Schlagwort-Archiv: Geschichte

 

Erstellt am 8. Februar 2017 von

Er ist da! Seit wenigen Tagen wird der neue Roman von Sabine Dittrich ausgeliefert:

 

 

Worum geht’s?

 

In diesem Sommer wird Anne Lischkas beschauliches Leben auf den Kopf gestellt. Sven, der ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat, kommt wieder nach Eichberg zurück. Zu allem Überfluss schleppt Opa Willi Anne auch noch nach Prag zu einer Art „Familientreffen“, nach dem nichts mehr ist, wie es war.

 

(An dieser Stelle erzählt Sabine Dittrich die Geschichte der Aktion „Schlösser“, geleitet von Přemysl Pitter. Dessen Autobiografie hat Sabine Dittrich soeben neu bearbeitet, sie erscheint im März 2017.)

 

Martin, der neue Pfarrer, plant ein Projekt für Witwen und ihre Kinder aus dem Irak. Damit will er gleichzeitig das Pfarrhaus und Annes Kindergarten, der wieder mal kurz vor der Schließung steht, beleben.

Martin und Anne sehen sich plötzlich Anfeindungen gegenüber, die in einer Katastrophe münden. Anne muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht – und ob sie ihre Träume leben oder begraben will. Und hat ihre zarte Liebe zu Martin überhaupt eine Zukunft?

 

Sabine Dittrich – die nach eigenen Worten lieber Geschichten als Pullover strickt – legt hiermit bereits ihren dritten Roman vor. Sie ist eine Autorin der leisen Töne, und wir schätzen sehr, wie sie Tiefe und Weisheit mit Leichtigkeit verbindet und in spannende Geschichten verpackt.

In Erben des Schweigens spinnt sie geschickt Fäden der Versöhnung (was uns besonders freut: eine tschechische Ausgabe ist bereits in Vorbereitung).

Im Schatten der Verschwörung – Liebe und Verrat in Zeiten der Reformation lautet der Titel eines weiteren Romans, in dem sie sich dem faszinierenden wie umstrittenen Thomas Müntzer von einer ganz neuen Seite nähert.

Absolute Leseempfehlung!

Erstellt am 11. Juni 2015 von

Morgen feiert David Rockefeller seinen 100. Geburtstag. Sein Leben begann mitten in Manhattan, wo sich heute das Museum of Modern Art (MoMa) befindet. 1926 war einer seiner Hauslehrer der Franzose André Trocmé.

Rockefellers Vater John D. Rockefeller junior war ein Förderer des Union Theological Seminary und des International House, wo Trocmé (1901-1971) studierte – und seine Frau Magda kennenlernte. Und so hatte der Milliardär eines Tages den Studenten am Telefon:

»Ich bin Mister John D. Rockefeller junior, 54. Straße«, sagte eine Männerstimme, »und ich brauche für meine Söhne einen Französisch-Tutor. Wenn die Sache Sie interessiert, dann vereinbaren Sie doch einen Termin mit Mrs. Rockefeller.«

Trocmé nahm an und wurde Lehrer in der damals reichsten Familie der Welt.

»Junger Mann, ich werde etwas für Sie tun!«, sagte eines Tages der alte Rockefeller, als André das zweifelhafte Vergnügen hatte, Gast in seiner schlossartigen Residenz zu sein. »Ich schenke Ihnen ein Zehn-Cent-Stück. Versprechen Sie mir, dieses Geld zu investieren, sobald Sie wieder in Ihrer Heimat sind! So habe ich auch angefangen, und so bin ich reich geworden.«
André versprach es brav und steckte das Geldstück in die Hosentasche.
Danach bekam er ein Zehn-Cent-Stück für seinen Vater. Auch das steckte er ein.
»Haben Sie Geschwister?«, fragte der 87-Jährige.
»Ja, sieben«, antwortete André.
»Das ist zu viel. Sie treiben mich in den Ruin!« Und tatsächlich blieb es bei den zwanzig Cent.
»Mehr Benzin und höhere Preise, das ist es, was wir brauchen«, waren die Abschiedsworte, die Rockefeller senior seinem Gast mit auf den Weg gab.

