Kategorie: A little extra

 

Erstellt am 8. Juli 2019 von

Fotografin Conny Wenk war in Begleitung einer Stuttgarter Delegation extra nach Macao/China gereist – und brachte doch tatsächlich die begehrte Auszeichnung „Best in the World“ des renommierten Gourmand World Cookbook Awards mit nach Hause!

Damit belegt das im vergangenen Oktober erschienene Kochbuch #46PLUSKOCHT VOLL LECKER Platz 1 in der Kategorie Charity Europe sowie Platz 3 in der Kategorie Photography.

Petra Hauser vom Verein 46plus, der das Kochbuch nicht nur herausgegeben, sondern mit enorm viel Herzblut von A bis Z auf den Weg gebracht hat:

Nicht nur, dass bereits im Dezember 2018 die zweite Auflage des Kochbuches gedruckt wurde; wir sind unglaublich stolz, dass uns als „Branchenneuling“ solch eine Sensation gelungen ist!

Als Verlag gratulieren wir Conny Wenk und dem gesamten Team von 46plus zu diesem außerordentlichen Erfolg von Herzen – für Euren unfassbar kreativen und Mut machenden Einsatz für Menschen mit Down-Syndrom hättet Ihr noch ein paar weitere Auszeichnungen verdient :)!

Zum Vormerken: Auf der Frankfurter Buchmesse kocht Fernsehkoch Frank Buchholz zusammen mit Yannik am Freitag, 18. Oktober 2019 um 16.00 Uhr in der Show-Kitchen (Gourmet Gallery, Halle 3.1).

46PLUS Down-Syndrom Stuttgart e. V., #46pluskocht – voll lecker, Fotografiert von Conny Wenk, 240 Seiten, durchgehend farbig, Hardcover, 21 x 26 cm, € [D] 19,90, Bestell-Nr. 590 093, ISBN 978-3-86256-093-6, Cuxhaven 2018

Erstellt am 3. Juli 2019 von

Es gibt sie noch, die Überraschungen, was den Buchmarkt betrifft!

Vor einiger Zeit drückte mir eine Bekannte ein Buch in die Hand und meinte, dieser Erfahrungsbericht hätte ihr sehr geholfen. Nach ein paar Wochen war es dann so weit, und ich wollte eigentlich nur einen Blick hinein werfen – doch dann las ich mich fest und fast das gesamte Buch in einem Rutsch durch.

Ohne Liebe ist es nicht zu schaffen! lautet der Titel dieses außergewöhnlichen Buches der Schweizer Autorin Melanie Della Rossa. Im Kurztext zum Buch heißt es:

Kurz nach der Geburt ihres zweiten Kindes ahnte sie, dass etwas in der Entwicklung ihrer Tochter Julia nicht stimmte. Doch erst fast vier Jahre später erhielt das Anderssein einen Namen: Angelman-Syndrom.

Diese niederschmetternde Diagnose stellte das Leben der jungen Familie auf den Kopf. Der seltene Gendefekt, der in einer Häufigkeit von 1:20.000 auftritt, war das Eintrittsticket in ein komplett anderes Leben.

Ihr lyrikähnlicher Schreibstil lässt einen schonungslos an den Höhen und Tiefen eines Alltags mit einem Kind mit einer schweren geistigen Behinderung teilhaben.

Dieses Buch erzählt von der Kraft der Liebe und dass der Zusammenhalt einer Familie in der Tat Berge versetzen kann. Ein Buch, das auch Menschen ohne ein solches Schicksal beflügelt und beeindruckt. Mit ihrem Blog auf Facebook erreicht Melanie Della Rossa Tausende von treuen Followern.

Ich konnte mir gut vorstellen, dass die ehrlichen Texte – die in einer ganz eigenen Form gestaltet sind – vielen Eltern beim Lesen einfach nur gut tun. Und ich nahm Kontakt auf mit der Autorin und erfuhr:

Als ich mit dem Schreiben meiner Geschichte damals begann, konnte ich nicht erahnen, was mein Buch an wunderschönen Begegnungen und Reaktionen auslösen wird. Es ist von A bis Z mein Ding, meine Ideen, meine Fotos, ganz viel aus meinem Innern, aber auch unsere klaren Grenzen. Mein Herzensprojekt.

