Trabanten-Wunder

Erstellt am 16. Oktober 2013 von

Vor einigen Tagen bekam ich diese E-Mail von einer jungen Frau aus meiner Gemeinde, gerne möchte ich es heute hier teilen. Es war mein Mutmacher Nummer eins in den letzten Wochen:


„Und der Herr tut heute noch Wunder!“
… und davon möchte ich euch erzählen! Ich muss einfach von der Größe unseres Gottes berichten! Es ist unglaublich, was für Geschichten Gott schreibt und wenn alle sagen: „unbegreiflich, unerklärlich“, dann weiß ich doch sehr wohl, wem ich es zu verdanken habe. Und dieses „Es“ ist in dem Fall mein Leben und meine Gesundheit.
Am Samstag, 7.9.2013, bin ich mit einer Freundin unterwegs zu einem Flötenauftritt. Wir haben uns verabredet, damit sie mich mit ihrem Trabi mitnehmen kann. Wir unterhalten uns über das Studium und auch über das Auto. Für mich ist das spannend, ich fahre das erste Mal in einem Trabi mit. Meine Freundin sagt noch, als ich feststelle, dass es ja keinen Airbag gibt: „Ja, in jedem Unfall würden wir verlieren.“
Wir fahren auf der Landstraße, kommen um eine Kurve und sehen, wie eines der entgegenkommenden Fahrzeuge ausschert und irgendwie die Kontrolle verliert. Wir denken beide noch, dass das Auto an uns vorbei rutscht … und es gibt einen Knall.
Ich schließe die Augen, gehe in mich und komme vor Gott. Ich bete. Keine deutlichen Sätze. Ich bete für unser Leben, dass uns das Dach des Trabanten nicht zerquetscht, sondern standhält.
Es dauert lange, bis wir zum Liegen kommen. Als es still geworden ist, öffne ich die Augen. Wir hängen über Kopf in unseren Gurten und Blut tropft nach unten. Ich höre meine Freundin meinen Namen sagen – ich antworte ihr. Sie hilft mir, mich abzuschnallen und wir krabbeln aus dem Wagen.

Unfallbild

Wie sich später herausstellte, haben wir uns 3 1/2 mal überschlagen, lagen auf der Spur des Gegenverkehrs (und uns ist kein Wagen reingefahren!), 5 Autoscheiben lagen in Scherben um den Trabi, die Türen waren aufgesprungen und das Dach eingedrückt (teilweise bis auf die Höhe der Kühlerhaube). Meine Freundin hat eine Platzwunde am Kopf und ich nur ein Schleudertrauma der Schulter.
Polizei und Feuerwehrleute sagten später, dass sie es sich nicht erklären können, wie wir das so unbeschadet überstanden haben. Wir sollten diesen Tag als zweiten Geburtstag feiern.
Für mich wurde wieder sehr deutlich: Das Leben kann so schnell vorbeigehen. Gott gibt und Gott nimmt, aber Gott meint es gut. Also sollte ich voll Vertrauen auf Gott das annehmen, was er mir zukommen lässt.
Ich bin voller Dankbarkeit, dass er meiner Freundin und mir das Leben gerettet oder neu geschenkt hat. Wieder eine Chance.
Danke, danke, danke!

Uwe Heimowski


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.