Schlagwort-Archiv: Hanna Schott

 

Erstellt am 11. August 2017 von

Hanna Schotts Biografie von Magda und André Trocmé ist nun auch auf Englisch erhältlich:

 

 

 

Love in a Time of Hate – The Story of Magda and André Trocmé and the Village That Said No to the Nazis lautet der Titel der Übersetzung, die in den USA bei MennoMedia erschienen ist.

 

Die Titelformulierung scheint zeitlos zu sein, setzt aber auch einen wichtigen Kontrapunkt in Zeiten, in denen Präsidenten und Regierungschefs manchmal sehr lautstark und nicht eben im Sinne der Versöhnung und des Friedens von sich reden machen.

Sich dann an das Lebenszeugnis zum Beispiel der Trocmés zu erinnern, tut gut! André Trocmé antwortete einmal auf die Frage, ob in seinem Dorf Juden versteckt würden: „Wir kennen nur Menschen.“ Eben.

Wir freuen uns und gratulieren unserer Autorin Hanna Schott herzlich zu dieser Lizenzausgabe!

 

Die deutsche Originalausgabe der spannenden Biografie (Von Liebe und Widerstand – Magda & André Trocmé: Der Mut dieses Paares rettete Tausende) ist in der vierten Auflage in gedruckter Form sowie als E-Book lieferbar.

Erstellt am 5. Oktober 2016 von

Auch Hanna Schott ist im Herbst zu diversen Veranstaltungen unterwegs, mit der packenden Biografie Von Liebe und Widerstand – Magda & André Trocmé: Der Mut dieses Paares rettete Tausende:

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20.10.2016: Lesung in der Alpha-Buchhandlung, Schloßstr. 10a, Bruchsal

27.10.2016: Frühstückstreffen für Frauen, 9 Uhr bis 11.30 Uhr, Ev. Christuskirche Homberg

5./6.11.2016: Zeit zum Mutschöpfen – ein Seminar der Reihe horizont 50+, Tagungszentrum Bienenberg, 4410 Liestal/Schweiz

 

… oder mit ihrem neuen Kinderbuch Angekommen! Vier Kinder erzählen von ihrem ersten Jahr in Deutschland:

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3.11.2016 Kinder- und Jugendbuchwoche Lingen, Lesungen in Schulen und in der Buchhandlung Holzberg

23.11.2016 Stadtbücherei Sandhausen (bei Heidelberg)

Erstellt am 5. Januar 2016 von

Wer schon mal ein Buch von der Autorin und Journalistin Hanna Schott gelesen hat, der weiß: Sie ist eine begnadete Erzählerin.

Im Neufeld Verlag konnten wir bisher die Biografien Matomora Matomora (die ist eigentlich längst vergriffen, aber eine Handvoll Restexemplare haben wir auf Lager …) sowie Von Liebe und Widerstand: Magda & André Trocmé – Der Mut dieses Paares rettete Tausende veröffentlichen. Und die Weihnachtsgeschichten Engel singen nicht für Geld von André Trocmé hat Hanna Schott für uns ausgewählt, aus dem Französischen übersetzt und herausgegeben.

Nach drei Auflagen im Klett Kinderbuch Verlag ist Hanna Schotts Kinderbuch Tuso nun in der Edition Wortschatz erschienen:

 

Dies ist die bewegende, wahre Geschichte eines kleinen Jungen aus Tansania, der – fast aus Versehen – zum Straßenjungen wird. Dabei ist er doch erst vier Jahre alt. Jahrelang ist Tuso mit dem Bus und zu Fuß unterwegs, immer auf der Suche nach seiner Familie.

Hanna Schott erzählt nicht nur von Tusos beeindruckender Odyssee, sondern auch vom gegenwärtigen Alltagsleben in Afrika – jenseits aller Klischees. Franziska Junges leuchtende und schwungvolle Bilder lassen uns richtig in die Geschichte eintauchen.

 

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„Packend und ohne Klischees erzählt“, meint die Süddeutsche Zeitung. Aber nicht nur Kinderbuchkritiker, sondern auch Kinder selbst sind von diesem Buch begeistert. Zurecht, wie ich finde (ich hab’s unserem Sohn auch gleich vorgelesen) …

Ab 10 und ab 25 Ex. gibt’s günstige Mengenpreise, z. B. für Gruppen oder Schulklassen.

