Kategorie: Spiritualität

 

Erstellt am 3. Juli 2020 von

Wenn er den Raum betrat, entstand Weite – man musste kein Wort mehr auf die Goldwaage legen, konnte frei denken, reden, kräftig singen und vor allem viel lachen. Man konnte ihn auf jede Party oder auch zu den Rotariern mitnehmen und sicher sein, dass um ihn herum spannende Gespräche entstanden.

Sein großes Wissen und sein weiter Horizont waren ein Schatz für das Reich Gottes, vor allem für die täuferisch-mennonitischen Gemeinden rund um den Globus. Und sein weites Herz sorgte dafür, dass Menschen etwas spürten davon, bei Gott willkommen zu sein – ob sein Gegenüber nun gerade ein Taxifahrer oder der Bundespräsident war.

Für uns persönlich und für den Neufeld Verlag war es ein Geschenk, Alfred Neufeld zu kennen. Nun hat sein Herz aufgehört zu schlagen; nach längerer schwerer Krankheit starb er am 24. Juni 2020 in Münster. Am 23. Juli wäre er 65 Jahre alt geworden.

 

 

Als er und seine Frau Wilma eine mehrmonatige Sabbatzeit in unserer Gemeinde in Schwandorf verbrachten, waren sie ein Segen für uns alle – haben alle Kinder wie Großeltern angenommen, gepredigt, Bibelstunden und Kindergottesdienst geleitet, Menschen besucht und ermutigt …

„Theologe, Pastor, Historiker, Lehrer, Fotograf, Musikliebhaber, Sprachgenie, Vater, Großvater, Ehemann“ – das sind nur einige der Worte, die ihn beschreiben, so die Mennonitische Weltkonferenz in einer Mitteilung. Weiter heißt es darin u. a.:

Alfred Neufeld wurde in der Kolonie Fernheim, Paraguay geboren. Nach dem Abitur unterrichtete er als Grundschullehrer in Filadelfia, Paraguay, und an der Schule für indigene Schüler in Yalve Sanga, Chaco, und begann dann sein Hochschulstudium in Fresno/Kalifornien, USA, und Basel, Schweiz, wo er promoviert wurde.

Im Herzen war er Pastor, Prediger und Lehrer. Seit 2005 war Alfred Neufeld Rektor der Universidad Evangélica del Paraguay, Darüber hinaus war er Direktor des Instituto Bíblico Asunción (1995-2003) sowie Vorstandsvorsitzender des Radiosenders OBEDIRA.

Er vertrat die Mennonitische Weltkonferenz in mehreren ökumenischen Dialogen, war Co-Vorsitzender der Kommission für den Trilateralen Dialog über die Taufe mit VertreterInnen der MWK, des Lutherischen Weltbundes und des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.

Mennoniten-Brüdergemeinden in Paraguay diente Alfred Neufeld in nationalen und internationalen Gremien. Außerdem war er Mitglied des Internationalen Rates der Weltweiten Evangelischen Allianz.

Sein Buch Was wir gemeinsam glauben, in dem er die gemeinsamen Überzeugungen der MWK erläutert, erschien in mehreren Sprachen; wobei er die deutsche, spanische und englische Ausgabe gleich selbst verfasste.

Er hinterlässt seine Frau Wilma, mit der er seit 1981 verheiratet war und ihre vier erwachsenen Kinder.

 

„Alfreds grenzenlose Liebe zur Familie, Freundschaft, zum Glauben und zum Leben selbst reichte über die täuferische Welt und weit darüber hinaus. Mit Demut und scharfem Witz hatte er eine weitsichtige Vision für die Kirche, Kommunikationsfähigkeit und theologisches Verständnis.“

Nelson Kraybill, Präsident der Mennonitischen Weltkonferenz

„Alfred war ein außergewöhnlicher Leiter. Mit grenzenloser Energie verband er seine tiefe Liebe zur Heiligen Schrift, zu Lieder, zur Theologie und Kirchengeschichte mit einer ebenso tiefen Liebe zur Kirche und zur Welt. Die weltweite täuferisch-mennonitische Kirche hat eine großartige Persönlichkeit verloren.“

John D. Roth

„Alfred war eine .Kraft des Geistes‘, eine der großzügigen Gaben Gottes an uns alle in der weltweiten Kirche. Ich danke für diesen großartigen Freund und werde ihn sehr vermissen.“

Thomas R. Yoder Neufeld

Erstellt am 11. Juni 2020 von

… am 11. Juni 1970, starb Frank Laubach.

