Schlagwort-Archiv: Führungskräfte

 

Erstellt am 26. Januar 2017 von

Sehen wir uns in Nürnberg?

Dort findet vom 23. bis 25. Februar 2017 bereits der 10. Kongress christlicher Führungskräfte statt. Diese Großveranstaltung steht unter dem Motto „Mit Werten in Führung gehen“; in Nürnberg werden rund 3.000 Teilnehmer erwartet.

Der Kongress versteht sich als Wertevermittler:

Er dient der Orientierung, der Motivation und dem Erfahrungsaustausch von Führungskräften aller Branchen. Ziel des Kongresses ist es, Christen in verantwortlichen Positionen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu leben.

Das Programm liefert eine Vielfalt von praktischen Lösungen für brandaktuelle Herausforderungen und Fragen in den Führungsetagen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die Referentenskala umfasst über 100 Sprecher.

 

Es braucht nicht erst die erstaunliche Kreativität und Unverfrorenheit eines gewissen Donald und seiner Berater, Unwahrheiten schlicht als „alternative Fakten“ zu bezeichnen – es steht auch so längst außer Frage, dass der Charakter und die Persönlichkeit von Verantwortungsträgern entscheidend sind.

Besondere Empfehlung: Im Forum Nr. 4 moderiert Christoph Zehendner unter der Überschrift „Soziales Engagement weltweit“ ein Gespräch von Gerhard Pries (MEDA) und Traugott Horsch (Horsch Maschinen GmbH).

Wenn Sie beim Kongress in Nürnberg sind, besuchen Sie uns doch an unserem Stand Nr. A33 in Halle 4!

Wir haben dann aktuelle Bücher aus unserem Programm dabei, Titel zum Thema Führung und Leitung sowie natürlich Informationen zu unserem Dienstleistungsverlag Edition Wortschatz (schließlich sind Bücher ein phantastisches Medium, um die Geschichte eines Unternehmens zu erzählen und seine Werte zum Ausdruck zu bringen).

Erstellt am 21. Juni 2016 von

Was Daniel Zindel, Gesamtleiter der Stiftung Gott hilft in Graubünden/Schweiz und Neufeld-Autor, im Vorwort zum druckfrischen Jahresbericht dieses Sozialwerkes schrieb, finde ich inspirierend – er hat uns erlaubt, einen Auszug daraus hier wiederzugeben:

Unser vergangenes Betriebsjahr stand unter dem Motto „Farben der Dankbarkeit“. Wir versuchten als Mitarbeitende der Stiftung Gott hilft den verschiedenen Facetten der Dankbarkeit auf die Spur zu kommen. Was heißt sie für uns persönlich im privaten Bereich? Gibt es neben dem Individuellen so etwas wie eine kollektive, betriebliche Dankbarkeit?

Im Bewegen dieses Mottos wurde mir eines deutlich: Die Haltung der Dankbarkeit hat wirklich „Stil“. Er führt zu Grazie, Anmut und Schönheit. Dieser Lebensstil ist durch das Vertrauen geprägt: Es hat genug. Bei einem genügsamen Konsum lässt es sich durchaus vergnügt leben. Vielleicht heißt es „vereinfachen“, aber das macht nicht weniger glücklich.

Vereinfachung in unserem Verbrauch entzieht der Gier in uns etwas den Nährboden. Ich singe im Folgenden nicht das Loblied auf die Armut, das nur der anstimmen kann, der sie nie gekannt hat. Armut ist eine Geißel der Menschheit. Ebenso das abgrundtiefe Verlangen nach Geld. Hier ist die Bibel radikal: „Die Wurzel aller Übel ist die Liebe zum Geld“ (1. Timotheus 6,10).