Erstellt am 11. Juni 2015 von

Morgen feiert David Rockefeller seinen 100. Geburtstag. Sein Leben begann mitten in Manhattan, wo sich heute das Museum of Modern Art (MoMa) befindet. 1926 war einer seiner Hauslehrer der Franzose André Trocmé.

Rockefellers Vater John D. Rockefeller junior war ein Förderer des Union Theological Seminary und des International House, wo Trocmé (1901-1971) studierte – und seine Frau Magda kennenlernte. Und so hatte der Milliardär eines Tages den Studenten am Telefon:

»Ich bin Mister John D. Rockefeller junior, 54. Straße«, sagte eine Männerstimme, »und ich brauche für meine Söhne einen Französisch-Tutor. Wenn die Sache Sie interessiert, dann vereinbaren Sie doch einen Termin mit Mrs. Rockefeller.«

Trocmé nahm an und wurde Lehrer in der damals reichsten Familie der Welt.

»Junger Mann, ich werde etwas für Sie tun!«, sagte eines Tages der alte Rockefeller, als André das zweifelhafte Vergnügen hatte, Gast in seiner schlossartigen Residenz zu sein. »Ich schenke Ihnen ein Zehn-Cent-Stück. Versprechen Sie mir, dieses Geld zu investieren, sobald Sie wieder in Ihrer Heimat sind! So habe ich auch angefangen, und so bin ich reich geworden.«
André versprach es brav und steckte das Geldstück in die Hosentasche.
Danach bekam er ein Zehn-Cent-Stück für seinen Vater. Auch das steckte er ein.
»Haben Sie Geschwister?«, fragte der 87-Jährige.
»Ja, sieben«, antwortete André.
»Das ist zu viel. Sie treiben mich in den Ruin!« Und tatsächlich blieb es bei den zwanzig Cent.
»Mehr Benzin und höhere Preise, das ist es, was wir brauchen«, waren die Abschiedsworte, die Rockefeller senior seinem Gast mit auf den Weg gab.

Ob David Rockefeller mitbekommen hat, welchen Weg sein Französisch-Lehrer dann ging? Dass er während der Nazi-Herrschaft mit seiner Frau Magda und anderen im kleinen französischen Örtchen Le Chambon entscheidend dazu beitrug, Tausende zu retten?

Gäbe es sie auf Englisch, wir würden ihm ein Exemplar der Biografie dieses außergewöhnlichen Paares überreichen (daraus stammen die hier verwendeten Zitate), die Hanna Schott für den Neufeld Verlag geschrieben hat …

 

 

 

Erstellt am 30. Januar 2015 von

Von Erinnerung ist diese Tage – rund um den 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz – häufig die Rede. Und tatsächlich wird einem fast etwas mulmig, wenn man erkennt, wie wenig bekannt ist von den unvorstellbaren Schrecken jener Zeit, von den unvorstellbaren Leiden unzähliger Menschen – und von den mutigen Menschen, die damals aufgestanden sind und viel riskiert haben. Denn die gab es zum Glück auch.

Alfred Delp war so einer, Jesuit und Mitglied des Kreisauer Kreises im Widerstand gegen den Nationalsozialismus – 1907 geboren, am 2. Februar 1945 in Berlin-Pötzensee hingerichtet.

Am kommenden Montag, 2. Februar 2015, also dem 70. Todestag von Alfred Delp, liest Hanna Schott in der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim (bei Bad Kreuznach) aus Ihrer Trocmé-Biografie: Von Liebe und Widerstand: Magda & André Trocmé – Der Mut dieses Paares rettete Tausende (seit kurzem in der dritten Auflage).

Auch die Erinnerung an das Leben dieser beiden kann unser Gewissen schärfen und Mut entzünden …

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Erstellt am 16. Januar 2015 von

Am 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, seit 1996 in Deutschland, seit 2005 auch international und von den Vereinten Nationen getragen. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie zwei weitere Konzentrationslager Auschwitz befreit, vor genau 70 Jahren also. Öffentlich wird damit an alle Opfer jenes totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus erinnert (hier ein Auszug aus einer Rede von Norbert Lammert):

„Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.“

Zu der bedrückenden Schattenseite jenes immer noch unfassbaren Unrechts gehört auch der Blick auf jene mutigen Menschen, die an der Würde jedes Einzelnen festgehalten und dafür oftmals einen sehr hohen Preis bezahlt haben.

