Schlagwort-Archiv: Christen

 

Erstellt am 19. Mai 2015 von

Der britische Autor Simon Parke hat John Bunyans Klassiker Die Pilgerreise mit Randis Reise ein modernes Gesicht verliehen. Heute folgt nun die vierte und letzte Folge von Auszügen zum Kennenlernen.

Eine Leserin meinte:

„Randis Reise“ ist faszinierend. Man verfolgt mit Spannung Randi und die Gestalten, denen sie begegnet, und wird von so manch erstaunlicher Wendung überrascht. Dieses Buch ist jedoch nicht nur ein Lesebuch, das eine spannende Pilgerreise erzählt. Es ist viel mehr.
Gleich beim ersten Lesen war mir klar, dass dieses Buch so viele unterschwellige Hinweise, verborgene Wahrheiten und Entdeckungen über mich selbst enthält, dass ich es wieder und wieder lesen muss. Ich befinde mich also gerade beim zweiten Durchlauf …

 

Hier geht es zu Folge 1 bzw. Folge 2 und Folge 3!

 

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Weiter geht es mit dem Kapitel Die zwölfte Station (ab Seite 106):

 

Als sie die Kuppe des ersten Hügels erreichte, schaute sie hinunter auf den Himmel oder etwas, das ihm sehr ähnlich war. Dort lag eine funkelnde Stadt, in der das Leben tobte. Sie hatte kaum zwei Schritte auf diese Stadt zu gemacht, als sie eintauchte in eine Menschenmenge, die sie wie eine große Welle in die Stadtmitte spülte. Sie fand sich neben einer jungen Frau wieder.
»Ist das der Himmel?«, fragte PILGERIN.
»Kann man so sagen«, erwiderte die junge Frau.
»Wieso ›kann man so sagen‹? Ist es der Himmel oder nicht?«
»Das ist SAN FEZBUCOS. Bleib auf dem Laufenden!«
»Oh, ich verstehe!«, erwiderte PILGERIN hastig.
Sie wollte nicht als jemand gelten, der nicht auf dem Laufenden war.
»Und dein Name?«, fragte PILGERIN ihre neue Gefährtin.
»ABLENKA.«
»Hübscher Name, und du bist genau die Person, nach der ich gesucht habe. Ich heiße PILGERIN.«
»PILGERIN?«
»Ja.«
»Grauenhaft!«
»Wirklich?«, fragte PILGERIN.
»Absolut.«
Wie ein schwacher Kapitän auf einem sinkenden Schiff entschloss sich PILGERIN zu einer schnellen Aufgabe ihrer Identität.
»Das ist natürlich nicht mein richtiger Name.«
»Nicht?«
»Auf keinen Fall! Mein richtiger Name ist Randi.«
»Schon besser.«
»Ich habe nur einen Scherz gemacht, als ich PILGERIN sagte.«
»Du bist ein komischer Kauz.«
»Ein lächerlicher Name.«
»Das stimmt allerdings!«
Erleichtert, diese peinliche Situation überwunden zu haben, wünschte sich PILGERIN jetzt, alles über ihr neues Zuhause zu erfahren.
»Also, erzähle mir, was ist so himmlisch an SAN FEZBUCOS?«
»Hier sind wir alle gleich und mit jedem und allem vernetzt!«

