Schlagwort-Archiv: Spiritualität

 

Erstellt am 10. Mai 2013 von

Dallas Willard

 

Am Mittwoch Morgen, 8. Mai 2013 erlag Dallas Willard, der beliebte Lehrer, Philosophie-Professor, Autor und geistliche Begleiter, einer Krebserkrankung. Seine populär geschriebenen geistlichen Bücher – über 500.000 verkaufte Exemplare – gehören längst zu den Klassikern und prägten auch andere Autoren wie Gordon MacDonald, John Ortberg, Brennan Manning, Richard Foster oder Henri Nouwen. Im Neufeld Verlag ist sein Buch Jünger wird man unterwegs – Jesus-Nachfolge als Lebensstil erschienen. Das war auch ein großes Lebensthema für ihn, dem er sich mit Leidenschaft und Eloquenz widmete.

Dallas Willard wurde 77 Jahre alt. Er war seit 1955 verheiratet und Vater von zwei Kindern sowie Großvater einer Enkeltochter.

Weltweit, und natürlich auch im deutschsprachigen Raum, verdanken ihm unzählige Menschen hilfreiche und praktische Impulse für ein Leben mit Jesus im Alltag.

Erstellt am 25. Februar 2013 von

Ich und Du: dem anderen als Mensch begegnen

 

Druckfrisch ist nun auch ein neues Büchlein von Jean Vanier erhältlich: Ich und Du: dem anderen als Mensch begegnen.

Die Gedanken dieses Buches präsentierte Jean Vanier ursprünglich auf einer Tagung zum Thema „Dem anderen begegnen“ in Nordirland. Neben ihm waren Redner aus dem Kosovo, aus Israel und aus Palästina dort. Die Konferenz brachte Menschen unterschiedlicher religiöser und nationaler Herkunft zusammen. Die Offenbarung dieses Treffens war: Wenn wir einander wirklich begegnen, befähigt uns das, einander zu verstehen. Und dann kann es zu Heilung und zum Frieden kommen.

In diesem Buch geht es um die Voraussetzungen für gelingende Begegnungen; um das Wagnis, zu vertrauen und Macht loszulassen. Auf unnachahmliche Weise macht Jean Vanier Mut, unsere Ängste anzunehmen, Unterschiede zu respektieren und sogar zu feiern.

Am Ende verändern ganz gewöhnliche Menschen die Welt.

Vorangestellt ist Vaniers Büchlein der folgende Text:

Diesen Krieg gegen mich selbst habe ich jahrelang geführt.

Er war schrecklich, aber jetzt bin ich entwaffnet.

Ich fürchte mich vor nichts mehr, denn die Liebe treibt alle Furcht aus.

Das Bedürfnis, recht zu haben

und mich dadurch zu rechtfertigen, dass ich andere schlecht mache,

ist mir abhanden gekommen.

Ich lebe nicht mehr irgendwelcher Reichtümer wegen in der Verteidigungshaltung.

Ich möchte einfach alle willkommen heißen und mit ihnen teilen.

Ich beharre auch nicht hartnäckig auf meinen eigenen Vorstellungen und Vorhaben.

Wenn mir jemand etwas Besseres zeigt – oder richtiger sollte ich sagen: etwas Gutes -, akzeptiere ich das ohne irgendwelches Bedauern.

Ich bin nicht mehr auf das Vergleichen aus.

Was gut, wahr und echt ist, ist für mich immer das Beste.

Deshalb habe ich keine Angst.

Wenn man entwaffnet und seines Ichs ledig ist

Und sein Herz dem Gottmenschen öffnet, der alles neu macht,

so nimmt dieser alle Verletzungen von früher weg

und erschließt eine neue Zeit, in der alles möglich ist.

 Patriarch Athenagoras von Konstantinopel

Erstellt am 18. Februar 2013 von

Eberhard Arnold

In wenigen Tagen sind unsere letzten Frühjahrsnovitäten lieferbar. Darunter ist – wir haben es bereits angekündigt – wieder eine Biografie aus der Feder von Markus Baum: Eberhard Arnold – Ein Leben im Geist der Bergpredigt. Es handelt sich hierbei um eine bearbeitete Neuauflage, denn eine frühere Ausgabe dieser Biografie erschien 1996 unter dem Titel Stein des Anstoßes – Eberhard Arnold im Brendow Verlag.

