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Fünf Kinder, zwei Jobs, einige Ehrenämter: Das fordert seine Zeit. Der Wecker klingelt früh, den Gute-Nacht-Kuss gibt’s spät. Vorher und nachher ist nicht viel Zeit, und zwischendrin schon gar nicht. Wir beten vor dem Essen, lesen einen Vers. Aber das sind nur „schnelle Happen“.
Zum Glück „muss“ ich von Berufs wegen predigen – und ohne Bibel und Gebet geht das nicht. Diese Vorbereitung tut mir selber mindestens so gut wie meiner Gemeinde.
Meine größte geistliche Quelle zapfe ich so alle zwei Wochen an: Ich gehe in die Sauna. Drei bis vier Stunden. Ich schwitze, schwimme, ruhe aus – und merke, wie mit dem Körper auch die Seele runterfährt. Ich komme zur Ruhe und werde offen für Gottes Reden. Meistens nehme ich ein Buch mit, manchmal die Bibel.
Oft bin ich aber auch einfach nur still – bete leise für alle meine Anliegen und merke nach einer Weile, dass mir die Worte ausgehen. Es ist alles gesagt. Plötzlich fallen mir Lieder ein, Bibelverse, Bilder von meiner Frau und meinen Kinder. Große Dankbarkeit erfüllt mich. Ich bete wieder. Ein Lobpreis beginnt. Werde wieder still. Es ist ein inniger Dialog mit Gott, der viel Kraft schenkt für den Alltag.
Uwe Heimowski
Schon der Titel dieses Buches provoziert. Und das seit 40 Jahren: Wirklich, 1972 erschien dieses Buch zum ersten Mal in den USA. Schnell wurde klar: Den Namen des Autors sollte man sich merken – John Howard Yoder, ein Theologe zwischen den Welten – später bezeichnet als Mennonit, Evangelikaler und Katholik. Stimmt, der 1927 in den USA geborene Yoder war offenbar in mehreren Welten zuhause.
Im Nachkriegs-Europa engagierte er sich als freiwilliger Helfer beim Aufbau eines Kinderheims im Elsass; auch seine Frau kommt aus dem Elsass. Er studierte bei Karl Barth in Basel, arbeitete im ökumenischen Ausschuss des Deutschen Evangelischen Kirchentages mit. Dann wurde er Dozent an einem freikirchlichen Theologischen Seminar, später zusätzlich an der katholischen Universität Notre Dame (wo es heute jährliche „John Howard Yoder Dialogues on Nonviolence, Religion & Peace“ gibt), in Buenos Aires und Straßburg.
Der methodistische Theologe Stanley Hauerwas bezeichnet Yoder als den „wohl führenden amerikanischen Theologen und Ethiker der letzten fünfzig Jahre“; die Zeitschrift Christianity Today zählt ihn zu den einflussreichsten zeitgenössischen Theologen. Die hier vorliegende Studie Die Politik Jesu ist sein bekanntestes Werk – und wurde von Christianity Today auf Platz 5 der 100 wichtigsten theologischen Bücher des 20. Jahrhunderts gesetzt.
1981 erschien Die Politik Jesu erstmals auf deutsch (im Agape Verlag), mit einem Vorwort von Jürgen Moltmann.
„Alle Lager, ob konservativ oder progressiv, ob hochkirchlich oder kongregationalistisch, ob eher ökumenisch-weltoffen oder evangelikal-innergemeindlich, sahen sich anhand dieses Buches erneut der Provokation ausgesetzt, die sich in der Begegnung mit dem Leben Jesu selbst stellt.“
So Fernando Enns, der ein Vorwort zur aktuellen Neuausgabe beisteuerte.
Yoder starb 1997. Erst 1994, 22 Jahre nach der Erstausgabe, war „The Politics of Jesus“ in einer neuen Ausgabe erschienen – mit Kommentaren zu jedem Kapitel. Nun liegt diese Auflage mit den umfangreichen Ergänzungen des Autors erstmals auf deutsch vor, übersetzt von Wolfgang Krauß.
