Kategorie: Christliche Bücher
Als Kind habe ich nicht nur leidenschaftlich Comics verschlungen, sondern manche Bücher gleich fünf Mal gelesen. Erst im Nachhinein fiel mir auf, dass das mit dem Lesen irgendwann auf einmal vorbei war – offenbar hatte ich keinen Nachschub mehr. Erst mit 20 fand ich in meinem damaligen Chef einen „Reiseführer“, der mich mitnahm auf Lesereise und mich mit Stoff und Inspiration versorgte. Es begann die Zeit, in der ich durch Antiquariate und über Flohmärkte gezogen bin (einmal habe ich ein Schätzchen ergattert, das leider dermaßen gestunken hat, dass meine Frau darauf bestand, dass ich es in einer Plastiktüte verstaute. Inzwischen ist es einigermaßen ausgelüftet …).
Hätte ich als pubertierender Teenie damals schon die Romane von Franziska Dalinger in die Hand bekommen … Vor wenigen Tagen ist ihr neuer Roman „Narzissen und Chilipralinen“ erschienen. „Ich bin aus dem Lesen gar nicht mehr herausgekommen“, meint Testleserin Simone, „wunderschön geschrieben“, findet Ruth und auch Annika hält diesen Roman für „ein super tolles Buch!“.
Auf 240 Seiten wird hier die Fortsetzung von „Vollmilchschokolade und Todesrosen“ erzählt. Diese spannende Erzählung spielt im christlichen Milieu (Messies Papa ist Pastor), und schildert das gesamte Themen- und Gefühlsspektrum der 16-Jährigen absolut glaubhaft. Dabei frömmelt es nicht an jeder Ecke, damit auch jeder merkt, dass es sich hier um ein christliches Buch handelt. Nein, auch das Thema Glaube und Gott hat die Autorin authentisch in die Geschichte verwoben.
Eigentlich war diese Romanserie für Mädchen ab etwa 14 gedacht. Inzwischen kam ans Licht, dass deren Mütter „Vollmilchschokolade und Todesrosen“ ebenso gerne verschlungen haben wie offenbar viele Buchhändlerinnen. Viel (Lese)Freude also mit den „Narzissen und Chilipralinen“!
All unseren Leserinnen und Lesern wünschen wir von hier aus noch ein gesegnetes Jahr 2012! Wir bleiben als Verlag weiter dran, richtig gute Bücher zu machen. Mit Herzblut und Leidenschaft, mit inhaltlicher Substanz und in ordentlicher Qualität.
Ende Dezember ist bereits der erste Titel aus unserem Frühjahrsprogramm erschienen, ein weiteres Buch von Alan Hirsch: „Vergessene Wege – Die Wiederentdeckung der missionalen Kraft der Kirche“, so heißt die deutsche Ausgabe von „The Forgotten Ways – Reactivating the missional Church“.
Alan Hirsch ist in Südafrika aufgewachsen, war Pastor in Australien und lebt heute in Kalifornien. Von dort aus ist er er rund um den Globus unterwegs, begleitet und berät Gemeinden und Verbände. Dass er als jemand, der Mega-Kirchen eher kritisch sehen dürfte, auch schon Willow Creek beraten hat, spricht sicher für ihn. Im Herbst 2012 wird er gemeinsam mit seiner Frau auf einer Novavox-Konferenz in Deutschland sein, und in der Edition Novavox ist auch dieses neue Buch erschienen.
Alan Hirschs Thema (und das bewegt uns auch als Verlag immer wieder zentral) ist die Frage, wie Kirche heute bedeutsam sein kann. Was geschehen muss, damit die unglaubliche Botschaft und die lebensverändernde Kraft Gottes sichtbar und spürbar werden – in einer Welt, die so vieles über Bord wirft und doch eine tiefe Sehnsucht nach Heilung in sich trägt.
Mich hat Alan Hirschs Buch gepackt, denn er arbeitet sich solide von der Bibel her an die Thematik heran, schreibt nicht von oben herab, sondern schildert als Praktiker auch eigene schmerzhafte Erfahrungen. Wie können wir Gemeinde so leben, dass die Menschen in die Jesus-Nachfolge geführt werden? Was hatte die frühe Kirche oder auch die Untergrund- und Hauskirchenbewegung Chinas, das diese schier unglaubliche Dynamik und geistliche Lebendigkeit und Echtheit mit sich brachte?
Alan Hirsch hat kreative Wege gefunden, diese vergessenen Wege des Evangeliums neu in den Blick zu nehmen. Mit seinen Bildern und Vergleichen schafft er es, Wesentliches darzustellen. Er ist mutig, prophetisch und direkt – zum Beispiel durchaus institutionskritisch. Aber er ist konstruktiv und bringt griffige Vorschläge, wie wir diese vergessenen, alten und guten Wege wieder beschreiten können.
