Kategorie: Menschen mit Behinderung

 

Erstellt am 31. März 2020 von

Im Newsletter der Evangelischen Mennonitengemeinde Schänzli (Muttenz bei Basel) haben wir ein einfaches Gebet entdeckt – und die Autorin gefragt, ob wir es an dieser Stelle weitergeben dürfen.

Wir dürfen! Und Martina Wüthrich hat gleich ein Bild und ein paar Zeilen ergänzt:

Martina Wüthrich

Ich bin Martina Wüthrich und wohne in der Schweiz nahe bei Basel. Im Mai werde ich 50 Jahre alt.

Ich arbeite an einem geschützten Arbeitsplatz in einem Second-Hand-Laden für Kleider. Das gefällt mir sehr gut.

Jeden Monat feiern wir einen Gottesdienst für Menschen mit Behinderungen. Das gestalten meine Freundin Gaby, Judith und Röbi als Pfarrer und ich zusammen. Es hilft mir, wenn wir in dieser schwierigen Zeit miteinander beten können.

Herzliche Grüsse, Martina

Und hier ist das Gebet:

Lieber Vater im Himmel,

Wir sind in einer speziellen Zeit.

Aber du bist mitten unter uns.

Ich habe oft Angst und bin manchmal verzweifelt.

Aber ich bin froh, dass du mit mir bist.

Manchmal fehlen mir die Worte, um mit dir zu sprechen.

Aber du verstehst mich trotzdem.

Du trocknest meine Tränen, du gehst neben mir

und begleitest mich Tag und Nacht.

Amen.

Erstellt am 18. März 2020 von

Fakten sind Freunde, oder? Auf jeden Fall helfen sie, ein realistischeres Bild zu bekommen. Und die eigenen Vorstellungen zu überdenken.

Im Vorfeld des diesjährigen Welt-Down-Syndrom-Tages (21.3.) hat das
Deutsche Down-Syndrom InfoCenter eine Online-Umfrage unter Eltern gemacht, deren Kinder mit Down-Syndrom leben. Es ist die erste Umfrage dieser Art in Deutschland.

Oft kursieren klischeehafte Vorstellungen über Menschen mit Down-Syndrom und das Leben ihrer Familien. Doch wie ist es wirklich, mit einem Kind mit Trisomie 21 zu leben?

Das Leben mit Kind mit Down-Syndrom? Meist schön und lebenswert!

Die Bandbreite der Themen und Herausforderungen des Familien-Alltags ist groß. Und jeder Mensch ist schließlich einmalig. Doch die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich:

Das Leben mit einem Kind mit Trisomie 21 ist für die meisten Eltern zwar herausfordernd, doch vor allem fast immer schön, Horizont erweiternd und lebenswert!

Das März-Motiv von Conny Wenks Wandkalender A little extra 2020

Die Ergebnisse im Überblick

1.717 Personen haben an der Umfrage teilgenommen. Die Kinder der befragten Eltern sind zwischen 1955 und 2020 geboren. Am meisten vertreten sind die Geburtenjahrgänge 2010 bis 2019 (Kinder im Alter von einem bis zehn Jahren).

Gefühle zum Kind

98,1 % der befragten Eltern sagen: „Ich liebe mein Kind.“
89,8 % meinen: „Ich bin stolz auf mein Kind.“
0,5 % sagen: „Mir fällt es schwer, mein Kind zu lieben.“

Alltag mit dem Kind

76 % stimmen dem Satz überwiegend bzw. voll und ganz zu: „Der Alltag mit meinem Kind ist nicht so problematisch, wie ich es befürchtet habe.“

88 % stimmen dem Satz überwiegend bzw. voll und ganz zu: „Die schönen Momente mit meinem Kind wiegen die Herausforderungen und Probleme auf.“