Melanie Della Rossa entschied sich dafür, das Buch selbst, ganz ohne Verlag, herauszugeben. Und sie rechnete mit ein paar hundert verkauften Exemplaren.

Inzwischen sind bereits Tausende Bücher verkauft – ein großer Erfolg für die Autorin, eine tolle Unterstützung für den Angelman Verein Schweiz. Und ein ermutigendes Beispiel für echte Herzensprojekte

Wir gratulieren von Herzen und mit tiefem Respekt und freuen uns mit!

Das Buch mit farbigen Fotos und Texten von Melanie Della Rossa (Hardcover, 186 Seiten, CHF 26,-/EUR 23,- Euro zzgl. Versandkosten) kann man beim Angelman Verein Schweiz bestellen.

Erstellt am 18. März 2019 von

Sollen vorgeburtliche Bluttests zu einer Regeluntersuchung werden (die die Krankenkassen bezahlen)?

Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift Kinderärztliche Praxis hat der Debatte zu dieser Frage viel Platz eingeräumt. Neufeld-Autor Prof. Dr. Holm Schneider aus Erlangen hat seine Position in einem ausführlichen Artikel dargelegt – den ich sehr hilfreich finde und ausdrücklich empfehle.

Vorgeburtliche Bluttests auf Down-Syndrom dürfen nicht zur Regeluntersuchung werden – das fordert auch ein Bündnis aus Lebenshilfe und Down-Syndrom-Verbänden zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März. Zur ethischen Orientierungsdebatte im Bundestag sind in ganz Deutschland Aktionen und Besuche in den Bürgersprechstunden der Abgeordneten geplant.

Hier eine Pressemeldung dazu:

Vorgeburtliche Bluttests, mit denen das Down-Syndrom und weitere Chromosomen-Veränderungen festgestellt werden können, dürfen nicht zur Regeluntersuchung in der Schwangerschaft werden. Das fordert ein Bündnis aus Bundesvereinigung Lebenshilfe, Deutsches Down-Syndrom InfoCenter, Down-Syndrom Netzwerk Deutschland, KIDS Hamburg – Kompetenz- und Infozentrum Down-Syndrom sowie downsyndromberlin anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages am 21. März.

Mit den neuen Methoden der Pränataldiagnostik geraten Eltern von Kindern mit Behinderung immer stärker unter Rechtfertigungsdruck, und bei Menschen mit Behinderung verstärkt sich die Angst, in dieser Gesellschaft nicht gewollt zu sein. Sebastian Urbanski, Berliner Schauspieler mit Down-Syndrom und Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe, sagt: 

„Ich lebe gerne und habe viel Freude am Leben. Ich bin glücklich, weil ich mich als Teil der Gesellschaft fühle und einfach dazu gehöre. Manchmal brauche ich zwar etwas mehr Unterstützung, aber die braucht ja jeder mal. Nur diese Bluttests machen mir und anderen Menschen mit Down-Syndrom wirklich große Sorgen.“

Er findet es gut, dass voraussichtlich im April der Deutsche Bundestag über die gesellschaftlichen und ethischen Folgen der Bluttests debattieren will, bevor der Gemeinsame Bundesausschuss darüber entscheidet, ob diese vorgeburtlichen Untersuchungen gesetzliche Kassenleistung werden.

Die Bluttests dienen aber keiner medizinischen Behandlung. Sie schaffen nicht einmal Klarheit darüber, ob tatsächlich ein Down-Syndrom vorliegt – etwa jedes fünfte Ergebnis ist fehlerhaft: Die Schwangeren erwarten gar kein Kind mit Down-Syndrom. Wenn ein Down-Syndrom – auch Trisomie 21 genannt – diagnostiziert wird, führt das jedoch in den allermeisten Fällen zur Abtreibung des Kindes.

