Schlagwort-Archiv: Biografien

 

Erstellt am 11. August 2017 von

Hanna Schotts Biografie von Magda und André Trocmé ist nun auch auf Englisch erhältlich:

 

 

 

Love in a Time of Hate – The Story of Magda and André Trocmé and the Village That Said No to the Nazis lautet der Titel der Übersetzung, die in den USA bei MennoMedia erschienen ist.

 

Die Titelformulierung scheint zeitlos zu sein, setzt aber auch einen wichtigen Kontrapunkt in Zeiten, in denen Präsidenten und Regierungschefs manchmal sehr lautstark und nicht eben im Sinne der Versöhnung und des Friedens von sich reden machen.

Sich dann an das Lebenszeugnis zum Beispiel der Trocmés zu erinnern, tut gut! André Trocmé antwortete einmal auf die Frage, ob in seinem Dorf Juden versteckt würden: „Wir kennen nur Menschen.“ Eben.

Wir freuen uns und gratulieren unserer Autorin Hanna Schott herzlich zu dieser Lizenzausgabe!

 

Die deutsche Originalausgabe der spannenden Biografie (Von Liebe und Widerstand – Magda & André Trocmé: Der Mut dieses Paares rettete Tausende) ist in der vierten Auflage in gedruckter Form sowie als E-Book lieferbar.

Erstellt am 21. Juli 2017 von

 

Wer wäre nicht gerne ein Mensch, der für seine Barmherzigkeit geschätzt wird? Dass der Weg, ein solcher Mensch zu werden, durchaus steinig und dornig sein kann, zeigt Peter Mommsen in der opulent ausgestatteten Biografie seines Großvaters Johann Heinrich Arnold.

Können unsere Verletzungen zu unseren größten Gaben werden? Johann Heinrich Arnold (1913–1982) war ein verwundeter Mann. Dennoch, wer ihn kannte, bezeichnet die Begegnung mit ihm als einzigartig. Manche erwähnen seine Demut und sein Mitgefühl; andere seine Direktheit und seinen bodenständigen Humor. Wildfremde Menschen offenbarten ihm ihre dunkelsten Geheimnisse und zogen verwandelt weiter. Andere hätten ihm am liebsten umgebracht.

Der Autor Henri J. M. Nouwen bezeichnete ihn als „prophetisch“ und schrieb, seine Worte würden ihn treffen „wie ein zweischneidiges Schwert“ und stellten ihn „vor die Wahl zwischen Wahrheit und Lüge, Selbstlosigkeit und Egoismus … Heini Arnold ist kein frommer, sentimentaler Leiter. Jedes Wort entspringt seiner Erfahrung“.

Wer war dieser außergewöhnliche und doch einfache Mann? In diesem packenden und geistlich reichen Buch erzählt Peter Mommsen die dramatische Geschichte des Großvaters, den er kaum kannte. Wer es liest, wird danach anders auf sein eigenes Leben blicken.

Wer J. Heinrich Arnold, genannt Heini, erst spät kennenlernte, wunderte sich vielleicht darüber, wie sehr Menschen sich zu diesem merkwürdigen Mann mit seinem starken Akzent und seinem ungezwungenen Lächeln hingezogen fühlten. Sie spürten: hier war einer, der sie verstand; einer, dem man vertrauen konnte. Was machte ihn so besonders?

Peter Mommsen ist dieser Frage nachgegangen und hat die Spur seines Großvaters verfolgt. Dabei entdeckte er einen Jungen, der nur mit Kartoffeln im Bauch und radikalen Ideen im Kopf den Nationalsozialisten die Stirn bot. Den Sohn eines bekannten Intellektuellen, der raus aus der Schule wollte, um durch die Lande zu ziehen. Einen frisch verliebten jungen Mann, der aus seiner Heimat fliehen musste. Einen Vater, der sein erstes Kind verlor. Einen Pionier wider Willen im Herzen Südamerikas.

Dort, im Urwald Paraguays, wurde die christliche Lebensgemeinschaft, die seine Eltern gegründet hatten, durch Gesetzlichkeit und machthungrige Leiter entstellt und verkam zu einer kalten, herzlosen Organisation. Heini wurde von den Menschen betrogen, denen er am meisten vertraut hatte, und von seiner Frau und den Kindern getrennt.

Oft hing sein Leben am seidenen Faden. Doch Heini wusste, dass er noch nicht sterben durfte – er hatte seine Berufung noch nicht erfüllt und sein als Kind geleistetes Versprechen noch nicht eingelöst …

Erstellt am 11. Juni 2015 von

Morgen feiert David Rockefeller seinen 100. Geburtstag. Sein Leben begann mitten in Manhattan, wo sich heute das Museum of Modern Art (MoMa) befindet. 1926 war einer seiner Hauslehrer der Franzose André Trocmé.

Rockefellers Vater John D. Rockefeller junior war ein Förderer des Union Theological Seminary und des International House, wo Trocmé (1901-1971) studierte – und seine Frau Magda kennenlernte. Und so hatte der Milliardär eines Tages den Studenten am Telefon:

»Ich bin Mister John D. Rockefeller junior, 54. Straße«, sagte eine Männerstimme, »und ich brauche für meine Söhne einen Französisch-Tutor. Wenn die Sache Sie interessiert, dann vereinbaren Sie doch einen Termin mit Mrs. Rockefeller.«

Trocmé nahm an und wurde Lehrer in der damals reichsten Familie der Welt.

»Junger Mann, ich werde etwas für Sie tun!«, sagte eines Tages der alte Rockefeller, als André das zweifelhafte Vergnügen hatte, Gast in seiner schlossartigen Residenz zu sein. »Ich schenke Ihnen ein Zehn-Cent-Stück. Versprechen Sie mir, dieses Geld zu investieren, sobald Sie wieder in Ihrer Heimat sind! So habe ich auch angefangen, und so bin ich reich geworden.«
André versprach es brav und steckte das Geldstück in die Hosentasche.
Danach bekam er ein Zehn-Cent-Stück für seinen Vater. Auch das steckte er ein.
»Haben Sie Geschwister?«, fragte der 87-Jährige.
»Ja, sieben«, antwortete André.
»Das ist zu viel. Sie treiben mich in den Ruin!« Und tatsächlich blieb es bei den zwanzig Cent.
»Mehr Benzin und höhere Preise, das ist es, was wir brauchen«, waren die Abschiedsworte, die Rockefeller senior seinem Gast mit auf den Weg gab.

Ob David Rockefeller mitbekommen hat, welchen Weg sein Französisch-Lehrer dann ging? Dass er während der Nazi-Herrschaft mit seiner Frau Magda und anderen im kleinen französischen Örtchen Le Chambon entscheidend dazu beitrug, Tausende zu retten?

Gäbe es sie auf Englisch, wir würden ihm ein Exemplar der Biografie dieses außergewöhnlichen Paares überreichen (daraus stammen die hier verwendeten Zitate), die Hanna Schott für den Neufeld Verlag geschrieben hat …

 

 

 

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.