Uwe Heimowski bringt Nachschub für Erbsenzähler

Erstellt am 7. Juli 2009 von

Kann ein Tütchen Erbsen von Rückenschmerzen heilen? Natürlich nicht. Es sei denn, man wärmt sie in der Mikrowelle und benutzt sie als Kirschkernkissenersatz … Aber die folgende Anekdote von unserem Autor Uwe Heimowski ist trotzdem schön:

Ein befreundeter Pastor hatte von meinem Buch Ich bin dafür! 44 Mutmacher für den Alltag gehört. Er bereitete gerade einen Gottesdienst zum Thema „Dankbarkeit“ vor. Dafür bestellte er einen Schwung „Erbsenzähler-Startersets“, die es begleitend zu dem Buch gibt. Im Anschluss an die Predigt verteilte dieser Pastor die Erbsen-Tütchen an die Gottesdienstbesucher. Die Idee ist ganz einfach: Immer, wenn etwas Gutes geschieht, steckt man eine Erbse von der einen Hosen- , Rock- oder Sakkotasche in die andere. Am Ende des Tages wird man überrascht feststellen, wieviel Positives man erlebt hat.

Eines der Tütchen bekam nun eine ältere Dame, die unter starken Rückenschmerzen litt und sich deshalb nicht mehr bücken konnte. Auf dem Nachhauseweg vom Gottesdienst fielen ihr die Erbsen aus der Hand. Nun lagen sie da auf dem Bürgersteig. Die Dame ärgerte sich. Sie entstammte der Kriegsgeneration. Als Kind hatte sie gehungert. Und dass hier jetzt Lebensmittel auf dem Boden liegen blieben – das konnte und wollte sie nicht akzeptieren.

Also gab sie sich einen Ruck, schickte einen Stoßseufzer zum Himmel und versuchte mit Schwung, die Erbsen zu greifen. Und siehe da: Sie kam bis zum Boden und hob das Tütchen auf. Doch nicht nur das: Während sie sich bückte, löste sich irgendwie eine Blockade in der Wirbelsäule, es knackste, und seither – ungelogen – geht es ihrem Rücken besser.
Die Erbsen haben mit ihrer Heilung eigentlich nichts zu tun. Aber diese Erfahrung hat viel mit der Idee des Buches Ich bin dafür! zu tun: Eine kranke Frau traut sich etwas zu und erlebt Besserung. Genau das war die Absicht des Buches – Mut machen!

Ich freue mich über viele positive Rückmeldungen zu den 44 Mutmachern des erwähnten Buches. Ein Thüringer Landtagsabgeordneter hat zum Beispiel regelmäßig Erbsenzähler-Startersets bei sich, wenn er im Land unterwegs ist zu Bürgerversammlungen. Als er das Gemecker eines anwesenden Bürgermeisters nicht mehr ertragen kann, drückt er ihm kurzerhand eine Tüte Erbsen in die Hände. „Hier“, fordert er ihn auf, „wenn sie für jede Sache, die sich in ihrer Stadt seit der Wende gut entwickelt hat, je eine Erbse herausnehmen – dann werden sie merken, dass die 20 Erbsen gar nicht reichen. Und sollten sie keine 20 Dinge finden, dann können sie von mir aus gerne weiter meckern …“

Einige Zeit später ruft besagter Bürgermeister bei dem Abgeordneten an. Er entschuldigt sich für seine negative Einseitigkeit und dankt seinem Gegenüber dafür, dass ihm die Augen für das Gute geöffnet wurden.

Innerhalb einiger Monate erlebte das Buch drei Auflagen. Und so entstand die Idee, 44 neue Mutmachgeschichten zu schreiben. Geschichten aus dem Alltag für den Alltag. Geschichten, die dabei helfen, Gott in den kleinen Dingen zu entdecken.

Willkommen also zu meinem neuen Buch „Weiter so!“. Entdecken Sie die stolze Menschenwürde einer Frau, die auf einem Müllberg zuhause ist, lesen Sie, wie der überforderte „Papa allein zu Haus“ überlebt und was das ermutigende „Weiter so!“ der Lehrerin im Schulheft meiner Tochter bewirkte. Manche Erlebnisse werden Ihnen vertraut vorkommen, manches wird vielleicht auch ein „Aha“ auslösen. Und hoffentlich erleben Sie, wie die eine oder andere Geschichte Sie ermutigt und für den Alltag stärkt.

Damit Sie ganz einfach auch selbst zur Mutmacherin und zum Mutmacher werden können, ist diesem Buch ein Haftnotizblock beigefügt. So können Sie anderen eine „Ermutigung, die haften bleibt“, weitergeben. Denn das haben Hoffnung und Liebe und Segen gemeinsam: sie wollen weitergegeben werden.

Und Ermutigung hat – im Unterschied zu Erbsentütchen – tatsächlich heilende Wirkung. Sie heilt unsere Seele. Unsere Selbstwahrnehmung. Und damit unser Tun und unser Leben. Weiter so!

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Weiter so! 44 neue Mutmacher für den Alltag im Onlineshop.


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.