Für den Tag der ethischen Orientierungsdebatte im Bundestag fordert das Bündnis zu bundesweiten Aktionen auf, mit denen die Perspektive von Menschen mit Behinderung und ihren Familien deutlich werden soll: Ein Leben mit Down-Syndrom kann so glücklich und erfolgreich sein wie jedes andere auch. Darüber hinaus wollen Menschen mit Down-Syndrom und ihre Familien die Bundestagsabgeordneten in ihren Bürgersprechstunden besuchen und darauf aufmerksam machen, welche Folgen eine breite Anwendung der Bluttests haben kann – für Menschen mit Down-Syndrom wie für die Gesellschaft insgesamt.

Erstellt am 4. März 2019 von

Am vergangenen Freitag waren Alexander (17) und ich beim Kongress christlicher Führungskräfte in Karlsruhe (KcF). Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und dann beim Abend unter dem Motto „Lebenslinien“ interviewt.

Für mich sind solche Einsätze natürlich immer auch ein wenig spannend, weil man nie weiß, was Alex auf dem Weg noch so einfällt. Und zugleich wurde ich wieder mal selbst beschenkt von seiner Persönlichkeit und seiner Sicht auf die Welt. Besser gesagt: auf die Menschen.

Nachwuchs-Drummer Alex mit Schlagzeuger Daniel Jakobi – diese Begegnung hat ihn wahnsinnig gefreut

Als wir kurz vor unserem Auftritt von einer Visagistin bearbeitet wurden, kam Thomas Middelhoff in den Raum. Er war ja eine Zeit lang Chef von Bertelsmann gewesen, einem der weltgrößten Medienunternehmen mit dem weltweit größten Publikumsverlag Penguin Random House. Und daneben Alex und ich als Vertreter des fast kleinsten Verlages der Welt

So wie Alexander es zuvor schon bei allen Leuten gemacht hatte, denen wir begegnet sind, hat er es auch diesmal gehalten:

„Hallo, ich heiß‘ Alex!“

„Hallo Alex, ich bin Thomas.“

Als wir dann in der großen Halle vorne in der ersten Reihe saßen, hat Alex sich umgedreht, um die Menschen kennenzulernen, die direkt hinter uns saßen.

„Hallo, ich heiß‘ Alex! Alles gut?“

Und so lernte er Uli kennen und seinen Sohn Clemens … Er hat seine Sache gut gemacht und sich am Ende des Interviews auch noch anständig verbeugt, wie es sich gehört, bevor wir die Bühne wieder verließen.

Als wir am Ende des Abends die Messehalle verließen, um ins Auto zu steigen, bog er noch mal nach links ab, um sich persönlich von einem Ordner zu verabschieden. Ganz ehrlich: Ich habe keinen Schlenker gemacht, um diesem Mitarbeiter der Messe die Hand zu reichen.

Alex hat mir durch seine selbstverständliche Kontaktaufnahme gezeigt, dass jeder Mensch gleich wichtig ist. Top-Manager oder Ordner, jeder ist einzigartig.

Es hat mich einige Mühe gekostet, Alexander am Samstag Morgen zu überreden, dass wir uns jetzt lieber direkt auf den Heimweg machen. Er wäre so gerne noch einmal zur Messe gefahren – um sich „von allen zu verabschieden“.

Danke, Alex, für diese Lektion.

Alex glücklich zwischen Bassist Luca Genta (links) und Gitarrist Lothar Kosse (rechts)

Thomas Middelhoffs aufrichtige und offene Art, im Interview selbstkritisch aus seinem Leben zu berichten, hat mich übrigens sehr beeindruckt. Hut ab!

