Heimowskis Mutmacher: Die Küsse schmecken noch

Erstellt am 12. Juni 2014 von

Christine bringt unsere Zweitjüngste ins Bett. Nach dem Gute-Nacht-Kuss beten sie miteinander. Savina beginnt: „Danke, Herr, dass Mama noch so gute Küsse hat, obwohl sie schon so alt ist.“

Tja, klare Ansage. Für eine Zehnjährige ist die 46-Jährige einfach schon uralt – aber immerhin: Die Küsse schmecken noch.

Als Christine es mir abends erzählt, schütteln wir uns vor Lachen. Und wir geben uns einen langen Kuss. Ja, Mama hat gute Küsse, das kann ich nur bestätigen.

Später mir fallen die Worte aus den Sprüchen Salomos ein:

„Erfreue dich an deiner Frau, die du als junger Mann geheiratet hast. Bewundere ihre Schönheit und Anmut! Berausche dich immer wieder … an der Liebe, die sie dir schenkt!“ (Sprüche 5,18b.19).

Liebe braucht Zärtlichkeit. Die Nähe zwischen Tochter und Mutter.

Und eben diese ganz andere Zärtlichkeit zwischen Mann und Frau. Diese kleinen Momente: ein Kuss, eine Geste, eine Berührung. Sie sind häufig das Geheimnis einer Anziehung und Erotik, die nicht einfach schnell entflammt und dann ebenso schnell vergeht, sondern die mit den Jahren wächst. Liebe braucht viel Zeit zum Reifen. Auch körperliche Liebe. Sie ist ein Geschenk Gottes. Kuss für Kuss – hoffentlich auch noch mit Achtzig.

 Uwe Heimowski


Kommentare sind geschlossen.

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.