„Verwandelt“, Folge 3

Erstellt am 31. Juli 2014 von

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Heute geht es weiter mit unserer kleinen Serie mit Auszügen aus dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe aus der Feder des schwedischen Autors Anders-Petter Sjödin.

 

"Eins der besten Bücher ..."

 

 

Kapitel 6: Die Kraft der Gedanken und Worte

In jeder Minute sausen Millionen elektrischer und chemischer Botschaften auf unsichtbaren Wegen durch die winterlichen Straßen unseres Gehirns. Der Garten unseres Denkens kann sorgsam gepflegt sein wie ein englischer Rosengarten oder vernachlässigt wie ein stinkender Müllhaufen, der den Ratten dient.

Alles beginnt mit einem Gedanken: Hitlers Rassenlehre, Händels Messias, die Berliner Mauer, die Sixtinische Kapelle, die auf Plattheit und auch Aggression aufbauenden Doku-Soaps im Fernsehen ebenso wie Mutter Teresas Vision. Alles, Böses und Gutes, beginnt mit einem Gedanken.

Das Denken beeinflusst unser ganzes Sein, selbst auf rein physischer Ebene. Der wissenschaftliche Begriff Neuroplastizität bezieht sich auf rein physische Veränderungen der Hirnstruktur und Form, durch neue Gedanken und Erfahrungen. Manche Forscher bezeichnen die Plastizität des Gehirns als eine der außergewöhnlichsten Entdeckungen der letzten 2000 Jahre. Sogar Hoffnung, Glaube und Liebe können die Form des Gehirns beeinflussen.

Das Denken entscheidet darüber, ob wir Erfolg haben oder scheitern. Der Autofabrikant Henry Ford hat gesagt: »Unabhängig davon, ob du glaubst, dass du etwas kannst oder nicht, wirst du recht bekommen«. Ingemar Stenmark ist der wohl bekannteste alpine Skifahrer der Sportgeschichte, mit insgesamt 86 Weltcupsiegen und zwei olympischen Goldmedaillen. Stenmark hätte wohl in jeder Sportart der Beste werden können. In einem Interview offenbarte er dann allerdings seine Achillesferse: Stenmark hat eine Wasserphobie. Er, dem alles zu gelingen schien, fürchtete sich vor ganz gewöhnlichem H2O.

Ich selber habe zwei diametral entgegengesetzte Stimmen in meinem Inneren. Mein Vater war positiv eingestellt und glaubte, dass alles möglich war, und meine Mutter war ängstlich, fürchtete sich davor, krank zu werden, und konzentrierte sich oft auf ihre Begrenzungen.

Aus reinem Überlebensinstinkt zog es mich zu meinem Vater hin, damit ich dem lähmenden Gefühl der Hoffnungslosigkeit entgegenwirken konnte. Meine Mutter war eine Künstlerin, eine fantastische Köchin und eine unglaubliche Ästhetin. Sie wurde ungefähr zu der Zeit geboren, als die Frauen in Schweden das Stimmrecht erhielten. Wäre sie heutzutage aufgewachsen und hätte sie an sich selbst geglaubt, dann hätte sie in puncto Einrichtung Martin Timell, Ernst Kirchsteiger und alle anderen an die Wand gespielt. Cornelia Poletto und Tim Mälzer hätten bei einem Kochduell alt ausgesehen. Aber aus irgendeinem Grund glaubte sie nicht an sich selbst. Das Denken begrenzte sie.

Weil ich auf Papas Stimme gehört hatte, konnte ich als 15- und 16-Jähriger alleine durch ganz Europa reisen, mit 17 Jahren nach Nepal trampen und den Mount Everest bis auf 6500 Meter Höhe besteigen. Während einige meiner Freunde allerhöchstens die 60 Kilometer nach Sundsvall fuhren, um bei IKEA einzukaufen, oder vielleicht sogar die Hauptstadt besuchten, habe ich in rund 30 Ländern Abenteuer erlebt wie Indiana Jones. Hätte ich auf meine Mutter gehört, dann wäre nichts von all dem geschehen.

 

(Dieser Auszug entstammt dem Buch Verwandelt in Gottes Nähe von Anders-Petter Sjödin, Neufeld Verlag, Schwarzenfeld 2012, Seite 122f.)

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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel birgt zahlreiche Geschichten und Bilder darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

  • Unser Slogan hat noch eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Dass sie uns etwas zu sagen und zu geben haben.

    Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.