Schlagwort-Archiv: Vertrauen

 

Erstellt am 5. Juni 2018 von

 

 

Was für eine unermessliche, prachtvolle Schönheit. Gleich hinter dem Ortsausgangsschild.

Das Gras am Straßenrand ist in die Höhe geschossen, Mohnblumen und Kornblumen blühen in seiner Mitte. Strahlendes Rot und leuchtendes Blau. Ich parke mein Auto und mache Fotos für meine Frau – sie liebt Mohnblumen.

Und wie ich da so in der Wiese stehe, umschwärmt von Insekten, muss ich an eine Passage aus der Bergpredigt denken:

 

„Warum sorgt ihr euch um die Kleidung?

Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.

Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?

Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“

 

Machen wir uns nichts vor: Es ist nicht immer leicht, sein Tagewerk zu schaffen und für die Familie zu sorgen.

Doch hier, inmitten der Blütenpracht, haben diese Worte von Jesus Christus eine ganz direkte Kraft. Hat er nicht recht? Vor all unserem Tun sind wir zuallererst Beschenkte. Staunen und ehrfürchtige Dankbarkeit pochen in meinen Adern.

Uwe Heimowski

Erstellt am 9. April 2013 von

Der Tag war lang gewesen. Auch die Abendveranstaltung zog sich schon eine Weile hin. Doch noch immer riss der Strom der Grußworte nicht ab.

Der nächste Redner ging ans Pult. Er zog einen roten Luftballon aus der Tasche und blies ihn mit vier, fünf gewaltigen Atemstößen zu einer beachtlichen Größe auf. Langsam nahm er die Arme auseinander, der Ballon klemmte zwischen Daumen und Zeigefinder der linken Hand.

„Wissen Sie, wovor ich als Kind am meisten Angst hatte?“

Er führte seine Hände etwas näher zusammen. Ein leichtes Raunen ging durch das Auditorium, die gesamte Aufmerksamkeit war wieder erwacht.

„Richtig, nichts konnte mich mehr erschrecken, als wenn jemand einen Luftballon knallen ließ. Und um ehrlich zu sein, bis heute macht es mir Angst. Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen.“

Mit einem Ruck bewegte er die Hände zueinander. Einige Zuhörer hielten sich die Ohren zu. Doch der Redner stoppte mitten in der Bewegung, hob langsam seine Arme, öffnete theatralisch die Hand und schon flatterte der Luftballon in Schlangenlinien über die Bühne, bis alle Luft aus ihm entwichen war.

„Wenn es mir solche Angst macht“,

fuhr der Mann fort,

„warum sollte ich den Luftballon dann jetzt zerknallen? Warum sollte ich mir selber etwas Übles tun – und Sie alle erschrecken? Ist es nicht merkwürdig, dass wir manchmal den anderen Menschen genau das zufügen, was wir selber nicht mögen? Warum sollte ich das tun? Und ist es nicht ebenso merkwürdig, dass Sie alle es mir zugetraut haben, obwohl ich doch ausdrücklich gesagt habe, dass ich es schrecklich finde, wenn ein Luftballon zerplatzt?“

Er machte eine längere Pause. Betretene Stille erfüllt den Raum.

„Fürchte dich nicht“ – das lesen wir 365 mal in der Bibel. Immer wieder, wenn ein Engel oder Gott selbst den Menschen begegnet. Merkwürdig, dass das nötig ist. Wir nennen Gott den „lieben Gott“, sprechen ihm Eigenschaften wie Güte und Gnade und Barmherzigkeit zu. Und doch haben wir Angst. Als wäre unser Vertrauen ein kleiner roter Luftballon, der mit einem einzigen Schlag zum Platzen gebracht wird. Was bringen wir alles mit, was hat uns alles geprägt? Woher kommt diese Angst? Egal! Lassen wir es flattern – denn eins ist klar: Gott hat nicht vor, uns zu erschrecken. Wie auch immer es um unser Vertrauen bestellt ist. Gottes Botschaft heißt: Fürchte dich nicht.

Uwe Heimowski

 

Erstellt am 12. Februar 2013 von

Auf dem Weg zum Kindergarten liegt frischer Schnee, es ist glatt. Livia nimmt meine Hand, macht die Augen zu und schlittert vorwärts. „Schau mal, Papa!“ Nach ein paar Metern öffnet sie die Augen: „Jetzt ist wieder hell.“ Ich: „Haste denn gar keine Angst, wenn du die Augen zumachst?“ Livia: „Nein … (lacht)! Ich bin doch an deiner Hand, Papa.“

… lernen wir Gott zu vertrauen.

Uwe Heimowski

 

  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.