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Erstellt am 7. Januar 2019 von

Yannik und Marina, ein Foto aus dem Wandkalender A little extra 2019 (Foto: Conny Wenk)

 

Manchmal frage ich mich ernsthaft, wer hier eigentlich Förderbedarf hat in unserer Gesellschaft. Wer entwicklungsverzögert ist. Wer in seinem Leben auf Unterstützung und Begleitung angewiesen ist. Ob wir überhaupt etwas vom Leben verstanden haben, wenn in der Gesellschaft gefragt wird, inwiefern „ein Leben lebenswert“ sei. Wir sind offenbar so sehr damit beschäftigt, das „perfekte Baby“ hinzubekommen, dass wir dabei tragischerweise Wesentliches übersehen.

Heute bringt die Süddeutsche Zeitung einen Beitrag „Leben mit Down-Syndrom“, in dem von einer Studie berichtet wird in Bezug auf die Lebensperspektiven von Menschen mit Down-Syndrom. Pflichtbeflissen wird sorgfältig darauf hingewiesen, dass die Angaben „nicht objektiv überprüft“ worden seien, sondern „eher einen Eindruck von der subjektiven Einschätzung betroffener Familien“ liefern würden. Tja, da fragt man sich, was am Ende zählt.

Denn gegen Ende des Beitrags wird es erst richtig spannend – hier weist die Autorin der Süddeutschen Zeitung auf eine andere Studie hin:

 

In diesem Zusammenhang ist auch interessant, was einige der beteiligten Forscher schon vor Jahren herausfanden. Sie hatten Menschen mit Down-Syndrom gefragt:

Sind Sie glücklich? Mögen Sie sich selbst? Gefällt Ihnen Ihr eigenes Aussehen? Lieben Sie Ihre Familie?

Auf alle Fragen antworteten mindestens 96 Prozent mit „Ja“.

 

Angenommen, nur mal angenommen, man würde diese Frage Menschen mit einer eher unauffälligen Anzahl Chromosomen stellen. Wie hoch wäre wohl die Quote derer, die fröhlich mit „Ja“ antworten? Sind Sie glücklich? Mögen Sie sich selbst? Gefällt Ihnen Ihr eigenes Aussehen? Lieben Sie Ihre Familie?

Klarer kann man es kaum zum Ausdruck bringen, dass wir etwas zu lernen haben von Menschen mit Down-Syndrom. Und zwar eine ganze Menge. Und dann frage ich mich ernsthaft, wer hier eigentlich (siehe oben) …

Erstellt am 5. November 2018 von

Der 21. März wird seit einigen Jahren weltweit als Down-Syndrom-Tag begangen (Trisomie 21, das passt einfach gut zu diesem Datum 21.3.), und viele Elterngruppen und Initiativen nutzen das, um in ihrer Region für Vielfalt zu werben und dafür, dass Menschen mit Down-Syndrom unser Leben und unsere Gesellschaft bereichern.

Weil uns genau das am Herzen liegt, bieten wir Ihnen als Verlag auch 2019 wieder günstige Artikel zu Selbstkosten an, um Sie bei Ihrem Einsatz zu unterstützen.

Hier können Sie sich ein Bestellformular für die unten abgebildeten Give-Aways herunterladen (natürlich muss das dann nicht an uns gefaxt werden, man kann es auch fotografieren und uns mailen oder ganz einfach formlos bestellen).

„Für eine bunte Welt!“ Das steht auf der Packung der Qualitäts-Blumensamen, die wir 2019 noch einmal zum Welt-Down-Syndrom-Tag anbieten: eine bunte Sommerblumenmischung!

Die Tütchen sind etwas größer, damit sie auch wirklich auffallen. Und man kann sie wunderbar:

  • bei Aktionen in Einkaufszentren, Buchhandlungen, in Fußgängerzonen … verteilen
  • in Kindergärten und Schulen, in Kirchen und Gemeinden … weitergeben
  • in Arztpraxen und Kliniken … auslegen
  • Briefen, Spendenbescheinigungen … beilegen
  • zum Beispiel als Unternehmen seinen Kunden … schenken

Wenn Sie als Elterngruppe also eine Aktion in der Öffentlichkeit planen, bestellen Sie sich einen Schwung Blumensamen zum großzügigen Verschenken. Sie wissen ja: Glück vermehrt sich, wenn man es teilt …

Wir haben wieder spitz gerechnet, um Ihnen (für Bestellungen bis 31. März 2019) günstige Mengenpreise anzubieten:

Sommerblumenmischung: „Für eine bunte Welt!“ (8,7 x 12 cm, je 3,7 g, mind. 2 Jahre haltbar).

