Wieder da: Christen und Muslime im Gespräch

Erstellt am 10. März 2016 von

Unser Verlag war keine zwei Jahre alt, da erschien im August 2005 das Buch Woran ich glaube – Ein Muslim und ein Christ im Gespräch. Die Verfasser, ein christlicher (David W. Shenk) und ein muslimischer Theologe (Badru D. Kateregga), sind enge Freunde.

Ich war David W. Shenk (auf dem Foto rechts) bereits einige Male begegnet und seine persönliche Ausstrahlung hat mich sehr beeindruckt. In diesem Buch zeigen die beiden, wie es trotz großer Unterschiede gelingen kann, den eigenen Glauben zu bezeugen und respektvoll aufeinander zu hören. Ich finde, Shenk verkörpert diese Haltung wie kein Zweiter.

 

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Im englischen Original heißt der Titel dieses Buches Islam and Christianity: A Muslim and a Christian in Dialogue, und ich habe keinen Überblick, in wie vielen Sprachen es inzwischen erhältlich ist.

Shenk hat jedenfalls keine Scheu und erzählt (zum Beispiel in seinem neuen Buch Christen begegnen Muslimen – Wege zu echter Freundschaft, dessen 3. Auflage in der kommenden Woche erscheint),

  • wie er dem iranischen Präsidenten Ahmadinejad dieses Buch überreichte,
  • wie der Kommandeur einer Hisbollah in Indonesien jedem seiner 50 Offiziere ein Exemplar davon in die Hand drückte (natürlich der indonesischen Ausgabe),
  • wie der muslimische Präsident von Tansania 1.000 Exemplare des Buches bestellte, um sie an Funktionäre zu verschenken.

Ehrlich gesagt, 2005 haben wir dieses Buch nur schleppend verkauft. Es ist tatsächlich ein Gespräch auf Augenhöhe – in einer Rezension auf www.3sat.de hieß es: „… in diesem Gespräch liegt der Keim der Hoffnung, dass ein interreligiöses Miteinanderauskommen nicht nur wünschenswert, sondern auch umsetzbar ist.“

Die erste Auflage war schon seit längerem nicht mehr lieferbar. Doch seit einigen Monaten werden wir immer wieder auf Woran ich glaube – Ein Muslim und ein Christ im Gespräch angesprochen – inzwischen ist den meisten Menschen klar, dass wir nicht drum herum kommen, uns mit Muslimen und ihrem Glauben zu beschäftigen.

Und nun haben wir es tatsächlich angepackt: In der kommenden Woche erscheint eine neue Auflage.

 

 

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Roland Denner, der Missionsleiter von ReachAcross, meint zu diesem Buch:

„Teil unserer Arbeit unter Muslimen ist es, Christen in Deutschland zu einem mutigen und liebevollen Umgang mit muslimischen Menschen zu ermutigen. Leider gibt es nicht allzu viele deutschsprachige Bücher, die diesen Fokus haben. Viele Bücher auf dem christlichen Markt sind in ihrer Analyse des Islam sicher teilweise zutreffend, schüren aber eher Ängste und fördern die Distanz zu Muslimen, als dass sie Christen befähigen, muslimischen Mitmenschen das Evangelium zu vermitteln.

Dafür finde ich Woran ich glaube – Ein Muslim und ein Christ im Gespräch eines der besten Bücher im deutschsprachigen Raum. Wer sich … wirklich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, bekommt hier etwas qualitativ sehr Hochwertiges.“

Ist es da eine Überraschung, dass wir uns über diese Neuauflage ganz besonders freuen?


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.