische Transformation

Lassen Sie mich von einigen afrikanischen Freunden erzählen. Anfang der neunziger Jahre reiste ich zusammen mit drei afrikanischen Pfarrern aus Tansania zu einer Konferenz nach Brighton in England. Die Vermieterin, die sich bereit erklärt hatte, Gäste aufzunehmen, stand in ihrer Tür und musterte die Gesichter der drei Afrikaner. Dann sah sie mich an, sagte: »Sorry, wir nehmen keine Afrikaner auf« – und schloss die Tür. Ich dachte, das kann nicht wahr sein. Ich brachte kein einziges Wort raus. Und ich schämte mich. Betson Kikoti durchbrach die Stille: »Das macht nichts, Sjodini, wir finden schon etwas anderes!«

Auf dem Weg ins Zentrum stieg ein betrunkener und lärmender Mann in den Bus. Die anderen Passagiere sahen verstohlen aus den Fenstern des Busses, um seinen Blick nicht erwidern zu müssen. Plötzlich rutschte Kikoti aus seinem Sitz und auf den Boden – um die Schuhe des Mannes zuzubinden. Er hatte gesehen, dass die Schuhbänder an beiden Schuhen des Mannes nicht zugebunden waren. Noch ein Schritt und der Mann wäre auf eines von ihnen getreten und hingefallen. Kikoti sagte kein Wort, er kniete nur auf den Boden und diente dem unbekannten Mann. Ich weiß nicht, ob dieser Mann wirklich mitbekam, was da geschah, aber für den Rest der Reise setzte er sich still und verwundert hin.

Kikoti war erst einmal im Ausland gewesen, zehn Jahre zuvor. Auf einer Chorreise nach Schweden war er nach Byvallen in Hälsingland gekommen. Während eines Fürbittgottesdienstes hatte er unerwartet angefangen zu weinen, berührt von der schönen Atmosphäre in dieser fremden Umgebung. Er hatte sich sanft nach vorne, zur Altarschranke, geführt gefühlt, wie von einer unsichtbaren Kraft. Dort war er auf seine Knie gefallen. Pfarrer Henrik Markgren hatte seine großen Hände auf seinen Kopf gelegt und etwas auf Schwedisch gesagt. Das Einzige, was Kikoti hatte verstehen können, war der Name »Jesus«. Etwas geschah. Kikoti wurde von Gottes Geist erfüllt. Woge auf Woge strömte Gottes Herrlichkeit über ihn und durch ihn hindurch. Er selbst beschreibt das als den Beginn eines neuen Lebens als Jünger Jesu.

Zehn Jahre später ging er erneut auf die Knie, in einem Bus in England, und band die Schuhriemen eines unbekannten, betrunkenen Mannes. In dieser Nacht schliefen wir alle vier in einem kleinen Hotelzimmer. Drei afrikanische Pfarrer in einem kleinen Doppelbett und ich lag auf dem Boden am Fußende des Bettes.

Am nächsten Tag trafen wir neue Gastfamilien, die Afrikaner aufnahmen. Kikotis neue katholische Gastfamilie erzählte ihm bereits am ersten Abend von der größten Sorge in ihrem Leben: John, der Sohn, saß im Gefängnis und verweigerte seiner Familie den Besuch. Jetzt wollten sie, dass Kikoti ihn besuchen sollte.

Kikoti war vor Schreck wie gelähmt. Er hatte in Tansania einmal ein Gefängnis besucht und das hatte seinem Namen alle Ehre gemacht: Eisengitter, Lehmfußböden, schwere Gewichte an den Knöcheln und Strafarbeit. Außerdem sprach er nur wenig Englisch. Aber er konnte seiner Gastfamilie diesen Wunsch nicht abschlagen. Außerdem, so dachte er – hatte Jesus nicht gesagt: »Ich war im Gefängnis und ihr habt mich besucht« (Mt 25,36)?