 

 

Kennen Sie nicht? Immerhin, in den USA wurde ihm 1984 eine Briefmarke gewidmet:

 

 

Laubach, geboren 1884, ist in den USA aufgewachsen und war Missionar auf den Philippinen. Er gilt als „Apostel der Analphabeten“, da er eine einzigartige pädagogische Methode entwickelte, mit deren Hilfe etwa 60 Millionen Menschen Lesen lernten. Das ist vermutlich der Grund für die Sondermarke.

Und was hat Frank Laubach nun mit dem Neufeld Verlag zu tun?

Vor allem aus Unzufriedenheit über sein Leben als Christ, das ihm irgendwie blutleer vorkam, entschloss Laubach sich zu dem Versuch, in jeder Minute mindestens eine Sekunde an Gott zu denken.

Es war ein Spiel. Doch tatsächlich erwuchs durch dieses Spiel eine stetige innere Konversation mit Gott. Und Laubach erlebte, wie sein Leben dadurch verändert wurde.

In den erstmals 1937 erschienenen Briefen Frank Laubachs an seinen Vater schildert er die eindrucksvollen Ergebnisse seines persönlichen Experiments, Augenblick um Augenblick aus der Kommunikation mit Gott zu leben. Die Briefe werden ergänzt von einem praktischen Leitfaden, den Laubach entwickelte, um anderen zu helfen, Gottes Gegenwart spielerisch zu entdecken.

Sein Buch In jeder Minute bist du da – spielerisch Gottes Gegenwart entdecken ist im Neufeld Verlag erhältlich, in unserer Reihe Klassiker der christlichen Spiritualität

 

 

 

Erstellt am 28. Mai 2020 von

Niemand sehnt sich nach Krisen oder Konflikten. Und allzu oft haben wir das Gefühl, dass Krisen uns den Boden unter den Füßen wegziehen; dass Konflikte uns schier zerreißen und wir völlig die Kontrolle verlieren – über die Situation, über unsere Beziehungen, über unsere eigenen Gefühle und unser Verhalten.

Kann ich lernen, mich trotz allem konstruktiv in Krisen und Konflikten zu verhalten? Wie können meine Beziehungen konfliktfester werden?

 

Selbstführung in stürmischen Zeiten – Wie wir krisenfester und konfliktfähiger werden lautet der Titel des Buches von Frieder Boller, das diese Tage erscheint und genau diese Fragen aufgreift.

Hier erklärt er in 11 Minuten (dem ersten von mehreren Video-Talks zu den Themen dieses Buches), worum es geht.

 

 

Thomas Härry, Autor (Von der Kunst, sich selbst zu führen und Von der Kunst des reifen Handelns), Berater von Führungskräften und Dozent am TDS Aarau, schreibt in seinem Vorwort:

 

… In Familien, Teams, Kirchgemeinden, Organisationen, ja, in ganzen Staaten kann es vorkommen, dass sich die Anspannung und Furcht Einzelner auf ihre Mitmenschen überträgt. Verunsicherte Menschen suchen ein Ventil.

In der Hoffnung, sich selbst Erleichterung zu verschaffen, suchen sie Verbündete, die ihre Bedenken teilen. Doch wer seine Angst weiterträgt, halbiert sie nicht, er verdoppelt sie. Das gilt besonders dann, wenn sich sein Umfeld davon anstecken lässt. So können innert kurzer Zeit Beziehungssysteme in einen Zustand furchtsamer Erregung geraten ….

Die Folge sind unüberlegte, von unnötiger Hektik und Angst geprägte Verhaltensmuster. Ganze Organisationen können im daraus resultierenden Gewirr aus Mobbing, Sofortkündigungen, Aufständen, Kungeleien, Verleumdungen, eskalierenden Konflikten, Strafaktionen und Machtgebaren destabilisiert werden und sich selbst schachmatt setzen.

 

 

Das Beste, was wir Menschen angesichts entfesselter Dynamiken tun können, ist, uns selbst zu führen.

