Schlagwort-Archiv: Versöhnung

 

Erstellt am 4. September 2017 von

Beim jährlichen Kongress des größten muslimischen Verbandes in den USA wurden Anfang Juli 2017 fast 3.000 Exemplare des Buches A Muslim and a Christian in Dialogue von Badru D. Kateregga und David W. Shenk verteilt. Darum hatte die Islamic Society of North America (ISNA) ausdrücklich gebeten. Über 15.000 Muslime nahmen laut Angaben der Zeitung Chicago Tribune an der Versammlung in Rosemont, Illinois, teil.

Wie der Autor David W. Shenk berichtet, betrachtet die ISNA besagtes Buch als außerordentlich hilfreich für die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen. Daher hat sie darum gebeten, einige Tausend Exemplare gratis an die Kongressteilnehmer zu verteilen. Der US-amerikanische Verlag Herald Press sammelte darauf hin Spenden, um diese Verteilaktion zu finanzieren.

A Muslim and a Christian in Dialogue erschien im Verlag Uzima der Anglikanischen Kirche in Nairobi, Kenia. Das Buch wird seit Jahren weltweit und in großen Stückzahlen verbreitet. Inzwischen liegen Übersetzungen in Spanisch, Französisch, Russisch, Türkisch, Indonesisch, Bengalisch, Kirgisisch und Suaheli vor. Die deutsche Ausgabe Woran ich glaube – Ein Muslim und ein Christ im Gespräch ist im Neufeld Verlag erschienen und in zweiter Auflage lieferbar.

 

 

Dr. David W. Shenk lebt in Mountville, Pennsylvania, USA. Der Theologe und Anthropologe promovierte an der Universität von New York und lebte mit seiner Familie jahrzehntelang in Tansania, Somalia und Kenia. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit und seines Engagements im Dialog mit Muslimen war er bereits in über 100 Ländern. Er ist weltweit als Redner sowohl im christlichen wie auch im muslimischen Kontext gefragt. Als Referent und Dozent ist er auch am Bildungszentrum Bienenberg, Liestal bei Basel, sowie der Akademie für Weltmission, Korntal, tätig. David W. Shenk verfasste (zum Teil als Co-Autor) 15 Bücher und zahlreiche Broschüren sowie Kursmaterial.

Auf Deutsch ist auch Christen begegnen Muslimen – Wege zu echter Freundschaft erhältlich (Neufeld Verlag, 3. Auflage). Darin geht Shenk der Frage nach: Wie können Christen in dieser turbulenten Welt Botschafter von Jesus Christus und seinem Frieden sein? Wie können sie freundschaftliche Beziehungen mit Muslimen aufbauen? David W. Shenk bezeugt, dass Christen ihrem eigenen Glauben zutiefst treu bleiben und zugleich echte Beziehungen zu Muslimen entwickeln können. Auf der Basis seiner lebenslangen Erfahrung und tiefen Kenntnis liefert dieses Buch eine Fülle von wertvollen Anregungen. Und zeigt: Es geht um unsere Haltung …

Erstellt am 31. August 2017 von

Dr. John Paul Lederach, geb. 1955, ist Professor für internationale Friedensarbeit an der Universität Notre Dame, Indiana, und zählt zu den weltweit renommiertesten Fachleuten. Er engagiert sich als Berater höchster Regierungsvertreter und nationaler Oppositionsbewegungen in vom Krieg erschütterten Ländern wie Nicaragua, Nordirland oder Kolumbien.

Lederach ist Autor von über 20 Büchern, übersetzt in zwölf Sprachen. Auf deutsch ist sein Buch Vom Konflikt zur Versöhnung: Kühn träumen – pragmatisch handeln erhältlich, von Bill und Lynne Hybels wärmstens empfohlen.

 

 

Auch wenn es aus der Ferne wie ein weiteres Sachbuch zu einem Thema aussieht, dem man lieber aus dem Weg geht – Lederachs Ausführungen sind von Erfahrung getränkt und einem weltweiten Horizont geprägt.

