Schlagwort-Archiv: Schriftsteller

 

Erstellt am 8. Februar 2017 von

Er ist da! Seit wenigen Tagen wird der neue Roman von Sabine Dittrich ausgeliefert:

 

 

Worum geht’s?

 

In diesem Sommer wird Anne Lischkas beschauliches Leben auf den Kopf gestellt. Sven, der ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat, kommt wieder nach Eichberg zurück. Zu allem Überfluss schleppt Opa Willi Anne auch noch nach Prag zu einer Art „Familientreffen“, nach dem nichts mehr ist, wie es war.

 

(An dieser Stelle erzählt Sabine Dittrich die Geschichte der Aktion „Schlösser“, geleitet von Přemysl Pitter. Dessen Autobiografie hat Sabine Dittrich soeben neu bearbeitet, sie erscheint im März 2017.)

 

Martin, der neue Pfarrer, plant ein Projekt für Witwen und ihre Kinder aus dem Irak. Damit will er gleichzeitig das Pfarrhaus und Annes Kindergarten, der wieder mal kurz vor der Schließung steht, beleben.

Martin und Anne sehen sich plötzlich Anfeindungen gegenüber, die in einer Katastrophe münden. Anne muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht – und ob sie ihre Träume leben oder begraben will. Und hat ihre zarte Liebe zu Martin überhaupt eine Zukunft?

 

Sabine Dittrich – die nach eigenen Worten lieber Geschichten als Pullover strickt – legt hiermit bereits ihren dritten Roman vor. Sie ist eine Autorin der leisen Töne, und wir schätzen sehr, wie sie Tiefe und Weisheit mit Leichtigkeit verbindet und in spannende Geschichten verpackt.

In Erben des Schweigens spinnt sie geschickt Fäden der Versöhnung (was uns besonders freut: eine tschechische Ausgabe ist bereits in Vorbereitung).

Im Schatten der Verschwörung – Liebe und Verrat in Zeiten der Reformation lautet der Titel eines weiteren Romans, in dem sie sich dem faszinierenden wie umstrittenen Thomas Müntzer von einer ganz neuen Seite nähert.

Absolute Leseempfehlung!

Erstellt am 5. August 2016 von

Seit Montag ist das wunderbare Kinderbuch Prinz Seltsam und die Schulpiraten auch auf Englisch erhältlich – und wir sind sicher, dass auch dieser zweite Band Prince Noah and the School Pirates seinen Weg machen wird.

Die US-Ausgabe unseres anhaltend erfolgreichen Kinderbuches Die Geschichte von Prinz Seltsam hat inzwischen ja sogar eine Auszeichnung erhalten – die Bronze-Medaille in der Kategorie Children’s Picture Book Awards der IPPY Awards gewonnen. Die Medaille haben wir gleich weitergereicht an Noah Schnee, den Ideengeber der ganzen Geschichte.

 

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Die Übersetzerin Erna Albertz erzählt in einem Blog-Artikel vom druckfrischen zweiten Band – und sogar einen kurzen Film-Trailer, in dem eine ganz besondere Leserin mitwirkt, gibt es bereits.

Unsere Freude ist groß, dass die Geschichte von Prinz Seltsam um die Welt geht und farbenfroh dazu einlädt, Vielfalt dankbar wahrzunehmen.

Eine chinesische Ausgabe ist in Vorbereitung …

Erstellt am 28. Juli 2016 von

Seit kurzem wird unser kleines, aber feines Kinderbuchprogramm im Neufeld Verlag ergänzt durch eine weitere Perle, Angekommen! Vier Kinder erzählen von ihrem ersten Jahr in Deutschland:

 

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Die Integration von Flüchtlingen wird uns als Gesellschaft in den kommenden Jahren beschäftigen. Hanna Schott (Text) und Volker Konrad (Illustrationen) haben ein wunderbares Buch geschaffen, das die harte Realität in dieser Welt nicht verschweigt – was es zum Beispiel für Kinder bedeutet, alles zurückzulassen -, und dabei eben doch mit Leichtigkeit und Witz Geschichten erzählt, die den Horizont weiten. Ich jedenfalls musste beim Lesen öfter mal schlucken und lachen …

Ich bin sicher: Sie werden dieses Buch lieben! Hier geht’s direkt zur Leseprobe

 

Die Autorin:

Hanna Schott ist Autorin vieler erfolgreicher Bücher für Kinder und Erwachsene.