Es ist ein herausforderndes Buch, das sich längst nicht nur an Pioniere richtet, sondern auch vielen Gemeindeleitern und Pastoren und überhaupt Leuten, denen die Gegenwart und Zukunft der Kirche am Herzen liegt, wertvolle und praktikable Impulse liefert.
Leonard Sweet meint im Vorwort: „Es gibt einige Bücher, die so gut sind, dass man sie zu Ende lesen sollte. Es gibt nur wenige Bücher, die gut genug sind, dass man sie bis zum Ende der Zeit lesen sollte. Vergessene Wege gehört dazu.“ (Schon ab 5 Exemplare gibt’s übrigens Mengenpreise.)
Nachdem wir in den letzten Jahren immer wieder Anfragen von Institutionen, Firmen, Referenten und Autoren bekamen, sie bei Publikationen zu unterstützen, haben wir vor wenigen Wochen mit der “Edition Wortschatz” einen weiteren Verlag gegründet. Wenn Sie Ihre eigene Buchidee realisieren, Diplomarbeiten/Dissertationen, Firmenchroniken, Festschriften oder auch Lyrik veröffentlichen möchten, stehen wir Ihnen gerne als engagierter Dienstleister zur Verfügung.
Dabei entscheiden Sie, in welchen Bereichen wir Sie unterstützen:
Lektorat/Korrektorat, Satz/Grafik, Umschlaggestaltung, Druck, Aufnahme ins Verzeichnis lieferbarer Bücher (VlB) mit ISBN, Verkauf in Kommission, auch an den Buchhandel/Großhandel, Registrierung bei Online-Buchhändlern, Versandservice, Produktion von Werbemitteln …
Interessiert? Wir machen Ihnen ein faires Angebot: Edition Wortschatz, VdK-Str. 19, 92521 Schwarzenfeld, Telefon 0 94 35/50 24 49, Telefax 0 94 35/50 24 83, E-Mail info@edition-wortschatz.de.
Ein Autorenseminar für Schriftsteller – und solche, die es werden wollen, bietet unser Lektor Dr. Thomas Baumann am Samstag, 11. Februar 2012 im Rahmen der Christlichen Medienakademie in Wetzlar an.
„Ideen für neue Bücher gibt es viele, aber welche Ideen taugen wirklich etwas? Und wie fängt man ein Buch an? Der Weg zu einem eigenen Buch ist manchmal sehr weit. Vielen Autoren geht unterwegs die Luft aus oder sie scheitern schon am Start.“
Der Workshop soll ermutigen, “Ihre Gedanken zu Papier zu bringen. Sie verfolgen die Spur, die ein Buch von der ersten Idee bis zum fertigen Druckwerk nehmen kann: von der Notiz der eigenen Ideen über das Anfertigen eines Manuskripts bis hin zu praktischen Fragen wie der Vertragsgestaltung. Wir zeigen Ihnen, wie ein Exposé aufgebaut sein muss, wie Sie Ideen in Texte fassen und welche Gegebenheiten Sie bei der Verlagssuche beachten müssen – damit aus Ihrer Idee schließlich das eigene Buch werden kann”, so heißt es in der Seminarausschreibung.
Am Donnerstag geht’s los: Erstmals gibt es online einen kleinen Adventskalender aus dem Neufeld Verlag – mehr dazu erfährt man auf unserer Facebook-Seite.
So ist der ausführliche Artikel des Journalisten Daniel Frick über die „souverän geschriebene“ Biografie Jochen Kleppers aus der Feder von Markus Baum überschrieben. Nachzulesen in der aktuellen Ausgabe (6/2011, Seite 19) des christlichen Medienmagazins „pro“. Pro erscheint sechsmal jährlich, erreicht nach eigenen Angaben 150.000 Leser und kann kostenlos bestellt werden. Und übrigens: 2012 ist Klepper-Jahr …
John Ortberg, Bestsellerautor und Pastor der Menlo Park Presbyterian Church, meint zu dem neuen Paulus-Buch von Kenneth E. Bailey: „Ken Bailey ist pures God. Ich kann mich an keinen Autor erinnern, der eine größere Hilfe gewesen wäre, die Bibel mit Frische und Klarheit zu lehren.“
Dieses Buch gibt’s leider noch nicht auf deutsch. Bei uns ist seine faszinierende Arbeit zu Lukas 15 erschienen, fast schon ein Klassiker: „Der ganz andere Vater – Die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn aus nahöstlicher Perspektive in Szene gesetzt“. Auch Autoren wie Tim Keller („Der verschwenderische Gott“) sind von Ken Bailey inspiriert.