»Wow!«, sagte PILGERIN zum ersten Mal in ihrem Leben. Wow? Wo kam das denn her? Warum versuchte sie unter allen Umständen, wieder ganz jung zu sein? »Ja, ich verstehe, dass das dem Himmel ziemlich nahe kommt!«
»Also, ich rede mit dir«, erklärte ABLENKA, »absolute Aufmerksamkeit und so, aber ich schreibe auch gleichzeitig einer Freundin eine SMS, twittere meinen 476 Anhängern, wo ich mich gerade aufhalte, überprüfe meine Facebook-Seite, sehe mir einen Film an und versuche, zusammen mit ein paar Freunden ein Haus zu mieten – alles gleichzeitig auf diesem kleinen Ding!«
ABLENKA schwenkte ein kleines Gerät. PILGERIN staunte über smarte Einfachheit und war begeistert, zu dieser wirklich großen Gruppe von Menschen zu gehören.
»Vernetzt sein ist alles«, erklärte ABLENKA.
»Das stimmt, und du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gut es tut, wieder vernetzt zu sein.«
»Wie bitte?«
»Ich sagte, es tut gut, wieder vernetzt zu sein.«
»Warte eine Sekunde, Pauline –«
»– Randi.«
»Randi, ja. Ich bekomme gerade eine Antwort auf meinen Tweet –«
»Oh, ich verstehe –«
»– und wir kommen jetzt an eine gute Szene in dem Film.«
»Oh, richtig.«
»Ahh! Toll!«
»Gute Nachrichten?«
»Möglicherweise eine Wohnung zur Miete! Ich muss telefonieren.«
»Natürlich.«
»Übrigens 538 Facebook-Freunde.«
»Wirklich?«
»Das war eine Lüge. 539! Ein neuer. Wer das wohl sein mag? Mal sehen.«
»Was ist mit dem Film?«

»Darauf komme ich gleich zurück.«
Und das war das Letzte, was PILGERIN von ABLENKA zu sehen bekam, denn jetzt wogte eine andere Menge auf sie zu. Ohne es zu merken, war PILGERIN auf einer Bühne gelandet, auf der ein Mädchen im Teenageralter stand, überwältigt vor Glück.
»Ich habe gerade die ›Star Show‹ gewonnen!«, rief sie hysterisch. »Oh mein Gott! Ich habe gerade die ›Star Show‹ gewonnen!«
Die Menge jubelte ebenfalls hysterisch – das schien eine Voraussetzung zu sein, wenn man hier sein wollte –, gleichzeitig blitzten Kameras auf und Mikrofone wurden ihr vor die Nase gehalten.
»Oh, gratuliere!«, sagte PILGERIN, die sich von der Hysterie anstecken ließ. »Das ist ja fantastisch!«
»Es war eine Reise«, erklärte die junge Frau atemlos. »Aber was für ein Abend! Was. Für. Ein. Abend!«
PILGERIN fand diese Bemerkung etwas seltsam, da die Sonne immer noch hoch am Himmel stand. Sie hatte das Gefühl, dass die Gewinnerin nur etwas nachplapperte. Diese Worte klangen irgendwie abgedroschen.
»Ich habe den Regen überstanden«, berichtete sie gerührt. Die Menschenmenge wurde durch in aller Eile errichtete Barrieren zurückgehalten. »Ich wollte es auf meine Weise tun, ich selbst sein, und das ist mir auch gelungen. Mein Publikum wollte mein wirkliches Ich sehen; sie bekamen mein wirkliches Ich zu sehen und haben mich zur Siegerin gekürt.«
Wie auf ein Stichwort noch mehr hysterisches Geschrei.
»Das ist, nun, was soll ich sagen? Es ist eine Reise. Ich möchte allen meinen Fans danken!«
Wieder hysterisches Kreischen, manche Zuschauer fielen auch in Ohnmacht, und PILGERIN konnte nicht anders, sie freute sich über diese offensichtliche Freude.
»Das ist wirklich toll«, sagte PILGERIN, die ihre Interviewerin zu sein schien. »Äh, entschuldige, ich kenne deinen Namen gar nicht.«
»NAIVA«, erwiderte die junge Frau. »Nenn mich NAIVA.«

 

Erstellt am 12. Mai 2015 von

… und wenn ja, wie viele? So lautet der witzige Titel eines ziemlich erfolgreichen Buches des Philosophen Richard David Precht. Vielleicht war das Buch deshalb so gefragt, weil uns genau das ziemlich beschäftigt: unsere Identität. Wer wir sind. Wer wir werden.

Ich weiß noch, wie ich erstmal schlucken musste, als mir jemand empfahl, einen Auszug aus Psalm 139, Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin, zu meditieren. Ich – wunderbar gemacht? Das ist gar nicht mal so einfach, aufzuschreiben, was an mir „wunderbar gemacht“ ist …

„Wer bin ich?“ ist auch der Titel eines bekannten Textes, den Dietrich Bonhoeffer verfasste und der einige Zeit als Poster in meinem Büro hing. Bonhoeffer greift – damals Gefangener in Tegel – darin auf, dass die Menschen um ihn herum ihn offenbar ganz anders wahrnehmen, als er selbst sich sieht. Vielleicht brauchen wir diese Erinnerung manchmal?

