Archiv vom Januar, 2013

 

Erstellt am 4. Januar 2013 von

Der RBB hat Ende Dezember einen etwa halbstündigen Film ausgestrahlt, den man sich in der Mediathek anschauen kann und den ich sehr bewegend finde:

Down Town – Anna zieht nach Berlin

Anna ist 28, verlässt ihr Zuhause und zieht nach Berlin. Sie ist eine beeindruckende Persönlichkeit – und ja, sie hat Down-Syndrom. Ich finde es faszinierend, wie klar sie vieles sieht, wie unverblümt sie weiß, was sie will (z. B. wie der Traummann sein sollte, wenn man ihn sich backen könnte), und auch Schwierigkeiten zum Ausdruck bringt. „Jeder hat einen Neuanfang verdient“, sagt sie zum Beispiel, und: „Das Leben ist eine Herausforderung an sich, von Anfang an“. Hut ab!

Erstellt am 3. Januar 2013 von

 

In Malatya, einer kleinen Stadt im Osten der Türkei, treffen sich am 18. April 2007 Pastor Necati und sein Assistent mit fünf Männern. Plötzlich versuchen die Männer, den Pastor dazu zu zwingen, das islamische Glaubensbekenntnis zu sprechen. Als Necati sich weigert, explodiert die Gewalt. Drei Menschen kommen ums Leben. Doch statt mit Hass, reagieren die Christen in der Türkei mit Liebe. Zwei Witwen vergeben live im Fernsehen den Mördern ihrer Männer.

ERF Medien zeigt einen Dokumentarfilm in drei Teilen. Teil 1 wird am morgigen Freitag, 4. Januar 2013 um 20.45 Uhr ausgestrahlt (mit mehreren Wiederholungen), Teil 2 und 3 folgen sieben bzw. 14 Tage später zur selben Sendezeit. Alle Filme sind dann auch in der ERF-Mediathek zu sehen.

In seinem bewegenden Buch Mein Schwager – ein Märtyrer: Die Geschichte des türkischen Christen Necati Aydin (in der 2. Auflage lieferbar) schildert Wolfgang Häde den Lebensweg seines Schwagers und auch die Geschehnisse jenes 18. April. Aydin starb im Alter von knapp 35 Jahren für seinen Glauben an Jesus Christus.

Erstellt am 2. Januar 2013 von

 

So lautet der Titel einer Tagung, die diesen Freitag in Herrenberg beginnt. Am 4. und 5. Januar 2013 laden der Arbeitskreis für evangelikale Missiologie, die Deutsche Evangelische Allianz, die Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen, die Micha-Initiative, Stopp Armut 2015 und World Vision dazu ein, der Frage: „Was ist Evangelisation?“ nachzugehen.

In vier Einheiten soll von Freitag Vormittag bis Samstag Mittag das Thema sowohl aus theologischer Sicht als auch von der Praxis her bearbeitet werden. Dabei sind auch die Neufeld-Autoren Tobias Faix und Johannes Reimer. Letzterer bringt druckfrisch zur Tagung sein neues Buch Hereinspaziert! Willkommenskultur und Evangelisation mit, das soeben in der Edition IGW erschienen ist.

„Ich komme gerne in diese Gemeinde – hier fühle ich mich willkommen.“ Johannes Reimer weiß: Dieser Satz wird gerne gehört, aber selten gesagt. Denn die Kirche hat an vielen Stellen den Kontakt zu den Menschen in ihrem Umfeld verloren. Sicher, an evangelistischen Bemühungen und Aufwand fehlt es nicht, doch der Ertrag ist mager. Gottes außergewöhnliche Botschaft kommt ungewöhnlich schlecht an. Wieso? Stimmt etwas nicht mit unserer Theologie? Sind unsere Methoden verkehrt? Oder hat der moderne Mensch einfach kein Interesse mehr an Religion?
Reimer stellt (noch) eine ganz andere Frage: Könnte es sein, dass Christen und ihre Gemeinden als Fremdkörper in unserer Gesellschaft wahrgenommen werden? Dann kann Evangelisation nicht gelingen. Denn die gute Nachricht von Hoffnung und Gnade gehört mitten hinein in das Leben der Menschen. Sie muss die Menschen erreichen, sie buchstäblich berühren.
Deshalb fordert der Autor die christliche Gemeinde heraus: Heißt die Menschen endlich willkommen, mit Wort und Tat, mit Raum und Zeit. Lasst euch ein auf die Kultur der Menschen, mit denen ihr unterwegs sein möchtet. Folgt Jesus.
Dieses Buch bietet eine Fülle von Ideen und praktischen Hilfen, um die eigene Gemeindekultur zu entdecken und zu entwickeln. Johannes Reimer ist überzeugt: Unsere Gemeinden können etwas bewirken, wenn sie das Potenzial ihrer Glieder erwecken und Gottes Reich mit einer Kultur der Liebe, der Annahme und der Teilhabe bauen. Herzlich willkommen auf diesem Weg!

Johannes Reimers Buch Gott in der Welt feiern – Auf dem Weg zum missionalen Gottesdienst (Edition IGW, bereits in der 2. Auflage) ist übrigens inzwischen in Curitiba, Brasilien, in einer portugiesischen Ausgabe erschienen: Celebrando Deus no mundo – Em busca do culto missional.

 

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.