10 Stück à 0,62 EUR

ab 50 Stück à 0,58 EUR

ab 100 Stück à 0,56 EUR

ab 250 Stück à 0,52 EUR

ab 500 Stück à 0,48 EUR

(jeweils zuzüglich Versandkosten, inkl. 19 % MwSt.)

Die Postkarte: „Prinz Seltsam“ (die Rückseite ist frei zum Beschriften)

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sowie das beliebte Lesezeichen „Down-Syndrom – na und?!“ (Motiv „Prinz Seltsam“) gibt es weiterhin gratis (gegen Versandkosten).

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Und auch unsere beliebten Aufkleber „Down-Syndrom – na und?!“ bieten wir weiterhin an:

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je 0,20 EUR

ab 100 Stück à 0,15 EUR

ab 250 Stück à 0,10 EUR

(jeweils zuzüglich Versandkosten, inkl. 19 % MwSt.)

Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen beim nächsten Welt-Down-Syndrom-Tag! Bitte bestellen Sie all diese Artikel direkt bei uns im Verlag:

Neufeld Verlag, Sauerbruchstr. 16, 27478 Cuxhaven, Telefon 0 47 23/5 05 72 60, Telefax 0 47 23/5 05 72 63, E-Mail info@neufeld-verlag.de

Neu: Elterngruppen, Frühförderstellen etc. bieten wir ab sofort erstmals ein speziell zusammengestelltes Paket zum Down-Syndrom mit Super-Rabatt an!

Erstellt am 24. Oktober 2018 von

Erholung, Begegnung und Inspiration für Familien mit behinderten Kindern – das ist die Idee der FamilienWoche Spezial.

Wie in den vergangenen Jahren, lädt das Dünenhof Ferienhotel bei Cuxhaven an der Nordsee auch im kommenden Jahr zu einer Woche ab Ostermontag ein – vom 22. bis 28. April 2019.

 

 

Das meinen Teilnehmer der vergangenen Jahre:

„Unser Kind (8) war total begeistert und fühlte sich sehr wohl.“

„Endlich ein Ort, an dem ich mit meiner Familie nichts Besonderes war. Wir haben uns in der Gemeinschaft sehr wohlgefühlt und wurden von Gott beschenkt!“

„Für mich waren diese Tage so reichhaltig, dass ich lange etwas davon habe.“

„Meine Tochter (11) hat gelernt auf Toilette zu gehen.“

 

Und so sind die Tage strukturiert:

Nach einem gemeinsamen Anfang mit viel Singen gibt es jeden Vormittag ein eigenes Kinderprogramm; dafür stehen kompetente und motivierte Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter bereit. Für Eltern gibt es währenddessen biblisch-geistliche Impulse, Gelegenheit zur Vertiefung und zum Austausch. Die Nachmittage können als Familie gestaltet werden, und abends ist Raum für Gespräche oder Seminare.

 

 

Und das an der Nordseeküste:

Das Dünenhof Ferienhotel liegt in wunderschöner Randlage von Cuxhaven, unmittelbar an Salzwiesen – direkt vor dem Wattenmeer. Und das bedeutet Wolken, Wind und Weite, Stille und Sturm. Die herrliche Natur – von Küstenwald und Heide bis hin zu Sandstränden – lädt dazu ein, Gottes Schöpfung mit allen Sinnen wahrzunehmen. Allein der besondere Ort macht es leicht, Weitblick zu gewinnen, zu entspannen und loszulassen. Und die Umgebung von Cuxhaven bietet zudem vielfältige Ausflugsmöglichkeiten.

