John Howard Yoder im EKD-Magazin

Erstellt am 16. Juli 2013 von

Soeben ist das Magazin „Reformation. Macht. Politik“ zum neuen Themenjahr 2014 „Reformation und Politik“ der EKD erschienen. Das kann man sich herunterladen unter oder auch kostenlos als Heft bestellen.

Darin stellt Dr. Roger Mielke, Oberkirchenrat und Referent für Fragen der öffentlichen Verantwortung der Kirche im Kirchenamt der EKD in Hannover, auf Seite 68/69 das bedeutende Werk des amerikanischen mennonitischen Theologen John Howard Yoder (1927-1997) vor. In der englischsprachigen Welt gehören seine Bücher bereits zu den wichtigsten des 20. Jahrhunderts.

John Howard Yoders Klassiker

Mielke schreibt:

Yoder bringt in seinem Werk die lange geistliche Praxis der Friedenskirchen in die gegenwärtigen Prozesse der Transformation des Politischen ein. Er beschreibt, welche Rolle die Christen und die Kirchen in diesen Prozessen spielen könnten, wenn sie selbst zur Erneuerung nach dem Bild des Evangeliums von Jesus Christus bereit sind. Im Gestaltwandel der Volkskirchen zu differenzfähigen und differenzsensiblen Minderheitenkirchen wäre von Yoder Entscheidendes zu lernen über die politische Rolle der Christen zwischen liberaler Zeitgeistverstärkung einerseits und der Versuchung zu reaktionärem Traditionalismus andererseits. Politische Praxis der Kirche ist – in Yoders eigenen Worten – „mehr als Individualismus plus Gesellschaftsvertrag auf der einen Seite oder Korporatismus und Subsidiarität auf der anderen.“ In diesem „Zwischenraum“ könnten und müssten die Kirchen der Reformation heute politische Akteure sein.

Im Neufeld Verlag sind die beiden Yoder-Titel Die Politik des Leibes Christi. Als Gemeinde zeichenhaft leben und Die Politik Jesu erschienen; Letzteres ist inzwischen auch als E-Book erhältlich.


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.