Nackter Glaube

Erstellt am 3. April 2014 von

Wie kommt ein britischer Theologe dazu, ein Buch zu schreiben über die Essenz der Täuferbewegung? Noch dazu, wo es in England kaum Mennonitengemeinden gibt?

Zum einen ist der gute Mann – Stuart Murray, Jahrgang 1957 – unter dem Dach des Anabaptist Network weltweit als Redner unterwegs und begleitet Gemeinden in Großbritannien (Stichwort Urbane Mission). Dieses „täuferische Netzwerk“ verbindet Christen ganz unterschiedlicher Konfessionen.

Zum anderen fragt Murray in seinen Vorträgen und Büchern danach, was es bedeutet, Kirche in einer nachchristlichen Gesellschaft zu sein – in der das Christentum nicht länger herrschenden Einfluss hat.

Offenbar hat er in der Täuferbewegung, die zur Zeit der Reformation entstand und aus der dann u. a. mit den Mennoniten die älteste evangelische Freikirche hervorging, etwas entdeckt, das uns auch heute noch etwas zu sagen hat.

 

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Wie also kann Kirche hier und heute glaubwürdig gelebt werden? Stuart Murray fordert in seinem neuen Buch Nackter Glaube – Christsein in einer nachchristlichen Welt auf eine aufwühlende und zugleich inspirierende Weise dazu heraus, Jesus ganzheitlich nachzufolgen. Dabei erläutert er, was die Grundsätze der Täuferbewegung für den Glauben heute bedeuten – ganz gleich, in welchem Kontext.

Anhand von sieben Kernüberzeugungen stiftet Murray an zu einem radikalen Christsein in einer nachchristlichen Gesellschaft. Diese Überzeugungen sowie spannende Empfehlungen von Shane Claiborne und Brian McLaren finden sich hier.

Das Buch ist im Frühjahr in der Edition Bienenberg erschienen, und damit wird auch die inhaltliche Verbindung zum Theologischen Seminar Bienenberg deutlich. Dort, auf dem wunderschönen Berg bei Liestal (nicht weit von Basel), fand bereits eine erste Tagung rund um die Impulse dieses Buches statt.

Fragen zur Vertiefung und für das Gespräch im Anhang des Buches unterstützen die gemeinsame Auseinandersetzung mit Stuart Murrays Veröffentlichung – die übrigens auch als E-Book erhältlich ist.


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    Bei Gott bin ich willkommen.

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