Eine Studentin der Buchwissenschaft entdeckt eine christliche Buchhandlung

Erstellt am 17. Dezember 2009 von

Die Studentin Julia Winter, vom Aufbaustudiengang Buchwissenschaft 2006/2007 der Ludwig-Maximilians-Universität München, entdeckte die christliche Buchhandlung Leonhardt in München bei ihrer Recherche zu außergewöhnlichen Buchhandlungen. Für die Anthologie „Seitenwege“ (München Verlag) wurden 33 außergewöhnliche Buchhandlungen in der „Stadt der Bücher“ München ausgewählt. Darin schreibt Frau Winter über die Buchhandlung Leonhardt, die ab Februar 2010 zu der Alpha Buchhandlung gehören wird, unter dem Titel:

Bücher über Gott und die Welt:

Zwischen Müller- und Blumenstraße gibt es eine kurze Verbindungsstraße, quasi die Verlängerung der Frauenhoferstraße: die Papa-Schmid-Straße. Dort ein klein wenig verborgen, liegt ein kleiner Laden, dessen Schaufenster schon den Blick auf Themen eröffnet, mit denen die meisten von uns sich hier und heute, im Trubel des Alltags, kaum mehr beschäftigen: Gott, Glaube und Christentum.

Das Gespräch führe ich mit der Inhaberin Heidi Leonhardt  und ihrer [ehemaligen] langjährigen Kollegin Andrea Aulinger. Die Mitarbeiter der Christlichen Buchhandlung, fünf an der Zahl, engagieren sich für das, woran sie glauben: „ Es ist eine Arbeit aus Überzeugung, so die Buchhändlerin..“ Die Christliche Buchhandlung existiert schon seit 28 Jahren. 2000 haben Frau Leonhardt und ihr Mann den Laden vom Vorbesitzer Ernst Rösslein übernommen. Den beiden ist das Geschäft  mit Büchern nicht unbekannt, denn das Ehepaar führte bereits die Christliche Buchhandlung in Weilheim und Herr Leonhardt ist Verlagsvertreter.

Die Atmosphäre im Laden ist, um es leicht religiös zu beschreiben, angenehm, als würde man die Präsenz von etwas Gutem spüren. Die Hektik der Münchner Innenstadt scheint vor der Ladentüre Halt gemacht zu haben, und man kann sich völlig in Ruhe die liebevoll präsentierten Bücher ansehen. Als ich die beiden Buchhändlerinnen frage, wie sie ihr Sortiment beschreiben würden, erhalte ich die Antwort: „Einfach christlich! Die Bibel und der Glaube an Jesus Christus stehen im Vordergrund.“

Alle Mitarbeiter der Buchhandlung lesen gerne, am liebsten die Literatur aus dem eigenen Sortiment; sie können mir für jedes Thema einige Bücher nahe legen, zum Beispiel  von Hans Peter Royer „Du musst sterben bevor du lebst, damit du lebst, bevor du stirbst!“ Hier geht es darum, im übertragenen Sinn sein „altes“ Leben zu verlieren, um ein „neues“ im Glauben an Jesus Christus zu finden.

Als ich mich verabschiede, möchte Frau Leonhardt mir gerne noch etwas mitgeben und schenkt mir zwei Bücher, die mich und mein persönliches Leben betreffen. Ich habe darin gelesen – denn auch bei mir gehen die Themen Gott, Jesus und Glauben im Alltagstrott leider oft ziemlich unter. Die Bücher haben mir etwas gegeben und mich zum Nachdenken gebracht. Unabhängig davon: Sich hin und wieder Zeit nehmen, in dem einen oder anderen Buch aus der Christlichen Buchhandlung zu„schmökern“, kann vielleicht wieder ein Stück „gelebtes Christentum“ in den Alltag bringen.


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.