Wo viel Geld ist, da ist der Teufel los. Wo keines da ist, sogar doppelt! Also nicht die Liebe zum Geld, sondern die Dankbarkeit dafür ist die richtige Voraussetzung für den Umgang mit Materiellem. „Handling“ von Geld ist letztlich eine spirituelle Aufgabe. Die dankbare Ver-Antwortung vor Gott macht uns in materiellen Dingen zu verlässlichen Unternehmerinnen und Unternehmern. Dann überschreiten wir nicht rote Linien, um schwarze Zahlen zu schreiben. Im Kleinen und im Großen nicht. Unsere Namen sind nicht in den „Panama-Papers“, sondern im „Buch des Lebens“ eingetragen.

 

Am Samstag, 10. September 2016 findet in Zizers übrigens ein großes Fest statt, wo die Stiftung Gott hilft ihr 100-jähriges Bestehen feiert.

Erstellt am 10. September 2015 von

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Seit 1999 findet in Nürnberg (Messezentrum, NCC Ost, 90471 Nürnberg) jährlich die ConSozial statt, ein Treffpunkt für alle, die in der Sozialwirtschaft arbeiten:

 

 

Der Kongress der ConSozial bietet Fach- und Führungskräften Vorträge aus 10 Themenfeldern. Das Spektrum reicht von der Kinder- und Jugendhilfe über Personalentwicklung bis hin zu Hilfen für ältere Menschen. In Tandem-Vorträgen berichten soziale Organisationen und gewerbliche Unternehmen von gemeinsam realisierten Projekten.

Beim parallel stattfindenden eintägigen KITA-Kongress bieten von der Praxis für die Praxis gestaltete Beiträge Raum für Austausch und Diskussion.

Interessant ist die ConSozial auch für Berufseinsteiger und jene, die im sozialen Bereich beruflich Fuß fassen oder sich weiterbilden möchten. Die Job-Infobörse der ConSozial bietet beispielsweise einen Bewerbungsunterlagen-Check und Karriere-Coachings an. Im Forum Bildung helfen Hochschulen, Berufsakademien sowie Anbieter für Weiterbildung dabei, sich einen Überblick über die vielfältigen Angebote zu verschaffen.

Im Messebereich stellen auch wir uns dieses Jahr (21. und 22. Oktober 2015) erstmals vor. Sie finden uns in Halle 4A (Stand Nr. 4A-104).

Sehen wir uns in Nürnberg?

Erstellt am 12. August 2015 von

Neulich habe ich ein schönes Wort gelernt: „Inkompetenzkompensationskompetenz.“ Da ist also jemand inkompetent. Mit anderen Worten: Er kann etwas nicht. Und nun gibt es drei Möglichkeiten, damit umzugehen:

 

  • Erstens: Er resigniert. Er zuckt mit den Schultern und lässt es sein: „Ich kann’s nicht.“ Punkt, fertig, Feierabend. Immerhin ein ehrliches Eingeständnis. In diesem Fall müsste man dann wohl vielleicht von „Inkompetenzsresignationskompetenz“ sprechen.

 

  • Oder, zweitens: Man tut einfach so, als ob. Als könne man das, was man aber eben nicht kann. „Ich habe zwar keine Ahnung, aber wer weiß: Vielleicht merkt es ja keiner?“ Das wäre dann, gelinde gesagt, Betrug. Auch eine Art, sein Leben zu meistern. Vielleicht wäre in diesem Falle „Inkompetenzvertuschungsungskompetenz“ die richtige Bezeichnung.

 

  • Und dann gibt es noch drittens: Jemand kann etwas nicht. Er weiß das. Er gibt es zu. Und er holt sich Hilfe.

 

Das war etwa bei Mose so. Gott wollte ihn zum Befreier der in Ägypten versklavten Israeliten machen. Doch Mose kannte sich selbst. Seine Stärken und seine Schwächen. Er war ein Anführer, ein mutiger Mann. Doch die Gabe der Rede fehlte ihm. Vor Menschen sprechen, das war nicht sein Ding. Das sagte er Gott frei raus – und er bekam einen Partner an die Seite gestellt: Aaron, der zum Sprachrohr des Mose wurde. Mit Aaron an seiner Seite führte Mose sein Volk in die Freiheit. Mit Aaron verkündete er ihnen die Zehn Gebote. Mit Aaron schlichtete er Streit und weckte immer wieder neue Hoffnung.