Mit zitternden Knien und stockendem Atem wurde er durch eine Reihe von Schleusen im Stadtgefängnis von Brighton geführt. Schließlich stand er vor Johns Zellentür. »Sie haben 15 Minuten«, sagte der Aufseher zu ihm. In der Tür stand ein groß gewachsener Mann mit langen zerzausten Haaren. Er sah Kikoti herausfordernd an: »Was wollen Sie?«, zischte er. Zaghaft fing Kikoti an zu erklären, dass er bei Johns Eltern wohnte, dass er wusste, dass John in die Sonntagsschule gegangen und in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen war.

Während er sprach, merkte er, dass sowohl seine Autorität als auch seine Liebe zu John zunahmen. Plötzlich fragte John: »Was wollen Sie, was soll ich tun?« Kikoti antwortete: »Ich weiß, dass du weißt, wer Jesus ist. Bete um Vergebung für deine Sünden und lade ihn ein, in dein Herz zu kommen!« Mit einem Rums fiel John auf seine Knie. Damit waren sie ungefähr gleich groß, Kikoti ist nämlich ein Sitzriese. Kikoti tat dasselbe, was der Pfarrer in Hälsingland getan hatte, er legte seine Hände auf Johns Kopf und betete für ihn. Gottes Herrlichkeit und Frieden füllten die karge Gefängniszelle und ein kaputtes Herz.

Pfarrer Betson Kikoti inspiriert heute – und das sage ich ohne Übertreibung – Tausende Menschen in ganz Ostafrika, ein Jesus gemäßes Leben zu führen, das einzige Leben, das lebenswert ist. Kikoti war über den rassistischen Kommentar der Vermieterin nicht verbittert, er wies den betrunkenen Mann im Bus oder John in seiner Zelle nicht zurecht, sondern er ließ das Leben Jesu durch sich hindurchfließen. Ein solches nicht auf Konfrontationskurs gehendes und von Liebe erfülltes Leben weckt die Sehnsucht.

 

(Dieser Auszug entstammt dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe von Anders-Petter Sjödin, Neufeld Verlag, Schwarzenfeld 2012, Seite 44ff.)

Erstellt am 10. Juli 2014 von

Sie sind Gottes weise Strategen und kühne Eroberer. Um sein Reich zu bauen, setzten sie ihr Leben aufs Spiel. Das ist ihre Berufung, dazu sind sie bevollmächtigt: die Apostel.

Doch es ist still geworden um die Männer und Frauen, die seit dem Tag, als Jesus seine ersten Jünger berief, ihren wichtigen Beitrag zur Ausbreitung des Reiches Gottes geleistet haben. Denn der fünffältige Dienst (Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer) ist in vielen Gemeinden zum einfältigen Dienst verkümmert.

Übrig geblieben sind überforderte Hirten, einsame Lehrer oder mutlose Evangelisten. Aber wer baut heute die Brücke der Gemeinde zur Welt, in der sie als Licht lebt? Wer bringt in einer Zeit zunehmender Säkularisierung die Christen zusammen, um gemeinsam neues Land für Gott einzunehmen?

Stefan Vatter ist überzeugt: Wir müssen den apostolischen Dienst neu entdecken. Wir brauchen Menschen, die ihre apostolische Begabung und Berufung von Gott begreifen und annehmen. Und wir brauchen Gemeinden, die sich für den apostolischen Dienst öffnen.

Darüber hat er ein Buch geschrieben – was heißt “geschrieben”: er hat monatelang daran gearbeitet! Letzten Endes ist es nicht nur eine Fleißarbeit über den biblischen Befund und die Erfahrungen aus der Kirchengeschichte; sondern auch die persönlich durchlebte jahrzehntelange Beschäftigung mit dem apostolischen Dienst. Nächsten Donnerstag nun kommt Stefan Vatters Buch aus der Druckerei:

 

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Finden, fördern, freisetzen – Die Gabe des apostolischen Dienstes handelt davon, was die Bibel über den apostolischen Dienst lehrt, was den Dienst der Apostel durch die Jahrhunderte auszeichnete und wieso Apostel keine neuen Herren der Gemeinde sind. Es ist gut recherchiert, biblisch fundiert und weckt neu die Sehnsucht nach Gottes Wirken unter uns. Und es ist übersichtlich und abwechslungsreich konzipiert, angereichert durch Abbildungen, Tabellen und Skizzen. Ein Buch für alle Christen, die verstehen und erleben wollen, wie Gott auch heute noch seine Gemeinde und sein Reich bauen möchte.