Was das heißt, begann ich vor rund zwanzig Jahren zu verstehen, als ich Leiter einer größeren Kirche wurde. In den Jahren zuvor hatte diese Gemeinde einige Krisen erlebt. Schon bald war ich als Pfarrer mit mancher Unsicherheit konfrontiert, die ihre Wurzeln in der Vergangenheit hatte, aber in die Gegenwart nachwirkte. Ich suchte nach Wegen, wie ich damit (und mit einigen meiner Führungsfehler darin) besser umgehen konnte.

Ich begann zu verstehen, dass der Schlüssel guten Leitens primär in meinem eigenen Verhalten lag. Ich kam immer dort nicht vom Fleck, wo ich von anderen erwartete oder gar forderte, dass sie dieses oder jenes tun oder nicht tun sollten. Und so suchte ich nach der rechten Haltung für mich selbst. Eines Tages begegnete ich dem folgenden Zitat des Managementvordenkers Peter Drucker: „Die meisten Führungskräfte werden sich in ihrem ganzen Leben nicht bewusst, dass sie nur eine Person zu führen haben, nämlich sich selbst.“

Dieser Satz öffnete mir eine Türe. Er gab mir die passende Bezeichnung für das, was ich mehr und mehr als meine Aufgabe verstand: Es geht darum, dass ich mich selbst führe. Gute Führung ist nichts anderes als die Frucht guter Selbstführung. …

 

 

Einige Zeit später besuchte ich eine vom Institut Compax für Konflikttransformation angebotene Weiterbildung auf dem Bienenberg im schweizerischen Liestal. Auch hier ging es um diese entscheidende Frage: Wie führt eine Führungskraft sich selbst inmitten des angespannten Beziehungssystems einer Organisation? Was kann sie dazu beitragen, damit sie angesichts einer sich abzeichnenden Büffelpanik nicht mitgerissen wird – und auch selbst keine verursacht? Dabei lernte ich Frieder Boller, den Autor dieses Buches, und die anderen Mitarbeitenden des Instituts Compax kennen und schätzen.

 

Hier können Sie im Buch blättern.

Wenn Sie dieses Buch selbst als Kursmaterial verwenden möchten, finden Sie im Anhang einen Gesprächsleitfaden für ein erstes Treffen. (Die Zugangsdaten für ergänzendes Material sowie kurze Videos zu jedem Kapitel erhalten Sie mit dem Buch.)

Hier finden Sie weitere Informationen und können es direkt bestellen.

(Abbildungen: Andrey Polivanov; Aleksandrs Muiznieks/Shutterstock.com)

 

Erstellt am 8. April 2020 von

Der Angst etwas entgegensetzen – gerade angesichts der Corona-Krise

Dass wir Angst empfinden, ist ein Geschenk Gottes. Denn sie bewahrt uns vor Gefahren und lässt uns handeln.

Doch Angst kann unser Leben auch bestimmen: Wir machen uns Sorgen über die Zukunft, in Zeiten von Corona sicherlich in besonderer Weise über unsere Gesundheit und im Blick auf das Gesundheitswesen überhaupt – wir haben Angst vor der Überlastung von Ärzten und des Pflegepersonals, denken an die begrenzten Kapazitäten von Krankenhäusern. Und an die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise.

Wenn solche negativen Gedanken in uns kreisen, können sie uns die Freude rauben. Sie halten uns davon ab, zuversichtlich zu leben.


In seinem neuen Buch Gegen die Angst – 31 Lektionen der Hoffnung für unsichere Zeiten zeigt der Pastor und Bestseller-Autor Adam Hamilton, wie biblische Geschichten uns Frieden, Mut und Hoffnung schenken.

Anhand von 31 Geschichten aus der Bibel schildert er, wie Menschen auch in schwierigen Lagen Hoffnung in Gott fanden. Einen Monat lang entfaltet er für jeden Tag eine neue Lektion und zeigt anschaulich, wie die Liebe Gottes und seine Erlösung uns Kraft geben können für unseren eigenen täglichen Kampf.

Adam Hamilton, Gegen die Angst – 31 Lektionen der Hoffnung für unsichere Zeiten. Aus dem amerikanischen Englisch von Eva Weyandt. 147 S., gebunden, Bestell-Nr. 590.163, ISBN 978-3-86256-163-6, Neufeld Verlag, Cuxhaven, je € [D] 12,90

Empfohlene Mengenpreise für Endabnehmer: ab 10 Ex. je € [D] 12,00 / ab 25 Ex. je € [D] 11,00 / ab 50 Ex. je € [D] 10,00

Blättern Sie hier in einer Leseprobe zum Buch!

