Schlagwort-Archiv: Literatur
Habe gerade den Roman Gedächtnis mit Flügeln von Romain Gary gelesen. Gary (eigentlich Roman Kasev), der für zwei seiner Romane den renommierten Literaturpreis Prix Goncourt erhielt (was nur deswegen überhaupt möglich war, weil man ihn nicht sofort hinter dem Pseudonym Emile Ajar identifizierte), beschreibt darin aus der Sicht des jungen Franzosen Ludovic Fleury die Geschichte einer Liebe. Und er erzählt wunderbar poetisch und mit schier unpassender Leichtigkeit vom französischen Widerstand gegen die deutschen Besatzer. Herrlich zum Beispiel die Figur des Marcellin Duprat, mit drei Sternen versehener Inhaber des angesehenen Restaurants Clos Joli, der „letzten Bastion des echten Frankreich“. Und wunderbar Ambroise Fleury, der Onkel des Protagonisten, der sich auf die Kreation ausgefallener Papierdrachen versteht und auf seine Weise protestiert und Zeichen setzt. Diese drei repräsentieren die Würde der französischen Nation. In einer Zeit, in der es vernünftig scheint, sich anzupassen, leisten sie auf scheinbar ganz unvernünftige Weise Widerstand.
An ein, zwei Stellen im Buch verweist Gary auf Le Chambon-sur-Lignon und Pfarrer André Trocmé – ein Ort der Menschlichkeit und ein Widerstandsnest, das bis heute kaum bekannt ist und wo Tausende gerettet wurden. Mitten im Krieg zieht etwa der Drachenbauer Ambroise Fleury nach Le Chambon (und überlebt am Ende sogar Auschwitz). Der letzte Satz im Roman lautet:
Ich beende nun diese Geschichte, indem ich noch einmal den Namen des Pfarrers André Trocmé niederschreibe und den von Le Chambon-sur-Lignon, denn besser könnte man es nicht ausdrücken.
Die deutsche Ausgabe, stilvoll übersetzt von Jeanne Pachnicke (Originaltitel: Les Cerfs-volants, Editions Gallimard, Paris 1980), erschien 1989 im Aufbau-Verlag und wurde noch gedruckt vom Grafischen Großbetrieb Völkerfreundschaft Dresden … Inzwischen scheint es das Buch allerdings nur noch antiquarisch zu geben.
Vom 14. bis 17. März 2013 findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. Dieses Jahr sind wir als Verlag am Stand der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger e. V. (VEB) vertreten – Sie finden uns also an Stand 3-A103. Herzlich willkommen!
Zwei Ergänzungen hierzu: Am Donnerstag, 14. März liest Uwe Heimowski um 10.30 Uhr am Stand des Brunnen Verlages aus seinem neuen Buch (Halle 3, Stand 3-A302).
Und Blog-Leser Jürgen Meier wies uns freundlicherweise darauf hin, dass wir an dieser Stelle doch gleich einen Link zu Veranstaltungen bringen könnten – was wir hiermit gerne tun. Auf den Seiten der Leipziger Volkszeitung findet man ebenfalls Neuigkeiten rund um die Buchmesse, was sich besonders bei Programmänderungen empfiehlt. Und natürlich, auf den Seiten der Buchmesse findet man auch einen Geländeplan.