Schon jetzt können Sie via Leseprobe reinlesen.

Erste Stimmen zu diesem Buch – von Johannes Hartl und Horst Afflerbach, Johannes Reimer und Horst Stricker, Heinrich Christian Rust und Christoph Stiba und Keith Warrington und … finden sich hier.

Außerdem hat Stefan Vatter noch informatives Zusatzmaterial zu diesem Buch zusammengestellt, das man sich hier downloaden kann.

Stefan Vatter, geboren 1965, verheiratet, zwei Töchter, war nach seinem Studium der Theologie in Krelingen, Basel und Südafrika zwanzig Jahre Hauptpastor einer Baptistengemeinde in Kempten im Allgäu.

Er ist Vorsitzender der Geistlichen-Gemeinde-Erneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland sowie Vorsitzender der Initiative Gebet Allgäu e. V. Stefan Vatter berät (auch unter dem Motto finden, fördern, freisetzen) bundesweit Kirchengemeinden und Unternehmen, ist Autor und Redner bei Seminaren und Konferenzen. Mit seiner Familie lebt er in Kempten.

Erstellt am 3. Juli 2014 von

„Selten habe ich ein derart gutes Buch zum Thema Nachfolge gelesen.“ „Ein außerordentlich stilles Buch der Innerlichkeit und Reflexion, das horcht und nachspürt und der Seele Raum gibt. Und gleichzeitig freudige Begeisterung weckt – über Gott und seine Absichten mit uns.” „… eines der besten Bücher, die momentan auf dem Markt sind!“

Bei solchen Leserstimmen kann man durchaus hellhörig werden – die Rede ist von dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe aus der Feder des schwedischen Autors Anders-Petter Sjödin.

 

"Eins der besten Bücher ..."

 

An dieser Stelle starten wir also eine kleine Serie mit Auszügen aus seinem Buch. Zur Inspiration und zum Vergnügen. Zur Ermutigung. Und natürlich auch als Appetitanreger.

 

Kapitel 2: Heilige Verwandlung

Der mehrfache Millionär Silvio Berlusconi ist vielleicht der bekannteste Mann im heutigen Italien. Sein Papa Luigi legte die Grundlage für diesen Reichtum – in Zusammenarbeit mit der sizilianischen Mafia. Jahrzehnte hat Berlusconi die Medien, die Politik und die Finanzwelt Italiens kontrolliert. Außerdem gehört ihm einer der größten Fußballklubs Italiens, der AC Mailand. Am bekanntes­ten ist er jedoch als Frauenheld und Playboy. Auf einem Flug nach Rom saß ich neben einer älteren italienischen Lehrerin. Sie war mit Breitseiten gegen ihren Premierminister nicht gerade sparsam. Obwohl Berlusconi ein großer Teil der italienischen Medienindustrie gehört, weiß wohl niemand, ob man ihn in 100 Jahren noch kennen wird, geschweige denn in 800 Jahren.

Giovanni di Bernadone hieß ein anderer Italiener, der eine große Ähnlichkeit mit Berlusconi aufwies. Er war der verwöhnte Sohn eines italienischen Geschäftsmannes und einer französischen Dame aus der Oberschicht. Er war arrogant, vergnügungssüchtig und auf Frauen fixiert. Sein Jugendtraum war es, ein »Promi« in der Unter­haltungsindustrie seiner Zeit zu werden.

Springen wir in der Zeit ein Stück weiter nach vorne, treffen wir auf einen zutiefst verwandelten Menschen. Eines Tages ritt Giovanni durch ein Tor. Seine Augen erblickten etwas, das er einmal mehr verachtet hatte als alles andere: einen Aussätzigen, einen Leprakran­ken.