 

Sich verwöhnen lassen:

Komfortable Zimmer, ein komplett barrierefreies Gelände, gutes Essen, das Schwimmbad (mit Lifter) oder die Sauna im Haus tragen zur Erholung bei. An einem Abend wird für zwei Stunden eine Beaufsichtigung der Kinder angeboten. Und natürlich ist die Begegnung mit anderen Familien in durchaus ähnlicher Lebenssituation oft wertvoll und inspirierend.

 

 

Und wer steht dahinter?

Viel mehr als ein Hotel: Die WegGemeinschaft ist Träger und Gründer des Dünenhofes – neun Freunde, die sich vor über 30 Jahren zu einer christlichen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben. Die Tagungen und Seminare auf dem Dünenhof sollen Raum schaffen, dem lebendigen Gott zu begegnen, neue Perspektiven zu gewinnen, Heilung und Inspiration zu erfahren.

 

 

 

Die FamilienWoche Spezial wird geleitet von:

  • Beate und Hergen vor dem Berge. Ihre Tochter Merle erkrankte im Alter von elf Jahren plötzlich an einer Hirnstammentzündung und ist seitdem fast vollständig gelähmt. Hier wird die Liebesgeschichte von Merle erzählt, die 2015 geheiratet hat.
  • Carolin und David Neufeld haben zwei Söhne mit Down-Syndrom und Erfahrungen als Pflegeeltern.
  • Sabine und Martin Zinkernagel sind Eltern von zwei erwachsenen Söhnen mit dem CRASH-Syndrom. In diesem Buch erzählt Sabine Zinkernagel aus diesem besonderen Leben.
  • Das Kinderprogramm wird geleitet von der Erzieherin Gerda Landes (die natürlich auch über Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderung verfügt), unterstützt von einem Team.

 

 

Noch gibt es freie Plätze für die FamilienWoche Spezial (die Teilnehmerzahl ist naturgemäß begrenzt)!

Eine ausführlichere Übersicht auch zum Charakter dieser Tage gibt es in dieser pdf-Datei.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden sich hier:

DÜNENHOF FERIENHOTEL
In den Dünen 4
27476 Cuxhaven-Berensch
Telefon 0 47 23/71 23-0
Telefax 0 47 23/71 23 40 40
E-Mail info@duenenhof.org
www.duenenhof.org

Erstellt am 25. September 2018 von

Als Verleger freut man sich natürlich immer über positive Rezensionen – auch wenn kritische Äußerungen durchaus hilfreich sein können und immerhin davon zeugen, dass der Rezensent oder die Rezensentin das Buch überhaupt gelesen haben.

Diese Tage erreichte uns eine der ersten Besprechungen des Eltern-Ratgebers Stärke fürs Leben entwickeln – So meistern Sie den Alltag mit einem behinderten Kind.

Und weil sie so viel von dem zur Sprache bringt, was uns bei der Herausgabe dieses Buches am Herzen lag, freue ich mich ganz besonders.

Das Autorenpaar, Sylvia und Alfred Sobel, ist in den letzten Jahren (!) so manche extra-Meile gegangen, damit der Ratgeber genau so entstehen konnte. Dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön nach Berlin!

 

 

 

Hier also gerne die Rezension im vollen Wortlaut – aus lauter Freude 🙂 :

 

Das Buch richtet sich an Eltern von „besonderen“ Kindern und begleitet die Eltern von der Diagnose einer Erkrankung oder Behinderung entlang des Lebens- und Entwicklungsweges des Kindes bis zum Erwachsenwerden. Es ist aber weit mehr als ein Elternbuch und ist lesenswert für alle Menschen, die eine niederschmetternde Diagnose zu verkraften haben. Aus der Erfahrung heraus, dass Menschen sehr unterschiedlich auf Schwierigkeiten und Schicksalsschläge reagieren können, arbeitet das Buch die Gründe dafür heraus und zeigt Wege auf, die zur Stärkung der eigenen Persönlichkeit führen können – unter Einbeziehung des Partners, der Familie, von Freunden, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen.