Die befragten Eltern empfinden den Alltag mit ihrem Kind
98, 46 % „schön“, darunter 10,01 % oft, 47,76 % fast immer, 40 % immer;
95,86 % „heiter“, darunter 22,04 % oft, 49 % fast immer, 24,82 % immer;
91,12 % „Horizont erweiternd“, darunter 23,12 % oft, 22,29 % fast immer, 45,71 % immer;
55,52 % „herausfordernd“, darunter 35,89 % oft, 10,27 % fast immer, 9,39 % immer;
35,38 % „anstrengend“, darunter 26,65 % oft, 6,19 % fast immer, 2,54 % immer;
11,63 % „belastend“, darunter 8,74 % oft, 1,77 % fast immer, 1,12 % immer;
8,11 % „frustrierend“, darunter 6,86 % oft, 1,01 % fast immer 0,24 % immer.

Positiv Überraschendes

68,5 % sind positiv überrascht von den Kompetenzen ihres Kindes;
57,3 % von ihrer eigenen Stärke;
58,4 % vom „ganz normalen“ Alltag;
50,02 % von der Reaktion ihres Umfeldes;
41 % von den guten Fördermöglichkeiten für ihr Kind;
2 % sagen, sie seien von nichts positiv überrascht.

Lebensveränderndes

Bei der Frage „Inwiefern hat Ihr Kind Ihr Leben verändert?“ (Mehrfachnennungen waren möglich)

wurde am meisten (50 % und mehr) genannt:

76,4 %: „Mir ist klarer, was im Leben wirklich zählt.“
68,1 %: „Ich bin offener und toleranter geworden.“
60,7 %: „Ich habe gemerkt, dass ich vieles schaffen kann.“
59,0 %: „Ich bin geduldiger geworden.“

Vor allem aus den Zusatz-Antworten geht hervor, so das InfoCenter in einer Pressemitteilung, dass nicht vorrangig die gesundheitlichen Einschränkungen/Themen/Herausforderungen des Down-Syndroms den Alltag der Familien belasten/erschweren, sondern vor allem bürokratische und gesellschaftliche Hürden, durch die sich die Familien diskriminiert fühlen und die den Kindern die gesellschaftliche Teilhabe erschweren.

Wir sagen danke an das Team des Deutschen Down-Syndrom InfoCenters für diese erhellende Umfrage – und natürlich allen Eltern, die sich daran beteiligt haben!

Erstellt am 3. März 2020 von

Lustige, spannende und unterhaltsame Geschichten in einfacher Sprache: für Jugendliche und Erwachsene mit Lernschwierigkeiten, über Themen aus ihrer Lebenswelt – das ist die Tigerbande, von der es bisher sechs Bände (in zwei günstigen Sets) gibt.

Cora Halder hat die Geschichten für uns aus dem Norwegischen übersetzt, und seit kurzem gibt es nun auch Arbeitsblätter zu jedem einzelnen Band.

Die kann man prima für den Unterricht, den Berufsbildungsbereich etc. nutzen.

Hier können Sie sich jetzt bequem alle sechs Arbeitsblätter gratis herunterladen:

Arbeitsblatt zu Band 1: Die Tigerbande

Arbeitsblatt zu Band 2: Tommy zieht aus

Arbeitsblatt zu Band 3: Olle will selbst bestimmen

Arbeitsblatt zu Band 4: Tommy wünscht sich eine Freundin

Arbeitsblatt zu Band 5: Die Tigerbande feiert ein Fest

Arbeitsblatt zu Band 6: Maren und Tommy haben Liebeskummer

Viel Freude damit!

Erstellt am 24. Februar 2020 von


Das Ergebnis einer von der Internationalen Arche in Auftrag gegebenen Untersuchung belastet den Arche-Gründer Jean Vanier schwer

Nachtrag: Der französische Fernsehsender KTO hat ein Interview mit Stephan Posner, dem Leiter der Internationalen Arche, ausgestrahlt (auf YouTube ist es mit englischen Untertiteln versehen).

In diesem Gespräch wird der Schmerz über den Missbrauch durch Jean Vanier deutlich, aber auch die klare Haltung der Verantwortlichen und ihr – wie ich finde – weiser Umgang mit dieser sehr herausfordernden Situation:

Am vergangenen Samstag, 22. Februar 2020, hat die Internationale Arche die Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung bekannt gegeben.