Es ist schwer für uns, das Entsetzliche dieser Krankheit zu ver­stehen. Bakterien greifen das Nervensystem an, das Gefühl verschwindet nach und nach und der Körper fängt an, zu verfaulen. Allmählich fallen Körperteile ab: Zehen, Finger, Augen, Ohren oder Nase. Das erste Mal, dass ich einen Aussätzigen zu Gesicht bekam, war in einem Zug in Indien. Ich war 17 Jahre alt und er hatte auch ungefähr mein Alter. Er bettelte um Geld. Nach dieser makabren Begegnung saß ich eine ganze Weile verstört da. Ein großes schwar­zes Loch tat sich dort auf, wo eigentlich die Nase hätte sitzen sollen. Sein Gesicht ähnelte eher einem Totenschädel.

Am Ende ist ein Leprakranker in einer Welt ohne Sinnesemp­findungen gefangen. Am schmerzhaftesten sind jedoch das Ausgeschlossensein und die Entfremdung. Die einzige Empfindung, die am Ende übrig bleibt, ist die Sehnsucht nach Gemeinschaft. Im Lauf der Geschichte wurden Leprakranke in Reservaten isoliert, es war ihnen verboten, in die Nähe gesunder Menschen zu kommen. Sie waren die »Unberührbaren«. Zur Zeit Jesu gab es genaue Vorschrif­ten, wie nahe ein Aussätziger einem Gesunden kommen durfte. Ein Mensch mit Aussatz durfte nie mehr seine Kinder, seine Frau oder andere Menschen berühren. Welches Erstaunen, als Jesus nicht nur respektvoll mit ihnen sprach, sondern sie auch voller Zärtlichkeit berührte. Vielleicht das erste Mal seit Jahren, dass sie überhaupt jemand berührte?

Inspiriert von Jesus, floh Giovanni nicht vor dem Leprakranken, wie so viele Male vorher. Mit der Liebe Jesu, die in sein verwandeltes Herz strömte, stieg er vom Pferd, ging in die Knie und küsste die bleiche Hand des Kranken.

Er küsste sie! Ist das zu verstehen?

Der Leprakranke war schon äußerst erstaunt darüber, dass er ihm Geld gab. Aber damit hörte es nicht auf. Er ritt dann in ein abge­sperrtes Gebiet für Leprakranke, das außerhalb der Stadt lag, und bat alle dort um Vergebung für sein früheres Verhalten. Er gab ihnen Geld und hörte nicht auf, den einen oder anderen unter ihnen zu küssen.

Dieser reiche Playboy ist eher unter dem Namen Franziskus von Assisi bekannt, oder als heiliger Franziskus. Sein radikaler Glaube an Jesus Christus inspirierte ihn nicht nur, er verwandelte ihn. Das, was da für andere nicht sichtbar in der Seele dieses italienischen Jetsetters geschah, sollte eine ganze Welt beeinflussen. Im Alter von 23 Jahren hatte er die Stimme Jesu in der Kapelle San Damiano gehört: »Franziskus, geh und baue meine Kirche auf, die gerade dabei ist zusammenzustürzen, wie du siehst!« Es war der Beginn einer der größten Bewegungen in der Geschichte der Kirche. 800 Jahre später ist er immer noch inspirierend und herausfordernd, durch seine ansteckende Liebe zu Gott, den Menschen und der Schöpfung. Paulus sagt: »Gott will, dass ihr heilig seid.« (1. Thess 4,3)

 

(Dieser Auszug entstammt dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe von Anders-Petter Sjödin, Neufeld Verlag, Schwarzenfeld 2012, Seite 39ff.)

Erstellt am 30. Juni 2014 von

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Margot Käßmann (Herausgeberin)

Gott will Taten sehen

Christlicher Widerstand gegen Hitler – Ein Lesebuch

Ausgewählt, eingeleitet und kommentiert von Margot Käßmann und Anke Silomon

Gebunden, 479 Seiten, mit 48 Abbildungen

C. H. Beck, München 2013

 

Von Margot Käßmann liegen viele Bücher vor, und man darf gewiss weiterhin mit einer regen publizistischen Tätigkeit der EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017 rechnen.