Doch worum geht es in diesem Buch? Jesus und Politik? „Yoders theologische Überlegungen haben das Ziel, das vorherrschende theologische Korsett zu sprengen und neu zu fragen, was Jesus für uns heute bedeutet“, schreibt Tobias Faix in seinem Vorwort zur Neuausgabe. Und weiter:
„Yoder ermutigt, sich den Macht- und Strukturproblemen unserer Zeit aktiv zu stellen und das Evangelium nicht auf eine individualistisch verengte Auslegung zu reduzieren. Seine These, dass Jesus als Urheber eines radikalen sozialen Wandels betrachtet werden müsse und tatsächlich zu Lebzeiten ein Jubeljahr ausgerufen hat (Lk 4,16–30), beeinflusste viele Theologen weltweit. … Diese Gedanken haben eine ganze Generation von Christen weltweit beeinflusst, wie beispielsweise Ronald J. Sider, David Bosch, Samuel Escobar, Brian McLaren, Jim Wallis oder Shane Claiborne. Gerade Letzterer hat Yoders Gedanken aufgenommen und in seiner Lebensgemeinschaft in einem Armenviertel von Philadelphia (The Simple Way) praktisch umgesetzt und in seinen Bestsellern Ich muss verrückt sein, so zu leben: Kompromisslose Experimente in Sachen Nächstenliebe und Jesus for President reflektiert, verarbeitet und weiterentwickelt und ist so ein Vorbild für viele geworden.“
Aber wie kommen wir als Verlag dazu, ein Buch herauszugeben, dessen erste Auflage in den USA 1972 erschienen ist? Weil es nicht nur für Theologen in großer konfessioneller Bandbreite von enormer Bedeutung ist, sondern weil es hilfreiche Impulse gibt, die auch ganz praktisch fruchtbar werden können (vgl., was der britische Wagniskapitalgeber Dr. Kim Tan in seinem Buch Das Erlassjahr-Evangelium – Ein Unternehmer entdeckt Gottes Gerechtigkeit beschreibt). Noch einmal Tobias Faix:
„Yoders Kombination aus Klarheit und Radikalität macht Die Politik Jesu zu einem der wichtigsten Bücher der letzten Jahrzehnte. Die Neuauflage kommt deshalb gerade richtig, mitten in eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und des diakonischen Aufbruchs. Viele Kirchen und Gemeinden entdecken ihren gesellschaftlichen Auftrag wieder neu und versuchen, die Liebe Christi in ihre Nachbarschaft zu tragen. Dabei stoßen sie auf sozialethische Fragen, wie wir Christen mit Konsum, Umweltzerstörung oder Konflikten umzugehen haben. Yoder zeigt, dass die Bibel diese Fragen auf und ernst nimmt und sie in eine ganzheitliche Nachfolge Christi führen.“
Ganz abgesehen davon finden wir es spannend, dass ein zentraler Teil von Yoders Arbeit auf eine Studie von André Trocmé zurückgeht – dessen Biografie aus der Feder von Hanna Schott wir letztes Jahr herausgeben konnten.
Vor wenigen Tagen ist dieses Buch in der Edition Bienenberg erschienen. Also: jetzt zugreifen, einsteigen und sich herausfordern lassen. Dabei lohnt sich auch gleich ein Blick auf ein weiteres Buch aus der Feder von John Howard Yoder: Die Politik des Leibes Christi – Als Gemeinde zeichenhaft leben.
Christoph Schmitter und seine Frau habe ich kennengelernt, als er sein Praktikum als Pastor in der Freien evangelischen Gemeinde Cuxhaven machte. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und ich erinnere mich noch gut, dass wir vor allem viel gelacht haben. Kann schon sein, dass unsere Frauen uns damals für etwas … albern hielten. In den letzten Jahren haben wir uns dann gar nicht mehr so oft gesehen – wir sind 1998 nach Regensburg gezogen, Schmitters waren im Siegerland. 2005 wurde Christoph Pastor der CityChurch Würzburg, einer Freien evangelischen Gemeinde. Gottesdienst feiert die CityChurch im Kino – Kirche für Menschen unserer Zeit. Auch heute noch ist es so, dass wir viel lachen, wenn wir telefonieren oder uns sehen. Wahrscheinlich halten unsere Frauen uns deshalb immer noch für ein wenig … albern.