 

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Mit dem Kinderbuch Fritzi war dabei war sie 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung erst im vergangenen Herbst wieder auf Lesereise. Die Verfilmung dieser „Wendewundergeschichte“ ist derzeit in Arbeit, und das Drehbuch hat schon jetzt gewonnen – den Deutschen Animationsdrehbuchpreis.

Ihr Kinderbuch Tuso über einen Straßenjungen in Afrika wird nicht nur von der Süddeutschen Zeitung, sondern vor allem von lesenden Kindern hoch gelobt; die japanische Ausgabe wurde in gigantischen Stückzahlen verkauft.

Im Neufeld Verlag hat Hanna Schott zum Beispiel die packende Biografie von Magda und André Trocmé veröffentlicht – Von Liebe und Widerstand. Der Mut dieses Paares rettete Tausende. Auch diese Geschichte wäre eigentlich filmreif, und tatsächlich scheint die Story längst in irgendeiner Schublade irgendwo in Hollywood zu liegen …

Wie vielseitig Hanna Schott ist, zeigt schon ein kurzer Blick auf ihre Vita: Die gelernte Buchhändlerin studierte Literatur, Theologie, Musikwissenschaft und „allerhand Sprachen“, war einige Jahre als Lektorin angestellt. Seit 2004 ist sie freiberuflich als Autorin, Redakteurin (sie redigiert P&S, das Magazin für Psychotherapie & Seelsorge), Übersetzerin (vor allem aus dem Schwedischen und Französischen) und Lektorin unterwegs, und das im wahrsten Sinn des Wortes.

Sie organisiert nämlich auch noch Lesereisen, lädt ein zum „Wandern & Schreiben“ und ist selbst gerne als Erzählerin vor Groß und Klein auf Achse.

Um das Kinderbuch Angekommen! zu schreiben, ist sie quer durch die Republik gereist und hat und mit Lehrerinnen, Flüchtlingshelfern und natürlich Kindern gesprochen …

 

Der Illustrator:

Volker Konrad ist Grafik-Designer und als selbstständiger Illustrator in Münster tätig. So lautet zumindest die „technische“ Beschreibung dessen, womit dieser kreative Tausendsassa seine Brötchen verdient. Dabei macht er weit mehr, als Illustrationen für Kinderbuchverlage oder andere Kunden zu erschaffen.
 

Volker Konrad

 

An der Ev.-Theologischen Fakultät der Universität Münster hat er einen Lehrauftrag für Ivrit (modernes Hebräisch), ist studierter Kunst- und Religionslehrer, war mehrfach in Israel und unterrichtet neben modernem auch biblisches Hebräisch.

Obendrauf sattelte er tatsächlich noch ein Design-Studium. Als Illustrator ist er nicht nur fürs Kinderbuch aktiv, sondern zum Beispiel auch in der medizinischen Illustration, etwa für die Zeitschrift „Hebammenforum“.

Für Angekommen! hat Volker Konrad sich mächtig ins Zeug gelegt, sich bis ins Detail in die Geschichten vertieft und bis zum letzten Augenblick das Optimale geschaffen.

 

Sie merken schon: Ich bin begeistert von diesem Buch. Weil es dabei hilft, Menschen und ihre Geschichte zu verstehen. Und die Welt nicht schwarz-weiß, sondern differenziert und bunt wahrzunehmen. So, wie sie eben ist …

Und wenn Sie für Ihre Schulklasse oder Ihren Freundeskreis bestellen, gibt es bereits ab 10 Exemplaren günstige Mengenpreise.