Stimmen zu diesem Buch:

Dieses Buch kommt genau richtig! Es ist ein gehaltvolles, tiefgründiges Kraftpaket gegen alles, was uns erschüttert und verunsichert. Es bietet in der Bibel verankerten Zuspruch für Zweifler, sich Sorgende und andere Strauchelnde. Beste Medizin für Zeiten, in denen alles wankt und unser Herz erschrickt. Meine Empfehlung: zugreifen und sich von Hoffnung anstecken lassen!

Thomas Härry

Angst haben ist menschlich, in Angst zu leben ist zerstörerisch. In 31 kurzen Beiträgen wirft Adam Hamilton einen Blick auf verschiedene Lebenssituationen, in denen die Angst uns bedrängt und manchmal gänzlich gefangen nimmt. Einfühlsam und behutsam führt er die Leser heraus aus dem Irrgarten der Gefühle und hinein in befreiende Begegnungen mit Jesus Christus. Seine 31 Lektionen helfen, die Gedanken neu zu ordnen, und machen Mut, neu in die Freiheit aufzubrechen. Ein belebendes und heilendes Buch, das viel von der Schönheit des Evangeliums deutlich werden lässt.

Stefan Kraft (Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche im Distrikt Essen)

 

Adam Hamilton schreibt ermutigend und praktisch, lebensnah und biblisch fundiert. Wer sich von 31 biblischen Beispielen mitnehmen lässt, erfährt mehr als nur einen Impuls für den Alltag.  Es entsteht ein Fundament, das in unsicheren Zeiten trägt und prägt. Wir empfehlen einzelnen, Gruppen und Gemeinden, sich mit voller Überzeugung aufzumachen „gegen die Angst“. Marc Nussbaumer und Eberhard Schilling (Pastoren, Gemeindeberater und Coaches)

Marc Nussbaumer und Eberhard Schilling (Pastoren, Gemeindeberater und Coaches)

Die Angst; ungeliebter Dauergast, der sich in ganz unterschiedlicher Gestalt in unseren Leben einnistet. Weil wir sie so einfach nicht loswerden, ist es eine der großen Herausforderung unserer Existenz, in eine Haltung zu finden, die angstfrei mit der Angst zu leben weiß. Adam Hamilton gelingt genau dies: meisterhaft zeigt er anhand biblischer Geschichten auf, dass das Mittel gegen die Angst der richtige Umgang mit der Angst ist. Dabei bleibt er stets theologisch fundiert und sprachlich verständlich. Dass er sich getraut, aus seiner eigenen persönlichen und seelsorgerischen Erfahrung Beispiele anzuführen, macht das Buch zu einem tiefsinnigen Lesegenuss erster Güte. Das Buch bekommt meine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Markus Giger (Pfarrer und theologischer Leiter der Streetchurch, Zürich)

Angst ist die große Diebin. Sie raubt uns unseren Frieden. Still und heimlich entzieht sie uns einen Moment der Gegenwart nach dem anderen, ohne dass wir es überhaupt merken. Adam Hamilton liefert mit diesem Buch eine kundige und glaubensvolle Orientierungshilfe, wie wir die Hoheit über unsere Gedanken und unser Leben zurückgewinnen.

John Ortberg 

Adam Hamilton versorgt uns mit praktischer Weisheit aus der Bibel, ergänzt durch Erkenntnisse aus der Psychologie und Neurowissenschaft sowie durch seine Erfahrung als Pastor. Ich konnte beim Lesen fast spüren, wie mein Blutdruck sank.

Philip Yancey

Praktische Anregungen, wie Sie dieses inspirierende und Mut machende Buch in Kirchen, Gemeinden und darüber hinaus nutzen können (wie das bereits über 30 Gemeinden tun), finden Sie online auf gegendieangst.net.

Pilotprojekte stellen hier kostenlos Konzepte und Materialien zur Verfügung: 

  • Material für Werbung, Einladung und Grafik
  • Kleingruppen-Arbeitshefte für Erwachsene, Jugendliche und Kinder
  • Gottesdienst- und Predigtentwürfe
  • Impulse zur persönlichen Vertiefung
  • weitere Ideen zur Umsetzung auf Gruppen- und Gemeindeebene

 

Hier können Sie das Buch direkt in unserem Shop bestellen (für Kunden aus Deutschland und Österreich // für Kunden aus der Schweiz). Selbstverständlich ist es auch überall im Buchhandel erhältlich.