Jean Vanier (1928 bis 2019) war Mitgründer der Arche-Gemeinschaften, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen leben. Der promovierte Philosoph und katholische Christ war einer der großen spirituellen Schriftsteller unserer Zeit.


Jean Vanier
(Foto: l’Arche, März 2011)

Wir zitieren hier aus der Website der Arche Deutschland:

Nachdem der geistliche und sexuelle Missbrauch durch P. Thomas Philippe, den geistlichen Mentor von Jean Vanier, in den vergangenen Jahren aufgedeckt worden ist, hat die Internationale Arche im vergangenen Juni eine gründliche und unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben. Diese Untersuchung sollte das Umfeld von P. Thomas Philippe und die Rolle von Jean Vanier darin beleuchten und zu mehr Klarheit über die Gründungsgeschichte der Arche beitragen. Das Ziel war es, mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen unsere Richtlinien und Verfahren zur Prävention von Missbrauch noch besser anzupassen.

Nun liegt das Ergebnis der Untersuchung vor, das uns schwer erschüttert hat. Wir sind schockiert zu erfahren, dass nicht nur P. Thomas Philippe, sondern auch Jean Vanier in geistlichen und sexuellen Missbrauch verstrickt war. Das Ergebnis der Untersuchung macht uns in hohem Maße betroffen. Die Auswertung der Quellen, zu denen die Internationale Arche Zugang bekam, und der Zeugenaussagen, die dem Untersuchungsteam zur Kenntnis gebracht wurden, ergaben, dass der Arche-Gründer Jean Vanier offenbar nicht nur früh von den Missbrauchstaten seines geistlichen Mentors P. Thomas Philippe gegenüber erwachsenen Frauen wusste, sondern auch selbst im Rahmen geistlicher Begleitung gegenüber erwachsenen Frauen sexuelle Übergriffe begangen hat, was einige dieser Frauen tief verletzt hat. Bei den betroffenen Frauen handelt es nicht um Personen mit Behinderung.

Wir verurteilen die Taten Jean Vaniers zutiefst. Sie sind mit den Grundsätzen und Werten der Arche, wie wir sie leben, vollständig unvereinbar. Die Detailergebnisse der Untersuchung sind hier nachzulesen (Website der Internationalen Arche in Englisch bzw. Französisch). Eine deutsche Übersetzung des Briefes der Internationalen Leiter Stephan Posner und Stacy Cates-Carney mit einer Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse ist hier zu finden.

Wir wünschen uns und laden ein, dass alle, die der Arche verbunden sind, uns dabei unterstützen, die richtigen Folgerungen aus diesen schockierenden Erkenntnissen zu ziehen.

Auch der Neufeld Verlag ist erschrocken über diese Erkenntnisse. Vaniers Verstrickung in geistlichen und sexuellen Machtmissbrauch sowie seine sexuellen Übergriffe müssen eindeutig als schwere Verfehlungen betrachtet werden. Die betroffenen Frauen haben als Opfer darunter gelitten und zu leiden.

Wir sind um so mehr betroffen, als der Herzschlag von Jean Vanier eine echte Inspiration für uns ist: Der Freund und radikale Fürsprecher von Menschen mit geistiger Behinderung lädt uns ein, ihre Gaben ernst zu nehmen und von ihnen zu lernen.

Im Laufe der Jahre hat Vaniers Lebensmission ihren Niederschlag sehr sichtbar im Neufeld Verlag (und im persönlichen Leben des Verlegers David Neufeld) gefunden; wir teilen die tiefe Überzeugung, dass Menschen mit Behinderung uns etwas zu sagen und zu geben haben.

Wohl wissend, dass kein Mensch perfekt ist und Christen begnadigte Sünder sind, trifft es uns doch tief, dass ein Mensch wie Jean Vanier – mit einer solch umfassend liebevollen Ausstrahlung und einem tiefen Verständnis des Reiches Gottes – sich in dieses Verhalten verstrickte und offenbar nicht bereit war, diese Schattenseiten seines Lebens unter das Licht Gottes zu bringen.