Markus Baum, Biograf Jochen Kleppers und Eberhard Arnolds (Letztere Neuausgabe ist in wenigen Tagen lieferbar!), ist wieder unterwegs zu Lesungen und Vorträgen rund um Jochen Klepper, der am 22. März vor genau 110 Jahren geboren wurde:
- Mittwoch, 20. Februar, 19.30 Uhr, Elbingerode, Diakonissenmutterhaus Neuvandsburg
- Montag, 11. März, 18.00 Uhr, Göttingen, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
- Dienstag, 12. März, Ev.-Reformierte Gemeinde Hannover
- Mittwoch, 13. März, 19.00 Uhr, Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
- Donnerstag, 14. März, 15.00 Uhr, EmK Friedrichroda
- Freitag, 22. März (genau am 110. Geburtstag also), Ev. Kirchengemeinde Berlin-Nikolassee
Wir können uns gewiss nicht beklagen, sondern freuen uns über jede Rezension und jeden Hinweis auf eins unserer Bücher in den Medien. Über manche Rezension freut man sich freilich ganz besonders – in diesem Fall, weil die Klepper-Biografie mir persönlich sehr am Herzen liegt und weil sich der Rezensent so richtig in die Lektüre vertieft hat: Sandro Göpfert, Pfarrer zur Anstellung in Mülsen, hat in der letzten Ausgabe der Zeitschrift Theologische Beiträge (Heft 5 – Oktober 2012) auf S. 339f. die Jochen-Klepper-Biografie von Markus Baum besprochen. Sein Fazit:
„Eine Beschäftigung mit Leben und Werk Jochen Kleppers auf der Basis dieses Buches ist m. E. aus mehreren Gründen absolut lohnend …”
Ein ganz herzliches Dankeschön, Sandro Göpfert!
Am Sonntag, 11. November 2012 bin ich um 11.00 Uhr zu Gast bei der Matinée in der Mennonitengemeinde Regensburg-Burgweinting (keine Angst, das wird keine verkappte Faschingsveranstaltung!).
Wilhelm Unger, Pastor der Gemeinde, hat in der Einladung formuliert:
David Neufeld liest Kurioses, Lustiges, Spannendes und Entspannendes. Wie Bücher laufen lernen, inspirierende Begegnungen mit Autoren und warum Bücher auch heute noch ein Schatz sind.
Bücher vorzustellen, macht mir tatsächlich immer große Freude (könnte ich stundenlang machen, und nun habe ich die Qual der Wahl, mich zu beschränken!). Und natürlich freue ich mich, mal wieder dort zu sein, wo wir einige Jahre unseres Lebens verbracht haben.
Am 10. Dezember jährt sich der Tod des Dichters und Schriftstellers Jochen Klepper zum 70. Mal. Die Klepper-Biografie aus der Feder von Markus Baum hat seit Erscheinen im Sommer 2011 viel Anerkennung gefunden und ist für Klepper-Kenner ebenso spannend wie für Leserinnen und Leser, die sich bisher kaum mit dem Lebensweg dieses lutherischen Christen beschäftigt haben. Für mich persönlich ist mit der Veröffentlichung dieser Biografie ein Traum in Erfüllung gegangen – und ich schätze z. B. die Liedtexte Kleppers sehr, die eine ungemein tröstende Wirkung entfalten.
Ab morgen beginnt eine „kleine Vortrags- und Lesereise“ von Markus Baum, im Hauptberuf Rundfunkredakteur, und natürlich empfehlen wir die hier aufgeführten Veranstaltungen ausdrücklich:
Mittwoch, 24.10.;19.00 h; 35630 Kölschhausen; Friedrich-Winter-Gemeindehaus; Thema: Von Jochen Klepper hören, mit Jochen Klepper singen
Montag, 29.10.; 20.00 Uhr; 35578 Wetzlar, CVJM-Haus Frankfurter Straße; Thema: Jochen Klepper – kein Held, aber ein Gerechter?
Freitag, 9.11.: 19.30 Uhr; 89518 Heidenheim; Nacht der Kirchen; Apis; Thema: Jochen Klepper – 1. Liebe und Anfeindung; 2. Leiden an der Kirche, Dichten für die Kirche; 3. Kein Held, aber ein Gerechter?
Samstag, 10.11.: 19.30 Uhr, 89150 Laichingen; EmK; Thema: Jochen Klepper – kein Held, aber ein Gerechter?