Eberhard Arnold (1883–1935, am 26. Juli 2013 ist sein 130. Geburtstag) gehört zu den großen Gestalten der Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts. Ohne Berührungsängste pflegte der Zeitgenosse und Gesprächspartner von Karl Barth, Martin Buber und Leonhard Ragaz den lebendigen Austausch mit der Jugendbewegung wie mit der christlichen Studentenarbeit, mit der Evangelischen Allianz wie mit dem religiösen Sozialismus. Er hielt evangelistische Vorträge, setzte sich publizierend mit der Gedankenwelt seiner Zeit auseinander und gründete die Bruderhof-Bewegung, die sich bis heute auf ihn beruft. Und er rang leidenschaftlich darum, Jesus kompromisslos zu folgen. Dieses Buch, dieses Leben hat es in sich! Und ich war beim Lesen fasziniert von der vielseitigen Persönlichkeit Eberhard Arnolds, von seiner intellektuellen Weite und geistlichen Lebendigkeit. Viele Fragen, die ihn, seine Familie und die Gemeinschaft, in der die Arnolds lebten, damals existenziell umgetrieben haben, stehen heute genauso auf der Tagesordnung und bewegen Christinnen und Christen aller Konfessionen. Hier sind spannende Antworten und lebendige Beispiele!

An dieser Stelle ein Auszug aus der Einführung von Markus Baum:

Eberhard Arnold ist eine der bemerkenswertesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Zeitgenosse und Gesprächspartner von Karl Barth und Martin Buber, Karl Heim und Paul Humburg, Leonhard Ragaz, Georg von Viebahn und Friedrich Wilhelm Foerster. Rühriger Publizist und Verleger. Innovativer Pädagoge, Entwickler einer erstaunlichen Erziehungsmethode. Chronist und Impulsgeber der Jugendbewegung. Vater einer dynamischen, in jeder Hinsicht merkwürdigen christlichen Lebensgemeinschaft. Wiederentdecker und Interpret einer jahrhundertealten geistlichen Tradition. Ein mittelmäßiger Dichter, aber ein scharfsinniger Denker. Eine buchstäblich herausragende Gestalt. Man erzählt sich, bei einem Besuch in Berlin in der Weimarer Zeit sei Eberhard Arnold wie ein Wundertier begafft worden. Ein moderner Franziskus – gleich mehrere seiner Zeitgenossen haben unabhängig voneinander diesen Vergleich gewählt. Wo und wann immer etwas von seiner Persönlichkeit aufleuchtet, ahnt man kraftsprühendes Leben.

Seltsam nur: dieser interessante Mann scheint sich zu verstecken. Seine Konturen verschwimmen hinter all den Schriften und Büchern, hinter den Tausenden von Briefen, die er geschrieben hat. Sein Bild löst sich völlig auf in der Bewegung, die sich heute noch auf ihn beruft. Er bleibt im Schatten hinter der blendenden Wahrheit, für die er eintrat. Er geht auf in der überwältigenden Wirklichkeit, zu der er sich ein Leben lang mit aller Konsequenz bekannt hat.

Wer war Eberhard Arnold? Wie wurde er, was er war? Wie war er? Denn zweifellos war auch er ein Mensch und kein glattgeschliffener Monolith. Was hat ihn gefreut, gequält, herausgefordert? Wo sind Brüche, Weichenstellungen in seinem Leben gewesen? Was ist die Summe seines Lebens? Was geht es uns heute an? Das sind die Fragen, die zur Entstehung dieses Buchs geführt haben. Die Antworten finden sich teils in, teils zwischen den Zeilen.

Man kann die Lebensgeschichte Eberhard Arnolds wie einen Roman lesen und wird eine äußerst spannende Dramaturgie darin entdecken, die auf den Dramaturgen und Regisseur dieses Lebens verweist. Man kann die Lebensspanne Eberhard Arnolds aber auch als einen Ausschnitt der Zeitgeschichte, der Kirchengeschichte, der Kulturgeschichte betrachten. Es war nicht gerade die langweiligste Periode des 20. Jahrhunderts.