Erstellt am 28. April 2016 von

„Hoppla … was ist das denn – Jesus im Rollstuhl? Das geht doch nicht. Obwohl … vor Gott sind alle Menschen gleich“, schrieb das Magazin „Caput“ über das Motiv „Gnadenstuhl“ aus dem Bildband Holy Arrangements – Heilige Inszenierungen (Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2015).

Foto-Künstler Andreas Maria Kahn wählte für seinen Bildband als Medium die Akt-Fotografie. Inspiriert von alten Meistern wie Da Vinci, Michelangelo, Caravaggio interpretiert Kahn biblische Szenen und Personen neu. Auch wenn viele Heilige in Öl auf Leinwand bereits vor Jahrhunderten ebenfalls nackt dargestellt wurden und heute kaum Protest hervorrufen, dürften diese Aufnahmen manchen durchaus provozieren.

 

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Besonders ist allerdings – und deswegen haben wir dieses Buch überhaupt auf den Tisch bekommen –, dass Jesus in diesem Bildband von dem spastisch gelähmten Performancekünstler Roland Walter dargestellt wird. O-Ton Roland Walter:

„Jesus im Rollstuhl. Für viele unvorstellbar. Dabei kam Jesus zu uns auf die Erde, um sich mit dir und mir auf eine Stufe zu stellen. Von daher habe ich mich gefreut, als mich Andreas Maria Kahn gefragt hat, ob ich Jesus darstellen möchte.“

Erstellt am 4. Februar 2016 von

Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse lautete der Titel des ersten Buches von Sabine Zinkernagel. Darin erzählt sie witzig und ehrlich vom Alltag als Familie mit zwei besonderen Söhnen: Die beiden Jungs (inzwischen sind sie erwachsen) von Familie Zinkernagel haben das CRASH-Syndrom.

 

Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse

 

 

Was das ist und dass das Leben nun nicht nur schwer ist, sondern es auch viel zu entdecken und sogar zu lachen gab und gibt, erzählt Sabine Zinkernagel auch live:

 

Am Mittwoch, 9. März 2016, um 19.00 Uhr in der Stadtbücherei Bamberg

Am Donnerstag, 10. März 2016, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Lichtenfels

Am Freitag, 11. März 2016, in Nürnberg

Am Mittwoch, 4. Mai 2016 in Fulda

 

Lesen und  Zuhören lohnt sich! Und inzwischen gibt es schon einen Nachfolgeband

Erstellt am 21. Juli 2015 von

Jetzt gibt’s was auf die Ohren:

Seit gestern strahlt der christliche Sender Radio Horeb in 14 Teilen den Roman Erben des Schweigens von Sabine Dittrich in seiner Sendereihe „Erzählung“ aus. Montags bis Freitags kann man sich die Lesung jeweils ab 11.15 Uhr anhören.

Die zweite Auflage des ausgezeichneten Romans ist bereits in Vorbereitung …

 

Erben des Schweigens

 

Erstellt am 9. Juni 2015 von

Am 20. Juni findet erstmals ein Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung statt.

Im August 2014 hat die Bundesregierung – am Ende einer offenbar emotionalen Debatte – beschlossen, jährlich am Weltflüchtlingstag der Opfer von Flucht und Vertreibung zu gedenken. Während uns täglich dramatische Meldungen von Flüchtlingen erreichen, soll ab diesem Jahr immer am 20. Juni in besonderer Weise an die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen in der Folge des Zweiten Weltkrieges erinnert werden.

„Flucht und Vertreibung bedeuten für die Betroffenen großes Leid“, so die Bundesregierung. „Flüchtlinge werden ermordet, vergewaltigt und seelisch verletzt, gewachsene Kulturräume zerstört. Allein 2013 waren nach Angaben der Vereinten Nationen weltweit 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht; viele als Flüchtlinge im Ausland, der größere Teil als Vertriebene im eigenen Land.“

Am Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung soll nun der weltweiten Opfer von Flucht und Vertreibung und insbesondere der deutschen Vertriebenen gedacht werden. Hierdurch will die Bundesregierung deutlich machen, „dass der Wille und die Kraft zu Versöhnung und Neuanfang, der gemeinsame Aufbau und Zusammenhalt in der Gesellschaft das Fundament bilden, auf dem Deutschland heute Menschen aus 190 Nationen eine Heimat bietet“.