Sonntag, 11.11.: 10.00 Uhr, 70771 Echterdingen, EmK; literarischer Gottesdienst, Thema: Von Jochen Klepper hören, mit Jochen Klepper singen
Sonntag, 11.11.: 19.30 Uhr, 72768 Reutlingen, Apis; Thema: Von Jochen Klepper hören – mit Jochen Klepper singen
Montag, 12.11.: 10.30 Uhr, 71554 Unterweissach, Ev. Missionsschule: Hymnologie-Vorlesung, Thema: Jochen Klepper als Liederdichter
Montag, 12.11.: 19.30 Uhr, 73728 Esslingen, EmK, Friedenskirche; Thema: Von Jochen Klepper hören, mit Jochen Klepper singen
Dienstag, 13.11.: 19.30 Uhr; 70806 Kornwestheim, Apis, Ev. Johannesgemeindehaus; Thema: Von Jochen Klepper hören, mit Jochen Klepper singen
Mittwoch, 14.11.: 15.00 Uhr; 74564 Crailsheim-Rossfeld, Martinshaus; Distrikts-Konfirmandengruppe, Thema: Jung und bedroht – Jochen Klepper und Renate Stein
Mittwoch, 14.11.: 19.30 Uhr; 74564 Crailsheim-Rossfeld, Martinshaus; Thema: Jochen Klepper – sein bewegtes Leben, sein Werk
Mittwoch, 5.12.; 19.30 Uhr; 31812 Bad Pyrmont; Thema: Von Jochen Klepper hören, mit Jochen Klepper singen
Donnerstag, 13.12.: 16.30 Uhr; 53113 Bonn, Ev. Gemeindeforum: Ökum. Seniorenkreis KLUPP 91; Thema: Jochen Klepper – Herold und Hüter des Evangeliums
Das Thema Depression wird häufig unterschätzt, meint die Direktorin des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission (Difäm) in Tübingen, die Ärztin Dr. Gisela Schneider. Während 34 Millionen mit HIV infiziert seien (schlimm genug), litten weltweit 120 Millionen Menschen an Depressionen. Kirchengemeinden in Deutschland können bei der Förderung von Gesundheit eine wichtige Rolle spielen, so Difäm. In gemeinsamer Trägerschaft mit der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen und in Kooperation mit dem „Bündnis gegen Depression e.V. Neckar-Alb“ leitet das Difäm das Projekt „Kirchengemeinden und Depression“. Dieses Projekt im Kirchenbezirk Tübingen basiert auf den Erfahrungen des Difäm mit der gemeindegetragenen Gesundheitsarbeit in den Ländern des Südens. Am Beispiel von Depressionen werden die Möglichkeiten deutscher Kirchengemeinden zur Förderung von Gesundheit aufgezeigt.
Im Neufeld Verlag beschäftigen sich zwei Bücher, die offenbar von immer mehr Menschen als hilfreich wahrgenommen werden, mit dem Thema Depression: Rosemarie Dingeldey erzählt in Es war, als würde ich fallen … Leben mit einer psychischen Erkrankung ihre persönliche Geschichte und gibt wertvolle Einblicke: Wie geht es jemandem, der mit einer psychischen Krankheit lebt?
„Als ich mit 17 in eine psychiatrische Klinik kam, war das zugleich das Ende eines unbeschwerten Lebens. Und es war der Anfang eines Lebens mit Angst, mit Schwäche, mit Medikamenten. Eines Lebens, in dem ich oft verzweifelt war – und das sich trotz allem lohnt.“
Und Jean Vanier, einer der großen geistlichen Schriftsteller unserer Zeit, hat mit seinem Büchlein Von den Wunden des Herzens – Wegbegleiter durch Zeiten der Depression in der Tat einen solchen Wegbegleiter geschaffen.
„Depression ist eine schmerzliche Wirklichkeit. Jenseits rein medizinischer Auslöser, ist sie oftmals die Folge verborgener Traurigkeit oder Schuldgefühle: Dunkle Gefühle, die man als Kind vielleicht unterdrückt hat, durchlebt man in Zeiten der Depression noch einmal.“
Einfühlsam schreibt Jean Vanier über Hintergründe – erhellend für Menschen, die Depressionen aus eigenem Erleben kennen. Zugleich inspiriert Vanier zu Wegen aus dem Dunkel ins Licht: Ein Neuanfang ist immer möglich. Auch Menschen, die andere durch Zeiten der Depression begleiten, liefert dieses Buch wertvolle Einblicke.