„Wer bin ich?“ steht jedenfalls auch als Überschrift über einem Gedicht, das ich öfter zitiere, wenn ich vor Publikum Bücher aus dem Neufeld Verlag vorstelle.

Es stammt von Roland Walter, der sich als einen „König der Lebensfreude“ bezeichnet und den ich auch so erlebt habe, als ich ihm einmal persönlich begegnen durfte. Roland ist von Geburt an spastisch gelähmt, ist im Rollstuhl unterwegs (und er ist wirklich unterwegs und kommt sicher mehr herum als ich!) und beschäftigt mehrere Assistenten, damit er selbständig leben kann. In dem Buch König Roland – Im Rollstuhl durchs Universum erzählt er seine Lebensgeschichte; er inszeniert, er choreographiert und ist überhaupt ein Energiebündel mit vielen kreativen Ideen. Hier also kommt sein Gedicht:

 

Wer bin ich?

Die Menschen nennen mich behindert,
und sie haben recht, das bin ich auch.
Gott nennt mich seine gute Schöpfung,
und er hat recht, das bin ich auch.

Die Menschen nennen mein Leben kostspielig,
und sie haben recht, das ist es auch.
Gott sagt, mein Leben ist wertvoll,
und er hat recht, das ist es auch.

Die Menschen nennen mich unproduktiv,
und sie haben recht, das bin ich auch.
Gott sagt, ich bin ein Brückenbauer
zwischen Behinderten und Nichtbehinderten,
und er hat recht, das bin ich auch.

Die Menschen nennen mein Aussehen abstoßend,
und sie haben recht, das ist es auch.
Gott sagt, mein Lachen ist schön,
und er hat recht, das ist es auch.

 

Ich mag diese Zeilen – und seit kurzem gibt es Roland Walters Gedicht nun auch als Poster im DIN A3-Format. Allerdings (erstmal) nur hier im Shop …

 

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Erstellt am 30. April 2015 von

Ab Montag, 4. Mai 2015 ist es im Handel lieferbar, am kommenden Samstag wird es auf dem Christlichen Pädagogentag in Walddorfhäslach vorgestellt: Die Rede ist von dem neuen Buch der Evangelischen Lehrer- und Erziehergemeinschaft in Württemberg e. V., das in der Edition Wortschatz erscheint:

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Traugott Kögler (Hrsg.)

Bildung zwischen Anspruch und Alltag

Ein Mutmachbuch für Pädagogen

124 Seiten, Paperback, Format 12 x 19 cm

Das Buch enthält Beiträge von Arno Backhaus, Harald Binder, Dieter Braun, Marianne Fritsch, Ulrich Giesekus, Maïté Gressel, Traugott Hopp, Traugott Kögler, Gideon Maier, Ute Mayer, Maike Sachs, Heinz Veigel, Martina Walter, Beate Weber und Hartmut Weber sowie ein Vorwort von Paul-Gerhard Roller.

Hier der Kurztext zum Buch:

Wie kann ich mit Begeisterung unterrichten, ohne einen Burnout zu riskieren? Wie kann ich die Stärken der mir anvertrauten Kinder fördern? Und wie gelingt mir ein guter Umgang mit Schwierigkeiten, die der Alltag in Kita und Schule mit sich bringt?

Die Bildungslandschaft ist vielfältig und oft unübersichtlich. Gefragt ist die fachliche Kompetenz von Pädagoginnen und Pädagogen. Noch mehr gefragt ist aber die pädagogische Persönlichkeit. Ob Lehrer oder Schulleiterin, Erzieherin oder Schulsozialarbeiter – sie brauchen Anerkennung und Ermutigung für ihre wichtige Arbeit. Die Autoren dieses Buches wollen mit praxiserprobten Tipps und geistlichen Impulsen dazu beitragen.