Ob David Rockefeller mitbekommen hat, welchen Weg sein Französisch-Lehrer dann ging? Dass er während der Nazi-Herrschaft mit seiner Frau Magda und anderen im kleinen französischen Örtchen Le Chambon entscheidend dazu beitrug, Tausende zu retten?

Gäbe es sie auf Englisch, wir würden ihm ein Exemplar der Biografie dieses außergewöhnlichen Paares überreichen (daraus stammen die hier verwendeten Zitate), die Hanna Schott für den Neufeld Verlag geschrieben hat …

 

 

 

Erstellt am 30. Januar 2015 von

Von Erinnerung ist diese Tage – rund um den 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz – häufig die Rede. Und tatsächlich wird einem fast etwas mulmig, wenn man erkennt, wie wenig bekannt ist von den unvorstellbaren Schrecken jener Zeit, von den unvorstellbaren Leiden unzähliger Menschen – und von den mutigen Menschen, die damals aufgestanden sind und viel riskiert haben. Denn die gab es zum Glück auch.

Alfred Delp war so einer, Jesuit und Mitglied des Kreisauer Kreises im Widerstand gegen den Nationalsozialismus – 1907 geboren, am 2. Februar 1945 in Berlin-Pötzensee hingerichtet.

Am kommenden Montag, 2. Februar 2015, also dem 70. Todestag von Alfred Delp, liest Hanna Schott in der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim (bei Bad Kreuznach) aus Ihrer Trocmé-Biografie: Von Liebe und Widerstand: Magda & André Trocmé – Der Mut dieses Paares rettete Tausende (seit kurzem in der dritten Auflage).

Auch die Erinnerung an das Leben dieser beiden kann unser Gewissen schärfen und Mut entzünden …

neufeld-verlag_von-liebe-und-widerstand_schott_cover_rgb

 

Erstellt am 1. April 2009 von

Anfang des 17. Jahrhunderts versammelte sich eine Gruppe von religiösen Flüchtlingen aus England im Hinterraum einer Amsterdamer Bäckerei, umd zu beten und gemeinsam Bibel zu lesen. Um 1609 hatte eine Gruppe von ihnen das beschrieben, was wir heute als Kern baptistischer Überzeugungen verstehen: Die Notwendigkeit einer Gemeinschaft aus Glaubenden, losgelöst von staatlicher Kontrolle, die die Glaubenstaufe ausüben. Von diesen bescheidenen Anfängen her verbreitenen sich die Baptisten über England, Nordamerika, Europa und darüber hinaus zu einer weltweiten Bewegung mit heute mehr als 100 Millionen Anhängern.

Europäische Baptisten feiern diesen bedeutenden 400. Jahrestag vom 24.07.-26.07.2009 in Amsterdam, auf dem wunderbaren Gelände des RAI Centre in Amsterdam. Baptisten wollen sich bei dieser Gelegenheit nicht nur an ihre geschichtlichen Anfänge erinnern, sondern wollen auch Gottes Auftrag für sie für die Zukunft entdecken. Wie bereits die kleine Gruppe von Gläubigen 1609, werden sie auch heute „herausgefordert, anders zu sein“, wenn sie sich als Christen den Herausforderungen der heutigen säkularisierten Gesellschaft stellen.

Die Konferenz Amsterdam 400 bietet der EBF-Familie die einmalige Gelegenheit, sich seit 1994 wieder in großer Zahl zu treffen. Inspirierende Redner wurden eingeladen, um sich der Vergangenheit zu erinnern und baptistische Anfänge zu erforschen, und zugleich, um die EBF VIsion für die Zukunft zu entwerfen. All dies geschieht im Rahmen eines lebendigen Gottesdienstes, der aus der Fülle und Vielfalt der gottesdienstlichen Traditionen innerhalb der EBF schöpft. Das Programm von Amsterdam 400 bietet außerdem ein volles Programm mit Seminaren, Musik, Drama und Kunst. Fokus-Flächen bieten Gelegenheit zu informellen Gesprächen und gemeinsamem Lernen über Mission, Religionsfreiheit und Menschenrechte, theologische Ausbildung und baptistische Geschichte.

Junge Familien werden mit einem Programm für Kinder unter 12 Jahren besonders willkommen geheißen.

Aktueller Buchtipp: Communities of Conviction – Baptist Beginnings in Europe

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.