Im November 2009 schrieb Christoph mir, dass er gerade darüber nachdenkt, ein Buch zu schreiben. Im September 2010 dann hat er tatsächlich damit angefangen. Er schrieb:
Der Neufeld Verlag wäre natürlich meine erste Wahl, aber ich weiß, du bringst nur gute Bücher raus, und … na ja, keine Ahnung, ob es wirklich gut wird.
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Der Mensch ist sympathisch bescheiden! Ob es daran liegt, dass er gebürtiger Schweizer ist? Ende Juli (genauer gesagt, am 23.) erscheint tatsächlich sein erstes Buch im Neufeld Verlag – und es ist richtig gut geworden!
Es geht um neun LebensMuster, von denen jedes ein Prinzip oder einen Weg beschreibt, als Mensch und als Christ zu wachsen. Sind ganz simple und einfache Dinge … die aber kaum jemand wirklich in sein Leben integriert hat. Dabei würde es total viel verändern, wenn wir es täten.
Das Buch heißt Neunmalweise – LebensMuster zum Nachmachen und Selberglauben, umfasst gut 280 Seiten und wurde angereichert mit netten s/w-Illustrationen von Christoph Schmitter. Hier der Kurztext von der Rückseite des Buchumschlags (eigentlich wollten wir da nur drauf schreiben: „Du willst es doch auch“):
So schwer kann das doch nicht sein.
Leben. Glauben. Charakter entwickeln. Sinn finden. Der werden, der ich bin.
Behaupte ich mal so.
Hoffe ich doch sehr.
Glaube ich wirklich.
Dieses Buch erzählt von Wegen zu persönlicher Reife. Es erzählt von der Kunst zu leben. Von Menschen, die mich inspirieren. Von Dingen, die ich gelernt habe.
Über das Leben.
Über Gott.
Dieses Buch handelt von neun LebensMustern. Sie orientieren sich am faszinierendsten Menschen, der je über diesen Planeten lief.
Sie sind einfach.
Doch sie fordern dich ganz.
Am besten, du liest mit der Bereitschaft zur Veränderung. Was du für weise hältst, kannst du einfach nachmachen.
Und lies kritisch. Denk mit und entwickle deinen eigenen Weg. Es geht ums Selberglauben.
Appetit bekommen? Es gibt sogar noch was zum Nachtisch: Auf neumalweise.de, der Seite zum Buch, kann man sich witzige Kurzfilme herunterladen, die der Autor selbst inszeniert hat – Schnipselfilme. Die kann man z. B. auch im Gottesdienst abspielen. Zudem gibt es hier zu jedem der neun Lebensmuster Material für Gruppen – zur Vertiefung, fürs Gespräch. Was will man mehr? (Das Buch auf Facebook kommentieren, vielleicht?)
Anfang März kam die dritte Auflage von Tim Gedderts Ethik-Buch Verantwortlich leben – Wenn Christen sich entscheiden müssen aus der Druckerei. Als dieses Buch 2004 zum ersten Mal erschien, war das zugleich der Startschuss des Neufeld Verlages. Dem Buch war eine Seminarreihe vorausgegangen, die Timothy J. Geddert, Professor am Fresno Pacific Biblical Seminary in Kalifornien/USA und Gastdozent am Theologischen Seminar Bienenberg, im Rahmen des Verbandes deutscher Mennonitengemeinden gehalten hatte.
“Das Ziel des Ganzen ist, dass wir als Gemeinden lernen, biblisch zu denken und verantwortlich zu handeln, wenn wir mit wichtigen ethischen Fragen konfrontiert werden: Was hätte Jesus getan? Was lehrt die Bibel? Wie gewinnen wir biblische Richtlinien? Wie sieht ein Leben aus, das Gott gefällt?”, so Tim Geddert.