Das ist nun wirklich „Inkompetenzkompensationskompetenz“. Sie gibt nicht auf. Sie tut nicht so, als ob. Sie stellt sich der Realität. Das braucht etwas Mut – macht das Leben langfristig aber leichter und effektiver.

Uwe Heimowski

Erstellt am 23. Juli 2015 von

In diesem Jahr sind vermehrt Bücher über Matthias Claudius erschienen – am 21. Januar war es 200 Jahre her, dass dieser bekannte deutsche Dichter und Journalist starb. Am 15. August steht nun sein 275. Geburtstag bevor …

Von den Massen, die am Ende der legendären Herbert-Grönemeyer-Konzerte in tiefster Rührung „Der Mond ist aufgegangen“ singen, werden wohl die wenigsten wissen, wer der Verfasser jenes Gute-Nacht-Liedes ist (das auch wir seit Jahren unseren Kindern am Bett singen). In jedem Fall hat Matthias Claudius vielfältige Spuren hinterlassen.

Einer von denen, die Claudius besonders gerne lesen und zitieren, ist Daniel Zindel. Und so ist es wohl nur naheliegend, dass der Protagonist Reinhold in Zindels Buch Gestillt – Nachtgespräche mit David sich Briefe mit dem biblischen König David schreibt, der wiederum in himmlischen Gefilden in regem Austausch steht mit „Asmus“ (Matthias Claudius‘ Pseudonym), mit Paulus und mit E.

 

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Der Familienvater von drei Kindern – Reinhold ist Marketingplaner mit Führungsverantwortung – erzählt David von seinem Arbeitsalltag, aber auch von seinen eskalierenden Eheproblemen. David seinerseits gibt Reinhold Einblick in sein bewegtes Leben damals auf Erden und öffnet zudem einen Spalt breit die Himmelstüre.

Immer wieder kreist der Briefwechsel um die innersten Bedürfnisse. Durch die Nachtgespräche verändert sich Reinholds Familienleben; der junge Karrierist lernt von David, dass Macht, Reichtum oder Sex ihn nicht wirklich stillen können: David zeigt Reinhold einen weit besseren Weg.

 

„Mit diesem irdisch-himmlischen Briefwechsel ist Daniel Zindel … ein großartiger Wurf gelungen. Er beschreibt entwaffnend, gewandt und mit einer Prise Humor tragisch-komische Alltagssituationen eines Mannes, der teilweise gefährlich nah am Abgrund taumelt.“

schrieb Autor Thomas Härry in der Zeitschrift AUFATMEN.

Wo immer ich in letzter Zeit bei Buchvorstellungen aus diesem Buch vorgelesen habe, hatte ich nicht genug Exemplare davon dabei …

Erstellt am 11. Mai 2015 von

Als ich Ende Februar mit unserem Büchertisch beim Kongress christlicher Führungskräfte in Hamburg dabei war, bin ich Armin Ruser begegnet, der dort seine Firma AHA! Videos präsentierte – ein paar Tische weiter. Ihn zu treffen, gehörte für mich zu den Highlights in Hamburg!

