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Erstellt am 16. Januar 2015 von

Am 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, seit 1996 in Deutschland, seit 2005 auch international und von den Vereinten Nationen getragen. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie zwei weitere Konzentrationslager Auschwitz befreit, vor genau 70 Jahren also. Öffentlich wird damit an alle Opfer jenes totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus erinnert (hier ein Auszug aus einer Rede von Norbert Lammert):

„Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.“

Zu der bedrückenden Schattenseite jenes immer noch unfassbaren Unrechts gehört auch der Blick auf jene mutigen Menschen, die an der Würde jedes Einzelnen festgehalten und dafür oftmals einen sehr hohen Preis bezahlt haben.

Im Neufeld Verlag erschien kurz vor Weihnachten die dritte Auflage der Biografie von Magda und André Trocmé, die zu diesen Menschen zählen. Ihr Beispiel ist auch heute noch inspirierend und macht Mut, im Gegenüber den Menschen zu sehen.

„Wir wissen nicht, was ein Jude ist. Wir kennen nur Menschen“, erwiderte Pfarrer Trocmé einmal gegenüber einem Präfekten. Der Mut dieses Paares rettete Tausende, und weil sie wie die vielen hugenottischen Bewohner jener Gegend in Frankreich nicht viel Aufhebens davon machten, sind die mutigen Menschen von Le Chambon bis heute kaum bekannt. Dabei retteten sie Tausende …

 

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Auch Jochen Klepper gehörte zu jenen Menschen, die nicht aus dem Blick verloren, dass es eine göttliche Autorität über unserem Leben gibt und wir uns für unser Tun und Lassen zu verantworten haben.

Angesichts des Schreckens nahmen Klepper, seine jüdische Frau und deren Tochter sich im Dezember 1942 gemeinsam das Leben. Ich habe mich gerade zum wiederholten Male in die Lektüre seiner Tagebücher Unter dem Schatten deiner Flügel und seines großen historischen Romans Der Vater vertieft. Markus Baum schreibt in seiner lesenswerten Biografie (auf S. 145):

Jochen Klepper idealisiert das Königtum Friedrich Wilhelms I. und die Art, wie er seine Rolle ausgefüllt hat. Friedrich Wilhelms Idee von Staats- und Regierungskunst (wie Jochen Klepper sie begriffen hat) dient ihm als Maßstab für neuzeitliche Potentaten. Friedrich Wilhelms Gestaltungsdrang und die Zügel, die er sich dabei angelegt hat, das alles soll auch als Maßstab für Hitler, Mussolini und Franco gelten.

Das Urteil aus der Vergangenheit über die Tyrannen der Gegenwart kann eigentlich nur vernichtend ausfallen: zu kurz gesprungen, nicht selbstlos genug, nicht Gott verantwortlich, nicht den Menschen gerecht werdend. Im Roman steht dieses Urteil nur zwischen den Zeilen, aber in den Königsgedichten spricht Jochen Klepper ausdrücklich von den „frevelhaft vermessenen“ Völkern, von törichten Königen, die „ein Reich des Glücks erzwingen“ wollen und damit nur scheitern können.

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.