Herzliche Empfehlung also, das ist wieder mal packende und inspirierende Lektüre! Übrigens auch durchaus geeignet zum gemeinsamen Lesen etwa im Hauskreis oder mit Freunden.

Erstellt am 12. Februar 2013 von

Auf dem Weg zum Kindergarten liegt frischer Schnee, es ist glatt. Livia nimmt meine Hand, macht die Augen zu und schlittert vorwärts. „Schau mal, Papa!“ Nach ein paar Metern öffnet sie die Augen: „Jetzt ist wieder hell.“ Ich: „Haste denn gar keine Angst, wenn du die Augen zumachst?“ Livia: „Nein … (lacht)! Ich bin doch an deiner Hand, Papa.“

… lernen wir Gott zu vertrauen.

Uwe Heimowski

 

Erstellt am 10. Januar 2013 von

 

„Begeistert – Berufen – Befähigt“ – unter diesem Motto steht die vierte bundesweite Leiterschaftskonferenz der Initiative Geistliche Gemeindeerneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Die Tagung findet vom 23. bis 26. Januar 2013 in der Braunschweiger Friedenskirche statt und will Pastoren und Pastorinnen, Mitglieder aus Gemeindeleitungen und sonstige leitende Mitarbeiter aus Gemeinden in ihrem Dienst und Lebensweg zurüsten und ermutigen. Als Hauptreferenten sind Daniel Zindel und Käthi Zindel-Weber (Graubünden, CH), Maria Prean (Uganda) und Cris Rwakasiisi (Uganda) dabei.

Neben den beiden Büchern von Zindels – Geistesgegenwärtig führen – Spiritualität und Management sowie Lieben, leiten, leben – Das Ehebuch für Führungskräfte – liegt auf dem Büchertisch dann auch druckfrisch das neue Buch von Dr. Heinrich Christian Rust: Geist Gottes – Quelle des Lebens: Grundlagen einer missionalen Pneumatologie. Warum ist trotz der charismatischen Bewegungen und Aufbrüche der letzten Jahrzehnte nicht mehr geistliche Frucht sichtbar? Liegt es vielleicht daran, dass charismatische Erfahrungen und charismatisch geprägte Theologie nicht ausreichend in einer fundierten Lehre vom Heiligen Geist verankert sind?

Heinrich Christian Rust, bekannt für biblisch begründete Positionen und eine lebendige Mischung aus Nüchternheit und Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes, greift dieses zentrale Thema neu auf. Er bietet eine gut verständliche Orientierung und fordert heraus, das umfassende Wirken des Heiligen Geistes in dieser Welt, in der Gemeinde Jesu Christi und in jedem einzelnen Menschen neu wahrzunehmen. Das Vorwort stammt von Prof. Dr. Peter Zimmerling.

Prof. Dr. Jürgen Moltmann, Autor von u. a. Der Geist des Lebens (München 1991) und Die Quelle des Lebens. Der Heilige Geist und die Theologie des Lebens (Gütersloh 1997), meint dazu:

„Ein faszinierendes, sehr persönlich geschriebenes und gut lesbares Buch. Lebensberichte und theologisches Denken des Heiligen Geistes wechseln ab. Man liest immer weiter, denn man spürt das Fließen des Geistes in Gefühlen und Gedanken. Es handelt sich um die beste deutsche Einführung in die Mitte pfingstlicher und charismatischer Bewegungen, die dem Christentum neue Zukunft erschließen. Der Verfasser bewegt sich auf der Höhe der internationalen theologischen Entdeckung und Diskussionen über Person und Wirken des Geistes Gottes. Eine missionale Pneumatologie, die sich keine Gemeinde und kein Theologe entgehen lassen sollten.“

Zur Zeit ist die Konferenz in Braunschweig zwar ausgebucht, es ist aber möglich, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen.