Und so könnte es sich durchaus lohnen, mal hinzuhören, was er zum Thema Terrorismus meint:

 

Als unsere Welt am 11. September 2001 verändert wurde, hatte ich Kolumbien und Guatemala bereist und wollte in die Vereini­gen Staaten zurückkehren, doch ich hing auf dem Flughafen fest und kam nicht mehr weiter. Nachdem ich endlich eine Woche später als geplant zu Hause ankam, erlebte ich mit, wie das Herz Amerikas auseinandergerissen wurde, und die Bilder ließen mir selbst im Schlaf keine Ruhe. Die nachfolgenden Gedanken schrieb ich nieder, während ich auf verschiedenen Flughäfen darauf war­tete, nach Hause reisen zu können. …

Obwohl sich die Welt verändert hat, seit ich diese Gedanken 2001 auf­schrieb, glaube ich, dass die nachfolgend aufgeführten Schritte nach wie vor das Gerüst bieten für eine kreative Reaktion auf die weltweiten Konflikte.

 

Die erste und wichtigste Frage, die wir uns stellen sollten, ist ziemlich einfach, wenn auch nicht leicht zu beantworten. Wie kommt es, dass Menschen ein solches Ausmaß von Zorn, Hass und Frustration erreichen? Meiner Erfahrung nach ist die Erklä­rung, sie seien von einem perversen Führer einer Gehirnwäsche unterzogen worden, der eine Art von Zaubermacht über sie ausübt, eine realitätsferne Vereinfachung und wird uns unaus­weichlich zu sehr starrsinnigen Reaktionen verleiten.

Ein solcher Zorn, der Generationen umfasst und eng mit der Identität zusammenhängt, baut sich über Jahre hinweg durch eine Verbindung aus historischen Ereignissen, einem tiefen Gefühl der Bedrohung für die eigene Identität und direkten Erfahrungen anhaltender Ausgrenzung auf. Dies zu verstehen ist sehr wichtig, denn – wie ich noch öfter betonen werde – unsere Reaktion auf unmittelbare Ereignisse hat sehr, sehr viel damit zu tun, ob wir den Boden, den Samen und die Nährstoffe für zukünftige Kreisläufe der Rache und Gewalt bereiten. Oder ob wir dazu beitragen, Veränderung zu bewirken.

Wir sollten vor allem eins und nur eins als strategischen Wegweiser unserer Reaktion beachten: Nicht das tun, was die Gegenpartei von uns erwartet. Sie erwartet von uns, dass wir zum Angriff übergehen, der Riese gegen den Schwachen, die Vielen gegen die Wenigen. Das hilft ihnen, den Mythos zu fes­tigen, den sie unter allen Umständen aufrecht erhalten wollen: Dass sie bedroht werden, ein irrationales und wahnsinniges System bekämpfen, von dem sie nie ernst genommen werden und dessen Bestreben es ist, sie und ihr Volk zu vernichten. Wir müssen diesen Mythos zerstören, nicht das Volk.

 

Die vollständigen Ausführungen Lederachs finden Sie im Anhang seines Buches.

 

Erstellt am 11. August 2017 von

Hanna Schotts Biografie von Magda und André Trocmé ist nun auch auf Englisch erhältlich:

 

 

 

Love in a Time of Hate – The Story of Magda and André Trocmé and the Village That Said No to the Nazis lautet der Titel der Übersetzung, die in den USA bei MennoMedia erschienen ist.

 

Die Titelformulierung scheint zeitlos zu sein, setzt aber auch einen wichtigen Kontrapunkt in Zeiten, in denen Präsidenten und Regierungschefs manchmal sehr lautstark und nicht eben im Sinne der Versöhnung und des Friedens von sich reden machen.

Sich dann an das Lebenszeugnis zum Beispiel der Trocmés zu erinnern, tut gut! André Trocmé antwortete einmal auf die Frage, ob in seinem Dorf Juden versteckt würden: „Wir kennen nur Menschen.“ Eben.

Wir freuen uns und gratulieren unserer Autorin Hanna Schott herzlich zu dieser Lizenzausgabe!

 

Die deutsche Originalausgabe der spannenden Biografie (Von Liebe und Widerstand – Magda & André Trocmé: Der Mut dieses Paares rettete Tausende) ist in der vierten Auflage in gedruckter Form sowie als E-Book lieferbar.