Bei einem Cappuccino erzählte er mir von seinem Buchprojekt – und ich freue mich, dass wir ihn dabei unterstützen können, dass dieses kreative und gehaltvolle Buch nun tatsächlich seinen Weg in die Öffentlichkeit findet: Am kommenden Mittwoch präsentiert Armin Ruser auf einer Release Party sein Buch, das soeben in der Edition Wortschatz erschienen ist:

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Armin Ruser

Plan B – Höchste Zeit für Veränderung

In jedem Plan A steckt auch ein Plan B

Ein Buch für Innovatoren, Querdenker, Unternehmer und Menschen, die aus ihrer Komfortzone heraustreten wollen

176 Seiten, Klappenbroschur, Format DIN A5, durchgehend farbig mit zahlreichen Abbildungen

 

Worum geht’s in diesem aufwändig und sehr kreativ gestalteten Buch? Hier der Klappentext:

 

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere: Obwohl wir es eigentlich besser wissen, machen wir oft in unseren gewohnten Bahnen weiter:

  • Wir arbeiten so, wie wir es gewohnt sind, und nicht so, wie es am besten für uns wäre.
  • Wir ziehen Projekte durch, die keinen Sinn mehr machen.
  • Wir halten an Gewohnheiten fest, obwohl sie uns schon lange nicht mehr guttun.
  • Und wenn das Schicksal zuschlägt und es nicht mehr wie geplant weitergeht, dann betrachten wir das als Scheitern und nicht als Chance.

Der Unternehmer und Theologe Armin Ruser weiß, was es bedeutet, wenn im Leben nicht alles nach Plan läuft: Ein Motorradunfall setzte vielen seiner Pläne ein abruptes Ende. Seitdem lebt er Plan B – und das sogar ziemlich erfolgreich.

In einer gelungenen Mischung aus zeitlosen Prinzipien, persönlichen Geschichten und praktischen Tipps für das eigene Denken und Handeln fordert Armin Ruser seine Leser heraus, ihre eigenen Veränderungsmöglichkeiten zu nutzen.

 

Armin Ruser ist Unternehmer, Theologe und Redner. Zu seiner eigenen Lebensgeschichte gehört ein massiver Einschnitt aufgrund eines Motorradunfalls. Das macht ihn auf persönlicher Ebene zu einem Experten im Umgang mit Krisen. Seine Querschnittslähmung war für ihn ein Wendepunkt.

Vor allem in Veränderungssituationen inspiriert und begleitet er heute Führungsteams, Organisationen und Einzelpersonen durch Coaching und Vorträge mit seiner Expertise und seinem positiven Blick nach vorne. Ein Mensch, der etwas zu sagen hat …

Erstellt am 11. Februar 2015 von

Ende Februar, vom 26. bis 28., findet in Hamburg wieder ein Kongress christlicher Führungskräfte statt.

Wir sind mit einem Büchertisch dort vertreten – wenn Sie im Congress Centrum Hamburg dabei sind, finden Sie uns unter der Stand-Nummer T-A01 in Halle H.

Als Redner sind u. a. die Neufeld-Autoren Prof. Dr. Tobias Faix und Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke beim Kongress aktiv.

Sehen wir uns in Hamburg? Ich würde mich freuen!

 

Erstellt am 10. Februar 2015 von

Ein Ehe-Wochenende der besonderen Art gibt es vom 17. bis 19. April 2015 im Hotel Scesaplana in Graubünden/Schweiz: Dazu laden nämlich Daniel Zindel & Käthi Zindel-Weber ein, Autoren des Buches Lieben, leiten, leben – Das Ehebuch für Führungskräfte.

Mit „Führungskräften“ sind nun nicht nur Konzernmanager und Professorinnen gemeint, sondern jede Art von Konstellation, wo mindestens ein Partner ein gewisses Maß an beruflicher Verantwortung trägt. Denn diese Verantwortung bringt auch für die Ehe Druck mit sich.

 

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Zindel-Webers wissen, wovon sie reden: Daniel Zindel ist Pfarrer, war einige Jahre im Gemeindedienst und leitet die Stiftung Gott hilft mit einigen hundert Mitarbeitenden im Schweizer Kanton Graubünden. Seine Frau Käthi Zindel-Weber leitet eine Erziehungs- und Lebensberatungsstelle unter dem Dach dieser Stiftung. Gemeinsam haben sie ein ehrliches und inspirierendes Buch verfasst, das sich an Paare wendet, die Verantwortung tragen – nicht nur im Topmanagement:

  • für Pfarrer und Pastoren
  • für Familienfrauen, die gerade den Anruf bekommen haben: „Schatz, es wird später; fangt doch mit dem Essen schon mal an!“;
  • für Geschäftsleute, die sich soeben mit schlechtem Gewissen vom Abendessen abgemeldet haben.