Eine besondere Stärke des Buchs ist der modulare Aufbau; man muss es also nicht von vorn bis hinten durcharbeiten, sondern kann überall einsteigen und sich Anregungen holen. Dabei helfen sich wiederholende Überschriften wie „Gut zu wissen“, „Verbreiteter Irrtum“ und prägnante inhaltliche Zusammenfassungen wie „Persönliche Stärke erfahren“ und „Kurz und knapp“. Wer etwas tiefer in sich hineinhören möchte, findet am Ende jedes Kapitels einen „Text für stille Momente“ als Denkanstoß.

Das Buch ist aus einer christlichen Grundhaltung heraus geschrieben, die aber nur im siebten Kapitel „Auf die Lebenseinstellung kommt es an“ als Beispiel für gelebte Spiritualität ausgebreitet wird. Der Tenor bleibt immer wohltuend unaufdringlich und lässt Raum für andere Grundüberzeugungen.

In diesem Buch ist vieles so beschrieben, wie ich es selbst erlebt habe. Die Autoren beschreiben treffend die Lage und Gefühlswelt von Menschen in einer Ausnahmesituation. Sie geben – ohne erhobenen Zeigefinger – wertvolle Tipps, wie man mit dieser besonderen Situation umgehen und zu einem „normalen“, erfüllten Leben zurückfinden kann. Ein wertvoller Ratgeber.

Andrea Schaller

 

(Die Rezension erschien auf der Website des Vereins Pompe Deutschland e. V., wo sich vor allem von Morbus Pompe betroffene Menschen zusammenschließen. Morbus Pompe ist eine erblich bedingte Stoffwechselkrankheit, die sich vor allem in der Muskulatur bemerkbar macht.)

 

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Erstellt am 6. September 2018 von

Am Montag, 10. September, feiert Jean Vanier seinen 90. Geburtstag.

 

 

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Der Herzschlag von Jean Vanier (Foto: John McElroy) ist für den Neufeld Verlag eine echte Inspiration: Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist Vanier Freund und radikaler Fürsprecher von Menschen mit geistiger Behinderung. Er lädt uns ein, ihre Gaben ernst zu nehmen und von ihnen zu lernen.

Die Arbeit von Jean Vanier dreht sich im Grunde um drei Fragen:

Was bedeutet es, ganz Mensch zu sein? Was heißt es, anderen wirklich zu dienen? Und wie kann Einheit zwischen unterschiedlichen Menschen entstehen? Seine Antworten waren immer praktisch wie intellektuell, durch sein Leben und Schreiben.

Als wir 2008 – gemeinsam mit dem Tyrolia Verlag – die einzige deutschsprachige Biografie von Jean Vanier herausgeben konnten, war in unserem Verlagsprogramm noch gar nicht erkennbar, wie sehr dieses Buch und das Anliegen Jean Vaniers einmal im Zentrum unserer Überlegungen stehen würde.

Inzwischen hat seine Lebensmission ihren Niederschlag sehr sichtbar im Neufeld Verlag (und in meinem persönlichen Leben) gefunden; wir teilen die tiefe Überzeugung, dass Menschen mit Behinderung uns etwas zu sagen und zu geben haben – und dass wir noch ziemlich am Anfang stehen, das überhaupt wahrzunehmen und wertzuschätzen.

Der renommierte Theologe Stanley Hauerwas meinte einmal:

Jean Vanier steht wie ein Leuchtturm, der uns allen hilft, besser zu erkennen und zu verstehen, was Frieden bedeutet. Als Theologe habe ich mich der Praxis christlicher Gewaltfreiheit verschrieben. In dieser Position werde ich oft herausgefordert, zu zeigen, wo denn, bitteschön, solche Gewaltlosigkeit aktuell existiere. Seit vielen Jahren verweise ich die, die mir diese Frage stellen, auf das Werk von Jean Vanier.

Sind Jean Vaniers Bücher Bestseller im klassischen Sinn? Eher weniger. Tritt dieser Autor entsprechend lautstark auf, so dass seine Botschaft auch ja Gehör findet? Eher weniger. Ist seine Botschaft zentral für unsere Gesellschaft, für die Kirche, für unser Verständnis von Christsein, Menschsein und Reich Gottes; ist sie wert, in weiten Kreisen gehört zu werden? Durchaus!