Erstellt am 14. März 2017 von

Überraschung gelungen! Im Sommer wird er 65, und am vergangenen Wochenende wurde Bernhard Ott, langjähriger Leiter und Dozent des Bildungszentrums Bienenberg, verabschiedet.

Zu diesem Anlass haben Lukas Amstutz, der neue Bienenberg-Leiter, sowie Hanspeter Jecker weitgehend unbemerkt ein Buch zusammengestellt, das Bernhard Ott gewidmet ist.

Keine Sorge, diese Festschrift ist alles andere als trockene akademische Lektüre, sondern atmet viel von der Lebendigkeit, die ich mit Bernhard Ott und überhaupt dem Bienenberg verbinde. (Ganz egal, welchem dieser drei Herren man zum Beispiel zuhört – intellektuelle Redlichkeit, geistliche Weisheit und Lebenserfahrung sind immer spürbar, verpackt in eine unterhaltsame Darbietung, die ihresgleichen sucht.)

 

 

 

Bernhard Ott hat den Neufeld Verlag von der ersten Stunde an unterstützt und ist mit zwei Büchern auch als Autor vertreteten: Die Kirche – 7 Gründe, warum ich sie liebe und Handbuch Theologische Ausbildung: Grundlagen – Programmentwicklung – Leitungsfragen (in der zweiten, überarbeiteten Auflage).

Aktuell arbeitet er noch für die Europäische Ev. Akkreditierungsvereinigung und ist Dekan für die akademischen Studiengänge der Akademie für Weltmission (AWM) in Korntal.

 

Im Kurztext zu dem ihm gewidmeten Buch Fit für die Welt!? Beiträge zu einer friedenskirchlichen Theologie und Gemeindepraxis heißt es:

Einen gängigen Slogan aus der Hochschulbildung bezeichnete er einst als Steilpass, um die Aufgabe theologischer Ausbildung zu beschreiben: „Fit für die Welt!“

Bernhard Ott interpretierte dies aus missionstheologischer Perspektive und verstand seinen Dienst als Beitrag, Menschen für Gottes Schalom-Projekt in und mit dieser Welt fit zu machen. Dabei war er offen für innovative Wege, stellte jedoch immer wieder kritische Fragen an allzu pragmatische und marktwirtschaftliche Konzepte.

Die in diesem Buch vorliegenden Beiträge zu einer friedenskirchlichen Theologie und Gemeindepraxis haben die Autorinnen und Autoren aus Dankbarkeit für eine längere oder kürzere Weggemeinschaft mit Bernhard Ott verfasst. Die Artikel spiegeln damit eine Auswahl von Themen wider, die dem Jubilar in seinen vielfältigen Tätigkeiten wichtig gewesen sind.

 

 

Mit Beiträgen von Tobias Faix, Timothy J. Geddert, Paul Kleiner, Daniel Plessing, Johannes Reimer, David W. Shenk, Willy Surbeck, Thomas R. Yoder Neufeld, Beat Weber und vielen anderen.

Erstellt am 28. Juli 2016 von

Seit kurzem wird unser kleines, aber feines Kinderbuchprogramm im Neufeld Verlag ergänzt durch eine weitere Perle, Angekommen! Vier Kinder erzählen von ihrem ersten Jahr in Deutschland:

 

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Die Integration von Flüchtlingen wird uns als Gesellschaft in den kommenden Jahren beschäftigen. Hanna Schott (Text) und Volker Konrad (Illustrationen) haben ein wunderbares Buch geschaffen, das die harte Realität in dieser Welt nicht verschweigt – was es zum Beispiel für Kinder bedeutet, alles zurückzulassen -, und dabei eben doch mit Leichtigkeit und Witz Geschichten erzählt, die den Horizont weiten. Ich jedenfalls musste beim Lesen öfter mal schlucken und lachen …

Ich bin sicher: Sie werden dieses Buch lieben! Hier geht’s direkt zur Leseprobe

 

Die Autorin:

Hanna Schott ist Autorin vieler erfolgreicher Bücher für Kinder und Erwachsene.

