Verleger-Umfrage: Unser wichtigstes Buch

Erstellt am 9. April 2013 von

Hier auf unserem Verlags-Blog berichten wir ja nicht nur über Aktuelles aus dem Neufeld Verlag, sondern lassen gerne auch immer mal wieder den Blick schweifen.

Heute präsentieren wir das Ergebnis einer kleinen Umfrage unter Verlegerinnen und Verlegern christlicher Verlage (herzlichen Dank fürs Mitmachen!):

Was ist Ihr wichtigstes Buch in diesem Frühjahr?

 

Dr. Dominik Klenk, Brunnen Verlag, Basel:

Unser wichtigstes Buch: Roland Hardmeier, Himmelstöchter – Warum die Stärke der Frau in der Kirche gebraucht wird. Und warum das biblisch ist.

Roland Hardmeier sagt uns in einem theologisch fundierten Buch, warum die Stärke der Frauen in der Kirche unbedingt gebraucht wird.

Er hilft uns damit, genauer hinzuschauen und den roten Faden in der Bibel ernst zu nehmen, der zeigt, warum die Gaben der Frau in der Gemeinde erwünscht sind.

Er geht auch den wenigen missverständlichen und frauenkritischen Bibelstellen nicht aus dem Weg, sondern beantwortet sie mit der Bibel.

Das Buch zeigt uns, dass Gott Frauen in gleicher Weise achtet, begabt, beruft und sendet wie Männer – nur anders. Dieses Buch fördert die Hoffnung, dass unsere Kirchengemeinden nicht nur quadratisch, praktisch, gut, sondern auch atmosphärisch ansprechend, farbenfroh und kommunikativ etwas leichter werden.

 

Anne-Ruth Meiß, Verlag der Francke-Buchhandlung, Marburg:

Für mich persönlich ist Mitbewohner gesucht von Melissa C. Feurer das Frühjahrshighlight bei Francke, ein Buch für junge Erwachsene. Darin erzählt die junge Autorin von einer Studenten-WG, in die eines Tages Johnny einzieht. Was keiner weiß: Johnny ist sterbenskrank. Er hat keine Verwandten mehr und so zieht er in diese WG, weil er sich danach sehnt, dass auch sein Leben Spuren hinterlässt, dass es Menschen gibt, die nach seinem Tod um ihn trauern. Als die Mitbewohner hinter sein Geheimnis kommen, reagieren sie sehr unterschiedlich, sehr unerwartet. Am Ende ist es nicht nur Johnny, dessen Leben eine neue Richtung einschlägt.

Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt Melissa C. Feurer eine zu Herzen gehende Geschichte, in der sie mutig die Frage nach dem Tod stellt und überzeugende Antworten gibt. Ein ganz wunderbarer evangelistischer Roman für junge Menschen, der mitreißend erzählt ist und so ganz ohne Klischees auskommt.

 

Ralf Markmeier, Gerth Medien und Adeo Verlag, Asslar:

Unser wichtigstes Buch im Frühjahr ist für mich Jürgen Mettes Biografie Alles außer Mikado. Leben trotz Parkinson. Es ist ein radikal ehrliches, trostreiches und ermutigendes Buch, das trotz der Schwere des Themas durchzogen ist mit Jürgens feinsinnigem Humor. Es zeigt sein Ringen mit Gott, zu dem er jedoch nie sein Vertrauen verloren hat. Es ist eine Freude, wie viele positive Reaktionen dieses Zeugnis auslöst – und das nicht nur im christlichen Markt. Am 12. April 2013, einen Tag nach dem Welt-Parkinson-Tag, ist Jürgen Mette zu Gast im Kölner Treff (WDR).

Mehr Informationen über Buch und Autor sowie einen Trailer gibt es hier.

 

Thomas Häußner, Echter Verlag, Würzburg:

Susanne Krahe und Eberhard Fincke, Organspende – ein Akte der Nächstenliebe
In den bisherigen Diskussionen zum Thema Organspende wird meist als selbstverständlich und als common sense vorausgesetzt, dass Organe spenden und empfangen an sich gut und nicht hinterfragbar sei. Neben dem medizinischen wird oftmals nur noch ein wirtschaftlicher Aspekt in die Diskussion gebracht. Muss aber in diese Diskussion nicht die Frage eingebracht werden, welches Menschenbild in die Entscheidungsfindung pro und contra Organtransplantation einfließt, und stellt sich für religiöse Menschen nicht auch die Frage nach dem Gottesbild? Die Diskussion in diesem Buch wird von zwei Menschen geführt, die als Betroffene selbst vor diesen Fragen stehen und standen und ganz unterschiedliche Entscheidungen getroffen haben. Somit wirft das Buch neue, vielleicht bislang zu wenig beachtete Aspekte auf die Diskussion um die Organspende.

 

Nicolas Koch, Brendow Verlag, Moers:

„Was ist unser wichtigster Titel im aktuellen Programm?“ So lautet die Aufgabenstellung für diesen Text. Puh! Gute Frage. Nach was soll ich da gehen? Verkaufszahlen? Bekanntester Autor? Persönliche Vorliebe? Ich habe mich mal für Letzteres entschieden. Ein Titel hat es mir diesmal persönlich besonders angetan, deshalb möchte ich Super, Mann! von Fabian Vogt vorstellen.
Mannsein ist in den letzten Jahren ja immer komplizierter geworden. Wusste man vor 30 Jahren noch ziemlich genau, was und wie ein Mann zu sein hat (im Beruf, als Vater, in der Gemeinde), ist heute alles viel unschärfer geworden. Die Palette der An- und damit der Herausforderungen ist sehr breit: Wir müssen liebevolle Ehemänner, fürsorgliche Väter, nette Kollegen, authentische und mitreißende Glaubende, strebsam-erfolgreiche Arbeitnehmer und vieles mehr sein. Ganz schön anstrengend manchmal, hier überall seinen Kerl zu stehen.

