MEDA Forum: Auf Gerechtigkeit setzen

Erstellt am 18. März 2013 von

Vor  gut einer Woche, am 8. und 9. März 2013 fand in der Andreas Hermes Akademie in Bonn das MEDA Forum statt. Gemeinsames Anliegen der über 120 Teilnehmenden war die Suche nach Einsichten und Lösungen auf dem Weg zu einer gerechteren Welt. Zum Thema „Auf Gerechtigkeit setzen – Wenn Unternehmer neue Wege finden …“ waren Gäste und Referenten aus Frankreich, der Schweiz, Kanada, USA, den Niederlanden und aus Paraguay gekommen.

Der Neufeld Verlag war als Sponsor dabei, und gemeinsam mit Cornelia Horsch (Horsch Maschinen GmbH, Schwandorf) war ich für die Moderation verantwortlich.

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Hier ein Auszug aus der Pressemeldung im Anschluss an die Tagung:

„Die Welt ist ungerecht, aber es lässt sich viel tun“, betonte Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher aus Ulm, Mitglied des Club of Rome und Experte zum Thema globale Gerechtigkeit. Er sprach über Wohlstand und Balance in weltweiter Perspektive. Eine Leitfrage laute: „Wie setzen wir Mittel mit großer Hebelwirkung ein, damit Menschen sich selbst helfen können?“

Über MEDAs Werte und Motivation referierte MEDA-Präsident Allan Sauder aus Kanada. „Die Armut wirksam überwinden durch kreative Geschäftsideen“ laute das Anliegen von MEDA seit seiner Gründung 1953. Die international tätige gemeinnützige Organisation hilft Menschen in Entwicklungsländern, sich selbst zu helfen – mit den Mitteln der sozialen Marktwirtschaft.

Zahlreiche internationale Beiträge, Videos und Impulse boten spannende Einblicke – z. B. in die Arbeit von MEDA in Pakistan. Über die dortige Arbeit mit Frauen berichtete am Weltfrauentag Helen Loftin aus Kanada, viele Jahre Projektleiterin in Pakistan und Afghanistan.

Gerhard Pries, Präsident der MEDA-Tochter Sarona Asset Management, einer Fondsmanagementgesellschaft mit Büros in Kanada und den Niederlanden, stellte sich Fragen zu Investments. Neben der Projektarbeit in Entwicklungsländern entwickelte MEDA Instrumente zur Geldanlage als Mittel zur Armutsbekämpfung.

Am Freitag Abend sprach Pastor Jan Lüken Schmid aus Emden über Bergpredigt und Business. Christen leben in der Welt und sollen dort Salz und Licht sein. Ziel unternehmerischen Handelns im Sinne der Bergpredigt muss sein, „den Geschmack des Lebens für andere zu verbessern und in das Dunkel etwas Licht zu bringen“. Der Weg zum Frieden, mit Gott und mit Menschen, ginge nur über Gerechtigkeit.

Am Samstag beleuchtete Dr. Werner Franz aus Paraguay („Gott liebt Unternehmer!“) das Thema „Gerechtigkeit im Unternehmen“. Sehr konkret übertrug er die „Praktiken“ aus John Howard Yoders Studie Die Politik des Leibes Christi – Als Gemeinde zeichenhaft leben auf den Unternehmensalltag. Ich glaube, das war der für mich inspirierendste Vortrag.

Den Abschluss am Samstag bildeten Käthi Zindel-Weber und Daniel Zindel aus dem Schweizer Kanton Graubünden, die unter der Überschrift „Lieben, leiten, leben“ und passend zu ihrem gleichnamigen Buch Führungskräfte in ihren Ehen ermutigten und motivierten, die jeweilige Berufung des anderen anzuerkennen und zu fördern.

Die Resonanz auf die Tagung war positiv. „Unser Ziel war es, die Menschen zu ermutigen, sich für Gerechtigkeit in der Welt einzusetzen und sie mit unserem Glauben und unserer Hoffnung anzustecken. Ich glaube, das ist uns gelungen“, freute sich Titus Horsch, der seit 2008 für MEDA Europa arbeitet.

MEDA (Mennonite Economic Development Associates) ist weltweit aktiv im Kampf gegen Armut und Unterentwicklung. Unternehmer, Selbstständige und engagierte Privatpersonen auf der ganzen Welt gehören heute zum Netzwerk von MEDA, das vor 60 Jahren von einer kleinen Gruppe mennonitischer Geschäftsleute in den USA gegründet wurde. Was sie verbindet: Ein Herz für die Armen, ein gesunder Unternehmergeist und der Wunsch, dass es den anderen auch gut geht. Frauen und Männer bringen sich bei MEDA mit ihren Erfahrungen und Ressourcen ein und werden so Teil der Lösung. Das Markenzeichen von MEDA sind kreative, innovative und marktorientierte Programme, die geprägt sind von Mut, Sachverstand, Wertschätzung und Gottvertrauen.

Kontakt: MEDA Europa gGmbH, Heinrich-Schütz-Str. 12 a, 56566 Neuwied, Tel. 0 26 22/90 61 84, www.meda-europa.org, E-Mail thorsch@meda.org

 


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.