 

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Mit dem Kinderbuch Fritzi war dabei war sie 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung erst im vergangenen Herbst wieder auf Lesereise. Die Verfilmung dieser „Wendewundergeschichte“ ist derzeit in Arbeit, und das Drehbuch hat schon jetzt gewonnen – den Deutschen Animationsdrehbuchpreis.

Ihr Kinderbuch Tuso über einen Straßenjungen in Afrika wird nicht nur von der Süddeutschen Zeitung, sondern vor allem von lesenden Kindern hoch gelobt; die japanische Ausgabe wurde in gigantischen Stückzahlen verkauft.

Im Neufeld Verlag hat Hanna Schott zum Beispiel die packende Biografie von Magda und André Trocmé veröffentlicht – Von Liebe und Widerstand. Der Mut dieses Paares rettete Tausende. Auch diese Geschichte wäre eigentlich filmreif, und tatsächlich scheint die Story längst in irgendeiner Schublade irgendwo in Hollywood zu liegen …

Wie vielseitig Hanna Schott ist, zeigt schon ein kurzer Blick auf ihre Vita: Die gelernte Buchhändlerin studierte Literatur, Theologie, Musikwissenschaft und „allerhand Sprachen“, war einige Jahre als Lektorin angestellt. Seit 2004 ist sie freiberuflich als Autorin, Redakteurin (sie redigiert P&S, das Magazin für Psychotherapie & Seelsorge), Übersetzerin (vor allem aus dem Schwedischen und Französischen) und Lektorin unterwegs, und das im wahrsten Sinn des Wortes.

Sie organisiert nämlich auch noch Lesereisen, lädt ein zum „Wandern & Schreiben“ und ist selbst gerne als Erzählerin vor Groß und Klein auf Achse.

Um das Kinderbuch Angekommen! zu schreiben, ist sie quer durch die Republik gereist und hat und mit Lehrerinnen, Flüchtlingshelfern und natürlich Kindern gesprochen …

 

Der Illustrator:

Volker Konrad ist Grafik-Designer und als selbstständiger Illustrator in Münster tätig. So lautet zumindest die „technische“ Beschreibung dessen, womit dieser kreative Tausendsassa seine Brötchen verdient. Dabei macht er weit mehr, als Illustrationen für Kinderbuchverlage oder andere Kunden zu erschaffen.
 

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An der Ev.-Theologischen Fakultät der Universität Münster hat er einen Lehrauftrag für Ivrit (modernes Hebräisch), ist studierter Kunst- und Religionslehrer, war mehrfach in Israel und unterrichtet neben modernem auch biblisches Hebräisch.

Obendrauf sattelte er tatsächlich noch ein Design-Studium. Als Illustrator ist er nicht nur fürs Kinderbuch aktiv, sondern zum Beispiel auch in der medizinischen Illustration, etwa für die Zeitschrift „Hebammenforum“.

Für Angekommen! hat Volker Konrad sich mächtig ins Zeug gelegt, sich bis ins Detail in die Geschichten vertieft und bis zum letzten Augenblick das Optimale geschaffen.

 

Sie merken schon: Ich bin begeistert von diesem Buch. Weil es dabei hilft, Menschen und ihre Geschichte zu verstehen. Und die Welt nicht schwarz-weiß, sondern differenziert und bunt wahrzunehmen. So, wie sie eben ist …

Und wenn Sie für Ihre Schulklasse oder Ihren Freundeskreis bestellen, gibt es bereits ab 10 Exemplaren günstige Mengenpreise.

Erstellt am 10. März 2016 von

Unser Verlag war keine zwei Jahre alt, da erschien im August 2005 das Buch Woran ich glaube – Ein Muslim und ein Christ im Gespräch. Die Verfasser, ein christlicher (David W. Shenk) und ein muslimischer Theologe (Badru D. Kateregga), sind enge Freunde.

Ich war David W. Shenk (auf dem Foto rechts) bereits einige Male begegnet und seine persönliche Ausstrahlung hat mich sehr beeindruckt. In diesem Buch zeigen die beiden, wie es trotz großer Unterschiede gelingen kann, den eigenen Glauben zu bezeugen und respektvoll aufeinander zu hören. Ich finde, Shenk verkörpert diese Haltung wie kein Zweiter.