 

Die Autorin Sabine Dittrich aus Hof beschäftigt sich in ihrem Roman Erben des Schweigens intensiv mit genau diesem Thema. Auf unterhaltsame Weise und in eine zarte Romanze eingebettet, liefern sie eine ungewöhnliche Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte: deutsch-jüdische und deutsch-tschechische Vergangenheiten, Krieg und Vertreibung. Im Anhang ihres Romans schreibt sie:

 

„Menschen in Gute und Böse, in richtig und falsch Handelnde einzuteilen, ist weitgehend unmöglich. Verfolgte wurden später zu Verfolgern. Manche schafften es, sich zu jeder Zeit auf ,die richtige‘ Seite zu stellen, andere waren immer zur falschen Zeit am falschen Ort und damit die großen Verlierer.

Viele Kinder und Enkel der Kriegsgeneration, die Erben des Schweigens, beginnen, das Schweigen ihrer Vorfahren zu hinterfragen. Machen sich auf die Suche nach Wahrheit, erkennen Unrecht an und wollen versöhnen.

Es steckt die Ahnung dahinter, dass ein vereintes Europa auf unsicheren Beinen steht, solange das Gift historischer Verletzun­gen weiter wirken kann. Unwissen und Schweigen schafft neuen Ressentiments Nährboden.“

 

Erben des Schweigens

 

Die Frankenpost bescheinigt Sabine Dittrich:

 

„Die Autorin legt ein Werk vor, das deutsche, tschechische und jüdische Geschichte aus dem vorigen Jahrhundert so zusammenbringt, dass bedeutende historische Zusammenhänge am Schicksal zweier Familien deutlich werden.“

 

Erben des Schweigens ist somit eine aktuelle Geschichte, die die Frage aufwirft, wie Beziehungen gelingen können und wie die Verstrickung in Schuld überwunden werden kann. Nicht nur am 20. Juni …

Erstellt am 26. Mai 2015 von

In der Ostthüringer Zeitung erschien vergangene Woche ein Porträt meines Freundes, des Neufeld-Autors und Blog-Kolumnisten Uwe Heimowski (auf dem Bild mit seiner Frau Christine) – das wir hier gerne wiedergeben:

 

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Geraer Uwe Heimowski hat ein großes Herz für Randgruppen

Gesichter im Geraer Stadtrat: Menschen brauchen Chancen. Das hat Uwe Heimowski auch am eigenen Leib erfahren. Durch den Glauben gestärkt, möchte er sich als Pastor und Stadtrat für andere einsetzen.

Gera. Uwe Heimowski ist in Gera ein bekanntes Gesicht. Als Pastor der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde und seit vergangenem Jahr auch als Mitglied des Geraer Stadtrates. In regelmäßigen Abständen stellt er sich selbst die Frage, ob diese beiden Aufgaben zusammenpassen. Und beantwortet sie bisher stets mit „Ja, denn es geht mir bei all meinem Tun immer um Menschen!“ Und wie könne man an besseren Rahmenbedingungen für Menschen mitarbeiten, wenn nicht als Ansprechpartner einer christlichen Gemeinde und als Stadtrat!?

Der 50-Jährige strippt sein Leben auf wie eine Kette. Eine Lebensstation öffnete den Weg für eine andere, jede hat mit ihrer vorigen zu tun. Das Jahr 1986 war der Grundstein für den Menschen, der Heimowski heute ist. Ein junger, alkohol- und spielsüchtiger Mann fand nach einem einschneidenden Erlebnis zum Glauben und ins Leben zurück. Viele Monate Therapie folgten und schließlich die Entscheidung, etwas aus dem eigenen Leben zu machen. Heimowski ließ sich zum Erzieher ausbilden, absolvierte seinen Zivildienst bei der Heilsarmee unter anderem im Bereich Obdachlosenberatung, studierte Theologie in Hamburg, Basel und Halle und hängte eine Zusatzausbildung zu Religionslehre an. Der Aufbau einer Gruppe für suchtkranke Jugendliche im Jugendheim Bad Köstritz 1999 „war dann wie eine Berufung“.