Erstellt am 20. April 2015 von

Ich kann mich an keine andere TV-Sendung mit einer Neufeld-Autorin/einem Neufeld-Autor erinnern, die solch eine starke Resonanz erzeugt hätte:

Morgen, am Dienstag, 21. April 2015 wird um 11 Uhr (und am 22. April um 4.15 Uhr) die Interviewsendung Hautnah – Psychische Krankheiten verstehen noch einmal auf Bibel TV ausgestrahlt.

Aufgrund einer psychischen Erkrankung verlief das Leben von Rosemarie Dingeldey ganz anders, als sie es sich gewünscht hatte. Ärzte, nahe Angehörige und Medikamente halfen ihr, mit einer bipolaren Störung (früher bekannt unter der Bezeichnung manisch-depressive Erkrankung) zu leben. Und der Kontakt zu Gott: Rosemarie Dingeldey weiß, dass er sie in den Tiefen ihres Lebens gehalten hat; auch dann, wenn sie davon nichts spüren konnte.

Rosemarie Dingeldeys autobiografisches Buch Es war, als würde ich fallen … Leben mit einer psychischen Erkrankung ist in der zweiten Auflage lieferbar (und auch als E-Book erhältlich).

 

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„Psychische Krankheiten annehmen und verstehen lernen“ heißt die Sendung, die ursprünglich für die Sendereihe „Hautnah“ produziert wurde. Online kann man sich das Interview weiterhin hier anschauen. Oder Sie hören sich Rosemarie Dingeldey hier im Radio an.

Denn immer mehr Menschen sind von psychischen Erkrankungen betroffen, und viele davon sind zunächst hilflos bis überfordert – von den Angehörigen und dem Umfeld von Freunden etc. ganz zu schweigen.

Rosemarie Dingeldey macht Mut, und weil sie selbst einen schweren Weg gegangen ist, kann sie das auch glaubwürdig tun.

Erstellt am 25. März 2015 von

Dr. Jochen Wagner ist Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Kirchberg. Vor einigen Monaten hat er in der Edition Wortschatz die überarbeitete und erweiterte Ausgabe seines Buches Wie kann ich meine Sexualität positiv gestalten? herausgegeben:

 

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Jochen Wagner

Sex.Liebe.Gott

96 Seiten, Paperback, Format 12 x 19 cm

ISBN 978-3-943362-08-4, Bestell-Nummer 588 822

Edition Wortschatz, Schwarzenfeld

 

Im Klappentext dieses handlichen Büchleins heißt es:

 

Keine Frage: Sex ist etwas sehr Schönes! Sexualität ist ein Geschenk. Aber wie gehe ich verantwortungsvoll mit ihr um? Wie sieht es mit der Liebe aus? Und was meint Gott dazu?

Jochen Wagner hat sich auf die Suche nach den Antworten gemacht und dafür auch die Bibel durchforstet. Außerdem schöpft er aus einem reichen Erfahrungsschatz als Jugendmitarbeiter, Seelsorger und langjähriger Ehemann.

Du findest in diesem Buch keine Auflistung von Geboten und Verboten, sondern wertvolle Anstöße, die dir helfen sollen, dir eine eigene, fundierte Meinung zu bilden.

 

 

Ein Buch für Jugendliche, junge Erwachsene – aber auch für Teens.

Erstellt am 19. März 2015 von

Missionale Theologie – Evangelikale auf dem Weg zur Weltverantwortung

So lautet der Titel des neuen Buches von Dr. Roland Hardmeier, das diese Tage aus der Druckerei kam (und in Kürze auch als E-Book erhältlich ist). Es ist das dritte Buch in einer Reihe zum Thema „Missional“, die Hardmeier hiermit nun abschließt.

 

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Missionale Theologie ist mit Schlagwörtern wie „Ganzheitlichkeit“ und „Gesellschaftsrelevanz“ in aller Munde. Doch was ist missionale Theologie? Aus welchen Quellen speist sie sich? In seinem aktuellen Buch beschreibt der Missionswissenschaftler Roland Hardmeier die geschichtlichen Meilensteine und die theologischen Eckpunkte der missionalen Theologie. Er stellt insbesondere die Entwicklung im evangelikalen Bereich dar und berücksichtigt dabei auch Dokumente und Autoren, die bisher auf Deutsch nicht zugänglich waren. Resultat ist eine umfassende und dennoch leicht verständliche Darstellung der missionalen Theologie.