Im Neufeld Verlag erschien kurz vor Weihnachten die dritte Auflage der Biografie von Magda und André Trocmé, die zu diesen Menschen zählen. Ihr Beispiel ist auch heute noch inspirierend und macht Mut, im Gegenüber den Menschen zu sehen.

„Wir wissen nicht, was ein Jude ist. Wir kennen nur Menschen“, erwiderte Pfarrer Trocmé einmal gegenüber einem Präfekten. Der Mut dieses Paares rettete Tausende, und weil sie wie die vielen hugenottischen Bewohner jener Gegend in Frankreich nicht viel Aufhebens davon machten, sind die mutigen Menschen von Le Chambon bis heute kaum bekannt. Dabei retteten sie Tausende …

 

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Auch Jochen Klepper gehörte zu jenen Menschen, die nicht aus dem Blick verloren, dass es eine göttliche Autorität über unserem Leben gibt und wir uns für unser Tun und Lassen zu verantworten haben.

Angesichts des Schreckens nahmen Klepper, seine jüdische Frau und deren Tochter sich im Dezember 1942 gemeinsam das Leben. Ich habe mich gerade zum wiederholten Male in die Lektüre seiner Tagebücher Unter dem Schatten deiner Flügel und seines großen historischen Romans Der Vater vertieft. Markus Baum schreibt in seiner lesenswerten Biografie (auf S. 145):

Jochen Klepper idealisiert das Königtum Friedrich Wilhelms I. und die Art, wie er seine Rolle ausgefüllt hat. Friedrich Wilhelms Idee von Staats- und Regierungskunst (wie Jochen Klepper sie begriffen hat) dient ihm als Maßstab für neuzeitliche Potentaten. Friedrich Wilhelms Gestaltungsdrang und die Zügel, die er sich dabei angelegt hat, das alles soll auch als Maßstab für Hitler, Mussolini und Franco gelten.

Das Urteil aus der Vergangenheit über die Tyrannen der Gegenwart kann eigentlich nur vernichtend ausfallen: zu kurz gesprungen, nicht selbstlos genug, nicht Gott verantwortlich, nicht den Menschen gerecht werdend. Im Roman steht dieses Urteil nur zwischen den Zeilen, aber in den Königsgedichten spricht Jochen Klepper ausdrücklich von den „frevelhaft vermessenen“ Völkern, von törichten Königen, die „ein Reich des Glücks erzwingen“ wollen und damit nur scheitern können.

Erstellt am 30. November 2013 von

Es ist ja unser Glück als Verlag, dass wir uns nicht in erster Linie von den Zahlen bestimmen lassen, welchen Büchern und Medien wir uns widmen. Und das tun wir dann mit großer Leidenschaft. Aber natürlich spielen Umsätze und Verkaufszahlen und überhaupt betriebswirtschaftliche Fakten eine wichtige Rolle und es macht uns Spaß, uns die aktuellen Top Ten hin und wieder genauer anzuschauen.

Hier also die Titel aus dem Neufeld Verlag, die in den letzten Monaten am stärksten gefragt sind:

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Platz 1: Sabine Zinkernagel, Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse – Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern (auch als E-Book erhältlich)

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Platz 2: Silke Schnee und Heike Sistig, Die Geschichte von Prinz Seltsam

 

 „wohl die erfolgreichste kollektive Hilfsaktion in Frankreich für Juden“

Platz 3: Hanna Schott, Von Liebe und Widerstand – Das Leben von Magda & André Trocmé (auch als E-Book erhältlich)

 

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Platz 4: Franziska Dalinger, Tollkirschen und Brombeereis (auch als E-Book erhältlich)

 

 

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Platz 5: Conny Wenk, Außergewöhnlich

 

A little extra 2014

 

Platz 6: Conny Wenk, Wandkalender A little extra 2014

 

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Platz 7: Brad Huebert, Die Stimme des Königs – Eine dramatische Reise nach Hause (auch als E-Book erhältlich)

 

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Platz 8: Sabine Dittrich, Erben des Schweigens (auch als E-Book erhältlich)

 

Geist Gottes - Quelle des Lebens

 

Platz 9: Heinrich C. Rust, Geist Gottes – Quelle des Lebens: Grundlagen einer missionalen Pneumatologie

 

Prinz Seltsam und die Schulpiraten

 

Platz 10: Silke Schnee und Heike Sistig, Prinz Seltsam und die Schulpiraten

 

Herzlichen Glückwunsch an unsere Autorinnen und Autoren!