Diese Nachricht ist für uns auch eine Mahnung zu einem verantwortlichen Umgang mit Macht und Einfluss, mit uns anvertrauten Menschen, mit Sexualität.

Im Neufeld Verlag erschienen die Biografie Jean Vaniers:

sowie weitere Bücher aus der Feder von Jean Vanier:

Erstellt am 21. Januar 2020 von

Der 21. März wird seit einigen Jahren weltweit als Down-Syndrom-Tag begangen (Trisomie 21, das passt einfach gut zu diesem Datum 21.3.), und viele Elterngruppen und Initiativen nutzen das, um in ihrer Region für Vielfalt zu werben und dafür, dass Menschen mit Down-Syndrom unser Leben und unsere Gesellschaft bereichern.

Weil uns genau das am Herzen liegt, bieten wir Ihnen als Verlag auch 2020 wieder günstige Artikel zu Selbstkosten an, um Sie bei Ihrem Einsatz zu unterstützen. Damit können Sie:

  • bei Aktionen in Einkaufszentren, Buchhandlungen, in Fußgängerzonen … verteilen
  • in Kindergärten und Schulen, in Kirchen und Gemeinden … weitergeben
  • in Arztpraxen und Kliniken … auslegen
  • Paketen … beilegen
  • zum Beispiel als Unternehmen Ihren Kunden …
  • schenken

Dass diese charmanten Mutmach-Artikel gerne auch ganz unabhängig von unserem Thema Down-Syndrom von Schulpsychologen oder bei Familiengottesdiensten oder als Dankeschön für ehrenamtlich Engagierte weitergegeben werden, stört uns dabei ganz und gar nicht. Ermutigung tut schließlich uns allen gut!

Hier können Sie sich ein Bestellformular für die unten abgebildeten Give-Aways herunterladen (natürlich muss das dann nicht an uns gefaxt werden, man kann es auch fotografieren und uns mailen oder ganz einfach formlos bestellen).

„Nicht vergessen: Du bist spitze!“ Das steht auf den Textmarkern, die wir dieses Jahr für Sie ausgesucht haben. Wir finden nämlich, jeder kann so eine kleine Portion Ermutigung gut gebrauchen. Und das ist eine Botschaft, die man außerdem durchaus in leuchtenden Farben unterstreichen darf.

(Update: Inzwischen sind die Textmarker leider ausverkauft!)

Dazu gibt es gratis Postkarten, die man ergänzend verschenken kann:

„Für eine bunte Welt!“ Das steht auf der Packung der Qualitäts-Blumensamen, die wir weiterhin (solange der Vorrat reicht) anbieten: eine bunte Sommerblumenmischung!

Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen beim nächsten Welt-Down-Syndrom-Tag! Bitte bestellen Sie all diese Artikel direkt bei uns im Verlag:

Neufeld Verlag, Sauerbruchstr. 16, 27478 Cuxhaven, Telefon 0 47 23/5 05 72 60, Telefax 0 47 23/5 05 72 63, E-Mail info@neufeld-verlag.de

Buchhandlungen bieten wir wieder ein speziell zusammengestelltes Paket zum Welt-Down-Syndrom-Tag sowie ein weiteres Paket zum Aktionstag der Aktion Mensch (5. Mai) mit interessanten Konditionen an!

Erstellt am 3. Dezember 2019 von

„In unserer Kirche sind wir die einzigen mit einem behinderten Kind. Und in der Lebenshilfe offenbar die einzigen, die danach fragen, was Gott damit zu tun hat.“

Wenn es Ihnen so oder ähnlich geht, dann sind diese beiden Angebote an der Nordseeküste und im Vogtland vielleicht genau das Richtige für Sie:

Erholung, Begegnung und Inspiration für Familien mit behinderten Kindern – das ist die Idee der FamilienWoche Spezial in Cuxhaven.