Es stimmt, wir machen Bücher aus Leidenschaft. Soeben ist unsere aktuelle Programmvorschau erschienen, die nun u. a. von unserem Logistikpartner PlusMedien KG in Fernwald (bei Gießen) vor allem an den Buchhandel verschickt wird. Für die ganz Neugierigen gibt’s aber bereits hier die Möglichkeit, reinzuschnuppern, was wir für den Herbst so geplant haben …
Für Leseratten und Bücherfreunde gibt es am Donnerstag, 3. Mai 2012 um 19.30 Uhr wieder einen Bücherabend in der Gemeinde-Bücherei Schwarzenfeld (im Rathaus: Viktor-Koch-Straße 4, 92521 Schwarzenfeld; bitte Büchereieingang hinten benutzen!).
Dazu muss man wissen: Diese Bücherei wird von über 25 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen betrieben, die sich mit großer Hingabe fürs Lesen engagieren. Das reicht von der ganz normalen Organisation der Ausleihe über die Raumgestaltung bis hin zu einem attraktiven und abwechslungsreichen Veranstaltungsangebot z. B. von Lesenächten. Bei soviel Freude am Buch überrascht es kaum, dass einige von ihnen auch noch die Schwarzenfelder Volksschule als Lesepaten unterstützen …
An diesem Bücherabend werde ich jedenfalls einige Highlights aus dem Neufeld Verlag vorstellen, etwas zu den Hintergründen der einzelnen Bücher erzählen und hoffentlich Appetit machen, selbst weiterzulesen.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich – herzlich willkommen also im schönen Schwarzenfeld, wir freuen uns auf Sie!
Hin und wieder kommt es vor, dass Bücher beim Transport leicht beschädigt oder etwas beschmutzt werden, und auch bei der Herstellung kann es in Einzelfällen zu kleinen Pannen kommen. Diese Mängelexemplare können wir Ihnen daher zu äußerst günstigen Preisen anbieten. Hier also eine Liste mit unserem aktuellen Bestand dieser Schnäppchen – Lieferung jeweils zzgl. Versandkosten, inkl. 7 % Mehrwertsteuer und natürlich nur, solange Vorrat reicht …
Bitte beachten: Bestellungen über unseren Online-Shop sind nicht möglich, bitte bestellen Sie direkt im Neufeld Verlag: E-Mail info@neufeld-verlag.de oder Telefon 0 94 35/50 24 49.
So lautet der Titel einer eindringlichen Geschichte von zwei Freunden – Jesus und Eliud – aus der Feder des begnadeten Erzählers André Trocmé, die in seinem Bestseller Von Engeln und Eseln enthalten ist. Dass es sich dabei tatsächlich nicht nur um Weihnachts-Geschichten handelt, verrät der Untertitel zwar ausdrücklich, wird aber schnell übersehen.
Diese Geschichte nun passt in die Passionszeit. Und als kleines Schmankerl dürfen Sie sich diese pdf-Datei hier herunterladen oder ausdrucken – mitsamt der ausdrücklichen Erlaubnis, sie z. B. im Gottesdienst zu verwenden. (Sie dürfen auch Ihren Pastor darauf hinweisen!) Und wenn Sie lieber beim Hören genießen möchten: „Ein Kissen unter dem Kopf“ ist eine der vier Geschichten, die auf dem Hörbuch Von Engeln und Eseln enthalten sind, gelesen von Philipp Schepmann.
Wir wünschen gesegnete Ostern!







Wer schreibt denn da? Bin 1970 in Ingolstadt geboren und in Oberbayern und Ostwestfalen aufgewachsen. Seit 1995 verheiratet mit der wunderbaren Carolin. 2004 ging mit der Gründung des Neufeld Verlages ein weiterer Traum in Erfüllung. 