Das muss allerdings nicht bedeuten, dass die veröffentlichten Bücher weniger gehaltvoll wären – ganz im Gegenteil, Margot Käßmann liefert Wertvolles und Wesentliches. So geht es mir auch mit diesem Buch, das nun schon einige Monate auf meinem Tisch lag.

Nach wie vor und inzwischen seit Jahrzehnten bewegt mich das „Dritte Reich“ sehr: Wie konnte es dazu kommen, dass Menschen zu derart unmenschlichem Verhalten bereit waren? Was für eine grausame Dynamik war damals entstanden, dass Millionen Deutsche offenbar den „gesunden Menschenverstand“ ausblendeten und sich dermaßen vereinnahmen ließen von Ideen, die man nur als menschenverachtend bezeichnen kann?

Und warum sind zumindest die Christen und Kirchen nicht geschlossen und mutig und eindeutig aufgestanden, um dem Bösen (ich glaube, so kann man das durchaus nennen) Einhalt zu gebieten? Rolf Hochhuths Drama Der Stellvertreter habe ich gleich zwei mal gelesen und erschüttert aus der Hand gelegt. Das Schicksal Jochen Kleppers und seiner Familie hat mich nachhaltig bewegt (und so ist im Neufeld Verlag eine Klepper-Biografie von Markus Baum erschienen). Und auch Hanna Schotts Biografie von André und Magda Trocmé, einem Pfarrerehepaar, das in Frankreich im Zentrum eines Widerstandsnestes agierte und entscheidend dazu beitrug, Tausende vor dem Zugriff der Nazis und ihrer willigen Helfershelfer zu bewahren, gehört in diesen Kontext. Letzten Sommer las ich Götz Alys Studie Die Belasteten – “Euthanasie” 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte; aber dazu an dieser Stelle später mehr.

Klar, diese Fragen werden wohl bleiben, und so fiel dieses „Lesebuch“ bei mir auf fruchtbaren Boden. „Ein Buch zum Lesen und Erinnern, damit wir uns heute fragen, wo unsere Widerstandskraft gefordert ist“, beschreibt Margot Käßmann das Anliegen dieses Werkes.

Und diese Wirkung entfaltet das Buch tatsächlich. Chronologisch sortiert und jeweils mit einer kurzen Einführung in den jeweiligen Zeitabschnitt versehen, stellen die Historikerin Anke Silomon und Margot Käßmann hier mutige Frauen und Männer vor. Von vielen hatte ich bereits gehört; es sind aber eben auch Menschen dabei, deren Engagement noch nicht so bekannt ist.

Knapp gehaltene Kurzbiografien werden meist ergänzt durch Originalzeugnisse – Briefe, Tagebücher etc. Und die sind bewegend. Mir ist neu bewusst geworden, dass die meisten dieser mutigen Zeitzeugen kaum vierzig Jahre alt wurden. Dass es viel mehr Menschen gab, die einen klaren Blick für das Unrecht hatten und viel riskierten, um sich für das Recht einzusetzen. Und dass es leider mindestens genau so viele Denunzianten gab. Wie oft heißt es am Ende einer Vita: „xy wurde von einer Nachbarin denunziert …“

Natürlich, Dietrich Bonhoeffer, der Kreisauer Kreis, Jochen Klepper, Reinhold Schneider oder auch Ehepaar Trocmé sind in diesem Lesebuch vertreten. Was mich besonders bewegt hat:

  • Die ausführliche Einführung von Margot Käßmann, im Bewusstsein einer großen ökumenischen Weite und immerhin mit dem Hinweis auf die konsequente Kriegsdienstverweigerung etwa der Zeugen Jehovas (mir ist von keinem Mennoniten bekannt, der verweigert hätte – dabei wurde das Wort aus Apostelgeschichte 5,29 „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“, das diesem Buch vorangestellt ist, in der Geschichte der Täuferbewegung von Anfang durchaus radikal mit Leben gefüllt …), auch wenn sie sich bei der Auswahl der Lebenszeugnisse auf die Basis der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen beschränkt hat.
  • Das Zeugnis etwa von Edith Stein – wie viele andere hat sie von der Möglichkeit, sich persönlich in Sicherheit zu bringen, keinen Gebrauch gemacht.
  • Der mutige Pfarrer Paul Robert Schneider.
  • Frauen wie Marion Yorck von Wartenburg (überhaupt haben die Herausgeberinnen zurecht darauf geachtet, dass mit diesem Buch auch Frauen entdeckt werden).
  • Die Predigt des katholischen Bischofs von Münster Clemens August von Galens gegen die Euthanasie (die übrigens bei Hitlers Regime deutlich Wirkung zeigte, wie Götz Aly in seinem oben erwähnten Buch beschreibt).
  • Das Wirken des Gefängnispfarrers Harald Poelchau.
  • Alfred Delps ernüchternde Schilderung der Verfahren vor dem Volksgerichtshof.
  • Kurt Gersteins erschütternder Bericht aus dem Zentrum der Todesmaschinerie (Gerstein ist ja auch eine der Hauptfiguren in Rolf Hochhuths Drama).
  • Der Vortrag Martin Niemöllers vom Juli 1946, der am Ende des Buches fast vollständig abgedruckt ist und in dem er über persönliche Verantwortung spricht, angesichts einer Haltung: „Das geht mich nichts an!“.

Es bleibt erschütternd, was damals geschah. Und es bleibt die absolut berechtigte Mahnung, mit offenen Augen und wachem Herzen durchs Leben zu gehen und mutig zu handeln, wo es notwendig ist.

Danke an die Herausgeberinnen für dieses Buch, das erzählt und dokumentiert und eben auch inspiriert, verantwortlich im Heute zu leben. Die Frauen und Männer, deren Lebenszeugnisse nun in dieser Art Geschichte des christlichen Widerstands noch einmal vor uns liegen, ließen sich von ihrem Glauben leiten, waren geprägt von einer klaren Vorstellung, was Verantwortung vor Gott heißt. Sie können uns anspornen, uns nicht einlullen zu lassen von Wohlstand und Konsum, Zeitvertreib und Unterhaltung. Denn Not gibt es auch heute mehr als genug.

Erstellt am 13. Juni 2014 von

Das Werk des amerikanischen mennonitischen Theologen John Howard Yoder (1927-1997) scheint immer stärker wahrgenommen zu werden. In der englischsprachigen Welt gehören seine Bücher bereits zu den wichtigsten des 20. Jahrhunderts. Jim Wallis schreibt: „John Yoder inspirierte eine ganze Generation von Christen, dem Weg Jesu in soziale Aktion und Friedensarbeit zu folgen.“

 

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In diesem Frühjahr ist die Dissertation von Joel Micha Driedger erschienen: Der gewaltfreie Messias – Einführung in Theologie und Ethik von John H. Yoder (EB-Verlag, Berlin). Der Verlag beschreibt das Buch wie folgt:

 

Für den nordamerikanischen Theologen John H. Yoder sind Kreuz und Auferstehung Jesu Christi politische Zeichen der anbrechenden Gottesherrschaft und begründen eine radikale Friedensethik.
In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts avancierte Yoder zu einem führenden Vertreter des christlichen Pazifismus in der Ökumene. Als Schüler Karl Barths lehrte er jahrzehntelang an der katholischen University of Notre Dame (Indiana).

Dieses Buch analysiert John H. Yoders erkenntnistheoretische Grundlagen, seine theologischen Begründungsmuster, ethische Konsequenzen und politische Perspektiven.

 

Driedger, Jahrgang 1983, ist seit April Pastor der Berliner Mennoniten-Gemeinde. Nach einem Freiwilligendienst in Brasilien studierte er Evangelische Theologie in Tübingen, Straßburg und Marburg und arbeitete als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen an der Universität Hamburg.