Wie in den vergangenen Jahren, lädt das Dünenhof Ferienhotel bei Cuxhaven an der Nordsee auch im kommenden Jahr zu einer Woche ab Ostermontag ein – vom 13. bis 19. April 2020.

Das meinen Teilnehmer der vergangenen Jahre:

„Unser Kind (8) war total begeistert und fühlte sich sehr wohl.“

„Endlich ein Ort, an dem ich mit meiner Familie nichts Besonderes war. Wir haben uns in der Gemeinschaft sehr wohlgefühlt und wurden von Gott beschenkt!“

„Für mich waren diese Tage so reichhaltig, dass ich lange etwas davon habe.“

„Meine Tochter (11) hat gelernt auf Toilette zu gehen.“

Und so sind die Tage strukturiert:

Nach einem gemeinsamen Anfang mit viel Singen gibt es jeden Vormittag ein eigenes Kinderprogramm; dafür stehen kompetente und motivierte Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter bereit. Für Eltern gibt es währenddessen biblisch-geistliche Impulse, Gelegenheit zur Vertiefung und zum Austausch. Die Nachmittage können als Familie gestaltet werden, und abends ist Raum für Gespräche oder Seminare.

Und das an der Nordseeküste:

Das Dünenhof Ferienhotel liegt in wunderschöner Randlage von Cuxhaven, unmittelbar an Salzwiesen – direkt vor dem Wattenmeer. Und das bedeutet Wolken, Wind und Weite, Stille und Sturm. Die herrliche Natur – von Küstenwald und Heide bis hin zu Sandstränden – lädt dazu ein, Gottes Schöpfung mit allen Sinnen wahrzunehmen. Allein der besondere Ort macht es leicht, Weitblick zu gewinnen, zu entspannen und loszulassen. Und die Umgebung von Cuxhaven bietet zudem vielfältige Ausflugsmöglichkeiten.

Sich verwöhnen lassen:

Komfortable Zimmer, ein komplett barrierefreies Gelände, gutes Essen, das Schwimmbad (mit Lifter) oder die Sauna im Haus tragen zur Erholung bei. An einem Abend wird für zwei Stunden eine Beaufsichtigung der Kinder angeboten. Und natürlich ist die Begegnung mit anderen Familien in durchaus ähnlicher Lebenssituation oft wertvoll und inspirierend.

Und wer steht dahinter?

Viel mehr als ein Hotel: Die WegGemeinschaft ist Träger und Gründer des Dünenhofes – neun Freunde, die sich vor über 30 Jahren zu einer christlichen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben. Die Tagungen und Seminare auf dem Dünenhof sollen Raum schaffen, dem lebendigen Gott zu begegnen, neue Perspektiven zu gewinnen, Heilung und Inspiration zu erfahren.

Die FamilienWoche Spezial wird geleitet von:

  • Sabine und Martin Zinkernagel sind Eltern von zwei erwachsenen Söhnen mit dem CRASH-Syndrom. In diesem Buch erzählt Sabine Zinkernagel aus diesem besonderen Leben.
  • Sandra und Daniel Zimmermann sind mit zwei Söhnen im Teenageralter unterwegs, von denen einer einen Schwer-in-Ordnung-Ausweis hat.
  • Carolin und David Neufeld haben zwei Söhne mit Down-Syndrom und Erfahrungen als Pflegeeltern.

Aktuell gibt es nur noch wenige freie Plätze für die FamilienWoche Spezial 2020 (denn die Teilnehmerzahl ist naturgemäß begrenzt)!

Eine ausführlichere Übersicht auch zum Charakter dieser Tage gibt es in dieser pdf-Datei.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden sich hier:

DÜNENHOF FERIENHOTEL
In den Dünen 4
27476 Cuxhaven-Berensch
Telefon 0 47 23/71 23-0
Telefax 0 47 23/71 23 40 40
E-Mail info@duenenhof.org
www.duenenhof.org

In der christlichen Ferienstätte Haus Reudnitz findet vom 17. bis 23. August 2020 erstmals ebenso eine Familienwoche Spezial statt, eine Freizeit für Familien mit behinderten Kindern.