Im ersten Band, Kirche ist Mission – Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Missionsverständnis (2009, als gedruckte Ausgabe nur noch direkt bei IGW erhältlich, ansonsten seit kurzem als E-Book verfügbar), beschreibt Hardmeier den gegenwärtigen Wandel evangelikaler Missionstheologie hin zur Ganzheitlichkeit des Evangeliums und der Transformation der Welt. Diese radikale Anstiftung bedeutet, dass die Kirche sich neu auf ihre missionarische Aufgabe besinnt und zugleich ihre soziale Verantwortung wahrnimmt – und so zur Heilung der Welt beiträgt.

Der Autor liefert darin eine umfassende biblische Begründung für ein transformatorisches Missionsverständnis. Durch die Aufarbeitung der missiologischen Entwicklungen in der Zwei-Drittel-Welt, die konsequente Einbeziehung des Alten Testaments und den Blick auf Jesus als Mensch und Prophet vermittelt Roland Hardmeier eine für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts relevante Sicht von Kirche und Mission.

Im zweiten Band, Geliebte Welt – Auf dem Weg zu einem neuen missionarischen Paradigma (2012), setzt Hardmeier seine Arbeit fort:

Evangelikale Kirchen befinden sich in einem Paradigmenwechsel: Das koloniale Missionsparadigma mit Europa im Zentrum gehört der Vergangenheit an. Am Horizont kündigt sich ein neues Verständnis von Kirche und Mission an – in dem die Kirche sich mit Leidenschaft in Gottes geliebte Welt senden lässt.

Roland Hardmeier beschreibt diesen Paradigmenwechsel und begründet ihn theologisch. Dabei beleuchtet er auch die biblische Sicht von Gerechtigkeit und Heil sowie die Bedeutung sozialer Verantwortung.

Gemeinsam begründen diese drei Bücher ein missionales Verständnis von der Aufgabe der Kirche in der Welt. Zum druckfrischen dritten Band meint Dr. Bernhard Ott, u. a. Dekan der Akademie für Weltmission, Korntal:

„Vielen Dank für dieses Buch, das in die Hand aller gehört, die sich sachlich und engagiert mit dem Thema Missionale Theologie aus der Perspektive eines evangelikalen Autors befassen wollen – ja noch mehr: die an einer missionalen Lebensgestaltung interessiert sind.“

Herzlichen Glückwunsch an Roland Hardmeier für seine Fleißarbeit …!

Erstellt am 13. März 2015 von

(Nachtrag: Hier kann man sich die Verleihung vom 18. Mai 2015 in London oder Ausschnitte davon ansehen.)

 

Jean Vanier erhält den Templeton Prize 2015 – das gab die British Academy in London am Mittwoch, 11. März 2015 bekannt.

Vanier, 86, sei ein „Förderer einer Gesellschaft der gegenseitigen Anteilnahme und sozialen Gerechtigkeit“. Er unterstütze aktiv den Dialog und das Verständnis zwischen Christen, Hindus, Juden, Muslimen und Angehörigen anderer Glaubensrichtungen mithilfe von Vorlesungen, Konferenzen und Einkehr-Zusammenkünften rund um die Welt. Seine Arbeiten umfassen mehr als 30 Bücher, die in 29 Sprachen übersetzt wurden.

Der Templeton Prize ist mit 1,1 Millionen britischen Pfund (1,5 Millionen Euro) dotiert und gilt als einer der weltweit bedeutendsten jährlich verliehenen Preise für Verdienste rund um die Menschlichkeit und in Anerkennung der „spirituellen Natur des Lebens“. Der Preis wird am 18. Mai 2015 in der St. Martin-in-the-Fields-Kirche in London überreicht werden. Die ausschlaggebenden Kriterien bei der Verleihung des Templeton Prize seien unter anderem Kreativität, Innovation, Standhaftigkeit und Wirkungskraft. Zu den bisherigen Preisträgern und Preiträgerinnen gehören etwa Desmond Tutu (2013), der Dalai Lama (2012) und Mutter Teresa (1973).