 

Suchtkranken und Obdachlosen verbunden

Damals sei er in Kontakt zur evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Gera gekommen. „Und seit damals liegen mir Randgruppen wie Suchtkranke und Obdachlose am Herzen“, meint er. Auch zu Flüchtlingen hat er eine ganz persönliche Verbindung, denn seine Mutter flüchtete einst aus Litauen nach Deutschland. „Gera bedeutet seitdem für uns ein großes Willkommen“, sagt er. Seine Haltung, sich in die Gesellschaft einzumischen und für andere Menschen da zu sein, verortet er also stets in seiner ganz persönlichen Geschichte.

Glaube sei etwas, was er gern teile, sagt er – und man glaubt es ihm sofort. Seine Predigten, Worte zum Sonntag in der Ostthüringer Zeitung, seine Beiträge in Zeitschriften und nicht zuletzt seine zahlreichen Bücher sprechen eine deutliche Sprache. Auch in diesem Jahr sollen noch zwei Bücher und ein Adventskalender folgen. Das Schreiben ist für Uwe Heimowski dabei nicht etwas für Mußestunden, eher tägliches Handwerkszeug und die Möglichkeit, Themen weiter zu spinnen. Für die erste Publikation schrieb er sein Leben mit der Suchtkrankheit auf. Mittlerweile geht es oft um Mutmach-Geschichten und spannende Biografien.

 

Das Gefühl anderen helfen zu können

Ausgleich zum vollgestopften Terminkalender sucht er eher beim unverzichtbaren Saunagang und natürlich bei seiner Frau Christine und den fünf gemeinsamen Kindern. „Die Familie darf bei allem nicht zu kurz kommen“, findet Heimowski, der mit der Schweizerin seit 1995 verheiratet ist. Sie trage glücklicherweise seine Entscheidung mit, sich politischmehr zu engagieren und im Stadtrat für die Menschen Gutes zu tun.

Auch wenn er den zeitlichen Umfang der Stadtratstätigkeit – mit Posten im Ausschuss für Soziales und Gesundheit, im Aufsichtsrat der Geraer Heimbetriebsgesellschaft und im Beirat des Jobcenters – etwas unterschätzt habe, mache ihm die Arbeit viel Spaß. „Das Gefühl, dass man etwas bewegen und vorwärtsbringen kann, ist das Schönste“, findet er, wünscht sich davon im Geraer Stadtrat aber noch mehr. Die momentane Situation der Stadt wertet er als Chance, die Belange Geras einmal neu zu sortieren. Die Debatten, die dafür geführt werden, findet er wichtig.

Zwischen seinem Christsein und dem politischen Gestaltungswillen habe es die größte Schnittmenge mit der CDU gegeben, deshalb sei er der Partei 2012 beigetreten und sitze nun für sie im Stadtrat. Bei der CDU aufgehoben, fühle er sich auch beim aktuell intensiv diskutierten Thema Flüchtlinge. Asyl sei ein nicht verhandelbares Grundrecht, trotzdem müsse man das Thema Zuwanderung und Asylrechtsverweigerung diskutieren dürfen, meint er. Das habe nichts damit zu tun, dass man mit allen Menschen, die in der Stadt ankämen, menschenwürdig umgehen müsse. Wie die Stadtverwaltung es bisher geschafft habe, die Flüchtlinge zu betreuen und zu integrieren, findet er toll.

Sein persönlicher politischer Standpunkt habe mit dem Leben der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde G26, in der er als Pastor tätig sei, nichts zu tun, betont er „Unser Gemeindeleben ist bunt und lebendig. 100 bis 150 Menschen besuchen die Gottesdienste, darunter viele junge Familien“, freut er sich, dass seine Gemeinde den Grundsatz lebt, Kirche müsse offen für alle Menschen sein.

