Heimowskis Mutmacher: Das Wichtigste an Ostern

Erstellt am 31. März 2015 von

Ein paar Tage vor Ostern färbte meine Frau Ostereier mit unserer Fünfjährigen. Auch ihr Patenonkel war zu Besuch. Dem erklärte Livia, welche Bedeutung das Osterfest habe:

„Das Wichtigste an Ostern ist“, sagte sie, „dass Jesus aufgewacht ist. Und dass der Osterhase kommt. Beides.“

Mir gefällt das. Jesus und der Osterhase. Beides. Hier werden „das Heilige“ und „das Profane“, das Religiöse und das Weltliche so herrlich kindlich auf eine Stufe gestellt. Der Glaube und das Leben berühren, vermengen und durchdringen sich.

Ein Kind glaubt ebenso selbstverständlich an die Auferstehung von Jesus, wie es sich auf den Osterhasen und sein Osternest freut.

Wenn ein Erwachsener nun schmunzelt und denkt: „Ja, ja, in dem Alter glaubt man noch an jedes Märchen, sei es das von der Auferstehung, oder sei es das vom Osterhasen.“ Dem sei gesagt: Hier denkt er, hier denken wir Großen ein bisschen zu kurz.

Denn beides ist kein Märchen. Der Osterhase ist zwar nur eine Chiffre für Mama und Papa – aber das mit Süßigkeiten gefüllte und im Garten versteckte Osternest ist eine bunte und leckere Realität. Der Osterhase ist ein Ausdruck von Lebensfreude und Familiensinn. Ganz real zu erleben.

Ebenso wirklich ist die Oster-Hoffnung eines Christen, die mit dem leeren Grab in Jerusalem ihren Anfang genommen hat: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Jesus ist „aufgewacht“. Wer an ihn glaubt, der bekennt: „Ich glaube … an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben“ (Apostolisches Glaubensbekenntnis). Das ist nicht graue Theorie oder ein Märchen. Wer einmal am Grab eines geliebten Menschen gestanden hat, wer das Nichts kennt, die Lücke, die der Tod reißen kann, der weiß: Jesus ist auferstanden – das ist eine lebendige Hoffnung.

 

Für Livia ist beides ganz selbstverständlich: Der Osterhase und der aufgewachte Jesus. Beides. Das schöne Leben heute und die lebendige Hoffnung nach dem Tod.

Uwe Heimowski


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.