Adam Hamilton, Jahrgang 1964, ist Pastor der Church of the Resurrection, einer Evangelisch-methodistischen Kirche in Leawood, Kansas. Diese wachsende Gemeinde – die größte methodistische Gemeinde in den USA – gilt als eine der einflussreichsten Kirchen in den USA.

Hamilton war u. a. Redner beim Leadership Summit der Willow Creek Community Church in Chicago. Er ist Autor von 25 Büchern, darunter 24 Stunden – Der Tag, der die Welt veränderte.

Er ist seit 30 Jahren verheiratet mit LaVon, die beiden haben zwei erwachsene Töchter.

Erstellt am 31. März 2020 von

Im Newsletter der Evangelischen Mennonitengemeinde Schänzli (Muttenz bei Basel) haben wir ein einfaches Gebet entdeckt – und die Autorin gefragt, ob wir es an dieser Stelle weitergeben dürfen.

Wir dürfen! Und Martina Wüthrich hat gleich ein Bild und ein paar Zeilen ergänzt:

Martina Wüthrich

Ich bin Martina Wüthrich und wohne in der Schweiz nahe bei Basel. Im Mai werde ich 50 Jahre alt.

Ich arbeite an einem geschützten Arbeitsplatz in einem Second-Hand-Laden für Kleider. Das gefällt mir sehr gut.

Jeden Monat feiern wir einen Gottesdienst für Menschen mit Behinderungen. Das gestalten meine Freundin Gaby, Judith und Röbi als Pfarrer und ich zusammen. Es hilft mir, wenn wir in dieser schwierigen Zeit miteinander beten können.

Herzliche Grüsse, Martina

Und hier ist das Gebet:

Lieber Vater im Himmel,

Wir sind in einer speziellen Zeit.

Aber du bist mitten unter uns.

Ich habe oft Angst und bin manchmal verzweifelt.

Aber ich bin froh, dass du mit mir bist.

Manchmal fehlen mir die Worte, um mit dir zu sprechen.

Aber du verstehst mich trotzdem.

Du trocknest meine Tränen, du gehst neben mir

und begleitest mich Tag und Nacht.

Amen.

Erstellt am 19. März 2020 von

Dieses Zitat des anglikanischen Erzbischofs Justin Welby gefällt mir:

Woher ich das habe? Steht im druckfrischen Buch Mehr! Warum es sich lohnt, Jesus zu folgen aus der Feder von Friedemann Büttel.

Friedemann Büttel ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, und sein Herz schlägt dafür, dass die Jesus-Nachfolge wiederentdeckt wird.

Als Verlag lieben wir besonders solche Bücher, die eng mit der Lebensberufung unserer Autorinnen und Autoren verwoben sind. Das hier ist wieder mal so ein Fall – der rote Faden, der sich durch Studium und Dienst Friedemann Büttels zieht, lässt sich so zusammenfassen:

Was können wir dafür tun, dass das neue Leben, das Gott uns in Christus geschenkt hat, im eigenen Leben und im Leben unserer Gemeinden Gestalt gewinnt?

Autor Friedemann Büttel, Schulpfarrer in Weißenburg in Bayern

In diesem Buch, an dem der Autor seit mehreren Jahren gearbeitet hat, lädt er leidenschaftlich dazu ein, dass

Menschen sich vertrauensvoll an Jesus Christus binden und ihm als seine Schüler folgen, um ihm ähnlich zu werden.

Und mit diesem Anliegen ist er im Neufeld Verlag natürlich wunderbar aufgehoben, denn dafür schlägt auch unser Herz!

Für die Vertiefung der Inhalte in einer Kleingruppe und in Leitungskreisen hat der Autor zudem viele Anregungen zur Vertiefung und Umsetzung zusammengestellt, die man sich hier gratis herunterladen kann.

Hier geht’s zu einer Leseprobe, hier kann man das Buch direkt bestellen.

Friedemann Büttel, Mehr! Warum es sich lohnt, Jesus zu folgen, Geleitwort von Peter Zimmerling, ISBN 978-3-86256-158-2, Neufeld Verlag, März 2020. Empfohlene Mengenpreise für Endabnehmer!