 Christine Schimmel

Erstellt am 19. Mai 2015 von

Missionale Theologie – Evangelikale auf dem Weg zur Weltverantwortung, so lautet der Titel des neuen Buches von Dr. Roland Hardmeier. Es ist das dritte Buch in einer Reihe zum Thema „Missional“, die Hardmeier hiermit abschließt. (Siehe auch unser Blogeintrag vom 19. März 2015.)

Der erste Band Kirche ist Mission – auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Missionsverständnis (2009; derzeit nur direkt bei IGW sowie als E-Book erhältlich) wurde mit dem Großen George-W.-Peters-Preis für missiologische Arbeiten ausgezeichnet. Diesem folgte 2012 der zweite Band Geliebte Welt – Auf dem Weg zu einem neuen missionarischen Paradigma. Mit dem dritten Band liegt erstmals eine umfassende Darstellung der Missionalen Theologie – aus evangelikaler Sicht – vor.

 

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Wir haben dem Autor ein paar Fragen gestellt:

 
Herzlichen Glückwunsch, Herr Hardmeier, zum Erscheinen Ihres aktuellen Buches Missionale Theologie – Evangelikale auf dem Weg zur Weltverantwortung! Was würden Sie sagen: An welcher Stelle auf besagtem Weg befindet sich die evangelikale Bewegung derzeit?

Die Evangelikalen haben einen weiten Weg zurückgelegt von dezidierter Weltverneinung zu aktiver Weltgestaltung. Das halte ich für bemerkenswert. Beim Schreiben des Buches war es mir eine Freude, diesen Weg geschichtlich und theologisch nachzuzeichnen.

 

Und was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „missional“? Ist das schlicht ein moderner Begriff für das, was wir früher „missionarisch“ nannten?

Zum Teil decken sich die Begriffe. Der Begriff „missional“ steht zusätzlich zum bekannten „missionarisch“ für eine ganzheitliche Denkweise. Früher war die Mission der Kirche vor allem die Verkündigung. In der missionalen Theologie wird sie weitergedacht, sie umfasst Wort und Tat, oder anders gesagt: Verkündigung und das Wahrnehmen sozialer Verantwortung.

 

In den vorliegenden nun drei Bänden, in denen Sie sich mit dem ganzen Thema Mission und Missionale Theologie beschäftigen, geht es um ein „ganzheitliches Missionsverständnis“, um einen Paradigmenwechsel. Warum herrscht denn aus Ihrer Sicht überhaupt Veränderungsbedarf?

Weil sich die Welt verändert hat. Bei uns im Westen ist die Kirche nicht mehr im Zentrum der Gesellschaft, sondern nur noch ein „Anbieter“ unter anderen. Die Postmoderne mit ihrer radikalen Pluralität stellt uns vor die Herausforderung, das Evangelium so zu kommunizieren, dass es verstanden wird. Wir sind uns mehr denn je bewusst, dass wir in einer leidenden Welt leben.
Das sind einige der Gründe, warum wir Mission neu denken und althergebrachte Denk- und Verhaltungsmuster hinterfragen müssen. Schon der Apostel Paulus musste, als er das Evangelium mit seinen jüdischen Wurzeln in die Welt der Griechen und Römer trug, neue Wege gehen, damit es von den Zuhörern verstanden werden und im neuen Umfeld heimisch werden konnte.

 

Richten sich Ihre Bücher vor allem an (werdende) Theologen, oder können auch Leserinnen und Leser, die sich ehrenamtlich z. B. im Kirchenvorstand oder in der Gemeindeleitung engagieren, praktischen Nutzen daraus ziehen?

Mein erstes Zielpublikum sind Theologen, Pastoren und Missionare. Aber jede an der Aufgabe der Kirche interessierte Person kann Nutzen daraus ziehen. Die Sprache ist einfach gehalten und theologische Fachbegriffe werden erklärt, so dass der Inhalt sich einem auch ohne theologische Vorbildung gut erschließt.

 

Können Sie noch mal kurz den Unterschied zwischen den drei Büchern deutlich machen?

Kirche ist Mission befasst sich vor allem mit der Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels im missionarischen Denken.