Mich fasziniert die Mischung aus praktischen Impulsen und tiefen Inspirationen; verbunden mit der steten Einladung, Gott mit ins Boot zu nehmen.

Mehr Infos zu dem Wochenende im Scesaplana gibt’s hier!

 

 

Erstellt am 28. Januar 2015 von

Wieviele Bücher kommen im US-amerikanischen christlichen Buchmarkt wohl jährlich neu auf den Markt? 2006 waren es etwa 5.900, schrieb Al Hsu von InterVarsity Press, aber ob es heutzutage deutlich mehr oder etwas weniger sind – ich weiß es nicht. Ganz sicher kann man davon ausgehen, dass der Markt größer ist als der deutschsprachige. Der Wettbewerb um Auszeichnungen ist zugleich härter. Um so bedeutsamer ist es folglich, wenn ein Buchtitel aus der Masse herausragt, wahrgenommen und wertgeschätzt wird.

Dallas Willards Jünger leben mittendrin (erschien im Sommer 2014 auf deutsch, Originaltitel: Living in Christ’s Presence) hat diesbezüglich im vergangenen Jahr richtiggehend abgeräumt.

 

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Das renommierte Leadership Journal zeichnete dieses Werk von Dallas Willard (der ja im Mai 2013 verstarb) und John Ortberg als Best Book for Church Leaders (The Leader’s Inner Life) aus. Hier weitere Preise, die dieses Buch abräumte:

Logos Bookstores‘ 2014 Best Book in Spirituality

2014 Readers‘ Choice Award Winner

A Special Award of Merit, from Byron Borger, Hearts and Minds Bookstore

 

Auch Willards erfolgreiches Buch Jünger wird man unterwegs – Jesus-Nachfolge als Lebensstil (das wir gerade in der dritten Auflage drucken …), erhielt bereits 2007 den Christianity Today Book Award in der Kategorie „Christliches Leben“ (Originaltitel: The Great Omission: Reclaiming Jesus‘ Essential Teachings on Discipleship).

Erstellt am 25. August 2014 von

Und wieder geht es weiter mit unserer Serie mit Auszügen aus dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe aus der Feder des schwedischen Autors Anders-Petter Sjödin. Im zweiten Teil des Buches geht es konkret um geistliche Übungen – zunächst stellt Sjödin fünf grundlegende Übungen vor. Anschließend schildert er sehr knapp 20 weitere Übungen und Lebenshaltungen.

Heute folgt also ein Auszug aus Kapitel 10 („Fünf grundlegende geistliche Übungen“):

 

"Eins der besten Bücher ..."

 

 

1. Abgeschiedenheit – die positive Einsamkeit

»Am nächsten Morgen verließ Jesus lange vor Sonnenaufgang die Stadt und zog sich an eine abgelegene Stelle zurück. Dort betete er.« Mk 1,35

Bei der Abgeschiedenheit handelt es sich um eine Übung der Enthaltsamkeit, die auf eine positive, selbst gewählte Einsamkeit abzielt, in der wir uns – für einen Tag – von menschlichen Beziehungen zurückziehen, um Gott Raum zu geben.

Die Abgeschiedenheit ist eine der grundlegenden geistlichen Übungen. Der Priester und Psychologe Henri J. M. Nouwen war der Meinung, dass es »ohne Abgeschiedenheit so gut wie unmöglich ist, ein geistliches Leben zu leben«.