Erstellt am 17. Oktober 2013 von

Für alle Schweizer Freunde des Neufeld Verlages haben wir hier ein besonderes Bonbon: Der Ort Fislisbach AG in der Schweiz ist Partnergemeinde der französischen Ortschaft Le Chambon, wo Magda und André Trocmé lebten und wirkten.
Am Sonntag, 27. Oktober 2013 um 11.30 Uhr ist die Trocmé-Biografin Hanna Schott zu Gast im Kulturzentrum Fislisbach und liest aus ihrem Buch Von Liebe und Widerstand – Das Leben von Magda & André Trocmé. Hier gibt es nähere Infos zu der Veranstaltung. Ich wäre gerne dabei!
Anlässlich der Einweihung einer Gedenkstätte in Le Chambon brachte die Frankfurter Rundschau unter der Überschrift „Helden, die keine sein wollten“ einen ausführlichen Bericht des Schweizer Journalisten Thomas Schmid über die Geschichte von Le Chambon um den couragierte Pfarrerehepaar Magda & André Trocmé („wohl die erfolgreichste kollektive Hilfsaktion in Frankreich für Juden“).
Die überwiegend hugenottische Bevölkerung hielt ihr mutiges Engagement offenbar für so selbstverständlich, dass selbst nach Jahrzehnten nur wenige überhaupt davon Kenntnis genommen haben. Dabei brauchen wir doch überall lebendige Beispiele für Zivilcourage …

Erstellt am 7. Oktober 2013 von

Ich berichte an dieser Stelle ja nicht nur über Neufeld-Bücher und Aktivitäten „unserer“ Autoren, sondern lasse gerne den Blick kreisen in Bezug auf die Themen, die uns so am Herzen liegen (zum Beispiel Bücher!). Nach unserer Verlegerrunde („Was ist Ihr wichtigstes Buch in diesem Frühjahr?“) haben wir diesmal Autorinnen und Autoren gebeten, sich an einer kleinen Umfrage zu beteiligen.

Heute also – passend zur Frankfurter Buchmesse, die morgen Abend eröffnet wird – eine erste Ausbeute der Antworten zum Stichwort: „Dieses Buch hat mein Leben verändert“. Ich war richtig gespannt auf die Reaktionen – und als leidenschaftlicher Leser, der das Glück hat, sich sogar beruflich mit Büchern zu beschäftigen, die hoffentlich im Leben der Leserinnen und Leser Spuren hinterlassen, finde ich diese Umfrage natürlich äußerst spannend!

Thomas Härry

Nur ein einziges Mal in meinem bisherigen Leben habe ich ein Buch nicht bloß gelesen, sondern es laut gelesen und dabei Tonaufnahmen gemacht, die ich mir anschließend über eine längere Zeit hinweg im Auto oder zuhause anhörte. Das Buch: Klaus Bockmühl: „Hören auf den Gott, der redet“ (später neu erschienen im Band „Leben mit dem Gott, der redet“). Ich las das Buch als knapp Dreißigjähriger. Nach einigen Seiten war mir klar: „Dieses Buch solltest du nicht nur lesen, du solltest es verinnerlichen; es dir verabreichen wir ein Stärkungsmittel oder gute Medizin“. So kam es zu den Aufnahmen – und damit zu einem „handgestrickten“ Hörbuch.
Verändert hat mich dieses Buch, weil es die Sehnsucht in mir genährt hat, Gott hören zu können. Bockmühl gräbt sich nicht nur durch Bibel und Geschichte, er gibt auch gute und praktische Hinweise für heute. Sein Buch ist mir bis heute eine starke Motivation, still zu halten, auf Gottes Reden zu hören und mein Leben danach zu gestalten. Eine Perle!