Inzwischen wird das Buch längst nicht nur in täuferisch-mennonitischen Gemeinden herangezogen, wenn es um ethische Fragen geht, sondern auch darüber hinaus. Auch Bibelschulen und Theologische Seminare arbeiten damit im Unterricht. Das Kapitel Gott spricht durch die Bibel – Warum hören wir so unterschiedlich? gibt es sogar als günstiges Heft für die gemeinsame Beschäftigung mit dieser zentralen Frage – als Koproduktion mit dem Bibellesebund.
Peter Strauch schreibt in seinem Vorwort:
„… Tim Geddert verschweigt dabei nicht, dass selbst der Satz: „allein die Schrift“ nicht so eindeutig ist, wie er klingt. Gibt es in der Bibel nicht tatsächlich auch zeitgebundene Aussagen? Können wir denn wirklich alles 1:1 übernehmen? Und was kann uns helfen, nicht willkürlich das eine vom anderen zu unterscheiden? Sorgfältig geht der Autor diesen Fragen nach. Er nimmt uns mit hinein in diese Problematik und führt uns zu begründeten Antworten. Und nicht nur das. Was mich an dem Buch besonders fasziniert, ist der Weg, den Tim Geddert dabei mit uns gemeinsam geht. Er leitet zur Eigenarbeit an. Sein Vorgehen ist exemplarisch, wir sollen daran lernen, selbst die erforderlichen Wege zu gehen und begründete Antworten zu finden.
Und noch etwas fällt mir in diesem Buch auf: Wir leben heute in einem ganz und gar individualistischen Zeitalter. Diese Einstellung macht auch nicht vor unserem Christsein halt. Mein Gott und ich, andere haben da gefälligst nicht hineinzureden. Tim Geddert sieht das anders, weil es die Bibel anders sieht. Nach seiner Überzeugung gehört zu einem Leben als Christ die Gemeinschaft mit Schwestern und Brüdern. Was heißt das? Wie wirkt sich das auf die Frage nach dem Willen Gottes aus? Und was bedeutet Gemeinschaft, wenn jemand schuldig wird? Wie gehen wir gemeinsam damit um?
Zeitweise gewinnt man den Eindruck, mit dem Autor zusammen zu sitzen und mit ihm gemeinsam den Fragen nach einem echten und erfüllenden Christsein nachzuspüren. Die Gesprächs- und Denkanstöße helfen, sich dem zu stellen – persönlich und gemeinsam mit anderen. Und ich bin sicher, wer sich auf diesen Prozess einlässt, kommt weiter in seinem Leben mit Jesus. Werden Sie sich darauf einlassen? …
Vor vielen Jahren unterhielt ich mich zu Beginn eines Gottesdienstes mit einem jungen Mann an der Eingangstür zur Kirche. Enttäuscht erzählte er mir, in seiner Gemeinde sei niemand, der in ihm den Wunsch wecke: „So wie der ist, möchtest du auch sein.“ Zwar zeigte sich in dem weiteren Gespräch, dass er zu schwarz gesehen hatte, trotzdem bin ich überzeugt, dass wir gerade solche Leute brauchen: Christen, die echt sind, die in ihrer Lebensausrichtung nicht einfach einem traditionellen Gesetz folgen oder es missach¬ten, sondern die begründet mit Jesus leben, auf sein Wort hören und seinen Willen tun. Der folgende Text wird Ihnen helfen, ein solcher Mensch zu sein.“
Gemeinden sind nach wie vor herausgefordert, ethisch zu handeln und Position zu beziehen. Dieses Buch leistet dabei wertvolle Hilfe (Mengenpreise ab 10 Stück!).
In der letzten Ausgabe des “Salzkorn”, der Zeitschrift der Offensive Junger Christen (“Lucky Change – Sünde kann tödlich sein”), findet sich eine Bibelarbeit zum Gleichnis vom verlorenen Sohn aus der Feder von Rebekka Havemann. Dabei bezieht sie sich vor allem auf das Buch “Der ganz andere Vater” von Kenneth E. Bailey. Haben wir das 2006 etwa zu früh herausgegeben? Jedenfalls haben wir den Eindruck, Bailey wird hierzulande gerade entdeckt.