Wir sind tief berührt und dankbar für die Inspiration durch Jean Vanier und die Arche-Gemeinschaften. Und wir wünschen ihm ein wunderbares Geburtstagsfest!

 

Im Neufeld Verlag erschienen die Biografie Jean Vaniers:

sowie weitere Bücher aus der Feder von Jean Vanier:

 

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Erstellt am 6. Juni 2018 von

 

Es hat seine Vorteile, wenn man das Büro im Wohnhaus hat. Auch wenn für einen Selbstständigen damit praktisch immer die Gelegenheit besteht, „mal eben“ ins Büro zu gehen (seltsamerweise komme ich dann selten genauso schnell wieder raus). Aber im Gegensatz zu unzähligen Berufstätigen bin ich in nur wenigen Augenblicken vom Esstisch am Schreibtisch. Und zurück!

Im Moment ist es außerdem gut, dass ich schnell für meine Frau erreichbar bin, wenn sie mich im Umgang mit unseren Jungs mal eben braucht. Und natürlich genieße ich die vielen Freiheiten, die damit verbunden sind – zum Beispiel das Privileg, am Freitagnachmittag gemeinsam eine Kaffeepause zu verbringen.

So wie letzten Freitag. Da unser Samuel (12) sein Zimmer genau neben meinem Büro hat (wir bilden also so eine Art Bürogemeinschaft) und meine Abwesenheit manchmal gerne nutzt, um sich mal an Papas PC zu setzen, habe ich mir angewöhnt, zumindest eine Tastensperre einzugeben.

Ich sitze also gemütlich mit meiner Frau bei einer Tasse Kaffee, als Samuel ins Wohnzimmer schlendert, „Anrufbeantworter“ sagt er dabei. Mir schwant etwas … Als ich dann später wieder ins Büro gehe, sehe ich, dass jemand angerufen hat, der Mitarbeiter einer Druckerei. Außerdem schickt er eine Mail hinterher mit der Bitte um Rückruf, ich sei telefonisch offenbar gerade nicht erreichbar.

Als ich ihn zurückrufe, erzählt er, dass er soeben drei Mal versucht habe, mich anzurufen, aber wohl mit der Leitung etwas nicht stimme. Jedes Mal sei „eine fremde Person“ am Apparat gewesen, „aus einem fremden Land“, und sie hätte außerdem „in einer fremden Sprache“ mit ihm gesprochen.

Ich kann mich nicht beherrschen und muss lauthals loslachen: Jetzt weiß ich sicher, was Samuel mit „Anrufbeantworter“ gemeint hat – während ich gemütlich an meinem Kaffee genippt habe, hat er mal eben den Telefondienst übernommen.

Den Druckerei-Mitarbeiter konnte ich schnell aufklären: Mit unserem Telefon stimmt alles, nur konnte er unseren Samuel leider nicht verstehen. Samuel hat Down-Syndrom und ist auch Autist; mit dem Sprechen und Verstanden werden ist das so eine Sache. Trotzdem kann er mit Telefon in der Hand im Zimmer auf und ab gehen und sehr glaubwürdig nachspielen, wie Mama und Papa so telefonieren. In seiner Sprache eben.

Den ganzen Tag habe ich mich über diese Episode amüsiert; und der Druckerei-Mitarbeiter konnte sein Telefonerlebnis auch wieder richtig einordnen.

Auf jeden Fall bin ich ziemlich stolz, dass ich einen ganz persönlichen Anrufbeantworter habe! Falls Sie mich also mal telefonisch erreichen wollen und überraschend „eine fremde Person“ hören – versuchen Sie es ruhig nochmal. Denn über den Inhalt der eingegangenen Anrufe schweigt Samuel wie ein Grab.

Das Schöne ist: Wenn man Fremde kennen lernt, beginnt man auch, sie zu verstehen.

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.