Als Leitungsteam unserer Gemeinde lesen wir seit einigen Monaten das Buch „Organisch leiten – Wie natürliche Leitung uns selbst, Gemeinden und die Welt verändert“ von Neil Cole. Zu Beginn unserer Treffen nehmen wir uns etwa eine Stunde Zeit und unterhalten uns über diese herausfordernde Lektüre. Neulich waren wir bei Kapitel 14, „Inkarnatorisch leiten – Christus lebt in uns“. Eine Frage auf S. 261 hat mich dabei besonders gepackt: „Wann wird Christus das Einzige sein, was Sie brauchen?“
Das schätze ich so an den Denkern und Visionären, die sich mit dem Status Quo von Kirche nicht zufrieden geben, sondern fragen, wie christliche Gemeinden die ursprüngliche Kraft neu erleben und ausstrahlen können: dass sie nicht einfach Traditionen in Frage stellen, sondern mutig und radikal auf das Zentrum hinweisen, Jesus Christus.
Übrigens soll noch in diesem Jahr ein weiteres Buch in der Edition Novavox erscheinen: Die deutsche Ausgabe von Alan Hirschs „The Forgotten Ways – Reactivating the missional Church“ ist in Vorbereitung.
Link zu novavox – Netzwerk für missionale Gemeindeinnovation
Erstmals in der Geschichte der Ausrichtung des Friedensnobelpreises haben drei Vorkämpferinnen für die Frauen- und Menschenrechte gemeinsam den diesjährigen Friedensnobelpreis erhalten. Eine davon, Leymah Gbowee, hat an einer mennonitischen Universität, der Eastern Mennonite University (EMU) in Harrisonburg studiert. (Hier ist auch Neufeld-Autor Howard Zehr Professor.) Sie teilt sich den Preis mit der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf und Frauenrechtlerin Tawakkul Karman aus dem Jemen.
Gbowee, die einen Master in Konfliktbearbeitung an der EMU erlangt hat, erhielt den Nobelpreis für ihre Friedensbemühungen in Liberia. Im Verlauf des zweiten liberianischen Bürgerkrieges gründete sie die Organisation Women of Liberia Mass Action for Peace, diese Friedensorganisation hatte maßgeblichen Einfluss auf die Beendigung des Bürgerkrieges 2003. Sie hat sich in ihrem Land und auf der ganzen Welt für Menschen- und Frauenrechte eingesetzt. Nur 12 andere Frauen haben den Friedensnobelpreis in seiner 110-jährigen Geschichte gewonnen. Leymah Gbowee ist auch die Hauptfigur des Dokumentarfilms „Pray the Devil Back to Hell“, in dem die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung in Liberia erzählt wird.
Auf der Frankfurter Buchmesse wurden soeben auch die deutschen Rechte für Gbowees Buch verkauft.
Quellen: mennonews.de, Wolfgang Krauss
Durch seinen unbeirrbaren Einsatz, den konsequent gewaltlosen Weg und eine herausragende Leitungsbegabung hat Martin Luther King jr. entscheidend dazu beigetragen, die Welt zu verändern: Vor wenigen Tagen wurde das riesengroße Denkmal in Washington eingeweiht.
In den sechziger Jahren sprach Magda Trocmé bei riesigen Versammlungen an der Seite des Friedensnobelpreisträgers. Magda und André Trocmé, das reformierte Pfarrerehepaar in Le Chambon, trugen entscheidend dazu bei, Tausende Menschen zu retten, als deutsche Truppen Frankreich besetzten. Beide wurden als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet.
Nach dem Krieg reisten sie nach Indien, Hiroshima und eben auch in die USA, um sich weiterhin engagiert für Frieden und Versöhnung einzusetzen. Später, 1981, wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Universität Haverford, Pennsylvania verliehen – im Namen aller Einwohner von Le Chambon und der benachbarten Ortschaften. (Gemeinsam mit ihr wurde auch Rosa Parks geehrt, die sich 1955 geweigert hatte, ihren Platz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen und die damit die amerikanische Bürgerrechtsbewegung voranbrachte.)
Kürzlich erschien im Neufeld Verlag die inspirierende und herausfordernde Biografie über diese mutigen Retter, die bisher kaum bekannt waren und von Historikern längst in einer Reihe mit Gandhi, Martin Luther King gesehen werden.
Ein Gespräch mit der Trocmé-Biografin Hanna Schott in Deutschlandradio Kultur




Wer schreibt denn da? Bin 1970 in Ingolstadt geboren und in Oberbayern und Ostwestfalen aufgewachsen. Seit 1995 verheiratet mit der wunderbaren Carolin. 2004 ging mit der Gründung des Neufeld Verlages ein weiterer Traum in Erfüllung. 