Titus Müller

„Blue Like Jazz“ von Donald Miller hat mein Leben verändert (genauso wie der Nachfolger „A Million Miles in a Thousand Years“). Donald Miller stellt sich den Fragen, denen ich viel zu oft ausweiche, und sucht unvoreingenommen nach Antworten, nicht für mich, sondern für sich. Dass ich ihm als Leser dabei folgen darf, ist ein großer Gewinn für mein Herz. Er steckt mich an mit seiner Weite, seiner sanften Zielstrebigkeit und seinem Mut, im Leben und im Glauben tiefen Sinn zu finden.

Hanna Schott

„Verändert“ wäre wohl zu viel gesagt, aber geprägt haben mich – vor allem in der ersten Hälfte meines Lebens – zwei Bücher. Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer war das erste Buch, das ich mir von eigenem Geld gekauft habe. Ich war lange krank gewesen und durfte dann in die Stadt, um mir einen Wunsch zu erfüllen. Meine Wahl fiel auf dieses damals noch recht neue Buch, und das führte mich aus unserem kleinen Städtchen in eine Welt voller Überraschungen, in der sich aber alles auf wunderbare Weise zusammenfügt: Jim heißt Jim, weil er „genauso aussieht“, der Riese ist nur ein Scheinriese, das „Ende der Welt“ ist gar nicht das Ende, und die Klügste ist eine winzige chinesische Prinzessin. Schau genau hin: Was ist so, und was scheint nur so?, fragte mich dieses Buch, aber nicht belehrend, sondern mit einem Humor, der mich auch als Erwachsene noch anspricht.
Als Azubi im Buchhandel dann leistete ich mir (wieder vom wenigen eigenen Geld und gut überlegt) einen echten „Schinken“: Eberhard Bethges Bonhoeffer-Biografie. 1.100 Seiten, die mir zeigten, dass auch in der finstersten Zeit der deutschen Geschichte nichts „alternativlos“ war. Es gab die Möglichkeit, sich zu entscheiden, Zivilcourage zu zeigen, Gottvertrauen zu wagen. Bonhoeffer war kein geborener Held, sondern ein abwägender Intellektueller, der zu anderen Zeiten vermutlich in der Gelehrtenstube alt geworden wäre.
Genau hinschauen und gründlich nachdenken ist wichtig, irgendwann zum Tun durchdringen entscheidend. Jim und Dietrich begleiten mich.

Ulrich Eggers

Was der Schwede Magnus Malm in seinem Best- und Longseller Gott braucht keine Helden schreibt, hat schon viele christliche Hauptamtliche oder engagierte Gemeindemenschen berührt, verändert, herausgefordert: Gott ist nicht interessiert an meiner Arbeit, er ist interessiert an mir. Gott will nicht meine Leistung, er will mich. Das zu lesen – auf dem Hintergrund der eigenen Lebenserfahrung des Autors und seines Burnouts und kranken Leistungsdenkens –, hat befreiende Wirkung. Und Korrektur-Kraft für viele Jahre – ein Buch zum immer wieder lesen, denn man fällt gerne wieder in alte Leistungsmuster: Tust du was, dann bist du was. Bei Gott eben nicht. Liebe und Gnade richtet sich auf mich persönlich. Mich will er, dieser unglaubliche, großartige, liebevolle Gott. Und: Malm tut das, was ich für alle Bücher extrem wichtig finde: Sich selbst mit seiner Lebenserfahrung ehrlich einbringen. Das macht Bücher für mich besonders lesenswert.

