Verblüffend aktuell: Gerhard Tersteegen

Erstellt am 21. Oktober 2013 von

Ich muss immer an ihn denken, wenn Samstags Abends bei der Sportschau Torhüter Marc-André ter Stegen von Borussia Mönchengladbach über die Röhre flimmert. Von der Namensähnlichkeit mit Gerhard Tersteegen hat er vermutlich keine Ahnung.

Gerhard Tersteegen (1697–1769), der große evangelische Mystiker, lädt mit seinen Liedern und Gebeten, seinen „Lebensbildern heiliger Seelen“ und seinen Übersetzungen (u. a. der Schriften des Bruder Lorenz von der Auferstehung) auch heute noch zu einem Leben in Gottes Gegenwart ein. „Ich bete an die Macht der Liebe“ oder „Gott ist gegenwärtig“ sind bekannte Lieder aus seiner Feder.
In unserer Reihe Klassiker der christlichen Spiritualität hat Dr. Thomas Baumann den Band In Gottes Gegenwart – Gedanken zum geistlichen Leben herausgegeben (auch als E-Book erhältlich). Er bietet – neben einer Einführung in Leben und Werk Tersteegens – eine Auswahl kleiner Schriften, die zu verschiedenen Gelegenheiten entstanden und bisher kaum bekannt waren: Kleine geistliche Atempausen zum Auftanken, Kraft schöpfen, inne halten in Gottes Gegenwart.

Tersteegens „Gedanken sind auch heute wegweisende mystische Inspiration“, findet der Münchener Claudius Verlag und schreibt von der „verblüffenden Aktualität“ Gerhard Tersteegens. Im Herbst erschien dort nämlich eine Tersteegen-Biografie aus der Feder von Dr. Richard Reschika: Ich will ins Meer der Liebe mich versenken – Die Mystik Gerhard Tersteegens für heute.


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.