 

Erstellt am 8. Januar 2013 von

Fünf Kinder, zwei Jobs, einige Ehrenämter: Das fordert seine Zeit. Der Wecker klingelt früh, den Gute-Nacht-Kuss gibt’s spät. Vorher und nachher ist nicht viel Zeit, und zwischendrin schon gar nicht. Wir beten vor dem Essen, lesen einen Vers. Aber das sind nur „schnelle Happen“.

Zum Glück „muss“ ich von Berufs wegen predigen – und ohne Bibel und Gebet geht das nicht. Diese Vorbereitung tut mir selber mindestens so gut wie meiner Gemeinde.

Meine größte geistliche Quelle zapfe ich so alle zwei Wochen an: Ich gehe in die Sauna. Drei bis vier Stunden. Ich schwitze, schwimme, ruhe aus – und merke, wie mit dem Körper auch die Seele runterfährt. Ich komme zur Ruhe und werde offen für Gottes Reden. Meistens nehme ich ein Buch mit, manchmal die Bibel.

Oft bin ich aber auch einfach nur still – bete leise für alle meine Anliegen und merke nach einer Weile, dass mir die Worte ausgehen. Es ist alles gesagt. Plötzlich fallen mir Lieder ein, Bibelverse, Bilder von meiner Frau und meinen Kinder. Große Dankbarkeit erfüllt mich. Ich bete wieder. Ein Lobpreis beginnt. Werde wieder still. Es ist ein inniger Dialog mit Gott, der viel Kraft schenkt für den Alltag.

Uwe Heimowski

Erstellt am 12. November 2012 von

 

 

 

 

Dallas Willard ist „eigentlich“ Professor für Philosophie an der University of Southern California in Los Angeles. Seine erfolgreichen Bücher zu Fragen rund ums Christsein gehören international längst zu den Klassikern. Sie wurden mehrfach ausgezeichnet, und Willard prägte damit Autoren wie Gordon MacDonald, John Ortberg, Brennan Manning, Richard Foster oder Henri Nouwen. Dabei zieht sich Dallas Willards Anliegen wie ein roter Faden durch seine Veröffentlichungen: „Das Problem der Kirche ist ihre Passivität. Leider haben allzu viele Christen offenbar nicht verstanden, dass Gnade nicht das Gegenteil von Bemühen ist, sondern von Verdienst.“ Dallas Willard betont, wie wichtig es ist, sich bewusst dafür zu entscheiden, Jesus nachzufolgen. Jemand zu werden, der sein Leben mit Jesus verbringt. Jemand, der lernt, wie Jesus zu sein. Denn das geschieht nun mal nicht von selbst.

Ein wichtiger Aspekt dieser Entscheidung, ein Jünger Jesu zu sein, ist die Suche nach Wegen, die dabei helfen, Christus ähnlicher zu werden: Wie gestalten wir unseren Alltag so, dass die „Frucht des Geistes“ – Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung (Galater 5,22–23) – in uns wachsen kann? Die jahrhunderte alte Praxis geistlicher Übungen wie Gebet, Gemeinschaft, Dienst, Studium, Einfachheit, Enthaltsamkeit, Einsamkeit oder Fasten können uns auch heute dabei helfen, so Willard.

Es ist kein Zufall, dass wir dieses Thema mit inzwischen einer ganzen Reihe von Büchern „umkreisen“ – Die Kraft der unscheinbaren Kleinigkeiten von Gary L. Thomas, Verwandelt in Gottes Nähe von Anders-Petter Sjödin, Bruder Lorenz, oder demnächst auch Frank Laubach in unserer Reihe Klassiker der christlichen Spiritualität.

