Gastartikel “Energiesparen in Kirchengemeinden”
16.November.2009 von David NeufeldHier im Neufeld Blog stellen wir ja gerne auch mal Bücher mit dem “Blick über den eigenen Tellerrand” hinaus vor. Deshalb veröffentlichen wir gerne einen Gastbeitrag der EnergieAgentur.NRW, die kürzlich ein ganz anderes “kirchliches Buch” herausgebracht hat, als wie wir es normalerweise verstehen…
Ein praktischer Leitfaden, damit Kirchen Energie sparen
- Wie kann man Energieverbräuche in einer Kirchengemeinde systematisch erfassen, auswerten und beurteilen?
- Wann ist der Verbrauch hoch?
- Wann sollte man handeln – und wie?
Antworten, Hintergrundwissen und Anleitungen auf diese und weitere Fragen gibt ein neuer Praxis-Leitfaden der EnergieAgentur.NRW, der im Oktober 2009 erschienen ist. Die EnergieAgentur.NRW, die als unabhängige und nicht-kommerzielle Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen allein mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, hat in den vergangenen Jahren über 400 Kirchengemeinden zur Einsparung von Energie und zum Einsatz von erneuerbaren Energien beraten. Diesen Erfahrungsschatz möchte sie mit der Handreichung an die Gemeinden weitergeben.
Thematische Schwerpunkte sind daher: Erfassen und Bewerten der Energieverbräuche, Energieausweis für Gebäude, Reduzierung des Wärmebedarfes, Wärmeerzeugungstechniken, Beheizen von Kirchen, Orgel und Kirchenheizung, Erneuerbare Energien, Reduzierung des Strombedarfes, Beleuchtungsoptimierung, Nutzerverhalten und organisatorische Maßnahmen.
Kirchengemeinden können ein Schwergewicht sein, wenn es um Energiesparen in Liegenschaften geht. Allein die beiden großen Konfessionen besitzen etwa 20.000 Gebäude in Nordrhein-Westfalen. Jede der rund 5.000 Gemeinden hat durchschnittlich 35.000 Euro Energiekosten im Jahr - in der Summe sind das jährlich 175 Millionen Euro. Zahlreiche Beispiele, Praxistipps und hilfreiche Checklisten hat Dipl.-Ing. Christian Dahm in seinem Leitfaden “Energiesparen in Kirchengemeinden” nun vorgelegt.
Die EnergieAgentur.NRW schätzt, dass die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen in Deutschland im Jahr weit über 100 Millionen Euro Energiekosten und damit über 300.000 Tonnen CO2 einsparen könnten. Möglich wäre das durch die energetische Optimierung und Modernisierung der Gebäude.
Weitere Informationen: www.energieagentur.nrw.de/kirche