 

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Im englischen Original heißt der Titel dieses Buches Islam and Christianity: A Muslim and a Christian in Dialogue, und ich habe keinen Überblick, in wie vielen Sprachen es inzwischen erhältlich ist.

Shenk hat jedenfalls keine Scheu und erzählt (zum Beispiel in seinem neuen Buch Christen begegnen Muslimen – Wege zu echter Freundschaft, dessen 3. Auflage in der kommenden Woche erscheint),

  • wie er dem iranischen Präsidenten Ahmadinejad dieses Buch überreichte,
  • wie der Kommandeur einer Hisbollah in Indonesien jedem seiner 50 Offiziere ein Exemplar davon in die Hand drückte (natürlich der indonesischen Ausgabe),
  • wie der muslimische Präsident von Tansania 1.000 Exemplare des Buches bestellte, um sie an Funktionäre zu verschenken.

Ehrlich gesagt, 2005 haben wir dieses Buch nur schleppend verkauft. Es ist tatsächlich ein Gespräch auf Augenhöhe – in einer Rezension auf www.3sat.de hieß es: „… in diesem Gespräch liegt der Keim der Hoffnung, dass ein interreligiöses Miteinanderauskommen nicht nur wünschenswert, sondern auch umsetzbar ist.“

Die erste Auflage war schon seit längerem nicht mehr lieferbar. Doch seit einigen Monaten werden wir immer wieder auf Woran ich glaube – Ein Muslim und ein Christ im Gespräch angesprochen – inzwischen ist den meisten Menschen klar, dass wir nicht drum herum kommen, uns mit Muslimen und ihrem Glauben zu beschäftigen.

Und nun haben wir es tatsächlich angepackt: In der kommenden Woche erscheint eine neue Auflage.

 

 

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Roland Denner, der Missionsleiter von ReachAcross, meint zu diesem Buch:

„Teil unserer Arbeit unter Muslimen ist es, Christen in Deutschland zu einem mutigen und liebevollen Umgang mit muslimischen Menschen zu ermutigen. Leider gibt es nicht allzu viele deutschsprachige Bücher, die diesen Fokus haben. Viele Bücher auf dem christlichen Markt sind in ihrer Analyse des Islam sicher teilweise zutreffend, schüren aber eher Ängste und fördern die Distanz zu Muslimen, als dass sie Christen befähigen, muslimischen Mitmenschen das Evangelium zu vermitteln.

Dafür finde ich Woran ich glaube – Ein Muslim und ein Christ im Gespräch eines der besten Bücher im deutschsprachigen Raum. Wer sich … wirklich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, bekommt hier etwas qualitativ sehr Hochwertiges.“

Ist es da eine Überraschung, dass wir uns über diese Neuauflage ganz besonders freuen?

Erstellt am 3. Dezember 2015 von

Wie vermutlich viele Menschen in Deutschland, habe ich gehörige Bauchschmerzen bei den geplanten militärischen Einsätzen der Bundeswehr in Syrien.

So wie man reife Pusteblumen besser nicht mit einem Golfschläger bekämpft, ist es kaum hilfreich, militärisch gegen den Terror vorzugehen.

An dieser Stelle daher aus aktuellem Anlass schon mal ein Auszug aus John Paul Lederachs Buch Vom Konflikt zur Versöhnung: Kühn träumen – pragmatisch handeln, das im Januar bei uns im Neufeld Verlag erscheint:

 

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Leseprobe „Terror verstehen“ von John Paul Lederach

Lederach engagiert sich ja seit mehr als 30 Jahren in der internationalen Versöhnungsarbeit. Der promovierte Soziologe bietet auf fünf Kontinenten direkte Mediation und Unterstützung bei Versöhnungsbemühungen in Konfliktregionen mit besonders gewalttätigen Auseinandersetzungen an. Lederach war als Berater höchster Regierungsvertreter und nationaler Oppositionsbewegungen in vom Krieg erschütterten Ländern wie Nicaragua, Somalia, Nordirland, Kolumbien, Nepal und auf den Philippinen tätig.

