Drei Impulse zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Erstellt am 18. Dezember 2012 von

Im Neufeld Verlag gibt es ja nicht so wahnsinnig viel zur Abteilung „Weihnachten“, aber drei Impulse will ich heute an dieser Stelle weitergeben.

1. Ein Kurzfilm von Tobias Faix

Dieser Text aus dem Buch Würde Jesus bei IKEA einkaufen? Herausforderungen zur ganzheitlichen Nachfolge, den Tobias Faix hier vorliest, hilft, eine frische Perspektive auf das Geschehen zu erhalten, das wir an Weihnachten feiern. (Das Buch geht demnächst übrigens in die vierte Auflage …)

2. Konzentriertes Leben

Okay, das ist vielleicht eher etwas für die Tage nach Weihnachten und den Jahreswechsel. Anders-Petter Sjödin schreibt in seinem Buch Verwandelt in Gottes Nähe (ich halte es für eins unserer besten Bücher) in Kapitel „20 Geistliche Übungen und Haltungen“ unter der Nr. 8 „Konzentriertes Leben“:

Wenn man wissen will, wohin man unterwegs ist, dann lohnt es sich, in den Rückspiegel zu schauen, um zu sehen, wo man gewesen ist. Viele unter uns verbringen mehr Zeit damit, eine Shoppingliste zu schreiben als damit, festzuhalten, was wir zu tun haben, um unsere Geschichte zu verstehen und damit auch unsere Zukunft. Im Folgenden einige Übungen, die uns dabei helfen können, zu einem zielgerichteteren Leben zu gelangen.

Vorbilder. Notieren Sie sich fünf Personen, die Sie positiv beeinflusst haben. Die Chance ist groß, dass Sie von Personen angezogen und geformt wurden, die ähnliche Gaben wie Sie haben.

Ereignisse. Schreiben Sie die fünf wichtigsten Augenblicke Ihres Lebens auf. Wie haben Sie diese Ereignisse geformt? Haben sich gewisse Ereignisse während Ihres Lebens wiederholt? Bilden diese Erfahrungen ein Muster?

Bücher. Schreiben Sie die drei wichtigsten Bücher auf, die Sie gelesen haben. Auf welche Weise haben sie Sie verwandelt?

Die Bibel. Schreiben Sie drei biblische Bücher, drei Kapitel und drei Verse auf, die Sie geformt haben und auf die Sie immer wieder zurückgegriffen haben.

Biblische Vorbilder. Schreiben Sie drei biblische Persönlichkeiten auf, abgesehen von Jesus, die Sie geformt und angezogen haben.

Lebenskurve. Zeichnen Sie auf einem Bogen Papier Ihre Lebenskurve auf, mit Höhen und Tiefen. Zeichnen oder schreiben Sie Ihre Gefühle dort hinein. Ein gut gelebtes Leben ist kein Leben ohne Täler. Wie haben Ihnen die Krisen dabei geholfen, in Ihrem Leben neue Prioritäten zu setzen?

Schwächen. Welches sind Ihre Schwächen und die Situationen, in denen Ihre Integrität bedroht war? Wo sitzt Ihre Achillesferse? Wie ist es dazu gekommen? Was in Ihrem Charakter bedarf einer Herausforderung oder Umformung?

Führung. Wie hat Gott Sie geleitet? Haben Sie sein Flüstern gehört? Seine Führung zeichnet sich durch eine besondere Intensität, Frieden und Milde aus. Er führt durch andere Menschen (oder auch Esel, wenn er will), durch Träume, Visionen und prophetische Worte. Er führt durch bestimmte Einzelheiten im Leben eines Menschen, wie den Familiennamen, Ereignisse rund um die Geburt oder familiäre Verhältnisse. Er gibt Zeichen, die anzeigen, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet.

Ein zielgerichtetes Leben zu leben, kann zu Ichbezogenheit und »Narzissmus« führen, aber denken Sie daran, dass der Unterschied wirklich darin liegt, ein zielgerichtetes oder ein zielloses Leben zu leben. Sein Leben auf ein Ziel ausgerichtet zu haben bedeutet, es auf Gott und seinen Willen ausgerichtet zu haben.

Ich selbst brauche mindestens einmal pro Jahr die Abgeschiedenheit und muss einen inspirierenden Ort aufsuchen, um ein Update für meinen persönlichen Entwicklungsplan zu machen. Dort schreibe ich auf, was ich benötige, um das Leben zu leben, das ich leben will und vom dem ich glaube, dass Gott mich dazu berufen hat: Bücher, die ich lesen sollte, Menschen, die ich treffen sollte, Orte, die ich besuchen sollte, Ausbildungen, die ich machen sollte, physische und geistliche Übungen, nach denen sich mein Körper und meine Seele sehnen. Das alles hilft mir dabei, das sinnvolle Leben eines Jüngers zu leben, ein zielgerichtetes Leben.

3. Weihnachten im Widerstand

Von Engeln und Eseln – Geschichten nicht nur zu Weihnachten ist unser absoluter Bestseller und hat gerade mal eben wieder innerhalb weniger Wochen Platz 1 unserer Top Ten in diesem Jahr erklommen.

Ich bin fasziniert von diesen ganz besonderen Weihnachtsgeschichten. Zum einen kann André Trocmé ausgesprochen gut erzählen und seine Geschichten haben es wirklich in sich. Zum anderen ist es unglaublich bewegend, wenn man sich daran erinnert, unter welchen Umständen Trocmé diese Geschichten erzählt hat – in seiner Kirche in Le Chambon nämlich, wo Ehepaar Trocmé zum Zentrum des Widerstands gegen die nationalsozialistischen Herrscher wurde und Tausende gerettet wurden. Und wer lieber beim Hören genießen möchte: Vier Geschichten davon gibt es auch als Hörbuch, wunderbar gelesen von Philipp Schepmann.

 


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.