Auch hier gibt es Austausch über biblische Impulse, während die Kinder von erfahrenen Mitarbeitern betreut werden. Nachmittags gibt es Ausflugsangebote, aber auch freie Zeit für Begegnungen in dem behindertengerechten Haus mit Schwimmbad und Turnhalle oder in der Natur ringsherum. An thematischen Abenden können Erfahrungen ausgetauscht und Impulse für den Alltag gewonnen werden.

Sabine und Martin Zinkernagel sind auch hier aktiv und leiten diese Tage gemeinsam mit einem Team. Mohlsdorf-Teichwolframsdorf liegt am Rand des sächsisch-thüringisch-bayerischen Vogtlanddreiecks.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es in diesem Flyer oder direkt:

Haus Reudnitz
Burg 10, 07987 Mohlsdorf-Teichwolframsdorf
Telefon 0 36 61/44 05 – 0
Telefax 0 36 61/44 05 – 11
E-Mail info@haus-reudnitz.de, www.haus-reudnitz.de

Erstellt am 23. September 2019 von

Bilder verändern unser Denken. Und sie sind mindestens ebenso wirkungsvoll wie Statistiken oder wissenschaftliche Erhebungen, die am Ende dasselbe sagen:

Motiv aus dem Wandkalender 2019


Familien mit einem Kind mit Down-Syndrom leben nicht weniger glücklich. Im Gegenteil!

Am Ende dankbar …

Andrew Solomon zum Beispiel hat über Jahre mehr als 300 Familien begleitet, deren Kinder „nicht in unser Schema von Normalität passen“. In seinem Buch Weit vom Stamm – Wenn Kinder ganz anders als ihre Eltern sind (S. Fischer Verlag, Frankfurt 2013) schreibt er:

„Das Geheimnis dieses Buches besteht darin, dass die meisten hier beschriebenen Familien schließlich dankbar für Erfahrungen waren, die sie mit allen Mitteln verhindern wollten.“

In der Zusammenarbeit mit der Fotografin Conny Wenk, selbst Mutter einer Tochter mit Down-Syndrom, merken wir immer wieder, wie die Abbildungen in ihren Büchern die Sichtweise der Betrachter erweitern.

Ihre Fotografien von Menschen mit Down-Syndrom strahlen Freude, Schönheit, Lebendigkeit und nicht zuletzt Liebe und Zuneigung aus und helfen damit, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen.

Motiv aus dem Wandkalender 2019

Wir möchten, dass noch viel mehr Menschen diese berührenden Bilder zu Gesicht bekommen. Und wir haben den Eindruck: Das ist vermutlich dringender denn je …

Das Projekt 2021

Deswegen wird der Wandkalender A little extra 2021 mit den Fotografien von Conny Wenk im Herbst 2020 an viele Arztpraxen und Kliniken verteilt.

Wir träumen von einer Welt, in der Menschen mit Down-Syndrom willkommen sind!

Conny Wenk, Fotografin, Autorin und Herausgeberin, Stuttgart

Carolin & David Neufeld, Neufeld Verlag, Cuxhaven

Dr. Elzbieta Szczebak, Deutsches Down-Syndrom InfoCenter, Lauf

Motiv aus dem Wandkalender 2019

Und Sie?

Machen Sie mit und spenden Sie jetzt für diese Aktion! Werden auch Sie ein Ermöglicher!

Aktuelle Informationen sowie den jeweiligen Spendenstand finden Sie auf http://2021.alittleextra.de.

Erstellt am 26. August 2019 von

Letztes Jahr sind die ersten drei Hefte der Tigerbande erschienen, spannende Geschichten in einfacher Sprache für Jugendliche und Erwachsene mit Lernschwierigkeiten. Das, was diese Reihe so einzigartig macht, sind dabei sicher die vertrauten Themen aus ihrer eigenen Lebenswelt.

In Kürze erscheint nun die zweite Staffel der Tigerbande – mit drei weiteren Heften, die es wieder günstig im Set (und dann auch noch zu Mengenpreisen – für Schulklassen, Leseklubs etc.) gibt.