Als Professor für International Peacebuilding und Direktor des Kroc Institute for International Peace Studies an der Universität von Notre Dame ist der Friedensforscher Mitbegründer des Center for Justice and Peacebuilding an der Eastern Mennonite University in Harrisonburg in Virginia. Lederachs über 20 Bücher wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt, und er ist als Redner, Berater und Mediationstrainer international gefragt: an den Universitäten Oxford und Harvard ebenso wie in Barcelona, Uppsala, Lillehammer oder Kopenhagen. John Paul Lederach wurde bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit zwei Ehrendoktortiteln.

Oben erwähnte Leseprobe zeigt nur einen Ausschnitt aus diesem reichhaltigen und von Erfahrung getränkten Buch. Täglich werden wir mit Konflikten und ihren Folgen konfrontiert. Auf politischer und auf persönlicher Ebene. Familie, Nachbarschaft, Arbeitsplatz, Gemeinde – es gibt keine Umgebung, die gegen Konflikte immun wäre. Und Kriege, die eigentlich weit weg scheinen, kommen uns durch Flüchtlinge ganz nahe.

Bill und Lynne Hybels (Willow Creek) schreiben im Vorwort:

„Dieses Buch könnte die Welt verändern. Zerrüttete Ehe? Lesen Sie ,Vom Konflikt zur Versöhnung‘. Familienstreitigkeiten? Lesen Sie ,Vom Konflikt zur Versöhnung‘. Gemeindespaltung? Lesen Sie ,Vom Konflikt zur Versöhnung‘. Kriegführende Länder? Ganz ehrlich: Wenn es möglich wäre, die Führer der Welt so lange einzusperren, bis sie ,Vom Konflikt zur Versöhnung‘ gelesen haben, wäre die Welt von Grund auf verändert.“

Und Karsten Hüttmann, Vorsitzender des Christival 2016 (Thema: Jesus versöhnt), meint:

„Selten hat mich ein Buch so hoffnungsvoll gestimmt, dass Versöhnung wirklich möglich ist – egal ob im Großen oder Kleinen. Egal ob zwischen Ländern, Nachbarn oder Familienmitgliedern. Lederach verbindet anschaulich Erfahrungen aus seiner langjährigen Arbeit mit theologischer Reflexion. Ein Buch, dass jeder lesen sollte, der sich nach mehr Frieden sehnt.“

Erstellt am 21. Juli 2015 von

Jetzt gibt’s was auf die Ohren:

Seit gestern strahlt der christliche Sender Radio Horeb in 14 Teilen den Roman Erben des Schweigens von Sabine Dittrich in seiner Sendereihe „Erzählung“ aus. Montags bis Freitags kann man sich die Lesung jeweils ab 11.15 Uhr anhören.

Die zweite Auflage des ausgezeichneten Romans ist bereits in Vorbereitung …

 

Erben des Schweigens

 

Erstellt am 15. Juli 2015 von

Unser Kolumnist Uwe Heimowski ist ein rühriger Initiator von kreativen Projekten. Am Montag ging eine besondere Aktion in Gera zu Ende – hier ein Bericht von der russisch-amerikanisch-deutschen Partnerwoche in der G26:

 

Mehr als eine Woche, vom 3. bis 13. Juli, sprudelte es in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde G26 Leben in bunter Vielfalt durch den Besuch aus den beiden Partnergemeinden. Die 12 russischen Gäste aus Rostov am Don und die 22 amerikanischen Gäste aus Virginia versprühten bei herrlichem Sommerwetter sichtbar und hörbar ihre Lebensfreude in der Innenstadt und im Hofwiesenpark.

Evgeniy Korolev, der zuletzt vor zwei Jahren in Gera war, kam ins Schwärmen, wie schön die Stadt geworden sei. Ein großes Ziel dieser Partnerwoche war der dreitägige Arbeitseinsatz im Tierpark Gera unter dem Motto „Arbeiten für den Frieden“. Etwa 50 Menschen konnten unter der fachkundigen Anleitung des Tierparkpersonals Wege ausbessern, Zäune reparieren und Gehege streichen. Der Tierpfleger Steffen Horn freute sich besonders über den Neuanstrich der Anlage für die Yaks, die kaum wiederzuerkennen war.

