Zinkernagels live: Jacobs Tour-Tagebuch, Teil 2

Erstellt am 10. Juli 2013 von

Schon mehrmals war Autorin Sabine Zinkernagel mit ihrem ältesten Sohn Jacob (18) gemeinsam zu Lesungen unterwegs. Ihr Buch Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse – Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern fasziniert nicht nur mich nach wie vor, vermutlich vor allem wegen ihres erfrischenden Schreibstils, verbunden mit einem ehrlichen Blick auf das echte Leben. Inzwischen ist das Buch in der zweiten Auflage und auch als E-Book lieferbar.

Jacob Zinkernagel hat nach den Lesereisen Tagebuch geschrieben, und ein paar Auszüge dürfen wir hier veröffentlichen. Seine Mutter hat seine Berichte „übersetzt“ zum besseren Verständnis hier und da durch Anmerkungen in Klammern ergänzt. Hier also die angekündigte Fortsetzung (hier gibt es den ersten Teil):

6.1.2013

Samstag wir sinn zu reik da hin de Fahren Böti hat dann er tert wi Mann da hin komm es waren Leute Fon Jacob alte Schule und Leute Fon Cornelius seine kiendekadent und Leute Fon der arbeit da wir würden Berüs und Sabine hat die lisun demacht und Jacob hat desat wi das Buch est und jes is bau se und jes mal ale schil sein weil die Sabine die will lisen und schüs komt gut nach hause.

Am Samstag sind wir zu dritt dahin gefahren (zur Lesung in Görlitz). Birgit hat dann erklärt, wie man da hin kommt. Es waren Leute von Jacobs alter Schule und von Cornelius seinem Kindergarten und Leute von der (CVJM-)Arbeit da. Wir wurden begrüßt und Jacob hat gesagt wie das Buch heißt und „Jetzt ist Pause“ und „Jetzt mal alle still sein, weil die Sabine lesen will“ und „Tschüss, kommt gut nach Hause“.

 

27.1.2013, Sonntag

wir haben de bat wir sinn nach Vinichenau de Fahren wir sinn dann Ruter de Kannen Sabine hat den buchen Tisch auf de baut Ronny und Marlen und Jacob haben kesse de mach und die auf ein spitz de mach wir haben keine pause de mach 20 leute waren in Vichnidenau aber nicht alle haben sich ein buch de kauf mit witnun nach die buch for lisun

wir haben fes de stelt das es bei de nen in der nehe ein kesserei da waren die eine kaufen und haben die kesse kerze de sehen und ein Fach mit de Nomen

Wir haben gepackt. Wir sind nach Wittichenau gefahren. Wir sind runter gegangen (ins Gemeindehaus). Sabine hat den Büchertisch aufgebaut. Ronny und Marlen und Jacob haben Käse(würfel) gemacht und die auf einen Spieß gemacht. Wir haben keine Pause gemacht. 20 Leute waren in Wittichenau, aber nicht alle haben sich nach der Buchvorlesung ein Buch mit Widmung gekauft.

Wir haben festgestellt, dass es bei denen in der Nähe eine Käserei gibt. Da waren die einkaufen und haben die Käsekerze gesehen und einfach mitgenommen

(ein Korb mit verschiedenen Käsesorten und ein Kerze im Löcherkäse-Look waren das Dankeschön-Geschenk an uns)

 

20.4.2013 Samstag, Lesung im CVJM Krauschwitz (bei Weißwasser)

und wir sinn dann da hin und es war die Lisun und wir waren Zen Leute die das buch de hört haben dann war noch Bucher Fern Kauf wir sin noch wille Bücher los de woden einer musste est das gelt hohlen gehen wir harten 20 Bücher mit de hab wir haben uns noch mal unterhalten und wir haben noch mall warm dessen den wir haben das alles warm de macht für das Abendessen dann sin wir noch mall im hindert her de fahren das war ein tach 23:30 ers ins Bett de kommen

Wir sind dann da hin, und es war die Lesung, und wir waren zehn Leute, die das Buch gehört haben. Dann war noch Buchverkauf. Wir sind noch viele Bücher los geworden. Einer musste erst das Geld holen gehen. Wir hatten20 Bücher mit gehabt. Wir haben uns noch mal unterhalten, und wir haben noch mal warm gegessen, denn wir hatten alles warm gemacht für das Abendessen (= den Imbiss während der Lesung). Dann sind wir noch mal hinter ihm (=Matthias) hergefahren. Das war ein Tag! Wir sind erst um 23.30 Uhr ins Bett gekommen.

 

Es war übrigens Jacobs Idee, das Autorenhonorar der zweiten Auflage des Buches an das Rehabilitationszentrum „Life Gate“ in Beit Jala bei Bethlehem zu spenden. Dort war er bereits selbst im Rahmen einer Israelreise.


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.