Geliebte Welt vertieft die theologische Grundlegung des neuen, missionalen Paradigmas. Beide Bücher zusammen liefern eine solide biblische Begründung für ein ganzheitliches Missionsverständnis.

Missionale Theologie schließlich zeichnet die Entstehung dieser neuen Denkweise geschichtlich nach, so dass manches, was in den ersten beiden Büchern theologisch begründet wird, ein Gesicht bekommt und dadurch fassbarer wird.

 

Wenn jemand nur die Zeit für ein Buch aufbringen kann – welches der drei sollte er dann lesen?

Da würde ich Kirche ist Mission empfehlen: Es ist der ideale Einstiegstext. Und wem es gefallen hat, der findet dann vielleicht auch die Zeit, sich an die Folgebände zu wagen.

Erstellt am 19. Mai 2015 von

Der britische Autor Simon Parke hat John Bunyans Klassiker Die Pilgerreise mit Randis Reise ein modernes Gesicht verliehen. Heute folgt nun die vierte und letzte Folge von Auszügen zum Kennenlernen.

Eine Leserin meinte:

„Randis Reise“ ist faszinierend. Man verfolgt mit Spannung Randi und die Gestalten, denen sie begegnet, und wird von so manch erstaunlicher Wendung überrascht. Dieses Buch ist jedoch nicht nur ein Lesebuch, das eine spannende Pilgerreise erzählt. Es ist viel mehr.
Gleich beim ersten Lesen war mir klar, dass dieses Buch so viele unterschwellige Hinweise, verborgene Wahrheiten und Entdeckungen über mich selbst enthält, dass ich es wieder und wieder lesen muss. Ich befinde mich also gerade beim zweiten Durchlauf …

 

Hier geht es zu Folge 1 bzw. Folge 2 und Folge 3!

 

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Weiter geht es mit dem Kapitel Die zwölfte Station (ab Seite 106):

 

Als sie die Kuppe des ersten Hügels erreichte, schaute sie hinunter auf den Himmel oder etwas, das ihm sehr ähnlich war. Dort lag eine funkelnde Stadt, in der das Leben tobte. Sie hatte kaum zwei Schritte auf diese Stadt zu gemacht, als sie eintauchte in eine Menschenmenge, die sie wie eine große Welle in die Stadtmitte spülte. Sie fand sich neben einer jungen Frau wieder.
»Ist das der Himmel?«, fragte PILGERIN.
»Kann man so sagen«, erwiderte die junge Frau.
»Wieso ›kann man so sagen‹? Ist es der Himmel oder nicht?«
»Das ist SAN FEZBUCOS. Bleib auf dem Laufenden!«
»Oh, ich verstehe!«, erwiderte PILGERIN hastig.
Sie wollte nicht als jemand gelten, der nicht auf dem Laufenden war.
»Und dein Name?«, fragte PILGERIN ihre neue Gefährtin.
»ABLENKA.«
»Hübscher Name, und du bist genau die Person, nach der ich gesucht habe. Ich heiße PILGERIN.«
»PILGERIN?«
»Ja.«
»Grauenhaft!«
»Wirklich?«, fragte PILGERIN.
»Absolut.«
Wie ein schwacher Kapitän auf einem sinkenden Schiff entschloss sich PILGERIN zu einer schnellen Aufgabe ihrer Identität.
»Das ist natürlich nicht mein richtiger Name.«
»Nicht?«
»Auf keinen Fall! Mein richtiger Name ist Randi.«
»Schon besser.«
»Ich habe nur einen Scherz gemacht, als ich PILGERIN sagte.«
»Du bist ein komischer Kauz.«
»Ein lächerlicher Name.«
»Das stimmt allerdings!«
Erleichtert, diese peinliche Situation überwunden zu haben, wünschte sich PILGERIN jetzt, alles über ihr neues Zuhause zu erfahren.
»Also, erzähle mir, was ist so himmlisch an SAN FEZBUCOS?«
»Hier sind wir alle gleich und mit jedem und allem vernetzt!«