Fabian Vogt schreibt in seinem Buch Briefe an all diese Männerrollen. In ihnen betrachtet und reflektiert er die verschiedenen Lebensbereiche, macht sich daran, Zerrbilder geradezurücken und falsche Erwartungen aufzudecken. Besonders wichtig ist ihm der Blick auf die vielen Möglichkeiten und Freiräume, die in den einzelnen Bereichen liegen: Wir sind stark. Wir können nicht alles – aber vieles. Und wenn wir die richtigen Prioritäten setzen, schaffen wir das auch.

Ich mag die befreiende Wirkung, die seine Texte haben! Erst mal fühlt man sich verstanden: Oh, ich bin nicht der Einzige, der mit all den Ansprüchen, die an ihn gestellt werden, zu kämpfen hat. Dann sind sie einfach witzig zu lesen. Und vor allem machen sie Mut, vernünftige Prioritäten zu setzen und einfach  loszulegen.

 

SCM R. Brockhaus Verlag, Witten:

Unser wichtigster Titel im Frühjahr ist das Buch Kreiszieher von Mark Batterson.

Der Kreiszieher ist ein mitreißendes, neues Buch zum Thema Gebet, in dem es darum geht, Gott wirklich alles zuzutrauen, ihn also nicht zu klein zu machen. Wir hoffen, dass dadurch viele Leute neu entdecken, dass wenn wir Gott alles zutrauen, anhaltend beten und ein wenig Geduld haben, alles möglich ist.

Umfassende Infos zu Buch gibt es auf der Website www.kreiszieher.de.

 

Kerstin Hack, Down to Earth, Berlin:

Unser wichtigster Titel im Frühjahr ist: Ziele erreichen. Wie persönliche Veränderung wirklich gelingt von Christoph Schalk.

Der Grund, warum mir als Verlegerin dieses Quadro (Trainings-Power-Buch) so wichtig ist: Viele Menschen wollen sich verändern und Ziele erreichen – egal ob es Gewichtsreduktion ist oder Verhaltensänderung. Doch sie bleiben oft auf halbem Weg stecken und geben frustriert auf. Oft liegt das daran, dass das Bewusste („der Kopf“) nicht mit dem Unbewussten („dem Bauch“) zusammenspielen. Die Schweizerin Maja Storch hat das wissenschaftlich untersucht und das Zürcher Ressourcenmodell (ZRM) entwickelt, das dabei hilft, Ziele zu entwickeln und zu erreichen, die stimmig und mit hoher, tief verankerter Motivation erreichbar sind.

Christoph Schalk erklärt in diesem Quadro das Modell und zeigt gleich, wie es in Bezug auf ein eigenes Ziel umgesetzt werden kann. Ich bin glücklich über diesen Titel und hoffe, dass er vielen Menschen dabei hilft, sich die richtigen Ziele zu setzen und sie auch zu erreichen.

 

Andreas Claus, cap-music/cap-books, Haiterbach:

Valerie Lill: Mein geliebtes Kind – 365 Himmelsbriefe

Dieses Buch ist mir aus verschiedenen Gründen wichtig: Es ist uns als Verlag ganz kurzfristig in die Arme geflogen (365 Himmelsbriefe …), wir haben einen Tag überlegt und dann kraftvoll entschieden: Wir spucken in die Hände und machen es – auch wenn die Neuheiten schon alle ausgeplant sind und „man“ ein Andachtsbuch nicht erst im Januar bringen kann. Es gibt einfach Bücher, die will man machen! Wenn man dann das Privileg hat, so zu entscheiden, ist das etwas Besonderes.
Und es ist ein Buch, dessen Texte nicht geplant für ein Buch geschrieben wurden, sondern die entstanden sind in einer intensiven Lebensengstelle der Autorin, aus dem Umgang mit Gott und dem täglichen Erleben heraus. Trost, Hoffnung, Wertschätzung. Wenn dann der Impuls kommt, das sollten auch andere Menschen lesen können, dann hat so ein Buch einen großen Wert. Es trägt eine persönliche Note und ist doch ganz für den Leser da. Es ist zeitnah und doch zeitlos. Es ist ist fiktiv und doch real.

 

Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach:

Empfehlen möchten wir unser neues Buch von Pater Anselm Grün: Achtsam sprechen – kraftvoll schweigen. Für eine neue Gesprächskultur.

Denn dem allgemein beklagten Verfall der Gesprächkultur setzt Pater Anselm in diesem Buch biblisch und psychologisch fundierte Überlegungen zum Thema Gespräch und Sprache entgegen. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist die Achtsamkeit für die Sprache und eine hohe Sensibilität für die Macht und die Wirkung von Worten. Daraus entwickelt er einen neuen, spirituellen Ansatz, um zu einem echten Gespräch zurückzukehren.


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  • Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist!

    Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er eine Menge Gutes mit uns im Sinn hat.

    Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben:

    Bei Gott bin ich willkommen.

    Für uns hat unser Slogan eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern.

  • Dennoch ist unsere Welt weit davon entfernt, Menschen mit Behinderung grundsätzlich willkommen zu heißen – vielen wird nicht mal gestattet, überhaupt zur Welt zu kommen. Und von gelebter Inklusion, dem echten Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap in allen Bereichen unseres Alltags, sind wir auch noch ein gutes Stück entfernt. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.