Soeben erschien die zweite Auflage von Dallas Willards Buch Jünger wird man unterwegs – Jesus-Nachfolge als Lebensstil. Es ist kein Buch, das sich in spezieller Weise an Pfarrer wenden würde. Aber Kapitel 11 unter der Überschrift „Wie pflege ich meine Seele? (Nicht nur) für Pastoren“ möchte ich heute ganz besonders empfehlen:

„Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie beeinflussen dein ganzes Leben!“ Sprüche 4,23; Hoffnung für alle

Die Berufung von Gott, das Evangelium zu verkündigen, ist eine ehrenvolle Aufgabe, aber auch eine stattliche Herausforderung. Mit ihr sind zum einen besondere Möglichkeiten verbunden, zum anderen bedeutet sie aber auch eine spezielle Bürde und Gefahren für denjenigen und seine Familie. Die Last kann erfolgreich getragen und die Gefahren können siegreich abgewendet werden, aber nur dann, wenn der „innere Mensch“ (2. Korinther 4,16) stetig erneuert wird. Er braucht einen ständigen Zugriff auf die Reichtümer Gottes.

Die Seele und das große Gebot der Liebe

„Seele“ definiere ich hier als die verborgene bzw. geistliche Seite des Menschen. Dazu gehören Gedanken, Gefühle und das Herz, also auch der Wille mit seinen Absichten und Entscheidungen. Aber auch das körperliche Leben und die sozialen Beziehungen sind mit eingeschlossen, weil ihr Wesen und ihre Bedeutung genauso unsichtbar sind. Damit ist „Seele“ sehr weit gefasst und kommt dem nahe, was man im alltäglichen Leben damit verbindet. Das ist für analytische Zwecke nicht ganz ideal, mag für unsere Betrachtung aber erst einmal genügen.

Der Schlüssel zu einem starken, gesunden und fruchtbaren Leben als Pastor liegt darin, wie gut ich in den verborgenen Räumen meines Selbst mit Gott zusammenarbeite. Denn der sichtbare Teil meines Lebens basiert unausweichlich auf meinem inneren Wesen. Hier entscheidet es sich, ob mein Leben gute oder schlechte Früchte trägt. Talent, äußere Umstände und besondere Momente tragen nur wenig dazu bei. Ein guter Baum bringt gute Früchte, sagt Jesus (Matthäus 7,17). Wenn ich den Baum pflege, kommt die gute Frucht von selbst.

Mir scheint, dieser Mann hat etwas zu sagen … und andere sehen das offenbar ähnlich: „Wer sich ernsthaft mit dem Thema Nachfolge auseinandersetzen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei“, meint Michael Gerster. Jörg Ahlbrecht von WillowCreek Deutschland empfiehlt „dieses Buch dringend jedem, der sich danach sehnt, geistlich zu wachsen“ und Maria Hofmeister von der Alpha-Buchhandlung Köln findet dieses Buch „sehr empfehlenswert, besonders, es im Gespräch mit anderen Christen zu lesen. Lebensverändernd, tiefgehend, herausfordernd.“

Nicht nur vom Titel, sondern ganz gewiss auch vom Inhalt her bietet sich dieses Buch offenbar hervorragend als Geburtstagsgeschenk an …

 

Erstellt am 2. November 2012 von

… freut man sich natürlich ganz besonders. Denn die haben immerhin die Chance, ihren Kunden auch ihre persönlichen Top-Titel zu empfehlen. Zu dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe aus der Feder des sympathischen schwedischen Pfarrers Anders-Petter Sjödin meint Buchhändlerin Maria Hofmeister (Alpha-Buchhandlung Köln und engagierte Bloggerin) etwa „Selten habe ich ein derart gutes Buch zum Thema Nachfolge gelesen.“

Und Buchhändlerin Dorothea König (Alpha-Buchhandlung Wermelskirchen) schreibt:

Wie beschreibt man ein Buch, das dermaßen inhaltsreich ist, dass es nach einem Mal Durchlesen mit Eselsohren gespickt ist, um besonders gute Stellen schnell wieder zu finden?

Ich versuche in groben Zügen wiederzugeben, worum es geht. Es geht um unsere Sehnsucht nach Verwandlung und um das, was wir tun können, damit Gott das tun kann, was nur er tun kann, nämlich uns immer mehr zu verändern. Um dies zu verdeutlichen, bringt Anders-Petter Sjödin sehr gute Beispiele, die aus dem Leben gegriffen sind. Gleichzeitig bringt er aber auch ganz viel Bibel-Hintergrund-Wissen mit ein – jedoch nie auf eine trockene Art, sondern so lebendig, dass man mittendrin ist.

