Schlagwort-Archiv: Erziehung

 

Erstellt am 9. Februar 2017 von

Stefanie Gomez, Mutter des bezaubernden Pablo (auf dem Cover von Conny Wenks Wandkalender A little extra 2015 durften wir ihn bewundern),

 

 

hat vor kurzem einen eigenen Blog eröffnet.

Und sich entschieden, auch im Norden Deutschlands Seminare und Vorträge rund um die Themen Inklusion, Förderbedarf und Erziehung anzubieten. Das finden wir spitze!

Ein erstes Seminar findet bereits vom 3. bis 5. März 2017 in Kiel statt: „Verhaltenssteuerung bei Kindern mit Förderbedarf“ mit Sabine Berndt. Stefanie Gomez schreibt:

 

Das Seminar rund um das LOVT-Konzept ist super für jeden, der im Alltag – ob zu Hause, in der Therapiesituation, in Kita oder in der Schule – Probleme mit Verweigerungsverhalten des Kindes hat.

Bei uns passiert das oft, wenn etwas beim ersten Mal nicht klappt. Während Gabriel solange weiterprobiert, bis er herausfindet, wie es geht, schmeißt Pablo alles in die Ecke und weigert sich, es auch nur ein zweites Mal zu probieren.

Bereits aus dem ersten Seminar mit Frau Berndt konnte ich sehr viel mitnehmen. So weiß ich jetzt, warum es passiert. Wie ich Situationen besser gestalten kann, um die Chance zu verrringern, dass es überhapt zu einer Verweigerungshaltung kommt. Aber auch, wie ich mich verhalten kann, wenn dann doch mal wieder alles in die Ecke fliegt.

Ich bin definitiv eine große Anhängerin des LOVT-Konzeptes geworden!

 

Dieses Seminar hilft Eltern, aber auch Therapeuten bzw. anderen pädagogischen Berufsgruppen, Kinder dabei zu unterstützen, positives Verhalten abzurufen. Es geht um eine einfühlsame, wertschätzende Erziehungs- und Förderkompetenz.

Hier geht’s zu mehr Infos zum Seminar mit direkter Anmeldemöglichkeit!

Erstellt am 30. Juli 2014 von

Die Erziehung der Kinder gehört in den Verantwortungsbereich der Eltern, findet Neufeld-Autor Dr. Holm Schneider. In seinem Gastbeitrag für unseren Blog nimmt der Professor für Kinderheilkunde am Universitätsklinikum Erlangen verwundert Stellung zur aktuellen Diskussion um das Betreuungsgeld:

 

In vielen Medien war am Wochenende von einer Studie der Uni Dortmund die Rede, die erwiesen habe, dass das Betreuungsgeld insbesondere Eltern mit Migrationshintergrund und aus „bildungsfernen“ Schichten dazu verleite, ihre Kinder nicht in die Kinderkrippe zu schicken. Neues Pulver also für die aktuelle Verfassungsklage der Stadt Hamburg gegen das als „Herdprämie“ geschmähte Betreuungsgeld? Nicht zu lesen war, dass die Studie aus dem Jahr 2013 stammt – aus der Zeit vor Einführung des Betreuungsgeldes. Im Rahmen dieser Studie wurde perspektivisch nach den Wünschen von Eltern gefragt, wenn sie denn die Wahl hätten.

Natürlich ist das Betreuungsgeld für Eltern mit geringem Einkommen attraktiver als für Wohlhabende. Das heißt jedoch nicht, dass solche Eltern ihren Kindern Krippenbetreuung verwehren würden, nur um selber den eher symbolischen Betrag von bisher 100 € zu kassieren. Man geniert sich nicht, ihnen genau das zu unterstellen. Nein, die allermeisten Mütter und Väter – auch nichtdeutsche Eltern ohne Abitur – sind durchaus in der Lage, ihre ein- und zweijährigen Kinder selbst zu erziehen, und viele wollen das auch. Manche wehren sich bewusst gegen die vielfältigen Versuche politischer Akteure, die Erziehung von Kindern aus der Elternhand zu nehmen: ob bei Gendervorgaben, einer bestimmten Form des Sexualkundeunterrichts oder der Verordnung von Ganztageseinrichtungen ab dem ersten Lebensjahr.

Nicht weniger schlimm an der aktuellen Diskussion ist, dass die eigentlichen Bedürfnisse der Kinder völlig unbeachtet bleiben.Da wird mit dem alten Peer-Steinbrück-Zitat von einer „bildungspolitischen Katastrophe“ das Selbstvertrauen junger Eltern untergraben, die gerade in ihre Elternrolle hineinwachsen, und Carola Reimann, stellvertretende SPD-Vorsitzende, behauptet munter, das Betreuungsgeld führe dazu, „dass Kindern Entwicklungschancen vorenthalten“ würden.

