Ohrenkuss: Die neue Ausgabe ist da

Erstellt am 7. Dezember 2013 von

Bei Superhelden denken viele zuerst an die üblichen Verdächtigen Batman, Spinne, Superman oder Hulk. Doch was die Redaktion des Magazins „Ohrenkuss …da rein, da raus“ sich zu dem Thema hat einfallen lassen, geht weit über das Gewöhnliche hinaus. Es geht um Angst und Mut, um Flucht und Kampf und um die simple Frage, wie man denn bitteschön die Welt rettet. Kürzlich ist die aktuelle Ausgabe mit dem Titel „Superkräfte“ erschienen.

Die Journalisten mit Down-Syndrom philosophieren in dem neuen Magazin in Hochglanzoptik darüber, was Superkräfte sind und woran man diese erkennt. In ihrer Theorie der Superhelden wird deutlich, dass dies nicht nur überirdische Wundertäter sind, sondern ganz normale Menschen wie du und ich. Julian Göpel tippt in seine Tastatur, wer für ihn dazugehört: Feuerwehrleute und Polizisten, Ärzte und Jäger, Hausmeister, Maurer und Maler, Schreiner und Angler. Jeder kann ein Held mit Superkräften sein. Verena Günnel schreibt über ihre Arbeit im Seniorenheim: „Wenn jemand mich höflich anspricht, meine Hilfe will, dann bin ich da und mache das bestimmt, wenn ich Zeit habe.“

Das Magazin „Ohrenkuss …da rein, da raus“ erscheint zweimal im Jahr und veröffentlicht ausschließlich Texte, die Menschen mit Down-Syndrom selbst verfasst haben. So können die Leser von Ohrenkuss direkt daran teilhaben, wie sie ihre Umgebung wahrnehmen und was sie wirklich denken. Das Magazin ist in einer besonderen Optik gestaltet und veröffentlicht viele Fotos der Autoren, die sie in ungewöhnlichen oder alltäglichen Situationen zeigen.

„Ohrenkuss … da rein, da raus“ hat bereits viele Preise gewonnen, darunter den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland (für das Ohrenkuss-Wörterbuch) und den Jugendkulturpreis Nordrhein-Westfalen, den Designpreis Deutschland und aktuell den Matthias-Claudius-Preis für soziales Handeln. Glückwunsch!


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.