Der erste Teil des Buches ist eine Hinführung zu den „geistlichen Übungen“, die im zweiten Teil dann folgen. Übungen, die Sjödin als Möglichkeiten vorstellt, die man ausprobieren kann, um zu sehen, was für einen selbst passt und hilfreich ist.

Sehr gefallen hat mir die Tiefe des Buches, die Gründlichkeit, die vielen Bibelstellen in Klammern zum Weiterforschen. Das Kapitel „Der Staub von den Füßen des Rabbis“ hat mich besonders in seinen Bann gezogen. Hier geht es um den „Rabbi Jesus“ und darum, was es damals bedeutete, einem Rabbi zu folgen (und was das infolgedessen für uns als Nachfolger Jesu heute heißt). Im Kapitel über „Die dunkle Nacht der Seele und unsere Verwandlung“ erzählt Sjödin einen Teil seiner eigenen Geschichte. Als jemand, der durch „die dunkle Nacht der Seele“ gegangen ist, der weiß, dass es danach niemals mehr so sein wird wie vorher, hat er dieses Buch geschrieben. Ich glaube, dass genau das dieses Buch so reich und so glaubwürdig macht.

Nach meiner Meinung eines der besten Bücher, die momentan auf dem Markt sind!

Danke, Maria Hofmeister und Dorothea König!

 

Erstellt am 10. Juli 2012 von

Christoph Schmitter und seine Frau habe ich kennengelernt, als er sein Praktikum als Pastor in der Freien evangelischen Gemeinde Cuxhaven machte. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und ich erinnere mich noch gut, dass wir vor allem viel gelacht haben. Kann schon sein, dass unsere Frauen uns damals für etwas … albern hielten. In den letzten Jahren haben wir uns dann gar nicht mehr so oft gesehen – wir sind 1998 nach Regensburg gezogen, Schmitters waren im Siegerland. 2005 wurde Christoph Pastor der CityChurch Würzburg, einer Freien evangelischen Gemeinde. Gottesdienst feiert die CityChurch im Kino – Kirche für Menschen unserer Zeit. Auch heute noch ist es so, dass wir viel lachen, wenn wir telefonieren oder uns sehen. Wahrscheinlich halten unsere Frauen uns deshalb immer noch für ein wenig … albern.

Im November 2009 schrieb Christoph mir, dass er gerade darüber nachdenkt, ein Buch zu schreiben. Im September 2010 dann hat er tatsächlich damit angefangen. Er schrieb:

Der Neufeld Verlag wäre natürlich meine erste Wahl, aber ich weiß, du bringst nur gute Bücher raus, und … na ja, keine Ahnung, ob es wirklich gut wird. :-)

Der Mensch ist sympathisch bescheiden! Ob es daran liegt, dass er gebürtiger Schweizer ist? Ende Juli (genauer gesagt, am 23.) erscheint tatsächlich sein erstes Buch im Neufeld Verlag – und es ist richtig gut geworden!

Es geht um neun LebensMuster, von denen jedes ein Prinzip oder einen Weg beschreibt, als Mensch und als Christ zu wachsen. Sind ganz simple und einfache Dinge … die aber kaum jemand wirklich in sein Leben integriert hat. Dabei würde es total viel verändern, wenn wir es täten.

Das Buch heißt NeunmalweiseLebensMuster zum Nachmachen und Selberglauben, umfasst gut 280 Seiten und wurde angereichert mit netten s/w-Illustrationen von Christoph Schmitter. Hier der Kurztext von der Rückseite des Buchumschlags (eigentlich wollten wir da nur drauf schreiben: „Du willst es doch auch“):

So schwer kann das doch nicht sein.

Leben. Glauben. Charakter entwickeln. Sinn finden. Der werden, der ich bin.

Behaupte ich mal so.

Hoffe ich doch sehr.

Glaube ich wirklich.

Dieses Buch erzählt von Wegen zu persönlicher Reife. Es erzählt von der Kunst zu leben. Von Menschen, die mich inspirieren. Von Dingen, die ich gelernt habe.