Jesus ist das beste Beispiel für den verwandelnden Einfluss, den ein Lebensstil, in dem es Stunden der positiven Einsamkeit gibt, auf unsere Seele hat. Der Evangelist Lukas notiert neun Mal, dass Jesus sich auf einen Berg, in die Wildnis oder in einen Garten zurückzog. Jesus suchte Orte auf, an denen er mit sich allein sein und mit seinem Vater reden konnte.
Die Abgeschiedenheit ist vom »Sein« geprägt, statt vom »Tun«. Im Prinzip tun Sie in Ihrer Abgeschiedenheit – nichts. Sie steigen auf einen Berg oder gehen an den Strand oder an irgendeinen anderen Ort, an dem Sie einsam sein können. Sie enthalten sich für eine Weile von allem, was Sie gefangen nimmt, vor allem von Ihrer Abhängigkeit von der Akzeptanz und Bestärkung durch andere Menschen. Sie sind allein mit Gott, der nicht verlangt, dass Sie ihm imponieren sollen.

Im Licht der Ewigkeit sehen Sie dann alles, was Sie stresst, beunruhigt und gefangen nimmt. Die Abgeschiedenheit schenkt Ihnen Klarheit, Sinn, Ziel und Stärke.
In der Abgeschiedenheit wird man mit seiner eigenen Seele konfrontiert, seiner inneren Leere, seiner Unnatürlichkeit und seinen Masken. Man erkennt, wer man wirklich ist, was erschreckend sein kann, aber auch befreiend. Aus Angst vor der Einsamkeit füllen wir unser Leben mit Aktivitäten, Lärm und Eile an. Denken Sie daran, dass Jesus mit Ihnen in diese Einsamkeit geht und dass er Sie so liebt, wie Sie sind.

Selbst kurze Augenblicke der Abgeschiedenheit können die Möglichkeit zur Reflexion, Kontemplation und zum Kontakt mit Gott bieten: Eine Mittagspause in einem schönen Park, allein in einer Kirche sitzen, blinzelnd einen Sonnenuntergang betrachten oder auf einem Sofa vor dem Feuer sitzen. Die Abgeschiedenheit wird durch Schweigen verstärkt, aber man kann sie auch mit einem aufgeschlagenen Buch in einem Café in der Anonymität einer großen Stadt erreichen. Abgeschiedenheit lässt sich gut mit der Meditation über die Bibel, dem Fasten, dem Gebet oder einer geistlichen Lesung kombinieren. Aber es ist wichtig, dass die Abgeschiedenheit nicht in Arbeit ausartet und zu einem neuen Projekt wird.

Dazu einige Stellen aus der Bibel: Mt 4,1; 11,28; 14,13.23; 17,1; 26,36; Mk 1,35; 6,31.46; Lk 4,1.42; 5,16; 6,12; 9,28; 22,39.

! Zum Nachdenken: Nicht unverantwortlich einfach »abhauen«, sondern die Umgebung darauf vorbereiten, indem man entsprechende Vorkehrungen trifft, um anderen unsere Abwesenheit erträglich zu machen. Wenn Sie sowieso einen Hang zur Introvertiertheit besitzen, sollten Sie sich eher mit aktiven Übungen vertraut machen. Extrovertierten Menschen kann es schwerfallen, »nichts« zu tun, sie fangen dann an, die Abgeschiedenheit mit neuen Aktivitäten auszufüllen, die schließlich zu einer neuen »Arbeit« werden. Abgeschiedenheit ist eine Einstellung des Herzens. Rein technisch kann man Abgeschiedenheit auch in einer Stadt erleben, aber man kann zehn Jahre lang als Einsiedler in der Wüste leben, ohne je Abgeschiedenheit zu erfahren. Die Abgeschiedenheit ist eine fundamentale geistliche Übung, auf der viele andere Übungen aufbauen.

 

(Dieser Auszug entstammt dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe von Anders-Petter Sjödin, Neufeld Verlag, Schwarzenfeld 2012, Seite 198f.)

Hier geht’s zu Folge 3!

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.