Dr. Kenneth E. Bailey, Jahrgang 1930, lebte seit 1935 im Nahen Osten und lehrte bis 1995 Neues Testament in Ägypten, im Libanon, auf Zypern und zuletzt am Ökumenischen Institut Tantur, Jerusalem. Neben Systematischer Theologie studierte er auch Arabisch sowie Arabische Literatur und hatte aufgrund seiner Lebens- und Lehrerfahrung “das Privileg, das Neue Testament mit dem kulturellen Hintergrund des Nahen Ostens zu studieren”. Er hat zahlreiche Bücher auf Englisch und Arabisch veröffentlicht, eine Reihe davon zu den Jesus-Gleichnissen in Lukas 15. Heute lebt Kenneth E. Bailey mit seiner Frau in Pennsylvania, USA.

Sein Buch “Der ganz andere Vater – Die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn aus nahöstlicher Perspektive in Szene gesetzt” (Originaltitel: The Cross and the Prodigal) ist eines der ungewöhnlichsten Bücher, das wir in den letzten Jahren herausgeben konnten. Zugegeben, der Titel ist etwas sperrig – aber das liegt wohl daran, dass wir nicht wussten, wie wir die Fülle dessen, was dieses Buch beinhaltet, zum Ausdruck bringen können:
Auf ungewohnte Weise bringt Bailey den Kern der christlichen Botschaft zum Ausdruck: Ein spannender Kommentar zu Lukas 15 liefert wertvolles Hintergrundwissen. Arabische Kalligraphie (aus der Feder von Bailey selbst) illustriert diese Botschaft, und schließlich zeigt ein dramatisches Theaterstück (das sich mit einfachen Mitteln aufführen oder lesen lässt; als Verleger hatte ich schon die Ehre, eine solche Aufführung einer evangelischen Theatergruppe zu besuchen): Gott ist auf der Suche nach seinen Kindern.
Bailey hilft mit diesem Buch, die Geschichten, die Jesus erzählte, neu zu verstehen. Dabei stützt er sich auf seine jahrzehntelange Forschungs- und Lebenserfahrung im Nahen Osten und fragt: Was haben die Erzählungen Jesu damals für seine Zuhörer bedeutet?
“Als Frucht eines Lebens seit seiner Kindheit in der arabischen Welt entstanden Einblicke in die ursprüngliche soziale Umwelt wie in die semitische Sprachkultur, die den Lebenskontext der Gleichnisse Jesu in aufregender Weise neu erschließen.”
Dr. theol. Paul Löffler, ehem. Dekan der Theologischen Hochschule für den Nahen Osten in Beirut (Libanon)
Der Artikel im Internet
- Der verlorene Sohn von Rebekka Havema
Einige Neuerscheinungen des Neufeld Verlages haben im März das Licht der Welt erblickt (das ist kein Witz – jedes Buch, das aus der Druckerei kommt, ist für uns tatsächlich ein bisschen wie eine Geburt, auf die man monatelang hingefiebert hat).
“Das sogenannte Alte Testament – Warum wir nicht darauf verzichten können” ist das erste Buch, das Tim und Gertrud Geddert gemeinsam geschrieben haben. Es ist in enger Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund entstanden. Am Anfang stand dabei die Überlegung: Wo brennt’s? Welche Bücher wären jetzt besonders hilfreich? Welche Themen wollen wir gemeinsam anpacken?
Das Autorenpaar hat diese Überlegungen engagiert aufgegriffen und nimmt uns mit auf eine spannende Entdeckungsreise ins Alte Testament (das hat mich schon beim Lektorat fasziniert!). Dabei beschäftigen sie sich auch ehrlich mit den “Problemzonen”, die vielen Christen Kopfzerbrechen bereiten.