Als Kinderarzt und Vater von 6 Kindern ist mir unbegreiflich, wie die gesicherte Erkenntnis, dass Kleinkinder vor allem eine liebevolle und vertraute Bezugsperson brauchen, am besten ihre eigene Mutter, so unter den Tisch fallen kann. Als ehemalige DDR-Bürger nehmen meine Frau und ich verblüfft zur Kenntnis, wie viele Politiker nach 25 Jahren wieder bereit sind, Systemfehler des Sozialismus („Staat vor Familie – jederzeit!“) zu wiederholen. Und als politisch Interessierte fragen wir uns, warum der SPD-Führung nichts Besseres eingefallen ist, als eine angestaubte Studie mit einer anderen Fragestellung für ideologische Stimmungsmache auszuschlachten.

Die Erziehung der Kinder gehört in den Verantwortungsbereich der Eltern. Weder Kinderkrippen noch Kindergärten oder Schulen sind dafür zuständig und sie dürfen auch nicht zuständig gemacht werden. Wo im Elternhaus Werte gelten, manchmal so etwas wie Liebe spürbar ist, wo zur Übernahme von Verantwortung ermutigt und Selbständigkeit gefördert wird, dort gelingt Bildung jenseits tagespolitischer Vorgaben – gern auch in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit externen Bildungseinrichtungen.

Vielleicht braucht es aber tatsächlich akademische Studien, um von Lehrern und Erziehern zu erfahren, wie viele Kinder heute so auffällig sind, dass sie sich kaum in einen Gruppenverband eingliedern lassen, und wie oft deshalb Psychopharmaka verordnet werden. Vielleicht müssen Studien klären, ob dies nicht auch daran liegt, dass keine Ausbildung der kleinen Persönlichkeit im sicheren Familienverband möglich war – um irgendwann wiederzuentdecken, wo Erwachsene Kindern ansprechende und sinnstiftende Lebensentwürfe vorleben: in einer intakten Familie.

 

Holm Schneider

Erstellt am 6. Juni 2014 von

Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom haben einiges an originellem Verhalten „im Angebot“:

  • charmantes Ausweichen, wenn Mitarbeit gefordert ist, bis hin zu „null Bock“ auf Anstrengung;
  • „taub stellen“ oder warten, dass jemand die Sache für einen erledigt;
  • Verweigerung, gepaart mit dem klassischen „um den Finger wickeln“.

Wie gehen wir damit um? Was können wir nachhaltig und guten Gewissens tun? Oftmals wissen weder Eltern noch Erzieher, Pädagogen oder Therapeuten, warum ihre positiven Erziehungsziele und Fördermaßnahmen nicht zur Umsetzung kommen und die Kinder genau das Gegenteil dessen tun, was für ihre Entwicklung und das soziale Miteinander wünschenswert wäre.

Sabine Berndt, Ergo- und Verhaltenstherapeutin aus Hamburg, hat Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom und schafft es immer wieder, das schwierige Thema „Verhalten bei Kindern mit Down-Syndrom“ spannend und lösungsorientiert darzustellen. Mit Hilfe von Videoaufnahmen, die in ihrer Praxis entstanden sind, wird schnell sichtbar, dass wir tatsächlich mehr von Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom fordern dürfen und dass ihr Verhalten klare Gründe hat.

Die Referentin vermittelt, wie man hilfreich mit schwierigen Situationen und herausforderndem Verhalten umgehen kann. Anhand des LOVT-Konzepts, einem verhaltenstherapeutischen lösungsorientierten Ansatz, werden den Seminar-Teilnehmenden Perspektiven für eine einfühlsame und wertschätzende Erziehungs- und Förderkompetenz eröffnet.

 

Praxisnahe Seminare für Eltern, Fachkräfte und alle Interessierten:

 

Umgang mit widerständigem Verhalten bei Kindern mit Down-Syndrom

Samstag, 21. Juni 2014, 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Klinikum Niederberg, Sitzungssaal 1 und 2, Robert-Koch-Str.2, 42549 Velbert

Kosten: 100 € pro Person

Anmeldung bei Impuls21, Am Karrenberg 40, 42553 Velbert, info@impuls-21.de

 

 

Verhalten von Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom

Samstag, 19. Juli 2014, 9.30 bis 17 Uhr

C.-Pirckheimer-Haus (CPH), Königstr. 64, 90402 Nürnberg

Kosten: 80 € (Nichtmitglieder), 48 € (Mitglieder), 72 € (Paare)

Anmeldung bis Mittwoch, 18. Juni 2014 telefonisch (0 91 23/98 21 21) oder per E-Mail an info@ds-infocenter.de beim Deutschen Down-Syndrom InfoCenter

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.