 

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„L’Arche fördert Beziehungen zwischen Menschen, in denen Helfende über die Begegnung mit Benachteiligten selbst an Lebensqualität gewinnen. Jean Vanier hat erkannt, dass Menschen, die von der Gesellschaft typischerweise als schwach angesehen werden, den vermeintlich stärkeren dabei helfen, ihre eigenen Schwächen zu erkennen und anzunehmen.“

Jean Vanier (Foto: John McElroy), geboren 1928, studierte in Toronto und Paris und promovierte in Philosophie. Er war an der Gründung von zwei internationalen Gemeinschaftsbewegungen beteiligt, Arche und Glaube & Licht: Die Archen sind Lebensgemeinschaften von Menschen mit und ohne geistige Behinderungen, die ihren Alltag teilen und meist zusammen wohnen. Glaube-&-Licht-Gruppen sind kleine Gemeinschaften von Menschen mit geistigen Behinderungen, ihren Familien und Freunden, die sich zu Gebet, Austausch, Ausflügen oder gemeinsamen Feiern treffen.

Die 137 Arche-Gemeinschaften in 40 Ländern und 1.600 Glaube-&-Licht-Gemeinschaften in 80 Ländern sind Lebensräume der Verwandlung und Erneuerung. Hier und weit darüber hinaus hat Vanier sich über Jahrzehnte als radikaler Anwalt der Armen und Schwachen in unserer Gesellschaft eingesetzt.

Während es beim Thema Behinderung häufig um Toleranz, Rechte und ein inklusives Miteinander geht, lädt Jean Vanier ebenso beharrlich wie inspirierend dazu ein, die tiefgründigen Gaben und das ungemein wertvolle Beispiel der Menschen zu erkennen, die so häufig abgelehnt werden.

Mit seinem Führungsstil, seinen Veröffentlichungen und seiner ganz praktischen Arbeit überschreitet Jean Vanier religiöse und kulturelle Grenzen. Als Theologe und Philosoph ist er mit der Normalität des Alltags sehr vertraut; zugleich erleben Menschen jeglicher Herkunft, dass er ein tiefes Verständnis dafür verkörpert, wie schwierig es in unserer komplizierten Welt ist, gut zu sein und Gutes zu tun. Als Praktiker ist er ein Zeuge der transformierenden Kraft von Liebe, Schwachheit, Vergebung und Einfachheit – geistlichen Qualitäten, die heutzutage nicht oft im Rampenlicht stehen.

Seine Erfahrung eines Lebens mit Menschen mit geistigen Behinderungen und seine geistliche Reflexion dieser Erfahrung brachten ihn dazu, sich darauf zu konzentrieren, mit und für – vor allem benachteiligte – andere zu sein, ihnen echt zu begegnen und ihnen zu dienen. Immer wieder entdeckt und beschreibt er dabei auch die Schönheit im Gewöhnlichen unseres Alltags.

Jean Vanier lebt in der Arche in Trosly, Frankreich.

 

Im Neufeld Verlag erschienen die Biografie Jean Vaniers:

sowie weitere Bücher aus der Feder von Jean Vanier:

Erstellt am 30. Januar 2015 von

Von Erinnerung ist diese Tage – rund um den 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz – häufig die Rede. Und tatsächlich wird einem fast etwas mulmig, wenn man erkennt, wie wenig bekannt ist von den unvorstellbaren Schrecken jener Zeit, von den unvorstellbaren Leiden unzähliger Menschen – und von den mutigen Menschen, die damals aufgestanden sind und viel riskiert haben. Denn die gab es zum Glück auch.

Alfred Delp war so einer, Jesuit und Mitglied des Kreisauer Kreises im Widerstand gegen den Nationalsozialismus – 1907 geboren, am 2. Februar 1945 in Berlin-Pötzensee hingerichtet.