Und das sagen die Leser der bisherigen Hefte:

„Wir haben Band 1 und 2 mit der ersten Berufsschulklasse (10. Schuljahr) behandelt und sind begeistert. Alle sind gespannt, wie die Geschichte weiter geht!“

Eine Förderschule

„Mein Sohn [14, mit Down-Syndrom] hat alle drei Bände verschlungen und möchte wissen, wie es mit den Fünfen weiter geht. Es gibt nichts Vergleichbares in einfacher Sprache.“

Eine Mutter

„Zu empfehlen für alle, die junge Leute mit Handicap beim Erwachsenwerden unterstützen wollen.“

Sozialcourage – Das Magazin für soziales Handeln

Wir freuen uns, dass wir diese witzig illustrierte Reihe in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Down-Syndrom InfoCenter (als Mitherausgeber) sowie der Bundesvereinigung Lebenshilfe fortsetzen können!

Hier geht’s zu Heft 4 („Tommy wünscht sich eine Freundin“), Heft 5 („Die Tigerbande feiert ein Fest“) und Heft 6 („Maren und Tommy haben Liebeskummer“) sowie direkt zum günstigen 3er-Set (Heft 4-6).

Und hier geht’s zu Heft 1 („Die Tigerbande“), Heft 2 („Tommy zieht aus“) und Heft 3 („Olle will selbst bestimmen“) sowie zum 3er-Set (Heft 1-3).

Die erste Staffel ist ja bereits lieferbar; die zweite Staffel wird in wenigen Wochen (Mitte bis Ende September 2019) erscheinen und kann in unserem Webshop schon jetzt vorbestellt werden.

Oder in der Buchhandlung Ihres Vertrauens …

Erstellt am 20. August 2019 von

Über Buchbesprechungen freuen wir uns als Verlag natürlich. Fast immer jedenfalls. Am meisten gefallen uns dabei Rezensionen, in denen jemand sich intensiv mit einem Buch auseinandersetzt und seine persönliche Bewertung schildert.

Kürzlich erschien eine solche Buchbesprechung von Hans-Georg Wigge auf jesus.de. In seiner Kurzzusammenfassung schreibt er über das Buch Prinz Seltsam und die Schulpiraten:

Ein brillant durchdachtes Kinderbuch für Erstleser und Vorleser, die eine Welt schaffen möchten, wie Jesus sie meint. Dieses Buch baut Vorurteile gegenüber Behinderung gekonnt ab.

Jetzt in Fibelschrift für Erstleser!

Weil uns seine Rezension so gut gefällt – und weil er auf eigene Art erzählt, worum es in diesem Buch geht -, bringen wir hier den gesamten Text (die Hervorhebungen sind von uns):

In diesem spannenden Buch für Erstleser, erschienen im Neufeld Verlag, wird dessen Motto „Stell dir eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!“ wunderbar umgesetzt. Liebevoll gestaltete, farbenfrohe Zeichnungen lassen auch beim dritten Lesen Neues entdecken. Poetische, kindgerechte Texte begleiten die Bilder.

Anhand von „Klischeeschulschiffen“ wird die Grundidee der Inklusion einfallsreich auf den Weg gebracht. Die Schule findet nicht in Gebäuden statt, sondern auf diesen Schiffen. Das bietet Raum für wunderbare Abenteuer mit den obligatorischen Piraten. Mädchen jedoch gibt es nur auf dem rosa Mädchenschiff, Jungen auf dem besonders coolen Jungenschiff, Sehbehinderte auf Schiffen mit besonders hohem Geländer, Gehbehinderte auf einem Schiff ohne Treppen usw.