Was soll ich sagen – ich habe diese Woche wieder angefangen, im Alten Testament zu lesen. Und bin begeistert!
Christliche Bücher leiten sich alle von einem Buch ab — so beruht der christliche Glaube wie der vieler anderer Religionen nicht zuletzt auf einem historischen Schriftstück: Der Bibel. Dieses Buch bildet seit tausenden von Jahren das Fundament des christlichen Glaubens. Kein Wunder also, dass sich die Menschen immer öfter anhand christlicher Bücher zum Thema Glaube oder zur Theologie allgemein informieren.
Christliche Bücher sind ein Mittel zum Austausch über die Religion
Christliche Bücher sind vielen Leuten kein Begriff – natürlich ist die Bibel nach wie vor die wichtigste schriftliche Errungenschaft aller Christen, das wird sie auch immer bleiben - dennoch gibt es mittlerweile viele christliche Autoren und eine immer weiter wachsende Leserschaft dieser Kategorie. Nicht zuletzt suchen viele Menschen in der heutigen, hektischen Welt nach einem Ruhepol, etwas Beständigem. Sie finden diese Stütze immer häufiger in ihrem Glauben. Um sich ausführlicher darüber zu informieren und die Sichtweisen anderer Christen kennen zu lernen, greifen sie verstärkt zu christlichen Büchern.
Der Neufeld Verlag hat sich daher auf die Veröffentlichung und den Verkauf christlicher Bücher spezialisiert. Wir wollen Christen die Möglichkeit geben, sich in Form von Literatur über ihren Glauben auszutauschen und zu informieren. Christliche Bücher, das heißt Ratgeber, Sachbücher und Erzählungen, befassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Glauben und allem, was dazu gehört.
Christliche Bücher: Der Glaube ist nicht nur alleiniger Inhalt
Christliche Bücher beschäftigen sich aber längst nicht mehr nur mit dem Glauben an sich. Sie informieren über Kirchen und Gemeinden, Spiritualität und Theologie. Natürlich wollen christliche Bücher in erster Linie den Glauben bestärken. Aber auch Leute, die sich sonst weniger mit Religion befassen, finden in christlichen Büchern spannende Anregungen und Ideen für ihren Alltag.
Schon der Name “Altes” Testament scheint anzudeuten, es sei weniger wichtig – veraltet, nicht mehr relevant, nicht “unser” Testament. Wenn Christen zur Bibel greifen, schlagen sie automatisch das Neue Testament auf, als würde das Alte Testament gar nicht existieren. Im Grunde betrachten sie nur das Neue Testament als ihre Bibel.
Das Alte Testament und wir
Dabei setzt es das fort, was das Alte Testament berichtet, begonnen und versprochen hat. Gemeinsam bilden sie die Bibel, die Gott uns gab. Sie enthält nicht nur eine Menge dramatischer Geschichten, sondern erzählt die eine ergreifende Geschichte, die unser Leben nicht nur beschreibt, sondern sogar verändern kann.
Das Autorenpaar nimmt mit auf eine Entdeckungsreise ins Alte Testament und beschäftigt sich dabei auch ehrlich mit den “Problemzonen”, die vielen Christen Kopfzerbrechen bereiten. Dabei wird deutlich: Die Bibel ist vom Anfang bis zum Ende faszinierend, lesenswert und unentbehrlich wichtig. Ohne sie wüssten wir fast nichts über den wahren Gott, wenig Zuverlässiges über den Sinn des Lebens und nur all zu wenig darüber, wie wir miteinander leben sollen.
Das Buch “Das sogenannte Alte Testament” von Timothy & Gertrud Geddert ist in unserem Online-Shop für christliche Bücher zum Preis von 9,90 € erhältlich.






Wer schreibt denn da? Bin 1970 in Ingolstadt geboren und in Oberbayern und Ostwestfalen aufgewachsen. Seit 1995 verheiratet mit der wunderbaren Carolin. 2004 ging mit der Gründung des Neufeld Verlages ein weiterer Traum in Erfüllung. 