Von der Heilsarmee in den Bundestag

Erstellt am 24. Juli 2014 von

Bundestag ist wie Heilsarmee – nur ein bisschen anders. Zumindest gilt das so für Frank Heinrich.

Er ist der erste Heilsarmeeoffizier, der als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag einzog. Dort engagiert sich der gelernte Sozialarbeiter und Theologe genauso, wie er sich zuvor für die Menschen am Rand der Gesellschaft eingesetzt hat. Ganz im Sinn der Heilsarmee: die Liebe greifbar und spürbar leben.

Frank Heinrich verfolgt dieses Ziel noch immer, nur an anderer Stelle. Jetzt heißt es für ihn Koalition statt Kleiderkammer, Parlament statt Predigt, Sitzungen statt Suppenküche.

Gemeinsam mit seinem Freund und Weggefährten Uwe Heimowski (Neufeld-Autor fast der ersten Stunde) hat Frank Heinrich das Buch Mission: Verantwortung – Von der Heilsarmee in den Bundestag veröffentlicht.

Hier ein kleines Gespräch der beiden über dieses Projekt:

 

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Frank, warum hast du eigentlich dieses Buch geschrieben?

Weil ich die Frage aus dem Untertitel – warum bist du von der Heilsarmee in den Bundestag gewechselt? – fast wöchentlich gestellt bekam und immer noch bekomme. Mit diesem Buch kann ich die Vorgeschichte und den Zusammenhang deutlich machen: Mein Einsatz für Menschenrechte, der mich erst zur Heilsarmee und dann in den Bundestag geführt hat. Es ist ein und dieselbe Berufung an zwei verschiedenen Orten.

Außerdem treffe ich sehr viele Menschen, es gibt immer wieder Gespräche. Mit dem Buch kann ich ihnen ein Stück meiner Geschichte mitgeben und sie damit ermutigen.

Was sind die Hauptinhalte, worum geht es in deinem Buch?

Ich möchte Leuten Mut machen, sich mit allem, was sie haben und können, in der Gesellschaft zu engagieren. Sei es in der Kirchgemeinde, einem Sportverein oder in der Politik. Die Heilsarmee will immer bei den Menschen sein, nicht bei sich selber. Dafür werbe ich, indem ich beispielhaft meine Geschichte erzähle: Reisen hinter den Eisernen Vorhang mit meinem Vater, die zwölf Jahre in Chemnitz, die konkrete Arbeit im Bundestag. Wechselseitige Berührungsängste zwischen Kirche und Politik abzubauen, ist ein zweites Motiv.

Welche Erfahrungen hast du bisher mit „Mission: Verantwortung“ gemacht, gab es Rückmeldungen?

Ja, es gab eine Reihe von Presseberichten und Rezensionen in verschiedenen Zeitschriften, die durchgehend sehr wohlwollend geschrieben waren. Und dann gibt es viele persönliche Feedbacks: Jemand sagte, ich habe ihm ein neues Fenster geöffnet, Vorurteile abgebaut und Verständnis für die Politik erzeugt. Häufig höre ich das Wort „glaubwürdig“ – ein großes Kompliment und eine große Verantwortung für mein Wirken als Politiker zugleich.

Du hast bisher zwei Bücher geschrieben: „Lieben, was das Zeug hält“ und „Mission: Verantwortung“. Große Begriffe. Kommt da immer noch der Prediger durch, der eine Botschaft zu verkündigen hat?

(Lacht) Im ersten Buch ganz bestimmt. Das Thema Liebe für Menschen, die eigentlich gar nicht liebenswert sind, oder besser gesagt: die nicht so aussehen, habe ich jahrelang in meinem eigenen Leben durchbuchstabiert. Meine Erfahrungen und Einsichten wollte ich an andere weitergeben.

Beim zweiten würde ich mich freuen, wenn es den einen oder anderen motiviert, sich einzumischen. Wenn meine Geschichte eine Ermutigung dazu ist, super! Aber als Predigt, oder gar Moralpredigt, ist es nicht gemeint.

 

Frank Heinrichs Bücher kann man überall kaufen oder bestellen, wo es Bücher gibt.

Beide sind auch als E-Book erhältlich – direkt im E-Book-Shop des Neufeld Verlages, aber auch bei allen gängingen Anbietern:

 

 


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    Bei Gott bin ich willkommen.

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