Protagonist mit Down-Syndrom

Prinz Seltsam wird frisch eingeschult. Er wird dem Schiff für die Langsamen zugeordnet, lebt im Augenblick, ist sanftmütig, liebenswert und spiegelt die Spontanität der besonderen Blümlein Gottes mit Down-Syndrom wieder. Er mutiert innerhalb der Geschichte aufgrund seiner unorthodoxen Methoden zum unerwarteten Helden. So führt er alle Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung ad absurdum und beweist: Eingeschränkt ist nur der Mensch, der eingeschränkt wird. Die individuellen Gaben jedes einzelnen Kindes in der Geschichte führen letztendlich zu einer Gemeinschaft, die nur noch mit einem großen Schiff unterwegs ist. Diese Gemeinschaft macht stark und gewinnt. Jeder ist anders begabt, aber alle Begabungen sind wichtig.

Die Geschichte ist ein Plädoyer, Behinderungen nicht als Schwäche zu betrachten. Der Tenor lautet, dass der richtige Umgang damit zu völlig neuen, kreativen Lösungsansätzen führt. Ihnen steht die vom Leistungsdruck zum Tunnelblick erzogene Gesellschaft entgegen. 90 Prozent der Eltern, welche die vorgeburtliche Diagnose Down-Syndrom bekommen, entscheiden sich mittlerweile gegen das Kind (Zeit online vom 11.4.19).

Buch baut Vorurteile ab

Dieses Buch ist ein großartiger Beitrag zu einer Welt, in der jeder willkommen sein sollte. Es lehrt Kinder, sich für eine Gesellschaft zu engagieren, die von der Vereinzelung zur Gemeinschaft, vom Egoismus zur Solidarität und von der Ausgrenzung zu wahrer Inklusion führt. Die von Menschen gezogenen Grenzen zwischen angeblich normalen und angeblich behinderten Gotteskindern werden mit jeder Seite des Buches niedriger, bis sie zum Ende verschwinden. Anders wird nicht als falsch, sondern als bereichernd definiert.

Sollte die Intention des Buches fruchten, lernen Große wie Kleine: Die Sonne scheint für alle, der Himmel ist für alle blau und in Gottes Buch des Lebens stehen die aus menschlicher Sicht vermeintlichen Randgruppen obenan, vielleicht sogar fett gedruckt.

Ganz herzlichen Dank an den Rezensenten Hans-Georg Wigge für seine liebevollen Worte!

Erstellt am 8. Juli 2019 von

Fotografin Conny Wenk war in Begleitung einer Stuttgarter Delegation extra nach Macao/China gereist – und brachte doch tatsächlich die begehrte Auszeichnung „Best in the World“ des renommierten Gourmand World Cookbook Awards mit nach Hause!

Damit belegt das im vergangenen Oktober erschienene Kochbuch #46PLUSKOCHT VOLL LECKER Platz 1 in der Kategorie Charity Europe sowie Platz 3 in der Kategorie Photography.

Petra Hauser vom Verein 46plus, der das Kochbuch nicht nur herausgegeben, sondern mit enorm viel Herzblut von A bis Z auf den Weg gebracht hat:

Nicht nur, dass bereits im Dezember 2018 die zweite Auflage des Kochbuches gedruckt wurde; wir sind unglaublich stolz, dass uns als „Branchenneuling“ solch eine Sensation gelungen ist!

Als Verlag gratulieren wir Conny Wenk und dem gesamten Team von 46plus zu diesem außerordentlichen Erfolg von Herzen – für Euren unfassbar kreativen und Mut machenden Einsatz für Menschen mit Down-Syndrom hättet Ihr noch ein paar weitere Auszeichnungen verdient :)!

Zum Vormerken: Auf der Frankfurter Buchmesse kocht Fernsehkoch Frank Buchholz zusammen mit Yannik am Freitag, 18. Oktober 2019 um 16.00 Uhr in der Show-Kitchen (Gourmet Gallery, Halle 3.1).

46PLUS Down-Syndrom Stuttgart e. V., #46pluskocht – voll lecker, Fotografiert von Conny Wenk, 240 Seiten, durchgehend farbig, Hardcover, 21 x 26 cm, € [D] 19,90, Bestell-Nr. 590 093, ISBN 978-3-86256-093-6, Cuxhaven 2018

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.