Im Neufeld Verlag sind die beiden Yoder-Titel Die Politik des Leibes Christi. Als Gemeinde zeichenhaft leben sowie Die Politik Jesu (auch als E-Book erhältlich) erschienen.

In den letzten Jahren findet (erneut) eine verstärkte Auseinandersetzung um sexuelles Fehlverhalten Yoders statt.

Erstellt am 5. Juni 2014 von

Argula von Grumbach – Das Leben der bayerischen Reformatorin: Diese neue Biografie stellt Autor Uwe Birnstein gemeinsam mit Dr. Margot Käßmann am Sonntag, 22. Juni 2014 in Nürnberg vor.

Die EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017 wird über „Starke Frauen der Reformation“ sprechen und dann mit Biograf Birnstein über die wortmächtige Argula von Grumbach ins Gespräch kommen.

Dazu gibt es Musik von schola cantorum nürnberg (Leitung: Pia Praetorius) aus der Lebenszeit Argulas.

Ausführliche Informationen zur Veranstaltung mit Margot Käßmann gibt es hier.

 

Sonntag, 22. Juni 2014, 17.00 Uhr in der Kirche St. Egidien, Egidienplatz 37, Nürnberg

Eintritt: 8 € (ermäßigt 5 €)

Karten im Vorverkauf gibt es bei: i-Punkt – Evangelischer Informationsladen, eckstein, Burgstr. 1-3, 90403 Nürnberg, Tel. 0911/2 14 21 40, Fax 2 14 21 54, E-Mail: i-punkt@eckstein-evangelisch.de

 

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„Starke Frauen der Reformation“: Es waren nicht nur Männer, die die Reformation vorangetrieben haben, sondern es gab auch einige (wenige) Frauen wie Katharina Zell und Argula von Grumbach. Es lohnt sich, diese Frauen der Reformationszeit endlich stärker in den Blick zu nehmen.

Für Bayern ist dabei die in Beratzhausen geborene Argula von Grumbach  (1492–1554) bedeutsam. Im Vorfeld des Reichstages besuchte Argula am 30. November 1523 auch die Stadt Nürnberg und nahm an Banketten teil. Hier lernte sie den Pfalzgrafen Johann II. von Simmern kennen, mit dem sie eine Korrespondenz begann (siehe auch www.frauen-und-reformation.de).

Bei der Veranstaltung in der Egidienkirche wird von Frau Käßmann diese bedeutende Frau der Reformationszeit ins Bewusstsein der Gegenwart bringen.

 

„Die Affäre Seehofer“ – so hat Uwe Birnstein Kapitel 3 seiner Biografie überschrieben. Da gab es nämlich einen jungen Mann, der an der Ingolstädter Universität reformatorisches Gedankengut verbreitete. Und eine Frau, die ihre Stimme für ihn erhob, als er daraufhin Schwierigkeiten bekam …

Argula von Grumbach setzte sich couragiert für die Erneuerung der Kirche ein. Leidenschaftlich und beharrlich forderte sie Amtsträger und Akademiker mit der Bibel heraus. Argulas Schriften wurden noch zu ihren Lebzeiten Bestseller. Sie stand mit berühmten Reformatoren in Kontakt, mit Martin Luther etwa traf sie sich.

Argula von Grumbach war eine der wenigen eigenständigen Frauen der Reformation, von denen wir wissen. Mutig agierte sie sogar gegen den Willen ihres Ehemannes, was die ganze Familie zu spüren bekam. Und sie war eine der wichtigsten Figuren der Reformation in Deutschland.

Die leicht lesbare Biografie, eine Einführung in Argulas Leben und Wirken, wird ergänzt durch einen informativen und farbig gestalteten Reiseführer an ihre Wirkungsstätten (Beratzhausen – München – Dietfurt – Lenting – Burggrumbach – Nürnberg – Ingolstadt – Regensburg – Köfering – Coburg – Augsburg – Zeilitzheim – Hausham).

Uwe Birnsteins Argula-Biografie ist auch als E-Book erhältlich.

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