Über das Leben.

Über Gott.

Dieses Buch handelt von neun LebensMustern. Sie orientieren sich am faszinierendsten Menschen, der je über diesen Planeten lief.

Sie sind einfach.

Doch sie fordern dich ganz.

Am besten, du liest mit der Bereitschaft zur Veränderung. Was du für weise hältst, kannst du einfach nachmachen.

Und lies kritisch. Denk mit und entwickle deinen eigenen Weg. Es geht ums Selberglauben.

Appetit bekommen? Es gibt sogar noch was zum Nachtisch: Auf neumalweise.de, der Seite zum Buch, kann man sich witzige Kurzfilme herunterladen, die der Autor selbst inszeniert hat – Schnipselfilme. Die kann man z. B. auch im Gottesdienst abspielen. Zudem gibt es hier zu jedem der neun Lebensmuster Material für Gruppen – zur Vertiefung, fürs Gespräch. Was will man mehr? (Das Buch auf Facebook kommentieren, vielleicht?)

 

 

 

 

Erstellt am 27. März 2012 von

 

 

„Eins der besten Bücher zum Thema“, meint Dr. Heinrich Christian Rust, „geist- und herzerfrischend“, findet Dr. Ulrich von Schnurbein. Nun liegt das Buch Geistesgegenwärtig führen – Spiritualität und Management von Daniel Zindel bereits in der dritten Auflage vor und dürfte inzwischen so etwas wie ein Klassiker sein. Zindel war Pfarrer in Davos und leitet die Stiftung Gott hilft in Graubünden/Schweiz.

„Zindel gelingt es, Kenntnisse aus Management und Unternehmensführung geistlich in Szene zu setzen. Entlang der drei Dimensionen Spiritualität, Gemeinschaft (Organismus) und Leistung (Produktivität) entwickelt Zindel ein ganzheitliches Führungskonzept, welches für Kirchen ebenso anwendbar ist wie für Unternehmen. … Dadurch entsteht eine Führungsphilosophie, in der Gebet mehr als eine fromme Dekoration und Management mehr als ein notwendiges Übel sind“, schrieb Dr. Bernhard Ott kürzlich in einem Beitrag für die Zeitschrift DIE BRÜCKE. Bernhard Ott ist nicht nur Autor des Handbuch Theologische Ausbildung: Grundlagen – Programmentwicklung – Leitungsfragen (TVG; SCM R. Brockhaus, Wuppertal 2007), sondern auch Dozent am Theologischen Seminar Bienenberg, das er 25 Jahre leitete, Accreditation Director der European Evangelical Accrediting Association (EEAA) und Studienleiter Doktoralstudien der European School of Culture and Theology an der Akademie für Weltmission in Korntal.

Daniel Zindels Buch Geistesgegenwärtig führen richtet sich an all jene, die den Berufsalltag nicht vom Glauben trennen wollen, sondern Führungshandwerk und persönliche Intuition mit göttlicher Inspiration verknüpfen möchten: Männer und Frauen mit Leitungsverantwortung in Gemeinde und Kirche, kirchlichen Einrichtungen oder im christlichen Umfeld. Dabei hilft der Autor, das Wesen christlicher Organisationen zu verstehen. Er schreibt vom Gelingen und Scheitern von Leitenden und vermittelt biblische und klösterliche Führungsweisheiten, lebendig verknüpft mit eigenen Erfahrungen. Er ist überzeugt: „Leiten ist letztlich eine spirituelle Angelegenheit und eine klare Herausforderung, selbst geistlich zu wachsen.“

Dem Buch liegt die Lithografie Max Hunzikers „Der Engel und der Schuster“ als Karte bei, und dieses Bild taucht auch im Inhalt auf: Es geht also um Alltagsarbeit und Erleuchtung …

Vom 23. bis 30. Juni 2012 findet übrigens ein Kurs „Selbstführung und Geistleitung“ mit Daniel Zindel im Hotel Paladina in Pura/Schweiz („Schönste Ferien im Tessin“) statt. Das hört sich nach einer guten Gelegenheit an …

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