 

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Ermöglicht wurde das gesamte Projekt besonders durch die Geld- und Materialspenden verschiedener Unternehmer. Der Leiter des Tierparks, Ulrich Fischer, bedankte sich für die wertvolle Unterstützung, die alle Erwartungen seines Teams weit übertroffen hatte. Dennoch ging es nicht nur um die Arbeitsleistung.

Wenn russische und amerikanische Gäste gemeinsam ihre deutschen Freunde unterstützen, ist dies ein nicht zu übersehendes Zeichen für den Frieden. Dies konnten die zahlreichen Besuchergruppen im Tierpark hautnah miterleben. Eine KiTa-Gruppe beispielsweise sang spontan ein russisches Lied für die jungen Frauen aus Rostov, die gerade den Zaun moosgrün lackierten. Doch auch außerhalb des Waldzoos kam es zu vielen Begegnungen, so zwischen dem aus Kenia stammenden Amerikaner James Njoroge und einer Kassiererin im Supermarkt in Lusan. Sie hatte ihn angesprochen, da sie Mittwoch früh sein Bild in der Zeitung gesehen hatte. Sein leidenschaftlicher Appell an die Menschheit beeindruckte: „Wenn die Welt erkennen würde, dass die Macht der Liebe größer ist als die Liebe zur Macht, dann wäre vielleicht Frieden.“

Gewürdigt wurde der Einsatz insbesondere beim öffentlichen Empfang im Rathaus am Freitagabend, zu dem die Oberbürgermeisterin Frau Dr. Viola Hahn eingeladen hatte. Sie dankte den Gästen für ihren großartigen Einsatz und zog sich zum Schluss das überreichte T-Shirt mit dreisprachigem Aufdruck „Arbeiten für den Frieden“ über. Vertreter des Stadtrates, der Verwaltung und der Kirchen sowie zahlreiche Bürger freuten sich besonders über die russischen und englischen Lieder der beiden Gästechöre.

Musikalisch wurde die Woche am Samstag fortgesetzt, als die Gruppe singend entlang der Gerschen Meile, vom Kornmarktfest ausgehend über den Marktplatz zur Piazza zog, am Nachmittag zum Mohrenplatz und in den Hofwiesenpark. Gemeindereferent Uwe Heimowski kam ins Schwärmen über die offene und freundliche Atmosphäre, die überall in der Stadt zu spüren war. Die Idee gemeinsam mit dem Verein Ja- für Gera auf die Straße zu gehen kam von Volker Tauchert, der dafür gesorgt hatte, dass die Gruppe von verschiedenen Gastronomen entlang der Route mit kleinen Erfrischungen versorgt wurde.

Natürlich blieb noch viel Zeit zum besseren Kennenlernen zwischen Gästen und Gastgebern. Der Jugendreferent der G26, Micha Steppan, organisierte Volleyball im Hofwiesenpark mit jungen Leuten aus Gera, Russland, USA und Syrien. „Beim gemeinsamen Spielen, Erzählen und Lachen gibt es keine Grenzen mehr“, so Steppan über die internationalen Freundschaften.

Ein Besuch im Bundestag, ein Ausflug zur Wartburg und nach Eisenach, eine Stadtführung durch Gera sowie Thüringer Mutzbraten im Garten der Klosterruine in Cronschwitz/Wünschendorf ergänzten das Wochenprogramm kulturell. Ein besonderer Gewinn für alle Seiten war die Unterbringung der 34 Gäste in Privatquartieren, die der Gemeindereferent Stefan Taubmann übernommen hatte: „Ich bin stolz auf unser motiviertes Helferteam in der G26, die täglich so viele Gäste bewirtet haben. Und ich freue mich über den persönlichen Austausch, der in der Freizeit zustande kam und über alle Sprachbarrieren hinweg die Qualität der Begegnungen vertieft hat.“

 

Juli 2015

 