Erstellt am 24. Februar 2020 von


Das Ergebnis einer von der Internationalen Arche in Auftrag gegebenen Untersuchung belastet den Arche-Gründer Jean Vanier schwer

Nachtrag: Der französische Fernsehsender KTO hat ein Interview mit Stephan Posner, dem Leiter der Internationalen Arche, ausgestrahlt (auf YouTube ist es mit englischen Untertiteln versehen).

In diesem Gespräch wird der Schmerz über den Missbrauch durch Jean Vanier deutlich, aber auch die klare Haltung der Verantwortlichen und ihr – wie ich finde – weiser Umgang mit dieser sehr herausfordernden Situation:

Am vergangenen Samstag, 22. Februar 2020, hat die Internationale Arche die Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung bekannt gegeben.

Jean Vanier (1928 bis 2019) war Mitgründer der Arche-Gemeinschaften, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen leben. Der promovierte Philosoph und katholische Christ war einer der großen spirituellen Schriftsteller unserer Zeit.


Jean Vanier
(Foto: l’Arche, März 2011)

Wir zitieren hier aus der Website der Arche Deutschland:

Nachdem der geistliche und sexuelle Missbrauch durch P. Thomas Philippe, den geistlichen Mentor von Jean Vanier, in den vergangenen Jahren aufgedeckt worden ist, hat die Internationale Arche im vergangenen Juni eine gründliche und unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben. Diese Untersuchung sollte das Umfeld von P. Thomas Philippe und die Rolle von Jean Vanier darin beleuchten und zu mehr Klarheit über die Gründungsgeschichte der Arche beitragen. Das Ziel war es, mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen unsere Richtlinien und Verfahren zur Prävention von Missbrauch noch besser anzupassen.

Nun liegt das Ergebnis der Untersuchung vor, das uns schwer erschüttert hat. Wir sind schockiert zu erfahren, dass nicht nur P. Thomas Philippe, sondern auch Jean Vanier in geistlichen und sexuellen Missbrauch verstrickt war. Das Ergebnis der Untersuchung macht uns in hohem Maße betroffen. Die Auswertung der Quellen, zu denen die Internationale Arche Zugang bekam, und der Zeugenaussagen, die dem Untersuchungsteam zur Kenntnis gebracht wurden, ergaben, dass der Arche-Gründer Jean Vanier offenbar nicht nur früh von den Missbrauchstaten seines geistlichen Mentors P. Thomas Philippe gegenüber erwachsenen Frauen wusste, sondern auch selbst im Rahmen geistlicher Begleitung gegenüber erwachsenen Frauen sexuelle Übergriffe begangen hat, was einige dieser Frauen tief verletzt hat. Bei den betroffenen Frauen handelt es nicht um Personen mit Behinderung.

Wir verurteilen die Taten Jean Vaniers zutiefst. Sie sind mit den Grundsätzen und Werten der Arche, wie wir sie leben, vollständig unvereinbar. Die Detailergebnisse der Untersuchung sind hier nachzulesen (Website der Internationalen Arche in Englisch bzw. Französisch). Eine deutsche Übersetzung des Briefes der Internationalen Leiter Stephan Posner und Stacy Cates-Carney mit einer Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse ist hier zu finden.

Wir wünschen uns und laden ein, dass alle, die der Arche verbunden sind, uns dabei unterstützen, die richtigen Folgerungen aus diesen schockierenden Erkenntnissen zu ziehen.

Auch der Neufeld Verlag ist erschrocken über diese Erkenntnisse. Vaniers Verstrickung in geistlichen und sexuellen Machtmissbrauch sowie seine sexuellen Übergriffe müssen eindeutig als schwere Verfehlungen betrachtet werden. Die betroffenen Frauen haben als Opfer darunter gelitten und zu leiden.

Wir sind um so mehr betroffen, als der Herzschlag von Jean Vanier eine echte Inspiration für uns ist: Der Freund und radikale Fürsprecher von Menschen mit geistiger Behinderung lädt uns ein, ihre Gaben ernst zu nehmen und von ihnen zu lernen.

Im Laufe der Jahre hat Vaniers Lebensmission ihren Niederschlag sehr sichtbar im Neufeld Verlag (und im persönlichen Leben des Verlegers David Neufeld) gefunden; wir teilen die tiefe Überzeugung, dass Menschen mit Behinderung uns etwas zu sagen und zu geben haben.