Andreas Malessa

Uff. Ein hoher Anspruch. Es hat mein Denken und meinen Glauben verändert, es hat mein Leben indirekt und hintergründig geprägt: Helmut Thielickes „Zu Gast auf einem schönen Stern“, die 450-Seiten-Autobiographie eines der wirkungsvollsten evangelischen Theologen des 20. Jahrhunderts. 1984 als Hardcover bei Hoffmann & Campe, 2007 als Taschenbuch beim Brunnen-Verlag erschienen.
Ein Ethiker und Philosoph, dem die Nazis das Reden und Reisen verboten, der nach dem II. Weltkrieg die Tübinger Universität wieder aufbaute, der mit heißem frommen Herzen und humorvoll kühlem Kopf zwischen Pietisten und linken Intellektuellen vermittelte, der in den 68ern im Hamburger Michel so predigte, dass 2500 Studenten gebannt zuhörten.
Ich hatte das Glück, bei ihm 1976 ein Seminar zu politischer Ethik zu belegen (wie sich 25 Jahre später herausstellte: zusammen mit einer angehenden RAF-Terroristin …) und ihn in meinem ersten Fernsehfilm zu porträtieren. Insofern hat nicht allein „das Buch“, sondern auch der Autor „mein Leben verändert“. Warum ? Weil Helmut Thielicke erschütternden Ernst (z. B. die Karfreitags-Predigt 1947) mit selbstironischem Augenzwinkern („Pathetisches und Kurioses“) verbinden konnte. Weil ihn weder die Verzweiflung über Gottes Tatenlosigkeit im Leid noch die Ehrfurcht vor Gottes Erhabenheit im Heiligen davon abbrachten, sein Leben, die Kirche und die Gesellschaft dankbar, lebenszugewandt und menschenfreundlich mit dem Evangelium von Jesus Christus zu konfrontieren.
Gottes Regenbogen-Verheißung „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte“ aus Genesis 8,22 verband Helmut Thielicke lakonisch-weise mit dem programmatischen Wilhelm-Raabe-Zitat „So schönes Wetter – und ich noch dabei!“
Dafür werde ich ihm – und diesem Buch – immer dankbar sein.

Uwe Heimowski

Es fiel mir zufällig in die Hände. Beim Räumen einer Wohnung durfte ich es mitnehmen. Ich war wenige Jahre vorher aus einer Sucht heraus zum Glauben gekommen. Mein Glaube zu dieser Zeit war sehr eng – ohne diesen Halt wäre ich mit meiner Biographie damals kaum lebenstüchtig geworden. Nun stellte sich mir die Frage nach meiner Berufung. Ich hatte Erzieher gelernt, nun spürte ich, dass Gott mich in einen geistlichen Dienst führt. Wo sollte ich meine Ausbildung machen? Eine Uni kam nicht in Frage, in meinen Kreisen war sie als „liberal“ verschrieen. Doch nun fand ich dieses Buch, die Lebensgeschichte eines lutherischen Theologen, eines Professors für Ethik: Helmuth Thielicke, „Zu Gast auf einem schönen Stern. Erinnerungen“. Ich begann zu lesen, und das Buch zog mich in seinen Bann: dieser Mann liebte Jesus – und hatte eine unvorstellbare Weite in seiner Ethik oder im interreligiösen Dialog. Das kannte ich nicht. Es stellte mein Bild der Universitätstheologie auf den Kopf. Wie konnte einer so klar Christ sein – und zugleich so weit denken? Ich las alles von Thielicke, besonders seine Ethik und seine Predigtbändchen faszinierten mich. Und dann, wenig später, begann ich ebenfalls ein Theologiestudium an der Uni Hamburg. Es wurden unbeschreiblich gute sechseinhalb Jahre. Ich habe so viel gelernt, es hat meinen Horizont erheblich geweitet – und meinem Glauben nicht geschadet, im Gegenteil. Später wurde ich Pastor, unterrichte Sozial- und Wirtschaftsethik, arbeite heute für einen Abgeordneten im Bereich Menschenrechte. Ohne Helmut Thielickes Buch wäre das alles nicht geschehen.

Erstellt am 3. Juni 2013 von

Die Frankfurter Rundschau bringt heute auf fast der ganzen Seite 21 des Feuilletons die Geschichte von Le Chambon um den couragierten Pfarrer André Trocmé („wohl die erfolgreichste kollektive Hilfsaktion in Frankreich für Juden“) und weist am Ende als Literaturtipp auf die im Neufeld Verlag erschienene Biografie hin:

 

 „wohl die erfolgreichste kollektive Hilfsaktion in Frankreich für Juden“

 

Hanna Schott

Von Liebe und Widerstand – Das Leben von Magda & André Trocmé

ISBN 978-3-86256-017-2, Bestell-Nr. 588.722

Neufeld Verlag, Schwarzenfeld, 2. Auflage

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.