Abschließender Höhepunkt der Partnerwoche war das Internationale Sommerfest in der G26 am Sonntag. Umwerfend war die Resonanz, als nach dem Gottesdienst die mehr als 250 Gäste aus mindestens 18 Nationen ein farbenfrohes Fest erlebten. Besonderer Anziehungspunkt war die Jurte, ein asiatisches Nomadenzelt, in der Olga Lange und Tatjana Gorochov vom Interkulturellen Verein Tee anboten und über russische und asiatische Traditionen erzählten. Das Sommerfest wurde durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ gefördert. Es setzte den Startpunkt für das Projekt „Begegnung mit dem Fremden“, das das Anliegen dieser Partnerwoche in den nächsten Monaten weitertragen wird. So sollen eine Filmdokumentation und eine Fotoausstellung entstehen, die die wunderbaren Begegnungen dieser Woche nochmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen werden.

Stefan Taubmann

(Fotoimpressionen zur gesamten Woche gibt es hier.)

Erstellt am 9. Juni 2015 von

Am 20. Juni findet erstmals ein Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung statt.

Im August 2014 hat die Bundesregierung – am Ende einer offenbar emotionalen Debatte – beschlossen, jährlich am Weltflüchtlingstag der Opfer von Flucht und Vertreibung zu gedenken. Während uns täglich dramatische Meldungen von Flüchtlingen erreichen, soll ab diesem Jahr immer am 20. Juni in besonderer Weise an die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen in der Folge des Zweiten Weltkrieges erinnert werden.

„Flucht und Vertreibung bedeuten für die Betroffenen großes Leid“, so die Bundesregierung. „Flüchtlinge werden ermordet, vergewaltigt und seelisch verletzt, gewachsene Kulturräume zerstört. Allein 2013 waren nach Angaben der Vereinten Nationen weltweit 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht; viele als Flüchtlinge im Ausland, der größere Teil als Vertriebene im eigenen Land.“

Am Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung soll nun der weltweiten Opfer von Flucht und Vertreibung und insbesondere der deutschen Vertriebenen gedacht werden. Hierdurch will die Bundesregierung deutlich machen, „dass der Wille und die Kraft zu Versöhnung und Neuanfang, der gemeinsame Aufbau und Zusammenhalt in der Gesellschaft das Fundament bilden, auf dem Deutschland heute Menschen aus 190 Nationen eine Heimat bietet“.

 

Die Autorin Sabine Dittrich aus Hof beschäftigt sich in ihrem Roman Erben des Schweigens intensiv mit genau diesem Thema. Auf unterhaltsame Weise und in eine zarte Romanze eingebettet, liefern sie eine ungewöhnliche Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte: deutsch-jüdische und deutsch-tschechische Vergangenheiten, Krieg und Vertreibung. Im Anhang ihres Romans schreibt sie:

 

„Menschen in Gute und Böse, in richtig und falsch Handelnde einzuteilen, ist weitgehend unmöglich. Verfolgte wurden später zu Verfolgern. Manche schafften es, sich zu jeder Zeit auf ,die richtige‘ Seite zu stellen, andere waren immer zur falschen Zeit am falschen Ort und damit die großen Verlierer.

Viele Kinder und Enkel der Kriegsgeneration, die Erben des Schweigens, beginnen, das Schweigen ihrer Vorfahren zu hinterfragen. Machen sich auf die Suche nach Wahrheit, erkennen Unrecht an und wollen versöhnen.

Es steckt die Ahnung dahinter, dass ein vereintes Europa auf unsicheren Beinen steht, solange das Gift historischer Verletzun­gen weiter wirken kann. Unwissen und Schweigen schafft neuen Ressentiments Nährboden.“

 

Erben des Schweigens

 

Die Frankenpost bescheinigt Sabine Dittrich:

 

„Die Autorin legt ein Werk vor, das deutsche, tschechische und jüdische Geschichte aus dem vorigen Jahrhundert so zusammenbringt, dass bedeutende historische Zusammenhänge am Schicksal zweier Familien deutlich werden.“

 

Erben des Schweigens ist somit eine aktuelle Geschichte, die die Frage aufwirft, wie Beziehungen gelingen können und wie die Verstrickung in Schuld überwunden werden kann. Nicht nur am 20. Juni …

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.