Wohl wissend, dass kein Mensch perfekt ist und Christen begnadigte Sünder sind, trifft es uns doch tief, dass ein Mensch wie Jean Vanier – mit einer solch umfassend liebevollen Ausstrahlung und einem tiefen Verständnis des Reiches Gottes – sich in dieses Verhalten verstrickte und offenbar nicht bereit war, diese Schattenseiten seines Lebens unter das Licht Gottes zu bringen.

Diese Nachricht ist für uns auch eine Mahnung zu einem verantwortlichen Umgang mit Macht und Einfluss, mit uns anvertrauten Menschen, mit Sexualität.

Im Neufeld Verlag erschienen die Biografie Jean Vaniers:

sowie weitere Bücher aus der Feder von Jean Vanier:

Erstellt am 1. Oktober 2019 von

Als Unternehmerin führte sie jahrelang eine der traditionsreichsten Buchhandlungen Deutschlands: Die Buchhandlung Grau & Cie. in Hof war 1722 gegründet worden.

Als Bilanzbuchhalterin hat sie Steuerrecht und Rechnungswesen unterrichtet, Fachliteratur dazu verfasst.

Eine vielseitige Autorin: Sabine Dittrich (Foto: Anja Böttcher, Leupoldgsrün)

Dann aber setzte Sabine Dittrich sich hin und schrieb einen Roman: Erben des Schweigens.

Ein Unternehmer meint dazu:

„Mit Erben des Schweigens hat Sabine Dittrich ein wunderbares, einfühlsames Werk vorgelegt, das die schwierige Geschichte des deutsch-tschechischen Verhältnisses ehrlich beleuchtet. Eine Frau erlebt einen Bruch ihres Lebens, als sie die Geschichte ihrer Herkunft entdeckt. Dabei wird ihr langsam klar, dass dadurch auch ihre Zukunft nicht mehr so bleiben kann, wie sie sich das einmal vorgestellt hatte. … Meine Empfehlung als Kaufmann: Der Preis des Buches und die Lesezeit von drei Stunden machen sich in der Summe mehr als bezahlt – eine Chance, Gewinn zu machen.“ Dr. Wolfgang Frisch

Weitere Romane folgten, einer zum Beispiel über Thomas Müntzer, akribisch recherchiert und mit leichter Hand geschrieben.

Den Namen Přemysl Pitter hatte ich zuvor noch nie gehört – bis Sabine Dittrich uns mit der Geschichte dieses bemerkenswerten Tschechen bekannt machte, der im Mai 1945 jüdische Kinder aus Theresienstadt holte, die dort ihre Familien verloren hatten. Sie vertiefte sich in den Stoff und gab seine Lebenserinnerungen neu heraus (aktuell ist dieses Buch leider vergriffen).

Seit mehreren Jahren ist Sabine Dittrich nun schon nicht nur durchs deutschsprachige Europa mit Lesungen und Veranstaltungen unterwegs, sondern auch grenzüberschreitend zwischen Deutschland und Tschechien aktiv; baut Beziehungen und lebt Versöhnung. Und wurde kürzlich sogar in den tschechischen P.E.N. aufgenommen …

Ist es da ein Wunder, dass wir diese spannende Frau vor längerer Zeit gefragt haben, ob sie sich vorstellen könnte, für dieses Jahr ein Adventsbuch für unsere beliebte Serie zu schreiben?

Sie hat zugesagt, und inzwischen sind ihre 24 Seelenwärmer im Advent erschienen.

Herzliche Empfehlung für diese inspirierende Lektüre, jeden Tag ein paar stille Minuten mitten im Advent!

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Erstellt am 13. Mai 2019 von

Am vergangenen Dienstag, 7. Mai 2019 ist Jean Vanier im Alter von 90 Jahren gestorben.

Jean Vanier in Trosly
(Foto: l’Arche, März 2011)


Vanier hatte vor 55 Jahren die Arche-Gemeinschaft gegründet, in der Menschen mit und ohne geistige Behinderung zusammenleben.

