Heimowskis Mutmacher: Geschichten – nicht Schubladen

Erstellt am 1. August 2017 von

Manchmal machen wir es uns einfach: Schublade auf Thema rein, Schublade zu – und fertig. Doch vielen Themen werden wir damit nicht gerecht. Und dem Leben schon gar nicht. Dafür ist es einfach zu kompliziert. Denn im wahren Leben treffen wir echte Menschen, und die sind nun mal nicht einfach oder eindimensional.

Klischees sind ja manchmal spaßig: wir zeichnen die Bayern in knackigen Krach-Lederhosen, wir stellen uns die Norddeutschen vor einem Teller mit wimmelnden Meerestieren vor, wir witzeln über die ach so laaaangsaaaamen Schweizer, spotten über die westfälischen Sturköppe und schmunzeln über die gemiieetlichen Sachsen. Man nimmt sich gegenseitig auf die Schippe, das ist lustig und das ist gut so.

Der Spaß hört dann auf, wenn aus dem Sticheln ein Vorwurf wird, aus dem Klischee ein Vorurteil. Dann sind plötzlich alle Arbeitslosen faul oder alle Reichen gierig, alle Jungen ungezogen, alle Alten von gestern, aus Flüchtlingen werden „Asylbetrüger“ oder „Wirtschaftsflüchtlinge“ oder Schlimmeres.

Dabei hat jeder Mensch eine ganz eigene Geschichte. Und was wissen wir schon darüber, warum ein Mensch zu dem Menschen geworden ist, der er heute ist? Was wissen wir über sein Glück – oder sein Pech? Haben wir mit ihm gelacht – oder mit ihm geweint?

Ein altes Sprichwort der Indianer sagt:

„Urteile nie über einen anderen, bevor du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist.“

Das ist weise. Unsere Schubladen werden keinem Menschen gerecht.

Gott alleine kennt unsere Geschichte. Er begleitet unseren Weg, tagaus, tagein. Ohne Vorurteile, aber mit großem Vertrauen und einem Herzen voller Barmherzigkeit. Jesus sagt uns zu:

„Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“

Uwe Heimowski


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.