Archiv vom Mai, 2015

 

Erstellt am 12. Mai 2015 von

… und wenn ja, wie viele? So lautet der witzige Titel eines ziemlich erfolgreichen Buches des Philosophen Richard David Precht. Vielleicht war das Buch deshalb so gefragt, weil uns genau das ziemlich beschäftigt: unsere Identität. Wer wir sind. Wer wir werden.

Ich weiß noch, wie ich erstmal schlucken musste, als mir jemand empfahl, einen Auszug aus Psalm 139, Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin, zu meditieren. Ich – wunderbar gemacht? Das ist gar nicht mal so einfach, aufzuschreiben, was an mir „wunderbar gemacht“ ist …

„Wer bin ich?“ ist auch der Titel eines bekannten Textes, den Dietrich Bonhoeffer verfasste und der einige Zeit als Poster in meinem Büro hing. Bonhoeffer greift – damals Gefangener in Tegel – darin auf, dass die Menschen um ihn herum ihn offenbar ganz anders wahrnehmen, als er selbst sich sieht. Vielleicht brauchen wir diese Erinnerung manchmal?

„Wer bin ich?“ steht jedenfalls auch als Überschrift über einem Gedicht, das ich öfter zitiere, wenn ich vor Publikum Bücher aus dem Neufeld Verlag vorstelle.

Es stammt von Roland Walter, der sich als einen „König der Lebensfreude“ bezeichnet und den ich auch so erlebt habe, als ich ihm einmal persönlich begegnen durfte. Roland ist von Geburt an spastisch gelähmt, ist im Rollstuhl unterwegs (und er ist wirklich unterwegs und kommt sicher mehr herum als ich!) und beschäftigt mehrere Assistenten, damit er selbständig leben kann. In dem Buch König Roland – Im Rollstuhl durchs Universum erzählt er seine Lebensgeschichte; er inszeniert, er choreographiert und ist überhaupt ein Energiebündel mit vielen kreativen Ideen. Hier also kommt sein Gedicht:

 

Wer bin ich?

Die Menschen nennen mich behindert,
und sie haben recht, das bin ich auch.
Gott nennt mich seine gute Schöpfung,
und er hat recht, das bin ich auch.

Die Menschen nennen mein Leben kostspielig,
und sie haben recht, das ist es auch.
Gott sagt, mein Leben ist wertvoll,
und er hat recht, das ist es auch.

Die Menschen nennen mich unproduktiv,
und sie haben recht, das bin ich auch.
Gott sagt, ich bin ein Brückenbauer
zwischen Behinderten und Nichtbehinderten,
und er hat recht, das bin ich auch.

Die Menschen nennen mein Aussehen abstoßend,
und sie haben recht, das ist es auch.
Gott sagt, mein Lachen ist schön,
und er hat recht, das ist es auch.

 

Ich mag diese Zeilen – und seit kurzem gibt es Roland Walters Gedicht nun auch als Poster im DIN A3-Format. Allerdings (erstmal) nur hier im Shop …

 

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Erstellt am 11. Mai 2015 von

Als ich Ende Februar mit unserem Büchertisch beim Kongress christlicher Führungskräfte in Hamburg dabei war, bin ich Armin Ruser begegnet, der dort seine Firma AHA! Videos präsentierte – ein paar Tische weiter. Ihn zu treffen, gehörte für mich zu den Highlights in Hamburg!

Bei einem Cappuccino erzählte er mir von seinem Buchprojekt – und ich freue mich, dass wir ihn dabei unterstützen können, dass dieses kreative und gehaltvolle Buch nun tatsächlich seinen Weg in die Öffentlichkeit findet: Am kommenden Mittwoch präsentiert Armin Ruser auf einer Release Party sein Buch, das soeben in der Edition Wortschatz erschienen ist:

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Armin Ruser

Plan B – Höchste Zeit für Veränderung

In jedem Plan A steckt auch ein Plan B

Ein Buch für Innovatoren, Querdenker, Unternehmer und Menschen, die aus ihrer Komfortzone heraustreten wollen

176 Seiten, Klappenbroschur, Format DIN A5, durchgehend farbig mit zahlreichen Abbildungen

 

Worum geht’s in diesem aufwändig und sehr kreativ gestalteten Buch? Hier der Klappentext:

 

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere: Obwohl wir es eigentlich besser wissen, machen wir oft in unseren gewohnten Bahnen weiter:

  • Wir arbeiten so, wie wir es gewohnt sind, und nicht so, wie es am besten für uns wäre.
  • Wir ziehen Projekte durch, die keinen Sinn mehr machen.
  • Wir halten an Gewohnheiten fest, obwohl sie uns schon lange nicht mehr guttun.
  • Und wenn das Schicksal zuschlägt und es nicht mehr wie geplant weitergeht, dann betrachten wir das als Scheitern und nicht als Chance.

Der Unternehmer und Theologe Armin Ruser weiß, was es bedeutet, wenn im Leben nicht alles nach Plan läuft: Ein Motorradunfall setzte vielen seiner Pläne ein abruptes Ende. Seitdem lebt er Plan B – und das sogar ziemlich erfolgreich.

In einer gelungenen Mischung aus zeitlosen Prinzipien, persönlichen Geschichten und praktischen Tipps für das eigene Denken und Handeln fordert Armin Ruser seine Leser heraus, ihre eigenen Veränderungsmöglichkeiten zu nutzen.

 

Armin Ruser ist Unternehmer, Theologe und Redner. Zu seiner eigenen Lebensgeschichte gehört ein massiver Einschnitt aufgrund eines Motorradunfalls. Das macht ihn auf persönlicher Ebene zu einem Experten im Umgang mit Krisen. Seine Querschnittslähmung war für ihn ein Wendepunkt.

Vor allem in Veränderungssituationen inspiriert und begleitet er heute Führungsteams, Organisationen und Einzelpersonen durch Coaching und Vorträge mit seiner Expertise und seinem positiven Blick nach vorne. Ein Mensch, der etwas zu sagen hat …

Erstellt am 5. Mai 2015 von

Diese Woche bin ich wieder mal unterwegs, um den Neufeld Verlag live vorzustellen: Am Donnerstag, 7. Mai lädt die Mennonitengemeinde Enkenbach (in der Pfalz) zu einem Buchvorstellungsabend ein. Los geht’s um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum in der Heidestraße 2 a.

Anschließend bin ich dann auf Einladung des Donnersberg-Kreises in Kirchheimbolanden. Dort findet heute bereits eine Auftaktveranstaltung anlässlich des 5. Mai statt – aus einem europaweiten „Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen“ wurde inzwischen ein „Aktionstag“, der auch von der Aktion Mensch tatkräftig unterstützt wird. Um 17 Uhr wird im großen Saal des Kreishauses in Kirchheimbolanden heute die Fotoausstellung „Außergewöhnlich: Vaterglück“ mit Bildern von Conny Wenk eröffnet. Eine Schulklasse führt Die Geschichte von Prinz Seltsam auf, es gibt Musik und weitere Präsentationen.

Am Freitag, 8. Mai startet um 10 Uhr eine Aktion in der Fußgängerzone der Kreisstadt. Anschließend sowie dann noch einmal am frühen Nachmittag ab 13.30 Uhr werde ich in der Buchhandlung Manar (Vorstadt 12) Bücher rund um unser Thema „Außergewöhnliche Menschen“ vorstellen. Man kann in unserem Sortiment stöbern und sich bei Kaffee und Kuchen vergnügen.

Sehen wir uns in der Pfalz? Ich würde mich freuen!

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.