Schon bald hatte Vanier, Philosophiedozent und promovierter Theologe, entdeckt:

„Menschen mit einer Behinderung, speziell mit einer intellektuellen, haben der Welt etwas zu geben und zu sagen. Sobald wir mit ihnen in Beziehung treten, beginnen wir, uns zu verwandeln.“

Im Laufe der Jahrzehnte entstanden weltweit über 150 Arche-Gemeinschaften in Kanada, Indien, der Elfenbeinküste, Haiti und vielen anderen Ländern. In Deutschland gibt es heute Archen in Tecklenburg, Ravensburg und Landsberg am Lech.

Neben vielen anderen Auszeichnungen hat Jean Vanier 2015 den Templeton Prize erhalten. Diese hochdotierte Auszeichnung gilt als einer der weltweit bedeutendsten jährlich verliehenen Preise für Verdienste rund um die Menschlichkeit und in Anerkennung der „spirituellen Natur des Lebens“. 

Für den Neufeld Verlag ist der Herzschlag von Jean Vanier eine echte Inspiration: Der Freund und radikale Fürsprecher von Menschen mit geistiger Behinderung lädt uns ein, ihre Gaben ernst zu nehmen und von ihnen zu lernen.

Die Arbeit von Jean Vanier dreht sich im Grunde um drei Fragen:

Was bedeutet es, ganz Mensch zu sein? Was heißt es, anderen wirklich zu dienen? Und wie kann Einheit zwischen unterschiedlichen Menschen entstehen? Seine Antworten waren immer praktisch wie intellektuell, durch sein Leben und Schreiben.

Als wir 2008 – gemeinsam mit dem Tyrolia Verlag – die einzige deutschsprachige Biografie von Jean Vanier herausgeben konnten, war in unserem Verlagsprogramm noch gar nicht erkennbar, wie sehr dieses Buch und das Anliegen Jean Vaniers einmal im Zentrum unserer Überlegungen stehen würde.

Inzwischen hat seine Lebensmission ihren Niederschlag sehr sichtbar im Neufeld Verlag (und in meinem persönlichen Leben) gefunden; wir teilen die tiefe Überzeugung, dass Menschen mit Behinderung uns etwas zu sagen und zu geben haben – und dass wir noch ziemlich am Anfang stehen, das überhaupt wahrzunehmen und wertzuschätzen.

Wir sind tief berührt und dankbar für die Inspiration durch Jean Vanier und die Arche-Gemeinschaften.

Im Neufeld Verlag erschienen die Biografie Jean Vaniers:

sowie weitere Bücher aus der Feder von Jean Vanier:

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Erstellt am 6. Mai 2019 von

Im Frühjahr ist das Buch Jesus. Punkt. Gute Nachricht für Suchende, Heilige und Sünder des kanadischen Autors Bruxy Cavey erschienen.

Cavey ist ein unkonventioneller bunter Vogel, Pastor einer Gemeinde täuferischer Prägung in Ontario, die sich „The Meeting House“ (Haus der Begegnung) nennt und sich vor allem an Menschen wendet, die nicht viel für Kirche übrig haben. Inzwischen ist sie eine der größten Kirchen Kanadas, mit 19 Standorten.

Und Bruxy Cavey ist ein faszinierender Kommunikator, und mir scheint, sein Lebensthema ist, Menschen einzuladen, Jesus Christus zu begegnen – und ihre Vorstellungen von Glaube im Sinne einer Religion getrost abzulegen. Glaube ist Beziehung, nicht Religion.

Folgerichtig hat sich Cavey ein Tattoo stechen lassen, groß sichtbar über den ganzen Unterarm. Dort steht lediglich eine Bibelstelle, nämlich Leviticus 19:28. („…und macht euch keine Tätowierungen!“). (Das Foto oben stammt von seiner Website.)

Natürlich ist das ein hervorragender Aufhänger, um ins Gespräch zu kommen – und so erklärt Bruxy Cavey anhand seiner Tätowierung jedem, der es wissen will, dass Jesus uns nicht nur von unserer Sünde erlöst, sondern auch von unserer Religion.

Lothar Krauss, Pastor der FCG Gifhorn sowie Betreiber des Leiterblog, meint zu Bruxy Caveys Buch:

„Brian Zahnd ist der Meinung, dass er wirklich niemanden kennt, der unserer Kultur die gute Nachricht von Jesus besser kommuniziert als Bruxy Cavey. Das mag verwundern. Aber nur, bis man das Buch gelesen hat. Als Kirche im Brauhaus ist es deshalb Pflichtlektüre für uns.“

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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.