Am kommenden Montag, 2. Februar 2015, also dem 70. Todestag von Alfred Delp, liest Hanna Schott in der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim (bei Bad Kreuznach) aus Ihrer Trocmé-Biografie: Von Liebe und Widerstand: Magda & André Trocmé – Der Mut dieses Paares rettete Tausende (seit kurzem in der dritten Auflage).

Auch die Erinnerung an das Leben dieser beiden kann unser Gewissen schärfen und Mut entzünden …

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Erstellt am 16. Dezember 2014 von

Am Sonntag, 8. Februar 2015 wird in der Schwarzwaldhalle Karlsruhe (14.00 Uhr und 19.00 Uhr) das Musical Amazing Grace aufgeführt, das wir von Herzen empfehlen.

Das Lied „Amazing Grace“ ist einer der bekanntesten Gospelsongs der Welt. Den Text „Amazing Grace“ schrieb 1773 ein britischer Sklavenkapitän: John Newton.

 

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Andreas Malessa schrieb die Texte dieses Musicals (wer könnte es besser?) und erzählt darin die dramatische Geschichte Newtons.

Das verwahrloste Heimkind wird gekidnappt, aber er desertiert von der Marine, um seine geliebte Polly Maria wieder zu sehen. Er entgeht knapp dem Galgen und wird Sklavenspediteur in Westafrika. Warum die vornehme Polly ihn trotzdem heiratete, wie John Newton zum Pfarrer der anglikanischen Kirche wurde, was ihn zum Gegner der Sklaverei machte und wie er ihre Abschaffung mit seinem Freund William Wilberforce 1807 im Londoner Parlament durchsetzte – all das wird in mitreißenden Gospels und unvergesslichen Balladen gesungen, getanzt und gespielt von Topstars der deutschen Musical- und Theaterszene.

Die Kompositionen stammen von Tore W. Aas, der vor 26 Jahren den längst legendären Oslo Gospel Choir gründete und erwiesenermaßen ein Händchen für Ohrwürmer hat.

Hier gibt es mehr Informationen und die Möglichkeit, sich noch Tickets zu reservieren.

In diesem Kurzfilm erzählt Andreas Malessa, worum es bei diesem Musical geht.

Erstellt am 9. Dezember 2014 von

Morgen, am 10. Dezember, jährt sich der Tod des Dichters und Schriftstellers Jochen Klepper (1903-1942).

Für mich hat die Beschäftigung mit Jochen Klepper (unter anderem angeregt durch die neuen Vertonungen seiner Lieder durch Siegfried Fietz, enthalten auf der CD Trost für jeden Tag, 1992) geradezu neue Welten eröffnet: Literatur, Kultur und Glaube, das passt zusammen!

Nachdem es lange keine populär geschriebene Biografie Kleppers gab, die dem aktuellen Forschungsstand entsprach, war es ein Traum von mir, solch ein Lebensbild verlegen zu dürfen. Am 1. August 2011 wurde dieser Traum tatsächlich wahr – und das Buch Jochen Klepper aus der Feder von Markus Baum landete auf meinem Schreibtisch. Inzwischen ist es in der zweiten Auflage lieferbar und auch als E-Book erhältlich.

 

Jochen Klepper

 

Jochen Klepper war einer der wichtigsten christlichen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er ist der bedeutendste evangelische Liederdichter seit Gerhard Tersteegen und Philipp Friedrich Hiller; im Liederkanon der deutschsprachigen evangelischen Christenheit kommt Klepper zusammen mit Martin Luther direkt nach Paul Gerhardt. Sein Roman Der Vater war ein Bestseller, sogar seine Gedichte Kyrie wurden bis heute ca. 150.000 mal verkauft.

Tatsächlich dürfte zum Beispiel Kleppers Die Nacht ist vorgedrungen zu den bekanntesten Adventsliedern zählen. In sein Tagebuch notierte er am 18. Dezember 1937:

Ich schrieb am Nachmittag ein zweites Weihnachtslied: „Die Nacht ist vorgedrungen …“

Sich mit Jochen Klepper, seinen Liedern und Texten zu beschäftigen, lohnt sich!

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.