»Wow!«, sagte PILGERIN zum ersten Mal in ihrem Leben. Wow? Wo kam das denn her? Warum versuchte sie unter allen Umständen, wieder ganz jung zu sein? »Ja, ich verstehe, dass das dem Himmel ziemlich nahe kommt!«
»Also, ich rede mit dir«, erklärte ABLENKA, »absolute Aufmerksamkeit und so, aber ich schreibe auch gleichzeitig einer Freundin eine SMS, twittere meinen 476 Anhängern, wo ich mich gerade aufhalte, überprüfe meine Facebook-Seite, sehe mir einen Film an und versuche, zusammen mit ein paar Freunden ein Haus zu mieten – alles gleichzeitig auf diesem kleinen Ding!«
ABLENKA schwenkte ein kleines Gerät. PILGERIN staunte über smarte Einfachheit und war begeistert, zu dieser wirklich großen Gruppe von Menschen zu gehören.
»Vernetzt sein ist alles«, erklärte ABLENKA.
»Das stimmt, und du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gut es tut, wieder vernetzt zu sein.«
»Wie bitte?«
»Ich sagte, es tut gut, wieder vernetzt zu sein.«
»Warte eine Sekunde, Pauline –«
»– Randi.«
»Randi, ja. Ich bekomme gerade eine Antwort auf meinen Tweet –«
»Oh, ich verstehe –«
»– und wir kommen jetzt an eine gute Szene in dem Film.«
»Oh, richtig.«
»Ahh! Toll!«
»Gute Nachrichten?«
»Möglicherweise eine Wohnung zur Miete! Ich muss telefonieren.«
»Natürlich.«
»Übrigens 538 Facebook-Freunde.«
»Wirklich?«
»Das war eine Lüge. 539! Ein neuer. Wer das wohl sein mag? Mal sehen.«
»Was ist mit dem Film?«

»Darauf komme ich gleich zurück.«
Und das war das Letzte, was PILGERIN von ABLENKA zu sehen bekam, denn jetzt wogte eine andere Menge auf sie zu. Ohne es zu merken, war PILGERIN auf einer Bühne gelandet, auf der ein Mädchen im Teenageralter stand, überwältigt vor Glück.
»Ich habe gerade die ›Star Show‹ gewonnen!«, rief sie hysterisch. »Oh mein Gott! Ich habe gerade die ›Star Show‹ gewonnen!«
Die Menge jubelte ebenfalls hysterisch – das schien eine Voraussetzung zu sein, wenn man hier sein wollte –, gleichzeitig blitzten Kameras auf und Mikrofone wurden ihr vor die Nase gehalten.
»Oh, gratuliere!«, sagte PILGERIN, die sich von der Hysterie anstecken ließ. »Das ist ja fantastisch!«
»Es war eine Reise«, erklärte die junge Frau atemlos. »Aber was für ein Abend! Was. Für. Ein. Abend!«
PILGERIN fand diese Bemerkung etwas seltsam, da die Sonne immer noch hoch am Himmel stand. Sie hatte das Gefühl, dass die Gewinnerin nur etwas nachplapperte. Diese Worte klangen irgendwie abgedroschen.
»Ich habe den Regen überstanden«, berichtete sie gerührt. Die Menschenmenge wurde durch in aller Eile errichtete Barrieren zurückgehalten. »Ich wollte es auf meine Weise tun, ich selbst sein, und das ist mir auch gelungen. Mein Publikum wollte mein wirkliches Ich sehen; sie bekamen mein wirkliches Ich zu sehen und haben mich zur Siegerin gekürt.«
Wie auf ein Stichwort noch mehr hysterisches Geschrei.
»Das ist, nun, was soll ich sagen? Es ist eine Reise. Ich möchte allen meinen Fans danken!«
Wieder hysterisches Kreischen, manche Zuschauer fielen auch in Ohnmacht, und PILGERIN konnte nicht anders, sie freute sich über diese offensichtliche Freude.
»Das ist wirklich toll«, sagte PILGERIN, die ihre Interviewerin zu sein schien. »Äh, entschuldige, ich kenne deinen Namen gar nicht.«
»NAIVA«, erwiderte die junge Frau. »Nenn mich NAIVA.«

 

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.